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Montreux Jazz Festival feiert den „54th Summer of Music“ via Livestream

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Rory Gallagher
Foto: Andrew Putler/Redferns/Getty Images

Das Montreux Jazz Festival hat sich für diesen Sommer etwas besonderes für die Musikhörer*innen und treuen Festivalgänger*innen einfallen lassen: Nachdem das renommierte Festival dieses Jahr aufgrund der grassierenden Covid-19-Pandemie nicht wie geplant stattfinden kann, zeigen die Macher*innen dieses Jahr rare und teils noch nie ausgestrahlte Konzerte aus seiner reichhaltigen Geschichte via Livestream.

von Markus Brandstetter

Festival findet auf YouTube statt

Vom 3. bis zum 18. Juli 2020 – also genau jenem Zeitraum, in dem das Montreux Festival 2020 stattfinden hätte sollen – wird täglich ein Konzert aus dem Archiv gezeigt. Dabei gibt es bislang noch nie ausgestrahlte Performances von John Lee Hooker, Charles Bradley oder Kenny Wayne Shepard – aber auch teils rare Konzerte von Nina Simone, Carlos Santana, Charles Mingus, Suzanne Vega oder Etta James zu sehen. Die Livestreams werden via YouTube ausgestrahlt.

„Wichtiger denn je“

Der Chef des Festivals, Mathieu Jaton, erklärt: „Seit seinen Anfängen im Jahr 1967 hat das Montreux Jazz Festival das große Glück, dank des visionären Geistes von Claude Nobs über ein reichhaltiges und einzigartiges audiovisuelles Archiv zu verfügen. Dieses Erbe hat das Festival berühmt gemacht und wird weiterhin durch Initiativen wie den 54. Musiksommer aufrechterhalten, die durch unsere Zusammenarbeit mit der Claude Nobs Foundation, Eagle Rock und der NMAAM ermöglicht wurde. In diesem Sommer ist dieses Erbe wichtiger denn je.“

Festival verdankt afroamerikanischer Kultur viel

Wie das Festival in einer Aussendung betont, war Montreux stets von Schwarzen Künstler*innen wie Nina Simone, Marvin Gaye oder James Brown geprägt und verdankt der Schwarzen Kultur viel.  Deshalb habe man sich mit dem Nationalmuseum für afroamerikanische Musik zusammengetan (NMAAM). Während des gesamten Zeitraums können Zuschauer via YouTube-Button spenden. Die Einnahmen gehen unter anderem an NMAAM – eine demnächst eröffnende Einrichtung, die sich der Anerkennung, Bewahrung und Aufklärung über die zentrale Rolle widmet, die Afroamerikaner*innen in der amerikanischen Kultur spielen.

Das Programm

  1. Juli 2020 – John Lee Hooker (1983), Weltpremiere
  2. Juli 2020 – Charles Bradley (2016), Weltpremiere
  3. Juli 2020 – Dimeh, Slimka, Makala et Varnish la Piscine (2016)
  4. Juli 2020 – Suzanne Vega (2004)
  5. Juli 2020 – Rory Gallagher (1979)
  6. Juli 2020 – Charles Mingus (1975)
  7. Juli 2020 — Carlos Santana Plays the Blues (2004)
  8. Juli 2020 – Bang Bang Romeo (2019), Weltpremiere
  9. Juli 2020 – Angelique Kidjo and Friends (2016), Weltpremiere
  10. Juli 2020 – Nina Simone (1976)
  11. Juli 2020 – Deep Purple Live with Orchestra (2011)
  12. Juli 2020 – Etta James (1993)
  13. Juli 2020 – BB King (1993)
  14. Juli 2020 – Kenny Wayne Shepherd (2019), Weltpremiere
  15. Juli 2020 – Tom Misch (2019)
  16. Juli 2020 – Marvin Gaye (1980)

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