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Nick Cave verlegt Tour, Springsteen stellt Konzertfilm online, Bandcamp spendet Einnahmen: Das Corona-Update

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Bruce Springsteen
Foto: Kevin Winter/Getty Images

Uns nervt es ja selbst, dass es seit Wochen kein anderes Thema gibt als die Ausbreitung des Coronavirus. Dennoch ist es wichtig, den Überblick zu behalten – für uns natürlich vor allem in der Musikwelt.

von Björn Springorum

Was wir alle verdient haben, sind auch mal gute Nachrichten. Die gibt es derzeit ja an der Impfstofffront, aber auch in der Musik. Um den enormen finanziellen Schaden all dieser Bands zu begrenzen, die wegen Corona ihre Tourneen absagen mussten oder müssen, hat sich die Musikplattform Bandcamp dazu entschieden, am 20. März für 24 Stunden auf ihre Beteiligung an allen Käufen zu verzichten und den Musiker*innen zugute kommen zu lassen. Lasst uns den morgigen Freitag also damit zubringen, Musik zu shoppen, um das Überleben vieler Bands zu sichern!

Amazon setzt Prioritäten

Aktionen wie diese werden umso wichtiger, wenn man bedenkt, dass Amazon alle CD- und LP-Bestellungen erst mal auf Eis legt, um die Transportwege freizumachen für all diejenigen Waren, die jetzt höchste Priorität haben. Soll heißen: Plattenfirmen und Vertriebe werden es die nächsten Wochen noch schwerer haben, ihre Tonträger unters Volk zu bringen. Und die Verlegung des Record Store Day, die macht es natürlich auch nicht einfacher.

So wirkt sich das Coronavirus auf die Live-Branche aus

Not macht aber eben bekanntlich erfinderisch. Wer also nicht vor die Tür kann, der überlegt, wie er das Internet für sich nutzen kann. Und für mehr und mehr Bands bedeutet das: gestreamte Konzerte aus dem Studio, Proberaum oder Wohnzimmer. Das könnte durchaus eine eigene Kunstform für sich werden und auch nach der Coronakrise ein fester Bestandteil des Musikgeschäfts bleiben; jetzt ist es aber erst mal eine wunderbare Möglichkeit, auch in Zeiten von Sperrstunden und Shutdowns noch in den Genuss von live gespielter Musik zu kommen.

Heimkonzerte & abgesagte Events

Einige Beispiele: Willie Nelson wird am 19. März um Mitternacht (deutsche Zeit) ein Live-Konzert geben, bei dem auch sein Sohn Lukas dabei sein wird. Das passt, dann kann man parallel bei Bandcamp shoppen. Ben Gibbard von Death Cab For Cutie hat sogar schon zuhause gespielt und am Samstagabend um 20:30 Uhr werden uns auch Berlins Rock-Titanen Kadavar virtuell in Grund und Boden rocken. Auch Neil Young plant gerade eine kleine Konzertreihe vor dem heimischen Kamin. Wann’s da losgehen soll, steht aber noch nicht fest.

Wäre vielleicht auch eine Option für Nick Cave, der seine Europatournee mit den Bad Seeds jetzt ebenfalls auf einen unbestimmten Zeitraum verschoben hat. Und während wir uns alle noch an die (durchaus gegebene) Hoffnung klammern, dass wir das bis zum Sommer alles einigermaßen ausgestanden haben und Festivals besuchen können, macht das Glastonbury den traurigen Anfang: Nur kurze Zeit nach Enthüllen des hochkarätigen Line-Ups mit Paul McCartney, Diana Ross und Taylor Swift wurde jetzt abgesagt – ausgerechnet zum 50. Geburtstag! Weniger schlimm dürfte Rock-Fans hingegen die Meldung treffen, dass der Eurovision Song Contest 2020 abgesagt wurde. Historisch ist diese Absage dennoch: In 64 Jahren ist der ESC nicht ein einziges Mal ausgefallen!

