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Popkultur

10 Songs, die jeder Beginner Fan kennen muss

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Es war einmal… Vor fünfundzwanzig Jahren, da lernten sich ein paar Halbstarke auf dem Basketballplatz kennen, entdeckten ein gemeinsames Faible für US-amerikanischen HipHop und ließen sich von ersten Rap-Versuchen aus Deutschland anstecken. Ein Vierteljahrhundert später gucken Eizi Eiz, Denyo und DJ Mad als Beginner auf eine Diskografie zurück, die hierzulande ihresgleichen sucht. Drei Alben mit mehr als einer Handvoll Klassiker, die Rap nachhaltig prägten und noch heute in Nobelclubs und WG-Küchen zum lauthalsigen Mitgrölen anstiften. Nach dreizehn Jahren Bandabstinenz setzen die Beginner ihre Legende nun mit Advanced Chemistry fort. Was bis dato geschah, zeichnen wir in zehn Schritten nach.


1. Das Boot

Vielen gilt Bambule heute als der Klassiker in der deutschen HipHop-Historie.

Schwer vorstellbar, dass das zweite Beginner-Album diesen Status inne hätte, wäre da nicht der ikonische Einstieg »Das Boot« gewesen. Die Fährmann-Ansprache verortete das Trio gleich zu Beginn der Platte an der Elbe, bevor Eizi Eiz und Denyo anschließend das Rapgame mit Schifffahrtsjargon zum vielbefahrenen Gewässer voller Leichtmatrosen umdeuteten. Selten hatte man deutschen Rap bis dato so symbolträchtig erlebt. Auch DJ Mad machte sich mit diesem Albumeinstieg unverzichtbar, indem er Ice-Ts Vocals zu einer eingängigen Hook cuttete.


2. Geh Bitte

Heute sind die Beginner Deutschraps bekanntestes Trio. Dabei teilten sich Eizi Eiz und Denyo das Mic über lange Zeit auch mit ihrem Kollegen Platin Mardin. Als das Treiben um die Truppe immer geschäftiger wurde, zog Mardin jedoch die Reißleine – noch während der Aufnahmen zu »Bambule«. Seinen unverkennbar nonchalanten Flow hört man auf dem Album noch in zwei Songs, unvergessen bleibt vor allem seine Strophe für Geh Bitte. Jener Track, der auch als B-Seite auf der Single landete, mit der die Beginner der Legende nach ihren Major-Deal eintüteten.


3. Hammerhart

Die wahrscheinlich bekannteste Hook im deutschen Rap. Die Beginner sampelten hierfür den französischen Schnulzenbarden Pierre Bachelet und bewiesen damit ein unfassbar gutes Händchen in Sachen Samples. Vor allem aber stach mit Hammerhart die wunderbare Wechselwirkung der Stimmen von Eizi Eiz und Denyo deutlich hervor.


4. Natural Born Chillas

beginner

Heute nennt Eizi Eiz das erste Beginner-Album einen »Gemischtwarenladen«. Nichtsdestotrotz: Flashnizm nahm deutschen Rap ein Stück weit seine musikalische Scheu. Etwa als die Hamburger mit der Kifferhymne Natural Born Chillas das Nicht-Genre Trip-Hop durchspielten. Das zugehörige Video am Elbanleger Landungsbrücken stiehlt jeglichem Imagefilmchen des Hamburger Stadtmarketings die Show und war mit seiner innovativen Fast-Slow-Motion der Zeit weit voraus.


Schaue dir hier das Video zu Natural Born Chillaz an:


5. K Zwo

Anfang der Nullerjahre erreichte HipHop in Deutschland eine kritische Masse. Die großen Plattenfirmen witterten ein Business, und die Boulevardpresse meinte, den jüngsten »Trend« mit bizarrer Berichterstattung ausschlachten zu müssen. In Hamburg aber zeigte man sich alles andere als erfreut über die zunehmende Erwähnung in Bravo & Co. Und so versammelten die Beginner für die B-Seite ihrer Füchse-Single das Who-Is-Who des Hamburger Rap-Kosmos und antworteten mit diesem ironischen Disstrack, der vorgibt, eine Teenie-Bandcontest-Bewerbung zu sein. Nebenbei lieferte die hier versammelte Mongo Clikke mit »K Zwo« den wohl besten Posse-Track, den Deutschrap bis heute gesehen hat.


