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Lady Gaga lädt zur Mega-Charity-Gala, Unplugged kommt in die Wohnzimmer und jede Menge Spenden: Das Corona-Update

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Lady Gaga
Foto: John Lamparski/Getty Images

Die Lage ist unverändert: Die Musikwelt — und wir alle – verharren auch in der gefühlt dreihundertsten Corona-Woche noch immer in Selbstisolation und vorsichtig optimistischer Wartehaltung.

 von Markus Brandstetter

Analoge Live-Konzerte hatten wir zwar keine (und die Konzertindustrie somit keine Umsätze), auf Musik mussten wir aber trotzdem nicht verzichten. Zauberwort: Streamingkonzerte. Was diese Woche passierte, um wen wir bangen müssen, wer sich gepflegt einen hinter die Binde kippt und wer tief in sein Portemonnaie gegriffen hat, erfahrt ihr in unserem mittlerweile vierten Corona-Update.

Die Royal Albert Hall schaltet in den Corona-Betrieb

Wie alle Konzerthäuser auf dieser Welt steht auch die Royal Albert Hall in London still. Um das zu ändern, rief man eine Reihe namens Royal Albert Home ins Leben. In einer Serie von Livestreams spielen unterschiedliche Künstler*innen „Geisterkonzerte“ (also Shows ohne Publikum) in den ehrwürdigen Hallen, die ins Selbstisolationswohnzimmer der Fans übertragen werden. Den Anfang machte am 9. April Rufus Wainwright, es folgen Baxter Dury, Peter Gregson, Toby Thompson und einige mehr. Infos gibt es auf der offiziellen Website der Royal Albert Hall.

https://www.instagram.com/p/B-uhvDdjNfp/

MTV sendet Unplugged aus dem Wohnzimmer in die Wohnzimmer

Auch MTV hält die Konzertwelle am Rollen: Am 3. April gab es das erste Mal die Unplugged-Reihe via Livestream. Das ganze nennt sich MTV Unplugged At Home, den Anfang machte Alessia Cara, weitere Künstler*innen, deren Shows folgen, sind  Billie-Eilish-Bruder Finneas, Shaggy, Jewel, Melissa Etheridge, Monsta X, Bazzi und CNCO.

Lady Gaga kuratiert Charity-Gala

Die Creme de la Creme findet sich demnächst zur großen COVID-19-Spendengala zusammen. Organisiert wird der Abend von Global Citizen und der WHO. Moderieren werden die US-Talkshow-Hosts Jimmy Fallon, Jimmy Kimmel und Stephen Colbert – und Figuren der Sesamstraße! Für das hochkarätige Line-up sorgt Lady Gaga. Sie kuratiert das musikalische Programm – und das hat es in sich. Mit dabei bei der Gala „One World: Together At Home“: Paul McCartney, Elton John, Billie Eilish, Billie Joe Armstrong, Stevie Wonder, Eddie Vedder, Chris Martin, Alanis Morissette, Lizzo, John Legend, Keith Urban und viele mehr. Die Einnahmen des (digitalen) Events gehen an den  COVID-19 Solidarity Response Fund sowie lokale und regionale Organisationen. Gezeigt wird die Gala am 18. April – sowohl im TV als auch via Livestream.

Roskilde Festival abgesagt

Festival-Fans hatten diese Woche eine traurige Nachricht zu verdauen: Das dänische Roskilde Festival wird dieses Jahr abgesagt – das gaben die Festivalmacher*innen über ihre sozialen Netzwerke bekannt. In Dänemark sind Großveranstaltungen bis 31. August 2020 verboten – das 50. Jubiläum des Festival muss also auf 2021 verschoben werden.

