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Popkultur

5 Wahrheiten über Rihanna

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Hier nehmen wir uns mal ein paar Minuten Zeit und prüfen gängige Klischees und Falschannahmen in der Musikwelt… Einfach weil wir es können bzw. einfach weil es so viel mehr Vorurteile gibt als alle Beatles, Rolling Stones und Queen-Singles zusammenaddiert (lies: sehr viele). Wir nehmen uns also ein Genre oder Künstler und schauen wie stichhaltig die gemeinhin als richtig wahrgenommen Annahmen sind. Zieht eure kugelsicheren Westen an, der Beschuss mit gängigen Klischees erfolgt dieses Mal zum Thema: Rihanna.

 Welchen besseren Anlass könnte es auch geben als die Veröffentlichung ihres neuen Albums ANTI? Fast drei Jahre lang haben Musikjournalisten und Fans nach den kleinesten Hinweisen und Gerüchten gehechelt und auf einmal war es da, wie vom Himmel gefallen (sprich: ohne Vorankündigung über Tidal veröffentlicht). Hat sich das Warten gelohnt? Wie inszeniert sich Rihanna heute? Dazu müsst ihr das Album schon selber hören, denn hier kommen nur ein paar Klischees und Fakten über Bad Gal RiRi – ein paar (Fun) Facts, falls ihr noch nichts über die Sängerin wusstet (was eher unwahrscheinlich ist, wenn ihr keine Eremiten seid, aber man weiß ja nie).


 1. Rihanna ist ein konstruiertes Pop-Sternchen.

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Diese Aussage ist schlichtweg falsch. Wobei die Frage nach Konstrukt oder natürlicher Metamorphose vor dem Hintergrund schwierig zu beantworten ist, da sie bereits als Teenager entdeckt wurde und vom beschaulichen Insel Paradies Barbados nach New York zog, um einen Plattendeal mit Jay-Z abzuschließen. Ihr wurde kein unnatürliches oder unpassendes Image aufgezwungen – Jay-Z wollte stets, dass sie so bleibt wie sie ist. Rihanna hat sich aber stets weiterentwickelt – immer in einem Rahmen, der passend bzw. glaubhaft schien.


Die süße Insel-Schönheit vollzog eine Metamorphose hin zum Sex-Symbol/Pop-Ikone. Das schüchterne Mädchen (Rihanna wuchs laut Eigenaussage als Tomboy und ohne Make-Up auf) wurde aus einer Mädchen Band heraus entdeckt, die sie 2003 mit zwei Klassenkameradinnen gegründet hat. Diese wurde dem Produzenten Evan Rogers vorgestellt (zu Entertainment Weekly sagte er: „The minute Rihanna walked into the room, it was like the other two girls didn’t exist“) und mit Hilfe von Carl Sturken entstand schließlich eine Demo-CD aus vier Songs, auf der auch die erste Single Pon de Replay vertreten war. Dann wurde Def Jam auf sie aufmerksam und Rihanna sang dem damaligen CEO Jay-Z vor, der sie sofort unter Vertrag nahm – der  Rest ist eine Erfolgsgeschichte sondergleichen. Mit 16 zog sie nach New York und begann an ihrer ersten Platte Music of the Sun zu arbeiten. Zuerst noch das unschuldige Mädchen mit den riesigen Augen und der unglaublichen Stimme entwickelte sie sich zum Good Girl Gone Bad, womit sie auch weltweit Erfolge feierte – nicht zuletzt wegen des darauf enthaltenen Ohrwurms Umbrella (der Song fand so viel Anklang, dass Fans sogar Regenschirme mit zu Konzerten nahmen und RiRi dies aus Verletzungsgründen schließlich verbieten musste). Sie wurde erwachsener und das Ergebnis ist eine reifere RiRi auf dem Album Rated R, bei dem sie auch musikalisch mehr Mitsprache Recht einforderte. Auf den nächsten Alben Loud, Talk That Talk und Unapologetic dreht sie nochmal richtig auf und wird kompromisslos sexy… bis es etwa drei Jahre still um sie wird, zumindest musikalisch. Und nun ist sie mit einem Knall zurück, doch dazu später mehr.