Zieh dir hier das Ding rein:


6. Rock On & On

Ein Video aus der Luft drehen? Dank Dronen heute kaum mehr ein Aufwand. Zur Jahrtausendwende aber musste man noch einen Hubschrauber anheuern, wollte man sich beim Rappen auf dem Hamburger Fernsehturm filmen lassen. Nach dem Erfolg von Bambule war auch das kein Problem mehr. Doch damit nicht genug des Wahnsinns: Für die Single des Remix-Albums Boombule reiste Denyo gar nach Jamaika, um die Dancehall-Legende Junior Reid höchstpersönlich aufzunehmen. Rewind, Selektah!


Hier das offizielle Video:


7. Scheinwerfer

Selten wurde Kritik im hiesigen Rap so charmant verpackt, wie in diesem Song. Scheinwerfer knipste der deutschen Leitkultur lyrisch das Licht aus und stand darüber hinaus Pate für den Sound, der den Bambule-Nachfolger bestimmte. Samples wurden auf Blast Action Heroes um Synthesizer bereichert, anstelle der vielbeschworenen goldenen Neunziger dienten nun US-amerikanische Club-Produktionen von Just Blaze und den Neptunes als Inspiration.


8. God Is A Music

Was HipHop angeht, waren Hamburg und Stuttgart schon Ende der Neunziger so etwas wie Geschwister im Geiste. Und doch: Nebst diverser Rap-Kollabos zwischen Hansestadt und Schwabenland hat es bis zum Ende von Blast Action Heroes gebraucht, um die Beginner und Freundeskreis-Frontmann Max Herre auf einem gemeinsamen Track zu hören. Heraus kam eine emphatische Ode an das vielleicht wichtigste Gut der Kulturgeschichte: Musik. Das klingt jetzt viel kitschiger als der Song selbst – versprochen!


9. Danke!

Als die erste große Deutschrap-Blase Anfang der Nullerjahre platzte, bescheinigten nicht wenige dem Genre kurzum seinen Tod. Umso größer war daher die Freude, als mit Blast Action Heroes im Jahr 2003 zum ersten Mal ein hiesiges Rap-Album den Chartgipfel erklung. Die Beginner sampelten daraufhin die amerikanische R&B-Größe Millie Jackson, verbeugten sich vor Wegbegleitern und -bereitern, verteilten Seitenhiebe an Uli Hoeneß – und sagten Danke. Bleibt nicht viel mehr, als sich wiederum zu bedanken für diesen Hit.


10. Ahnma

Der meistdiskutierte Song in der Bandhistorie – und damit die perfekte Rückmeldung nach dreizehn Jahren Bandabstinenz. Absurd nur, dass die wenigsten über den Auftritt von Eizi und Denyo diskutierten. Auch über den Nebelhorn-Synthie-Beat wollte kaum jemand lamentieren. Stattdessen ging es in all der Aufregung meist um den Gastauftritt von Rapper Gzuz und dessen kriminellen Background, den viele nicht so recht in ihrer Beginner-Welt sehen wollten. All den Aufruhr beiseite, bleibt mit »Ahnma« zweifelsohne ein zeitgemäßer Hit und Gzuz’ Beitrag die Bridge des Jahres 2016.


Schaut euch hier das offizielle Video zu Ahnma an:


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Popkultur

Apple Boutique: Vor 55 Jahren versuchen sich die Beatles erfolglos als Einzelhändler

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Apple Boutique
Foto: Evening Standard/Hulton Archive/Getty Images

Selbst in Sachen Einzelhandel waren die Beatles ihrer Zeit voraus: Ihre Apple Boutique in London kann als Vorläufer des modernen Concept Stores gelten. 1967 ging diese Rechnung aber noch nicht auf – und die Beatles verloren Millionen.

von Björn Springorum

Das wilde Jahr 1967 neigt sich dem Ende zu. Die psychedelische Rockmusik ist diesseits und jenseits des Atlantik explodiert, The Doors, Jimi Hendrix, Jefferson Airplane, The Byrds und Cream haben wegweisende Alben veröffentlicht. Getoppt wird das Ganze – natürlich – von den Beatles, die mit Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band eines der besten Alben aller Zeiten veröffentlicht haben.