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A sad message. There will be no Roskilde Festival this summer. It is with a heavy heart that we’re writing this. The Danish authorities have just prolonged its prohibition against larger assemblies until August 31st. The prohibition also goes for this year’s Roskilde Festival. Though we feared it would happen, we kept the hope high that it wouldn’t end this way. However, the risk of getting infected with the COVID-19 virus is too large when many people are gathered, and that consideration is by far the most important. Roskilde Festival no. 50 was meant to be something very special. We were looking forward to celebrating it with you. We have worked hard and made an extraordinary effort. We know that your expectations have been sky high too. Together we have crossed our fingers and held our breaths in the hope that the situation would change for the better and in due time for us to meet this summer. Unfortunately, that wasn’t supposed to happen after all. Roskilde Festival no. 50 must now wait until 2021. If you have bought a ticket for the festival in 2020, you will be able to transfer it to Roskilde Festival 2021. Should you not wish to transfer your ticket can be reimbursed. We will get back to you about the specific conditions regarding both transfer and reimbursement, as soon as the solution is ready. We kindly ask for your understanding regarding this. But most of all we ask for your support. You can make a huge difference for us by saying yes to being part of Roskilde Festival already now. By that, you will help secure the very foundation of the festival and get us through the difficult times that we are now facing. Right now, we need to recover from the news. Then we will back. Thank you for your support and love. Take good care of yourselves and each other. More info: http://roskil.de/eiCXz

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Marianne Faithfull im Krankenhaus

Fans bangen um Marianne Faithfull: Die legendäre Musikerin und Schauspielerin wurde mit dem Coronavirus in eine Londoner Klinik eingeliefert – das berichtete ihr Ex-Mann John Dunbar gegenüber der britischen Zeitung Daily Mail am 8. April. Die Behandlung soll zwar gut anschlagen, sie könne aber noch kaum sprechen, so Dunbar vor wenigen Tagen. Wie es Faithfull mittlerweile geht, ist indes nicht bekannt.

Noel Gallagher hamstert Alkohol

Andere hamstern Klopapier und Desinfektionsmittel, Noel Gallagher weiß hingegen, was in Zeiten der Pandemie wirklich zählt: Alkohol! „Jetzt, wo die Pubs geschossen sind, ist Trinken der einzige Weg, da durchzukommen“, so der Ex-Oasis-Chef laut NME – und berichtet von Panikkäufen in Sachen Getränkevorrat. Na dann: Prost, Noel!

Tony Iommi versteigert Gitarre für guten Zweck

Wer immer schon mal auf einer originalen Gitarre von Black-Sabbath-Legende Tony Iommi spielen wollte, sollte hier zuschlagen: Der Musiker versteigert einige Gegenstände aus seinem Besitz für den guten Zweck – genauer gesagt für das Queen Elizabeth Hospital in Iommis Heimatstadt Birmingham. Versteigert werden etliche Tonträger – und eine Epiphone SG aus dem Besitz des Musikers. Diese kommt mit Originalautogramm – und steht derzeit bei 7200 britischen Pfund (umgerechnet etwa 8200 Euro). Die Auktion läuft noch bis zum 16. April um 16:30 Uhr.

GWAR melden sich aus der Isolation

CNN fragte mal in einem unterhaltsamen  Segment bei GWAR, oder GWARRRRRRRRRRR, wie man sie eigentlich ausspricht, nach, wie es mit der Isolation läuft. So meldete sich Leadgitarrist Pustulus Maximus (in vollem Kostüm versteht sich) aus seiner „antarktischen Festung“, die auf den ersten Eindruck nur wenig arktisch erscheint. Die Kurzfassung: Gwar arbeiten an Musik, getrennt und ohne Kontakt zueinander – aber wenn wir alle gesund bleiben und schön Abstand halten, sehen wir uns alle bald bei einem GWAR-Konzert wieder. Oder wie die Band es formuliert: „Baut eine Festung in eurem Wohnzimmer oder eurem Keller, übersteht diesen Virus und in ein paar Monaten könnt ihr auf eine GWAR-Show kommen und dann werdet ihr sterben!“

Spenden, Spenden, Spenden!

Auch diese Woche zeigten sich die Promis proaktiv und großzügig. Madonna spendete eine Million Dollar an die Bill & Melinda Gates Foundation, Fall Out Boy 100.000 Dollar an den COVID-19 Relief in Chicago, Elton John errichtete mit seiner Foundation einen eigenen Fond, der HIV-Kranken medizinische Betreuung während der Corona-Pandemie gewährleisten soll (Startkapital: 1 Million Dollar).

