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„Kiffender Spatzenhirn-Punk“: Ted Nugent kritisiert Neil Young in Spotify-Kontroverse

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Gary Miller/Getty Images

Ted Nugent hat seine ganz eigene Meinung zur Spotify-Kritik von Neil Young. Während sich viele Kollegen und Kolleginnen hinter die kanadische Rockikone stellen (der aufgrund des US-Podcasters Joe Rogan und dessen Meinung zur Covid-Impfung seine Musik von der schwedischen Plattform zurückgezogen hatte), holt Nugent zum ordentlichen Rundumschlag gegen den Kanadier aus.

von Markus Brandstetter

„Nun, Neil Young, Gott segne ihn. Ich bin mir sicher, dass es viele Menschen gibt, die Neil Youngs Kreativität und seine Talente schätzen, und dass er wunderbare Musik für die Menschen geschaffen hat, die diese Art von Musik lieben. Ich bin kein großer Fan. Ich weiß, dass er eine Menge Soul hat … Aber jetzt, wo ich ihn für all die positiven Dinge gelobt habe, muss ich sagen, der Typ ist ein kompletter Punk“, erklärte Nugent am 11. Februar 2022 in seinem Podcast „The Nightly Nuge“.

Bewusstseinserweiternde Chemikalien und Spatzenhirn

Ab dann wurde es eher unfreundlich: „Wenn du in deinem Leben so viele bewusstseinsverändernde Chemikalien konsumiert hast, dann kannst du in einem Moment noch stolz behaupten, dass du in der freien Welt rocken solltest, aber im nächsten Moment all die Beweise sehen, die alles belegen, was Joe Rogan sagt, was ich sage, die Wahrheit, die Logik, den gesunden Menschenverstand, die unbestreitbaren Beweise, die das belegen, und dann behaupten, dass wir uns der Fehlinformation schuldig machen, obwohl der kiffende Spatzenhirn-Punk eigentlich Fehlinformationen liefert.“

Nugent über Young: „Adios, Mofo!“

Natürlich darf auch eine Spitze gegen Neils Spotify-Ultimatum nicht fehlen — Young hatte Spotify aufgefordert, Rogans Podcast offline zu nehmen oder auf seine Musik künftig verzichten zu müssen. Diese Entscheidung ging zugunsten Rogans auf, was Nugent amüsiert: „Das ist eine ziemlich einfache Entscheidung, Neil. Danke, dass du es so einfach machst, denn Neil Young auf Spotify – adios, Mofo“.

Auch Joni Mitchell muss dran glauben

Über Joni Mitchell, die sich an die Seite Youngs gestellt hatte, hat Nugent auch etwas zu sagen. Zwar könne er Folkmusik nicht ausstehen, wisse jedoch, dass Mitchells Musik viele Menschen glücklich mache und Mitchell ein „smartes Mädchen“ sei. Dennoch seien die Meinungen von Mitchell und Young „einfach nur dumm“.

„Jetzt macht Joni Mitchell das Gleiche, und noch einmal: Gott segne sie. Ich kann Folk-Musik nicht ausstehen, aber ich weiß, dass es eine Menge Leute gibt, die diese Art von Musik lieben, und ich grüße sie und danke ihnen. Und ich schätze jede Musik, die die Menschen glücklich macht und ihren amerikanischen Traum stärkt, oder welchen Traum sie auch immer haben mögen. Gibt es einen anderen Traum? Nein, ich glaube nicht. Der mexikanische Traum ist es, sich zu verpissen und nach Amerika zu gehen“, so der Musiker.

Nugent weiter: „Ich habe Joni Mitchell bei Interviews gesehen; sie ist ein kluges Mädchen, und ihre musikalischen Träume hat sie buchstäblich perfektioniert. Und im Namen der Menschen, die diese Art von Musik lieben, kann ich sie nur grüßen und das Glück feiern, das die Musik von Joni Mitchell und Neil Young ihnen gebracht hat“.

 

Youngs Brief an Spotify

Young hatte im Januar 2022 in einem offenen Brief Fundamentalkritik am Streamingdienst geübt. „Bitte informieren Sie Spotify umgehend darüber, dass ich meine gesamte Musikverfügbarkeit auf Spotify so schnell wie möglich aktiv kündige“, hatte es darin geheißen. „Ich tue dies, weil Spotify falsche Informationen über Impfstoffe verbreitet – und damit möglicherweise den Tod derjenigen verursacht, die den von ihnen verbreiteten Desinformationen glauben“. Dass sich Spotify für Rogan entschied, ist keine große Überraschung, hatte der Streamingdienst dem Blogger doch stolze 100 Millionen Dollar für die Vertriebsrechte an dessen extrem populären Podcast „The Joe Rogan Experience“ gezahlt.