Ein psychedelischer Garten Eden

Im Sommer läuft in ganz London gefühlt kein anderes Album, 23 Wochen lang behauptet es sich an der Spitze der britischen Charts. Den Summer of Love verbringen die Beatles mit Filmprojekten und ihrer Reise ins indische Bangor, bis der Tod von Brian Epstein am 27. August 1967 alle rosaroten Wolken platzen lässt. Hinter den Kulissen sind aber längst Dinge im Gange, die die Band auch ohne ihren Manager und Mentor weiterlaufen lässt – der Flop-Film Magical Mystery Tour und ihr eigener Store, die Apple Boutique.

Die soll laut Harrison ein „psychedelischer Garten Eden“ sein und erstreckt sich auf drei Stockwerke. Hinter dem grandiosen Street-Art-Bild auf der Fassade steckt das niederländische Designkollektiv The Fool, die George Harrisons Frau Pattie Boyd der Band vorgestellt hat. Schon in den Monaten vor der Eröffnung der Boutique gestalten The Fool Artworks, Outfits, Sets und Instrumente für die Beatles, für aus heutiger Rechnung über 1,5 Millionen Euro verwandeln sie die Fassade des historischen Townhouses in der Baker Street 94 an zwei Novembertagen in ein psychedelisches Kunstwerk.

Bowie und Clapton kommen zur Eröffnung

Mit dem Store dahinter versuchen die Beatles, den Einzelhandel ebenso zu revolutionieren wie die Musik. Ihr sehr visionäres Konzept: Alles, was es in diesem Laden gibt, steht zum Verkauf. „Ein hübscher Ort, an dem hübsche Menschen hübsche Dinge kaufen können“, so beschreibt Paul McCartney das Konzept, das man von zeitgeistigen Concept Stores kennt. An der Baker Street im Jahr 1967 ist das neu.

Der Laden öffnet am 7. Dezember 1967 erstmals seine Tore. Schon zwei Tage zuvor laden John Lennon und George Harrison zu einer Launch Party, bei der zwar Paul McCartney und Ringo Starr fehlen (sie weilen in Liverpool respektive Rom), aber dafür jede Menge Berühmtheiten und Bohemiens in das psychedelische Wunderland strömen, um Kleidung, Accessoires, Bücher und Schmuck zu bestaunen – darunter David Bowie, Eric Clapton und Harrisons Frau Pattie Boyd.

Getrunken wird Apfelsaft

Auf den Einladungen steht geschrieben: „Kommt um 7:46. Modenschau um 8:16.“ Und zumindest zur Eröffnungsparty kommen sie. The Fool, die auch viele Designs für die Beatles, die Hollies oder Procol Harum realisiert haben, ziehen wie ein psychedelischer Wanderzirkus mit Instrumenten durch die Boutique, alle schlürfen Apfelsaft, weil der Store keine Schanklizenz hat. Vielleicht gibt es andere Dinge zum Konsumieren… Es ist ja immerhin 1967.

Apple Boutique

Foto: E. Milsom/Evening Standard/Hulton Archive/Getty Images

Zwei Tage später eröffnet die Boutique offiziell, gemanaged von Lennons Freund Peter Shotton und Pattie Boyds Schwester Jenny Boyd. Doch die Sache wird zum legendären finanziellen Desaster. Taschendiebstähle geraten außer Kontrolle, selbst Angestellte stecken sich reihenweise Sachen ein, so wirklich weiß niemand, womit die Kunden den Laden betreten oder wieder verlassen haben. Zur Anzeige gebracht wird kein Diebstahl: Das passt einfach nicht in den Freigeist des Konzepts.

