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Kinderpornografie-Klage gegen Nirvana wegen „Nevermind“-Cover abgewiesen

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KMazur/WireImage/Getty Images

Pech für „Nevermind“-Covermodel Spencer Elden: Die Klage des heute 30-Jährigen gegen Nirvana ist vorerst gescheitert. Wie US-Medien wie „Variety“ berichten, habe eine Richterin in Kalifornien die Klage abgewiesen.

von Markus Brandstetter

Elden, der auf dem Cover des 1994 erschienenen Albums „Nevermind“ als Baby zu sehen ist, hatte die Band 2020 überraschend wegen Kinderpornografie geklagt. Er und seine Anwälte erklärten, dass die Darstellung den Tatbestand der sexuellen Ausbeutung Minderjähriger erfülle und gesetzwidrig sei. Er behauptete außerdem, dass seine Eltern dem Coverfoto nie zugestimmt hätten.

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https://twitter.com/JadeC31/status/1478652824691085322

Elden wollte von jedem Beklagten (darunter die noch lebenden Mitglieder Dave Grohl und Krist Novoselic sowie vom Cobain-Nachlass, Courtney Love und der Plattenfirma) einen Schadensersatz in der Höhe von mindestens 150.000 Dollar, außerdem sollte das Cover auf künftigen Wiederveröffentlichungen abgeändert werden. Das Anwaltsteam der Band hatte im November 2021 das Gericht um Abweisung der Klage ersucht und den Vorwurf dementiert.

Noch nicht zu Ende?

Die Abweisung der Klage bedeutet allerdings nicht, dass Elden und sein Anwaltsteam endgültig verloren haben: Sie können die Klage bis zum 13. Januar 2021 in abgeänderter Form neu einreichen. Das Obskure daran: In der Vergangenheit hatte sich Elden stolz auf das Cover gezeigt und zum 25-Jährigen Jubiläum sogar erneut posiert.

Nirvana-Drummer Dave Grohl hatte sich bezüglich der Klage extrem gelassen gegeben und erklärte, sich gar nicht selbst damit beschäftigen zu wollen: „Ich denke, es gibt viel mehr, worauf man sich freuen kann, und viel Wichtigeres im Leben, als sich in solchen Dingen zu verzetteln. Und zum Glück muss ich mich nicht um den Papierkram kümmern“, so der Msuiker zu „Sunday Times“. In einem weiteren Interview meinte der Foo-Fighters-Chef ganz lapidar: „Schauen Sie, ER hat ein Nevermind-Tattoo, nicht ich“.

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„Harry Potter“-Star Daniel Radcliffe spielt „Weird Al“ Yankovic in Biopic!

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Foto: Rachel Murray/Getty Images

Seltsamer geht es so langsam nun wirklich nicht mehr: In der kommenden Verfilmung von „Weird Al“ Yankovics Leben wird „Harry Potter“-Star Daniel Radcliffe die Hauptrolle übernehmen!

 von Björn Springorum

Es gibt sie noch, die Nachrichten, die einem verlässlich die Kinnlade herunterklappen lassen. Wie jetzt bekannt wurde, wird niemand Geringeres als Daniel Radcliffe den großen „Weird Al“ Yankovic im kommenden Biopic WEIRD: The Weird Al Yankovic Story geben. Richtig gelesen: Harry F****** Potter wird zu Weird Al! Da staunt selbst Dumbledore.

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Gedreht wird ab Februar, das Resultat klingt schon jetzt nach einem absoluten Indie-Klassiker. Auch der legendäre Comedy-Musiker (Amish Paradise) zeigt sich absolut begeistert von der Wahl des Hauptdarstellers: „Ich bin total von den Socken, dass mich Daniel Radcliffe in diesem Film spielen wird. Ich habe keinerlei Zweifel daran, dass dies die Rolle sein wird, an die sich zukünftige Generationen erinnern werden.”

Ruhm und Affären

Gut, so ganz wird Radcliffe seine alte Schule Hogwarts wahrscheinlich nie verlassen können. Dennoch hat er in den letzten Jahren immer wieder Mut und Humor bei der Auswahl seiner Filmrollen bewiesen. Diesmal kann er dann aber eben so richtig die Sau rauslassen: WEIRD wird zweifellos turbulent und schräg durch Yankovics Leben führen – „von seinem Weg zum Ruhm in der Musikindustrie bis hin zu seinen Affären mit Berühmtheiten“, wie es in einer offiziellen Pressemitteilung heißt.

Yankovic selbst freut sich derweil über den Film und bemerkt trocken in einem Statement: „Als 1989 mein letzter Film UHF erschien, gab ich meinen Fans das feierliche Versprechen, dass ich alle 33 Jahre einen Spielfilm veröffentlichen würde, präzise wie ein Uhrwerk. Ich freue mich sehr, verkünden zu können, dass wir im Zeitplan liegen.“

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Zeitsprung: Am 23.10.1959 kommt Weird Al Yankovic zur Welt.