  2. Rihanna liebt Socken.

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Eigentlich eine Steilvorlage für flache Witze, aber das lassen wir an dieser Stelle. Offiziell ist zwar kein Sockenfetisch bekannt, doch das unsexy Kleidungsstück scheint es ihr angetan zu haben – wie kann mich sich sonst eine Socken-Kollektion erklären? Außer mit kompletter Dedication zu einem Kleidungsstück, das zwar jeder braucht, aber keiner zu Weihnachten haben will…

Als es musikalisch eher ruhig um sie wurde, war sie in der Modewelt dafür umso präsenter. Bereits Anfang 2013 arbeitete Rihanna an vier Mode-Kollektionen für die britische Marke River Island. Ein Jahr später zierte sie bereits zum dritten Mal die Titelseite der amerikanischen Vogue und erhielt später den offiziellen Preis als Stil-Ikone – mit der Begründung sie sei „die aufregendste Moderepräsentantin unserer Zeit“. RiRi wurde als erstes Dunkelhäutiges Werbegesicht für Dior und Pumas weltweite Botschafterin für Women’s Training sowie dortige Kreativdirektorin. Nach diesen Kollaborationen überraschte die Musikerin eben mit einem Schritt in eine neue modische Richtung: Aus der Zusammenarbeit mit dem kalifornischen Label Stance Socks entstanden insgesamt 18 bunt und groß gemusterten Strumpf-Designs, die im Rahmen der ‚Punk and Poet‘-Kollaboration unter dem Titel ‚Murder Ri Wrote‘ limitiert auf den Markt kamen.



  3. Rihanna schreibt ihre Songs selbst.

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Rihanna ist die jüngste Solo-Künstlerin, die 13 No. 1 Hits in den Billboard Hot 100 Charts platzieren konnte. Das Billboard Magazin kürte sie bereit 2012 zur Künstlerin des Jahrzehnts und RiRi gehört zweifelsohne zu den erfolgreichsten Sängerinnen unserer Zeit. Zu erklären ist das Pop-Phänomen aber nicht nur mit ihrer sympathischen Art, der stetigen Neu-Erfindung oder Ausflüge in andere kreative Gefilde. Rihanna besitzt nicht nur viel Talent, sondern auch viele Songwriter, die ihr einen Ohrwurm nach dem anderen schreiben können, ohne dass sie ihrem musikalischen Stil zuwiderlaufen. Die Songs, die sie so perfekt verkörpert stammen aus fremden Federn. Auf ihrem Debütalbum Music of the Sun treten als Produzenten und Songschreiber unter anderem Evan Rogers, Carl Sturken, Stargate und Poke & Tone in Erscheinung. Für Rated R arbeitete sie u.a. mit Ne-Yo, Justin Timberlake, Brian Kennedy und James Fauntleroy II zusammen und schrieb dort zum ersten Mal selbst an Texten mit – kein Wunder, thematisiert das Album doch ihre turbulente Beziehung zu Chris Brown. Neustes Beispiel einer gelungen Kooperation ist Bitch Better Have My Money mit zugehörigem Kurz-Roadmovie. Der Song wurde von Bibi Bourelly geschrieben, einer Anfang 20-jährigen aufstrebenden Musikerin, die in Berlin aufgewachsen ist und nun ebenfalls ein eigenes Album aufnimmt.


  4. Rihanna ist auf dem Boden geblieben.

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Robyn Rihanna Fenty, so ihr bürgerlicher Name, wuchs  zwar auf der paradiesischen Insel Barbados auf, doch ihre Jugend war weder glamourös noch von Familienidylle geprägt. Vielleicht scheint die Sängerin daher auf dem Boden der Tatsachen verwurzelt. Außerdem kann per se schon niemand unsympathisch sein, der Katy Perry als beste Freundin bezeichnet und sich dazu selbst nicht allzu ernst nimmt und beim Karaoke am liebsten Livin‘ On A Prayer von Bon Jovi singt.



Ihre freizügigen Instagram-Selfies wirken vielleicht etwas zu selbst überzeugt, doch in den meisten Interviews, wie beispielsweise aktuell bei Ellen gibt sich die Sängern nahbarer als viele ihrer Konkurrentinnen.  Für den guten Zweck gibt sie außerdem Konzerte (u.a. für die Opfer des Erdbebens in Haiti) oder unterstützt Charity-Projekte für krebskranke Kinder.