Antikapitalistische Einzelhändler

Auch sonst läuft es schleppend: Baker Street ist einfach zu weit vom Londoner Mode-Epizentrum entfernt, die Apple Boutique fährt hohe Verluste ein. Mitte 1968 sind das schon mehr als 200.000 Britische Pfund (heute mehr als vier Millionen Euro) und die Beatles entscheiden, den Laden am 31. Juli 1968 – kein Jahr nach der Eröffnung – zu schließen. Für McCartney ist der Shop dennoch ein Erfolg. „Den größten Verlust machten wir damit, alles zu verschenken“, sagt er in einem Statement zur Schließung. „Aber das war unsere freie Entscheidung. Wir wollten verschenken, nicht verkaufen.“

Die wahren Gründe liegen natürlich auch darin, dass die Beatles keine Geschäftsleute sein wollen. Sondern Musiker, Filmemacher, Entertainer. Am Tag der Schließung öffnen die Beatles die Boutique ein letztes Mal für die Menschen, die zu Hunderten gierig in den Laden strömen, sich alles unter den Nagel reißen und Randale machen. Die Polizei muss eingreifen und beendet dieses abstruse Kapitel der Beatles-Geschichte relativ unrühmlich.

Schon im Mai 1968 hatte man die Fassade weiß übermalt und das Wort Apple kursiv darauf geschrieben – ein ähnlich drastischer Übergang wie bei den Artworks von Sgt. Pepper’s und The Beatles. 1974 wird das Gebäude abgerissen. Aber da gibt es die Beatles schon lange nicht mehr.

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Wie „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“ die Musikwelt veränderte

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Popkultur

Zeitsprung: Am 7.12.1949 kommt Sänger und Songwriter Tom Waits zur Welt.

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Foto: Michael Ochs Archives/Getty Images

Anekdoten, Jubiläen und wilde Geschichten: Was an diesem Tag in der Welt der Musik passiert ist, lest ihr täglich in unserem Zeitsprung. Heute: 7.12.1949.


von Frank Thießies und Christof Leim

Am 7. Dezember 1949 erblickt der Sänger und Songwriter Tom Waits das Licht der Welt. Mit seiner knurrenden Charakterstimme und ebenso knarzigen Songs begeistert der kauzige Kalifornier seit den frühen Siebzigern. Wir gratulieren dem amerikanischen Unikat und Genre-Grenzgänger zum Geburtstag!

Hier könnt ihr euch Tom Waits’ Debütalbum Closing Time (1973) anhören:

1949 in Pomona, Kalifornien als Thomas Alan Waits und Sohn eines Lehrerehepaars geboren, verschlägt es den jungen Mann nach kurzem Liebäugeln mit einem Studio der Fotografie im Alter von zwanzig Jahren nach San Diego. Fasziniert von der dortigen Folk-Szene nimmt er in einem Kaffeehaus-Club namens Heritage einen Aushilfsjob als Türsteher an, beginnt dort aber auch an seinem eigenen Bühnenrepertoire zu feilen, welches anfänglich noch hauptsächlich aus Covermaterial und kruder Comedy besteht. Sein beachtliches Talent als Songschreiber führt ihn in Folge jedoch schnell über die limitierend kleine San-Diego-Szene hinaus und dorthin, wo es alle verlorenen Künstlerseelen hinzieht: nach Los Angeles.

Bukowski am Bar-Piano

Bei einer Open-Stage-Nacht in Doug Westons renommierten Schuppen Troubadour in West Hollywood wird Waits 1972 entdeckt und ergattert zunächst einen Job als Songwriter bei Frank Zappas Plattenfirma Bizarre Records. Nur kurze Zeit später hat er einen eigenen Plattenvertrag bei David Geffens Asylum Records in der Tasche. Waits Debüt Closing Time erregt 1973 jedoch nur wenig Aufsehen in der breiten Öffentlichkeit. Dafür erkennen (nicht nur) die Eagles die Qualität von Komposition wie Ol’ 55. Ihr Cover der Waits-Nummer auf dem Album On The Border ein Jahr darauf sichert dem jungen Künstler zumindest die finanzielle Annehmlichkeit in Form von Tantiemen-Zahlungen. In seiner späteren Karriere werden Waits’ Lieder noch oft von anderen Leuten neu aufgelegt werden; Rod Stewarts Fassung von Downtown Train etwa ist legendär.