Und ein besonderes Schmankerl in diesen schwierigen Zeiten kommt von Bruce Springsteen. Der hat nämlich kurzerhand seinen 2009er Konzertfilm London Calling: Live In Hyde Park erstmals umsonst online gestellt, um seinen Fans die Zeit der Selbstisolation zu versüßen:

Die besten (musikalischen) Aktivitäten für die Selbstisolation

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Crosby, Stills & Nash: Support für Neil Youngs Protest vorbei? Band macht Spotify-Rückzieher

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Crosby, Stills & Nash
Foto: Astrid Stawiarz/Getty Images

Eigentlich hatten sich Crosby, Stills & Nash vor wenigen Monaten ja noch mit Neil Youngs Spotify-Protest solidarisiert und ihre Musik von der schwedischen Plattform genommen. Inzwischen ist der Protest offensichtlich zu Ende: Die Songs der Gruppe sind wieder auf Spotify verfügbar. Auch der Solo-Backkatalog der drei Künstler ist wieder auf besagter Plattform zu streamen.

 von Markus Brandstetter

Der Grund für den Protest

Stein des Anstoßes war im Februar 2022 die Kontroverse rund um Podcast-Superstar Joe Rogan. Der hatte in den Augen vieler Falschinformationen über die Covid-19-Pandemie verbreitet — besonders sauer stieß das der kanadischen Rock-Ikone Neil Young auf, die Spotify vor ein Ultimatum stellte: Rogan oder er. Die Wahl fiel zugunsten des millionenschweren Promi-Podcaster aus, Young zog seine Musik von Spotify zurück. Daraufhin solidarisierten sich etliche Künstler mit Young. Sein ehemaliger Bandkollege Graham Nash erklärte etwa: „Ich stimme völlig mit meinem Freund Neil Young überein und unterstütze ihn.” Daraufhin ließen Crosby, Stills & Nash ihre Musik von der Plattform entfernen.

Das sagt David Crosby

Auf die Frage, warum seine Musik wieder auf Spotify sei, obwohl Joe Rogan immer noch dort sah, erklärte der 80-Jährige lapidar: „Sie gehört mir nicht und die Leute, denen sie gehört, sind im Geschäft, um Geld zu machen”.

Young hatte Rogan und ergo Spotify im Februar 2022 in einem offenen Brief vorgeworfen, Falschinformationen über die Corona-Impfstoffe verbreitet zu haben. „Bitte informieren Sie Spotify umgehend darüber, dass ich meine gesamte Musikverfügbarkeit auf Spotify so schnell wie möglich aktiv kündige”, heißt es in Youngs offenem Brief. „Ich tue dies, weil Spotify falsche Informationen über Impfstoffe verbreitet – und damit möglicherweise den Tod derjenigen verursacht, die den von ihnen verbreiteten Desinformationen glauben“.

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Lebensbedrohliche Erkrankung? So geht’s Blink-182-Drummer Travis Barker

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Travis Barker
Foto: Noel Vasquez/Getty Images

Sorge um Travis Barker: Nachdem bekannt wurde, dass der umtriebige US-amerikanische Schlagzeuger im Krankenhaus liegt — und auch seitens der Familie dramatische Postings veröffentlicht wurden —, gibt das Blink-182-Mitglied nun ein Update, was eigentlich los ist.

 von Markus Brandstetter

Berichte, dass er wegen einer lebensgefährlichen Bauchspeicheldrüsenentzündung ins Krankenhaus eingeliefert wurde, bestätigt er. „Ich habe mich am Montag einer Endoskopie unterzogen und fühlte mich großartig. Doch nach dem Abendessen bekam ich unerträgliche Schmerzen und muss seitdem im Krankenhaus bleiben“, schreibt er.