  5. Rihanna ist zurück: Mit ihrem neuen Album: ANTI

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Und wie: Spiegel Online nennt es ein Popmärchen, das Rihanna zur neuen Königin des Pop erhebt. Noisey beschreibt es als „wunderschönes Baby, das in eine zerrüttete Familie hineingeboren wird“. ANTI ist da und ist schon nach dem ersten Hör-Durchlauf ein Album, dass uns noch lange begleiten wird.


Auch wenn das neue Werk ziemlich anders ist, weil es eine andere Rihanna zeigt, als die, die wir bisher kannten, ist es gerade deshalb so gut: Vom Ohrwurm Work zusammen mit Buddy Drake über das trippige Tame Impala Cover Same Ol Mistakes bis hin zu Close To You, indem das ganze Spektrum ihrer Stimme zum Tragen kommt. Über die Spannbreite des Albums treffen urbane Beats auf verhangene Synthies, die Klarheit akustischer Instrumente auf intelligentes Songwriting – und über all dem schwebt Rihannas Stimme, mal lässig-rauchig, mal voluminös mit einer Größe, welche klar macht warum Rihanna eine der größten Sängerinnen unserer Zeit ist. Ihr könnt die Platte überall streamen (siehe oben), es lohnt sich aber auch der Griff zur CD, da die Platte inklusive künstlerischem Artwork und Blindenschrift ein tolles haptisches Produkt ist.


 

Popkultur

Im Auftrag des Herrn: Als Bob Dylan vor Papst Johannes Paul II. auftrat

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Bob Dylan
Foto: POOL/AFP/Getty Images

Gläubig war Bob Dylan irgendwie schon immer — mal in der einen, mal in der anderen Religion. Doch darum geht es nicht, als er am 27. September 1997 vor Papst Johannes Paul II. auftritt

von Timon Menge

Hier könnt ihr euch Echoes, Silence, Patience & Grace von den Foo Fighters anhören:

Mit seinem Gig vor Papst Johannes Paul II. löst Bob Dylan im September 1997 einen ganz schönen Trubel aus. „Darf der das?“, lautet die allgegenwärtige Frage. „Nein“, finden zahlreiche Mitglieder der katholischen Kirche. Kardinal Joseph Ratzinger (später: Papst Benedikt XVI.) möchte den Auftritt sogar verhindern. Doch Dylan bahnt sich seinen Weg zum Häuptling und gibt in Anwesenheit von mehr als 300.000 jungen Katholiken Songs wie Knockin’ On Heaven’s Door, A Hard Rain’s A-Gonna Fall und Forever Young zum Besten. Der Papst hält anschließend ein flammendes Plädoyer für die katholische Kirche — und zitiert darin auch Dylans Songtexte.

„Du sagst, dass ‚blowin‘ in the wind’ die Antwort ist, mein Freund“, proklamiert das Kirchenoberhaupt in Dylans Richtung. „So ist es. Es ist aber nicht der Wind, der Dinge davonträgt, sondern der Atem und das Leben des Heiligen Geistes. Die Stimme die ruft und sagt: ‚Komm!‘. Du fragst, wie viele Wege ein Mann gehen muss, bevor er zum Mann wird. Ich antworte: Es gibt für einen Mann nur einen Weg und das ist der Weg von Jesus Christus, der gesagt hat: ‚Ich bin der Weg und das Leben.‘“ Ob der Papst Dylans Fragen damit beantworten konnte, wissen wir auch nicht. Was wir allerdings wissen, ist, dass Dylans Auftritt beinahe nicht stattgefunden hätte.

Johannes’ Nachfolger Benedikt XVI. hat Einwände

„Es gab Gründe, skeptisch zu sein und das war ich“, schreibt Papst Benedikt XVI. in seinem Buch Johannes Paul II: Mein geliebter Vorgänger. 1997 heißt Benedikt noch Joseph Ratzinger und ist Kardinal. „In gewisser Weise bin ich auch heute [2007] noch skeptisch.“ So äußert der Rockmusikhasser in dem Buch seine Zweifel darüber, ob es richtig gewesen sei, den „sogenannten Propheten“ Dylan auf die Bühne zu lassen. 1997 möchte Kardinal Ratzinger das Konzert sogar aktiv verhindern und spricht sich gegen Dylans Auftritt aus. Zum Glück hat er damals noch nicht allzu viel zu sagen — und zum Glück sieht der amtierende Papst das Ganze ein wenig anders.