Ist Waits‘ Debüt noch von einem Folk-Vibe beseelt, bewegen sich die Folgewerke in den Siebzigern noch stärker zwischen verrauchtem Bar-Jazz, Charles Bukowski und Beat-Poeten wie Jack Kerouac, die Waits schon länger bewundert. Sich selbst mit Schiebermütze oder Trilby, ewigem Glimmstängel und Spitzbärtchen zu einem glamourösen, versoffenem Gossen-Troubadour stilisierend, klingen Waits‘ Alben, als könnten sie die Jukebox in Edward Hoppers berühmten Gemälde Nighthawks bestücken. 

Gekappte Wurzeln

Die künstlerische und private Kehrtwende erfolgt schließlich mit dem Dekadenwechsel: Im August 1980 heiratet der Sänger Kathleen Brennan, die künftig auch in kreativer Hinsicht seine Stütze und Partnerin wird. Das 1983 veröffentliche Album Swordfishtrombones, welches er mit Brennan schreibt und produziert, stößt die Tür zu einer zuweilen herrlich unkonventionellen, so experimentellen wie kaputten Klangwelt auf, die fortan zu Waits‘ musikalischem Markenzeichen werden soll. Mit der Trennung von seinem Management und der alten Plattenfirma stehen alle Zeichen auf Neuerfindung.

Zum erweiterten Repertoire des Sängers und Geschichtenerzählers zählt bald auch die Schauspielerei. So spielt er zu Beginn der Achtziger gleich in drei Filmen von Francis Ford Coppola (Rumble Fish, Die Outsider, Cotton Club) kleine, aber höchst überzeugende (Neben-)Rollen und brilliert in Jim Jarmuschs Down By Law 1986 an der Seite Roberto Benignis. Die Nebentätigkeit als Schauspieler hält er sich bis heute warm. Unlängst war Waits in dem Anthologie-Western der Coen Brüder The Ballad Of Buster Scruggs noch in einer Paraderolle als verschrobener ergrauter Goldgräber zu bewundern. Darüber hinaus wirkt Waits seit Ende der Achtziger auch auf der Theaterbühne: Mit Regisseur Robert Wilson realisiert er Stücke wie The Black Rider oder das auf Alice im Wunderland basierende Alice.

Waits, der Eremit 

Mit Beginn der Neunziger werden die klassischen Albumveröffentlichungen von Waits  sporadischer. Mule Variations (1999), das Doppelwerk Blood Money und Alice (2002) oder Real Gone (2004) lassen jedoch nichts vom musikalischen Pioniergeist vermissen, der Waits zwischen Americana- und Roots-Musik, gehusteter Folklore und Vaudeville sowie avantgardistischer Klangkunst heimisch geworden zeigt. Seine letzte Plattenveröffentlichung (Stand 2019) namens Bad As Me datiert auf das Jahr 2011 zurück. Womit so langsam eigentlich mal wieder Nachschub fällig wäre aus dem Hause Waits/Brennan. Doch das soll von Waits‘ Ehrentag nicht abhalten. Und so darf man heute gern ein bisschen tiefer in die Sakko-Tasche greifen und eine extra große Portion Konfetti herausfischen, während man auf dem rostigen Eisenbahnschienen für Tom Waits ein staubiges „Happy Birthday“ steppt. Herzlichen Glückwunsch.

Zeitsprung: Am 14.7.2015 erlebt Nick Cave eine Tragödie & verarbeitet sie mit Musik.

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Protected: „White Christmas“, „All I Want For Christmas Is You“ und mehr: Verrückte Fakten zu den größten Weihnachtssongs

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Mariah Carey
Foto: Gilbert Carrasquillo /Getty Images

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