Auch Billy Joel zeigt sich aktiv: Seine Foundation tat sich mit der Organisation Long Island Cares des 1981 verstorbenen Sängers und Songschreibers Harry Chapin zusammen und will damit Suppenküchen helfen. In Großbritannien zeigten sich Massive Attack aktiv und spendeten 10.000 Pfund, um Mitarbeiter*innen des NHS (National Health Service) gratis Essen zu gewährleisten. Besonders spendabel zeigten sich U2: Die Band um Sänger und Aktivist Bono Vox spendete 10 Millionen Euro für medizinische Ausrüstung im Kampf gegen das Virus.

Humor in Zeiten von Du-weißt-schon-was: Die besten Rock’n’Roll-Corona-Memes

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Kirk Hammett: „Toxische Männlichkeit hat diese Band angetrieben“

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Foto: Kevin Mazur/Getty Images

In einem ziemlich offenen und intimen Interview mit dem New Yorker graben Metallica ungewohnt tief. Insbesondere Kirk Hammett hat dabei einige Leichen aus dem Keller geholt…

von Björn Springorum

Metallica sind in aller Munde. Seit die größte Metal-Band der Welt ihr neues Album 72 Seasons für nächstes Frühjahr angekündigt hat, sind sie auf der ganzen Welt wieder das Tagesgespräch – und da natürlich auch völlig zurecht. In einem neuen, durchaus selbstkritischen und persönlichen Interview mit dem renommierten New Yorker hat sich Gitarrist Kirk Hammett jetzt aber auch ziemlich kritisch der eigenen Vergangenheit gegenüber geäußert.

„Bescheuerter maskuliner Macho-Bullshit“

„Toxische Männlichkeit hat diese Band angetrieben“, sagte der frisch 60 gewordene Kirk Hammett. „Bis heute sitze ich da und denke mir: Okay, jetzt schreibe ich dieses richtig, richtig harte, krasse Riff. Man muss sich nur mal diese Rhetorik ansehen: Hartes, krasses Riff. Diese Aggression spürt jeder, aber wir sind richtig in diesem bescheuerten maskulinen Macho-Bullshit aufgegangen.“

Das führte zeitweise sogar fast zu physischen Auseinandersetzungen zwischen den einzelnen Bandmitgliedern – klassisches Silberrückengehabe eben. „Wir betranken uns und rieben uns aneinander auf“, fährt er fort. „Einmal ist James aufgestanden und hat Lars weggestoßen, sodass er quer durch den Raum geflogen ist. Kaum sahen wir uns, nahmen wir uns in die Mangel. Wir konnten in einem Raum mit 20 Leuten sein und uns doch nur auf uns fixieren. Niemand sonst war wichtig“, gesteht Kirk Hammett.

Auch James Hetfield gibt sich im Interview sehr offen und verletzlich. „Auf der Bühne zu stehen bedeutet, in einer Fantasiewelt zu leben“, so der Sänger. „Jeder liegt dir zu Füßen bis du selbst glaubst, wie großartig du bist. Aber dann kommst du nach Hause und fragst dich, wo dieses Gefühl hin ist. Plötzlich fühlt es sich nicht mehr so großartig an, wenn du allein bist und den Müll rausbringen musst.“ Irgendwann werden eben selbst Rockstars erwachsen.

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Lars Ulrich über Metallica: In den 80er-Jahren wäre das Sellout gewesen

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James Devaney/GC Images

Metallica-Schlagzeuger Lars Ulrich sprach in einem aktuellen Interview mit New Yorker über Metallicas Medienpräsenz — und eine ganz besondere Kollaboration, die in den 1980er-Jahren bei den Fans wohl nicht so gut angekommen wäre.

 von Markus Brandstetter

Genauer gesagt ging in es in dem Interview um den Popularitätsschub, den Metallica bei einer jüngeren Generation durch die Netflix-Serie Stranger Things erfahren haben. Seriencharakter Eddie Munson (gespielt von Joseph Quinn) spielt in einer ikonischen Szene Metallicas Meilenstein Master of Puppets, um Dämonen abzuwehren. Daraufhin gab es immer wieder etwas Cross-Marketing zwischen der Band und der Serie. „Wenn du und ich vor zwanzig oder dreißig Jahren hier gesessen hätten, wäre es damals wirklich nur um die Musik gegangen”, so der Drummer. „So etwas zu machen, wäre als Sellout betrachtet worden. Aber die Kultur verzeiht diese Art von Dingen jetzt viel eher“, so Ulrich weiter.