Dylan selbst erklärt in einem Newsweek-Interview, wie es um seine Religiosität bestellt ist: „Die Sache mit mir und der Religion ist die … Das ist die reine Wahrheit: Ich finde die Religiosität und Philosophie in der Musik. Ich finde sie nirgendwo anders.“ Immer wieder war es zu Verwirrung um Dylans Glauben gekommen, der zwar jüdisch aufwuchs, Ende der Siebziger aber unter großem Tamtam zum Christentum konvertierte. Später wendete er sich wieder davon ab. „Ich halte mich nicht an Rabbiner, Prediger, Evangelisten und all sowas“, versichert er. „Ich habe mehr durch die Lieder gelernt, als durch irgendeine Einrichtung. Die Lieder sind mein Lexikon und ich glaube ihnen.“

Dylan beim Papst: „Das war eine der besten Shows, die ich je gespielt habe.“

Warum Dylan 1997 dennoch seine Chance ergreift und vor dem Papst auftritt, können wir nur erahnen. Die mediale Aufmerksamkeit wird sicher dazu beigetragen haben, denn nur wenige Tage später erscheint sein 30. Album Time Out Of My Mind. Doch auch der Spaß kommt nicht zu kurz: „Das war eine der besten Shows, die ich je gespielt habe“, verrät er später in einem Interview mit dem Irish Sunday Mirror. Außerdem erklärt er: „Es gab Zeiten in meinem Leben, da konnte ich nur auf der Bühne glücklich sein.“ Touren falle ihm nicht schwer. „Viele Leute halten das Touren nicht aus, aber für mich ist das wie Atmen.“ Hoffentlich kommt er dabei nicht dem Atem des Heiligen Geistes in die Quere.

Aufnahmefehler und schlechte Verkaufszahlen: Die holprige Geschichte von Bob Dylans Debütalbum

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Popkultur

Pinke Stromgitarren für den Weltfrieden: Barbie And The Rockers

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Barbie And The Rockers

„"Blonde Haare, ein pinkes Traumhaus und ein noch pinkeres Cabrio: Seit mehr als sechs Jahrzehnten gehört Barbie zu den beliebtesten Spielzeugfiguren der Welt. Der erste Film mit der populären Puppe erschien am 27. September 1987 auf Videokassette. Der Name des Streifens: Barbie And The Rockers: Out Of This World. Ja, wirklich.

von Timon Menge

Hier könnt ihr euch einen Ausschnitt aus Barbie And The Rockers anschauen:

Ihr habt richtig gelesen: Mitte der Achtziger gründet Barbie ihre eigene Band. Der Hintergrund: Spielzeughersteller Mattel möchte dem Konkurrenzprodukt Jem And The Holograms aus dem Hause Hasbro etwas entgegensetzen und schickt Barbie in die Welt der Krachmusik. „Barbie And The Rockers“ heißt die neue Reihe; in Europa erscheint sie unter dem Namen „Barbie And The Rock Stars“. E-Gitarren, ein Drumkit, sogar eine Bühne: Kinder, die mit der blonden Puppe Rock’n’Roll spielen möchten, haben ab 1985 die freie Wahl. Und nicht nur das: Die lautstarke Spielzeugreihe läutet auch Barbies Filmdebüt ein. Am 27. September 1987 erscheint die allererste Fernsehsendung der Puppe auf Videokassette.

Zugegeben, die Handlung von Barbie And The Rockers: Out Of This World klingt ein wenig albern. In dem Film wird Barbie aufgrund ihrer weltweiten Berühmtheit zur Botschafterin für den Weltfrieden ernannt. Als die Gruppe ihre Welttournee beendet hat, sagt Barbie, sie habe etwas ganz Besonderes geplant, das „nicht von dieser Welt“ sei. Selbst ihre Band weiß noch nicht, worum es geht. Eines Tages bekommt Barbie eine Einladung von der Weltfriedensorganisation. Zu ihren Ehren soll ein Ball veranstaltet werden. Sie bittet Ken darum, sie zu begleiten, und geht mit ihren Freundinnen shoppen. Auf dem Ball verkündet Barbie dann die große Neuigkeit: Sie möchte mit ihrer Band ein Konzert im Weltall geben.