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Spotify entfernt Musik von Neil Young — wegen Podcaster Joe Rogan

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Trotz Misserfolgen vor Gericht: „Nevermind“-Baby Spencer Elden kämpft weiter gegen Nirvana

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Paul Bergen/Redferns via Getty Images

Spencer Elden möchte den Gerichtskampf gegen Nirvana noch nicht aufgeben. Der heute 31-jährige Elden, der als Baby auf dem Cover des Grunge-Meilensteins „Nevermind“ zu sehen war, hatte die Band wegen Kinderpornografie verklagt — war damit vor Gericht aber gescheitert.

 von Markus Brandstetter

Wie jetzt bekannt wurde, legte Elden gegen die Abweisung seiner Klage bereits im September Berufung ein. Die Klage richtet sich konkret gegen Dave Grohl, Krist Novoselic, Courtney Love, die Universal Music Group und Kirk Weddle. Wie das Magazin SPIN berichtet, legten Elden und seine Anwälte einen neuen Antrag beim kalifornischen Berufungsgericht des neunten Gerichtsbezirks ein. Darin wird erklärt, dass der vorsitzende Richter fälschlicherweise entschieden, dass der Fall verjährt sei — obwohl Elden durch das Foto weiterhin geschädigt werde. Der Antrag, so das Magazin weiter, berufe sich auch auf das sogenannte Masha’s Law. Dieses besagt, dass Opfer von Kinderpornographie im Erwachsenenalter unabhängig von der Verjährungsfrist Schadensersatz fordern können.

Was in der Schrift zur Berufung steht

„Die Gerichte haben wiederholt entschieden, dass die Verbreitung von Kinderpornografie die Interessen des Opfers an seiner Würde verletzt, unabhängig vom Alter des Opfers zum Zeitpunkt der Verbreitung”,  zitiert SPIN die Berufung. Kurt Cobain kommt darin nicht besonders gut weg: der soll „seine verdrehte Vision für das Nevermind-Albumcover als Ausdruck seiner emotionalen und sexuellen Störungen“ in „mehreren Tagebucheinträgen“ beschrieben haben.

Verwunderung über Klage

Die Klage sorgte vielerorts für Verwunderung — schließlich erklärte Elden jahrelang, stolz auf das Cover zu sein und stellte es anlässlich des 25. Geburtstags der Platte im Jahr 2016 sogar nach. 2021 schien er seine Meinung geändert zu haben und reichte Klage gegen die Band und ihre Vertreter ein. Nachdem die erste Version der Klage abgewiesen wurde, reichte er diese modifiziert nocheinmal ein. Das Urteil: erneut abgewiesen.

Ob Elden diesmal vor Gericht mehr Erfolg haben wird, wird sich zeigen. Dave Grohl hatte anlässlich des 30. Geburtstags des Albums im Jahr 2021 gelassen auf eine mögliche Änderung des Frontcovers reagiert: „Ich denke, es gibt viel mehr, worauf man sich freuen kann, und viel mehr im Leben, als sich in solchen Dingen zu verzetteln. Und zum Glück muss ich mich nicht um den Papierkram kümmern“, so der ehemalige Drummer der Band und heutige Chef der Foo Fighters.

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Pantera-Comeback: Seht hier die Videos und Meinungen der Musikwelt

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Foto: Future Publishing/Getty Images

Die Comeback-Shows der mächtigen Pantera sind offiziell gestartet: Gestern spielte die Band ihr zweites Konzert in Mexiko. Wir haben da mal Videos, Bilder und Stimmen zusammengetragen…

von Björn Springorum

Und plötzlich stehen sie wieder auf der Bühne: Am vergangenen Freitag spielten Pantera ihre erste Live-Show seit über 20 Jahren – und standen natürlich unter weltweiter Beobachtung. Gestern dann standen Sänger Phil Anselmo und Basser Rex Brown gemeinsam mit den Comeback-Mitgliedern Zakk Wylde (Gitarre) und Charlie Benante (Schlagzeug) zum zweiten Mal auf der Bühne – beim Monterrey Metal Fest in Mexiko. Folgende Songs gab es für das ziemlich euphorische Publikum auf die Ohren:

A New Level
Mouth For War
Strength Beyond Strength
Becoming
I’m Broken
5 Minutes Alone
This Love
Fucking Hostile
Planet Caravan (Black-Sabbath-Cover)
Walk
Cowboys From Hell
Domination / Hollow