Der 46-Jährige weiter: „Während der Endoskopie wurde mir ein sehr kleiner Polyp in einem sehr sensiblen Bereich entfernt, der normalerweise von Spezialisten behandelt wird, wobei leider ein wichtiger Pankreas-Drainageschlauch beschädigt wurde. Dies führte zu einer schweren, lebensbedrohlichen Bauchspeicheldrüsenentzündung. Ich bin sehr, sehr dankbar, dass es mir dank intensiver Behandlung derzeit viel besser geht.“

Dramatische Postings

Eins muss man allerdings sagen: Barker und seine Familie machten aus der Hospitalisierung durchaus ein Social-Media-Spektakel. Barker selbst hat ganz dramatisch mit den Worten „God save me“ für Fragezeichen gesorgt (God save me ist aber auch der Titel seiner Kollabo mit Machine Gun Kelly. Ob er damit seine Erkrankung meinte, ist nicht bestätigt.) Seine Tochter schlug mit einem Posting ebenfalls in die religiöse Kerbe, veröffentlichte ein Foto ihres Vaters am Krankenhausbett (in seiner Hand: sein Smartphone) und rief seine Fans auf, für ihren Vater zu beten. Mittlerweile ist das Posting allerdings wieder offline.

Barker selbst ist seit einigen Jahren Dauergast in den Medien. Nicht nur, dass er der umtriebigste Schlagzeuger der US-Pop- und Punkszene ist – seit seiner Hochzeit mit dem Spross der Kardashian-Promidynastie Kourtney ist er bekannter denn je. Barker zeigt sich dabei selbst nicht gerade schüchtern und stellt sein Liebesglück mit Kardashian nicht nur in den sozialen Medien, sondern auch in den Medien allgemein ausgiebig zur Schau. Das letzte Blink-182-Album, Nine, erschien 2019.

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Cannibal Corpse vs. Kardashians: Nun urteilt Blink-182-Drummer Travis Barker

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Guns N’ Roses holen bei Konzert Country-Star Carrie Underwood auf die Bühne

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Guns N' Roses

Guns N’ Roses hatten bei ihrer Show in London am 1. Juli 2022 eine besondere Überraschung für ihre Fans parat: Die Band holte die US-amerikanische Country-Sängerin Carrie Underwood für mehrere Songs auf die Bühne.

 von Markus Brandstetter

Guns N’ Roses sind für viele Dinge bekannt – Country-Musik gehört nicht wirklich dazu. Aber keine Sorge, Axl Rose, Slash, Duff McKagan & Co. blieben bei ihrem London-Gastspiel im Rahmen der Not In This Lifetime-Tour ihrem bewährten Rock’n’Roll-Stil treu. Viel mehr revanchierte sich Carrie Underwood für eine Ehre, die ihr im April 2022 zuteil wurde: Damals begrüßte sie bei einer ihrer Shows Axl Rose auf der Bühne — und sang gemeinsam mit ihm die Guns-N’-Roses-Stücke Paradise City und Sweet Child O’ Mine. „Beste Nacht meines Lebens“, hatte Underwood dies damals kommentiert.

Was die Band mit Carrie Underwood performte

Nun also der Gegengefallen — Underwood gesellte sich zu den Rocklegenden. Und nein, GN’R spielten im Gegenzug keine Carrie-Underwood-Stücke — sondern ebenfalls  Paradise City und Sweet Child O’ Mine. Wie das klang, kann man in Fan-Videos nachhören.

Guns N’ Roses in Coverlaune

Auch wenn Guns N’ Roses keine Songs ihres Gastes spielten, Lust auf Coverversionen haben sie derzeit dennoch ganz offensichtlich. Zuletzt nahm sich die Band des AC/DC-Klassikers Back In Black an. Leider diesmal ohne Angus Young als Gaststar – aber sehr auf den Punkt. Kein Wunder, hat doch vor allem Axl einen besonderen Bezug zu AC/DC und war 2016 Interims-Sänger der Band.

Und weil wir schon von Countrymusik sprachen: Zu den Covers der Band aus Los Angeles gehört auch das legendäre Stück Wichita Lineman von Glen Campbell.

Derzeit befindet sich die Band auf Tournee durch Europa und Großbritannien. Im weiteren Verlauf des Jahres stehen auch Südamerika, Japan, Australien und Neuseeland auf dem Tourplan.

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Wie fast Guns N‘Roses statt Queen in „Wayne‘s World“ gelandet wären

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