Barbie And The Rockers: Soundtrack von den Beatles und Lovin’ Spoonful

Anfangs sind ihre Bandmitglieder wenig begeistert von der Idee, stimmen aber schließlich zu. Später fliegt die Rockgruppe mit einem pinken Space Shuttle zum „Interstar Amphitheater“, wo sie von einem Herrn namens Dr. Leonard begrüßt wird. Ein kleines Publikum wartet auch schon auf die Rockerinnen. Der anschließende Auftritt von Barbie und Co. wird weltweit im Fernsehen übertragen und die Band stellt sogar einen neuen Song vor, den sie extra für die Show geschrieben hat. Zum Schluss der Show erklärt Barbie, dass dies der erste Tag des Weltfriedens sei, und dass es nicht der letzte sein wird, wenn alle das genug wollen. Leichte Kost, also. Für den Soundtrack des Streifens covert Barbie unter anderem die Beatles und Lovin’ Spoonful.

Heute gibt es unzählige Barbie-Filme; ein weiterer soll nächstes Jahr anlaufen. Falls wir euch mit unserem Artikel angefixt haben, müssen wir euch allerdings enttäuschen: Barbie And The Rockers: Out Of This World ist ausschließlich auf gebrauchten Videokassetten und einigen wenigen DVDs erhältlich. Einer Neuauflage scheinen vor allem die Coversongs im Weg zu stehen, die für eine erneute Veröffentlichung noch einmal lizensiert werden müssten. Vielleicht klappt das ja eines Tages. Es wäre sogar ein Box-Set möglich. Mit Barbie And The Sensations: Rockin’ Back To Earth gibt es nämlich noch eine Fortsetzung von Barbies Rockstar-Abenteuern. Im Sequel kehrt die Puppe mit ihrer Band auf die Erde zurück — und steckt auf einmal im Jahr 1959 fest. Doch das ist eine andere Geschichte.

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Popkultur

Die 10 größten Meat-Loaf-Hymnen

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Meat Loaf
Foto: Sony Music Archive via Getty Images/Terry Lott

Er war ein gewaltiger Rockstar im Wortsinn: Die Musikwelt trauert um den großen Meat Loaf. Wir erinnern uns an den legendären Koloss des Hard Rock und blicken auf seine unvergesslichsten Songs zurück.

 von Björn Springorum

Auch wenn er natürlich viel mehr gemacht hat: Am ehesten bringt man Meat Loaf mit seiner Bat-Out-Of-Hell-Trilogie in Verbindung. Mehr als 65 Millionen Mal haben sich diese drei Alben verkauft, das erste und erfolgreichste geht bis heute rund 200.000 Mal jährlich über den Ladentisch. Kein Wunder: Das Meisterwerk von 1977 ist ein stellarer Moment des theatralischen Hard Rock, eine Art Broadway-Musical mit harten Gitarren.

Seine Stimme und das kompositorische Genie seines langjährigen Partners Jim Steinman nehmen eine Ausnahmestellung im Kanon des Rock‘n‘Roll ein. Hier kommen zehn seiner mächtigsten, emotionalsten, größten Songs.

1. I’d Lie For You (And That’s the Truth) (1995)

Meat Loaf hat sich nicht immer auf die Kompositionen von Jim Steinman verlassen. Schon zwei Jahre nach dem Erfolg von Bat Out of Hell II: Back Into Hell kommt Meat Loaf mit Welcome To The Neighborhood um die Ecke, einem Album, das auch ohne Steinman so klingt, als hätte er es geschrieben. Der erfolgreichste Song daraus wurde von Diane Warren komponiert, die zur damaligen Zeit eine unaufhaltsame Hitmaschine war. Die Power-Ballade wird dann auch zu seinem letzten großen Hit.

2. Rock And Roll Dreams Come Through (1993)

So ziemlich jeder Song auf der Fortsetzung von Bat Out Of Hell zeigt, dass weder Meat Loaf noch Jim Steinman die Pause von 16 Jahren geschadet hat. Ursprünglich für Steinmans 1981er Soloalbum aufgenommen, wird es durch Meat Loaf zu einem weiteren großen Epos aus Herzschmerz und einem Refrain, der so heute einfach nicht mehr gemacht wird. Ganz großes Kitschkino.