Paul Stanley ist begeistert

Was immer man auch von der Pantera-Reunion hält: Diese Setlist ist ein ziemlicher Brecher und etwas, das wohl die wenigsten noch mal live zu sehen gewagt hätten. „Rex, Phil und ich dachten uns die Setlist am Telefon aus“, so Schlagzeuger Benante in einem neuen Interview. „Ich schlug ihnen die Songs vor, die ich als Fan selbst gern hören würde, und sie stimmten natürlich zu.“ Benante betonte aber auch, dass sich die Setlist für die Europa-Konzerte 2023 sehr wahrscheinlich noch ein wenig ändern wird. Schauen wir aber mal in eine Nummer rein, die mit Sicherheit auch nächstes Jahr dabei sein wird:

Wie Benante nicht müde wird zu betonen, seien diese Konzerte keine Pantera-Reunion, sondern ein Tribut. Das kommt nicht bei allen gut an. Paul Stanley von KISS allerdings ist begeistert: „Wahnsinn, dass Phil, Rex und Pantera zurück sind und es immer noch draufhaben. Zakk und Charlie haben ihre Hausaufgaben mit Liebe und Hingabe gemacht. […] Dime und Vinnie wären stolz“, twitterte er nach der ersten Pantera-Show vergangenen Freitag. Auch unter den Fans überwiegen die positiven Stimmen. Mal sehen, was da noch so alles kommt…

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Zeitsprung: Am 24.7.1990 werden Pantera zu „Cowboys From Hell“

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U2: Nächste Tour möglicherweise erstmals ohne Gründungsmitglied Larry Mullen Jr.

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Kevin Winter/Getty Images

U2-Gründungsmitglied Larry Mullen Jr. ist möglicherweise bei der nächsten U2-Tournee nicht dabei — das erklärte er Musiker in einem Gespräch mit dem Journalisten Geoff Edgers für Washington Post.

 von Markus Brandstetter

Im Interview deutete Mullen Jr. etwas kryptisch an, unter Umständen nicht an der nächsten Tournee der irischen Superstars teilnehmen zu wollen: „Ich bin selbstständig und schätze meine Selbstständigkeit. Ich singe nicht nach demselben Liedblatt. Ich bete nicht zu der gleichen Version von Gott. Jeder hat also seine Grenzen. Und man macht das nur, wenn man eine tolle Zeit hat, weißt du?”, erklärte der 61-Jährige im Gespräch unter anderem.

Mullen Jr. hat gesundheitliche Probleme

Das sorgte natürlich bei Fans für viele Spekulationen, ob Mullen Jr. seiner Band den Rücken etwa kehren möchte. Auf Twitter führte Journalist Edgers die Sache weiter aus — und relativierte. „Larry hat Probleme mit seinem Nacken und seinen Ellbogen“, so der Journalist. „Wir sprachen darüber, wie traurig es war, Phil Collins auf der letzten Genesis-Tournee so gebrechlich und lädiert auftreten zu sehen. Larry ist nicht, wie er es ausdrückt, ‚Happy clappy‘. Er mag ein bisschen Spannung Er hat nie gesagt, dass er U2 verlässt oder sich zurückzieht“

Dann postete Edgers weitere Aussagen des Musikers, die nicht im Interview abgedruckt wurden. „Mir fallen viele Teile ab, Ellbogen, Knie, Nacken, und während Covid, als wir nicht spielten, hatte ich die Gelegenheit, mir einige dieser Dinge anzusehen. Es gibt also einige Schäden, die auf dem Weg so passiert sind“, wird Mullen Jr. zitiert — und weiter: „Ich möchte mir also etwas Zeit nehmen, was ich auch tun werde, um mich zu heilen. Und ich genieße es wirklich, zu spielen, und ich genieße den Prozess des Spielens und das Zusammensein mit kreativen Menschen. Das genieße ich. Es ist mir egal, ob das groß oder klein ist. Es ist ein bisschen wie der Keim, der nach Wasser sucht.“

Mullen Jr. hofft auf Rückkehr

„Da haben Sie es also“, so das Fazit des Journalisten. „Larry hat mit körperlichen Problemen zu kämpfen, mit denen viele Schlagzeuger zu kämpfen haben. Er hofft, dass er wieder gesund wird und wieder spielen kann. Und er hat sich eindeutig dafür entschieden, zu sprechen, was mir klar macht, dass er das letzte Mal vor sieben Jahren ein Interview gegeben hat.“

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Die Bonowerdung des Paul David Hewson: Bono begeistert mit Solo-Performance in Berlin

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