Lars Ulrich: „Ist die Musik nicht gut genug?“

Mittlerweile werde Metallica oft mit der Serie assoziiert. „Ich glaube nicht, dass es heute Morgen irgendeinen Bericht über das Lollapalooza gab, in dem nicht Eddie oder Stranger Things erwähnt wurden. Und es ist nicht so wie ‚Eh, was zur Hölle, ist die Musik nicht gut genug?’ Es ist cool“.

 

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Metallica selbst hatten sich damals begeistert von der Zusammenarbeit gezeigt. „Die Art und Weise, wie die Duffer Brothers Musik in Stranger Things einfließen lassen, war schon immer von höchster Qualität. Daher waren wir mehr als begeistert, dass sie Master of Puppets nicht nur in die Serie aufgenommen haben, sondern auch eine so zentrale Szene darum herum gebaut haben“, so die Band damals in einem Statement. Weil’s so schön war, gab’s sogar noch gemeinsamen Merch von Metallica und dem Hellfire Club.

Und außer Stranger Things war da da doch auch noch was los im Camp Hetfield, Ulrich, Trujillo und Hammett… ach ja, genau — eine Welttournee, ein neues Album 72 Seasons und neue Single Lux Æterna. Die gibt’s hier zu hören:

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Kirk Hammett wird 60: 10 Gründe, warum wir den Metallica-Gitarristen lieben

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Eurythmics-Reunion soll bevorstehen — für 100 Millionen Pfund

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Jeff Kravitz/FilmMagic/Getty Images

Dass die Eurythmics im Rahmen der Zeremonie der Rock and Roll Hall of Fame vor kurzem eine spezielle Reunion gefeiert haben, hatten wir ja bereits an dieser Stelle erwähnt. Nun scheint es aber so, als käme es tatsächlich zu einer Wiedervereinigung der legendären Band um Annie Lennox und Dave Stewart.

 von Markus Brandstetter

Demnach soll dem Duo die stolze Summe von 100 Millionen Pfund für eine Reunion  geboten worden sein — das berichten laut der britischen Zeitung The Mirror namentlich nicht genannte Insider-Quellen. Die Wiedervereinigung soll demnach so gut wie sicher sein. „Die Eurythmics haben ein hohes Angebot für eine Welttournee erhalten“, so der Insider. „Die Tatsache, dass sie in der Rock & Roll Hall of Fame wieder gemeinsam auftraten, hat das Interesse von Veranstaltern geweckt, die die Band mit Geld überschütten, um wieder auf Tournee zu gehen“.

Neues Album nicht ausgeschlossen

Es wäre das erste Mal seit 20 Jahren, dass die Eurythmics auf Tournee gehen.  Damit nicht genug: Geht es nach diesem Bericht, soll sogar ein neues Album nicht ausgeschlossen sein. Das letzte Studioalbum der Band — der Longplayer Peace — erschien 1999. Sollten die Gerüchte tatsächlich stimmen, handelt es sich dabei durchaus um eine Sensation.

Gerüchte bislang nicht bestätigt

Zu früh freuen sollte man sich jedoch nicht — bislang handelt es sich um offiziell nicht bestätigte Gerüchte. Weder Annie Lennox noch Dave Stewart oder offizielle Sprecher der Band nahmen zu den Gerüchten Stellung. Bleibt also abzuwarten, ob Fans bald wieder Songs wie Sweet Dreams (Are Made Of This) live hören können.

Eurythmics, gegründet im Jahr 1980, hatten sich 1990 offiziell aufgelöst. 1999 folgte eine einjährige Reunion samt Tour, deren Gewinne an Greenpeace und Amnesty International gespendet wurden. Seitdem kam es sporadisch zu gemeinsamen Auftritten. Am 5. November 2022 wurde die Band in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Im Rahmen der Zeremonie performten Annie Lennox und Dave Stewart die Eurythmics-Songs Would I Lie to You?, Missionary Man und Sweet Dreams (Are Made of This).

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