3. You Took The Words Right Out Of My Mouth (On A Hot Summer Night) (1977)

Als erster Beitrag seines legendären Gamechangers Bat Out Of Hell steht hier You Took The Words Right Out Of My Mouth, ein wahrgewordener Hard-Rock-Traum mit gotischem Video, grandioser Hook und allem, was den Rock‘n‘Roll der Siebziger so größenwahnsinnig machte. Besser wird‘s auch auf der größten Bühne nicht.

4. Two Out Of Three Ain’t Bad (1977)

Eigentlich könnte hier ja einfach das gesamte Bat Out Of Hell stehen, fertig. Es gibt einfach keinen Filler auf diesem Album. Auch Two Out Of Three Ain’t Bad ist ein echter Killer: Eine große, große Ballade, die Meat Loaf auf einem absoluten Höhepunkt zeigt und zugleich eins der besten Beispiele für Steinmans kompositorisches Genie ist. So was nennt man dann wohl perfekte Chemie.

5. Bat Out Of Hell (1977)

Allen Ernstes, wer sein Debüt mit einem Paukenschlag wie diesem eröffnen kann, der hat schon alles geschafft, ehe er überhaupt so richtig angefangen hat. Fast zehn Minuten nimmt sich der ausladende Opener Zeit und zieht auf dieser Langstrecke gleich mal alle Register: die Ouvertüre zu diesem unfassbaren Musiktheater, ein Start mit Feuerwerk, Kanonen und massiver Produktion. Übrigens: Als musikalische Gäste mischen hier Todd Rundgren sowie Roy Bittan und Max Weinberg von der E Street Band mit. Es heißt schon was, wenn man sagt, dass es die echt nicht gebraucht hätte.

6. Hot Patootie – Bless My Soul (1975)

Natürlich darf die Rocky Horror Picture Show hier nicht fehlen. Meat Loaf gibt in diesem schrägen Stück Rock‘n‘Roll den dusseligen Biker Eddie, der den Laden gehörig aufmischt. Sicherlich nicht seine Sternstunde. Aber allein aus popkultureller Sicht erwähnenswert.

7. Read ’Em And Weep (1981)

Kurioserweise wird nicht alles, was Meat Loaf und Jim Steinman gemeinsam angingen, zu Gold. Dead Ringer, der schwierige Nachfolger zu Bat Out Of Hell, leidet unter dem enormen Erfolg des Vorgängers, hat aber einige Perlen zu bieten. Read ’Em And Weep zum Beispiel, eine stimmungsvolle Ballade, die aber erst zwei Jahre später durch Barry Manilow zu einem gewaltigen Erfolg wird. Muss man manchmal nicht verstehen.

8. Objects In The Rear View Mirror May Appear Closer Than They Are (1993)

Am besten waren Meat Loaf und Jim Steinman immer zusammen. Das zeigt auch Bat Out Of Hell II: Back Into Hell, das Album, das 1993 eine zwölfjährige Funkstille beendet. Da ist sie wieder, diese theatralische, dramatische Magie und diese unfassbare Energie. Wir wiederholen uns, aber: Niemand schreibt solche Refrains!

9. I’d Do Anything For Love (But I Won’t Do That) (1993)

Sein wahrscheinlich größter Hit stammt ebenfalls vom zweiten Teil seiner definierenden Trilogie: I’d Do Anything For Love (But I Won’t Do That) ist eine der größten Rock-Balladen aller Zeiten – obwohl bis heute eigentlich niemand so recht weiß, worum es in der Nummer eigentlich geht. Egal, die Musik ist so unfassbar spektakulär, dass Meat Loaf auch nur summen könnte und die Nummer wäre immer noch unsterblich.

10. Paradise By The Dashboard Light (1977)

Wenn wir uns festlegen müssten, würden wir diesen Song als absolutes Karrierehoch von Meat Loaf wählen. Unterteilt in drei Kapitel und über acht Minuten lang, dennoch als Single veröffentlicht: Für Meat Loaf und Jim Steinman gelten damals andere Regeln. Der Song ist ein Überbleibsel aus Steinmans Neverland-Musical und bringt Meat Loaf mit der Hauptrolle Ellen Foley zusammen. Ziemlich irre ist er auch: Inhaltlich dem Thema Sex im Auto verschrieben, gibt es im Video eine wilde Rummachszene, geschnitten in ein Baseballspiel.

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