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U2: Bono mag den Bandnamen nicht und findet die meisten Songs „beschämend“

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Foto: Han Myung-Gu

Mit den falschen Fuß aufgestanden? In einem denkwürdigen neuen Interview lässt Bono kein gutes Haar am Namen seiner Band, an den meisten Songs und an seinen Qualitäten als Sänger. Was war da los?

 von Björn Springorum

Manche Interviews gehen im Nebel der Bedeutungslosigkeit verloren. Manche sichern sich direkt einen Ehrenplatz in den Archiven der Popkultur. Bonos Plausch mit dem Podcast Awards Chatter fällt ganz klar in die zweite Kategorie. Dort verriet er jetzt unter anderem, dass er bei einem U2-Song sofort das Radio ausmachen muss, weil er sich seinen Gesang nicht mehr anhören kann. Er habe erst „kürzlich“ singen gelernt, wie er sagt.

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Schlechte Wortspiele

Hui. Und das ist erst der Anfang. Weiter ging es mit dem Namen U2. Den mag Bono irgendwie immer noch nicht. „Ich hatte wohl lange eine Art Lesestörung“, sagt er. „Mir fiel ja auch nicht auf, dass The Beatles ein wirklich schlechtes Wortspiel ist. […] Ich mag den Namen nicht. Ich mag ihn wirklich nicht.“ Ihr erster Manager Paul McGuinness war aber anderer Ansicht. „Seht mal“, sagte der, „es ist ein toller Name. Ein Buchstabe und eine Zahl, das wird toll auf einem T-Shirt aussehen.“

Musikalisch aber „unglaublich“

Dann ging es um seine Gesangsleistung. Für die meisten schäme er sich heute, so Bono. „Wenn ich im Auto sitze und einer unserer Songs im Radio kommt, laufe ich einfach knallrot an, so sehr schäme ich mich.“ Das liege eben nicht an der Band, die, wie er betont, „unglaublich“ klingt. Sondern an ihm. Und damit sei er nicht allein, führt er die Demontage fort: Einmal soll Robert Palmer U2-Bassist Adam Clayton gesagt haben: „Gott, würde irgendjemand mal eurem Sänger sagen, etwas tiefer zu singen? Er täte uns allen einen großen Gefallen.“

An einem neuen Studioalbum arbeiten U2 derzeit offenbar dennoch. Man fragt sich insgeheim aber schon, ob das ein übler Scherz, ein schlechter Tag oder tatsächlich bittere Selbsterkenntnis war.

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„Unverzeihlich“: Ted Nugent ätzt gegen Rock and Roll Hall of Fame

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Gary Miller/Getty Images

Dass das US-Rockurgestein Ted Nugent immer noch nicht in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen wurde, ist für seine Anhänger ein Affront. Der 73-Jährige sieht es laut eigenen Angaben gelassen — ätzt in einem aktuellen Interview aber ordentlich gegen die Institution.

von Markus Brandstetter

„Ich nehme es nicht persönlich, weil ich es nicht nötig habe“, erklärte Nugent gegenüber dem YouTube-Kanal „The Real Music Observer“. Dann legte er nach: „Und ganz ehrlich, die Authentizität der Rock and Roll Hall of Fame wurde durch die Aufnahme von Nicht-Rockern, sondern ANTI-Rockern so sehr geschädigt. Madonna? Echt jetzt? Also finde ich es auf dieser Ebene beleidigend.“

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„Warum gehen wir nicht gleich zu Chuck Berrys Grab und scheißen drauf?“

Was Nugent dabei so stört,  ist das Faktum, dass auch rockfremde Genres in der Hall of Fame Platz finden — speziell Hip-Hop. „Grandmaster Flash in der Rock and Roll… Und ich hoffe, er ist glücklich, ich hoffe, er ist gesund und erfolgreich. Aber Rock and Roll Hall of Fame?“. Dann wird er richtig dramatisch: „Warum gehen wir nicht einfach gleich zu Chuck Berrys Grab und scheißen drauf? Das ist es, was das für mich darstellt. Und das ist unverzeihlich.“

Aber nicht nur an Hip-Hop, auch gegen an der Aufnahme von Patti Smith hat er etwas auszusetzen: „Warum wurde Patti Smith vor Triumph aufgenommen?“ fragte er — und bezog sich dabei auf die kanadische Rockband Triumph.

Warum Nugent nicht in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen wird

In einem früheren Interview erklärte Nugent auch, warum er noch nicht zu Hall-of-Fame-Ehren gekommen ist. Der Grund: Er sei im Board of Directors der National Rifle Association (NRA) und außerdem erklärter Drogengegner. Gegenüber dem Sender KNAC hatte er das 2020 etwas anders formuliert: „Warum bin ich nicht in der Rock and Roll Hall of Fame? Das hat viel mit der Tatsache zu tun, dass man nicht immer erklären kann, warum Menschen verdorben sind. Warum verletzen manche Menschen andere Menschen und begehen bösartige Verbrechen und lügen?“, so Nugent.

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