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Popkultur

Eminem, CCR, Elton John, Nirvana – Das Beste vom Besten

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Schokolade oder Lakritz? Kratz-Eis oder Walnuss-Birne-Pizza? Beatles oder Stones? Oder doch lieber alles zusammen? Wer generell ein Problem mit Entscheidungen hat, dem verursachen die vielen Best Of Specials in unserem Sommer Sale (exklusiv bei Apple) vielleicht etwas Unbehagen in der Magengegend. Doch dafür sind wir ja da: Wir geben einen Überblick über die verschiedenen Releases und sagen euch warum welches Best Of sich besonders lohnt. Wer sich dann immer noch nicht entscheiden kann, sollte einfach alle kaufen, sind ja eh im Sale – zumindest vom 10. Juli bis zum 23. Juli.

 

Bob Marley & the Wailers – Legend

BobMarl_Legend_CoverAr_5000DPI300RGB1000020797The Best of the Best, die Crème de la Crème, die Kirsche auf dem Sahnehäubchen des Lebens – so wollen uns alle nachfolgend genannten Künstler mit den Perlen ihres Oeuvres suggerieren, was sie bereits erreicht haben (und wir nicht). Na ja, zumindest stapelt Bob Marley nicht gerade tief und benennt sein eigenes Best Of Legend. Dieses Selbstvertrauen möchte man haben.

Ganz Unrecht hat der bekannteste Jamaikaner und prominentester Träger der Farben Gelb, Rot, Grün ja nicht. Seine Musik und Popsongs waren alles andere als leere Wortphrasen. Politische Themen und jamaikanisches Lebensgefühl schwangen in gleichem Maße mit. No Woman, No Cry, Redemption Song, I Shot The Sheriff oder Easy Skanking lassen diese Legende nochmals aufleben.

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Bon Jovi – Greatest Hits

Gerade trifft man den Namen Bon Jovi eher durch schlechte Tattoos in den Medien, die sich Fans haben weiß Gott wo stechen lassen (It’s is my life und so) – doch es gab in der Vergangenheit auch ruhmreichere Momente. Versammelt sind diese auf der Greatest Hits Compilation. Man darf sich nicht von dem Cover mit dem schrecklichen Tattoomotiv (Zufall?) Schwert-durchbohrt-goldenes-Herz abschrecken lassen. Wichtig sind die inneren Werte: Livin‘ On a Prayer, Wanted Dead or AliveAlways und natürlich der Klassiker It’s My Life finden hier ihren Platz.

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Bryan Adams – The Best Of MeBryanAd_TheBest_CoverAr_5000DPI300RGB1000020830

Das Beste von Bryan Adams. Das sagt der Titel. Das ist auch der erste Song auf der Platte. Der Kanadier steht aber wohl für keinen Song, wie seinem Kassenschlager The Summer of 69 – der natürlich auf dieser Compilation nicht fehlen darf. All for Love, aufgenommen mit seinen Kumpanen Rod Stewart und Sting, sowie die Peter Pan-eske Hymne an die Jugend, 18 til I Die finden sich ebenfalls auf diesem Best Of.

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Cat Stevens – The Very Best Of Cat Stevens

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Yusuf Islam, oder kurz Yusuf, besser bekannt als Cat Stevens, ist Vielen wohl noch durch die Songs, die im Oberstufen Unterricht gerne mal gesungen wurden, bekannt: Morning has Broken oder Father and Son zum Beispiel. Dass der 1978 zum Islam konvertierte Cat Stevens natürlich viel mehr zu bieten hat, zeigt er auf seinem VERY Best of. Hier finden sich neben oben genannten und oft repetierten Titel auch weitere Perlen wie Moonshadow, The First Cut Is the Deepest oder Lady D’Arbanville.

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Creedence Clearwater Revival – Best Of

CCR mögen‘s schlicht. Das Best of heißt Best of und auf der Platte gibt es keinen überflüssigen Schnickschnack, sondern einen soliden Oeuvre-Überblick. Trashige Leuchtschrift präsentiert den Bandnamen über einer Hütte irgendwo an einem süd-amerikanischen Highway.

Die Band um John und Tom Fogerty steht wie kaum eine andere für den Southern Rock der USA. Daher kann indessen jeder eine Nase Mississippi Luft schnuppern, der sich die hier versammelten Titel wie Bad Moon Rising, Fortunate Son oder Green River an einem warmen Sommertag anhört.

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Dire Straits – Sultans Of Swing: The Very Best Of Dire Straits

Mark Knopfler und seine Dire Straits sind so klassisch wie Kartoffelsalat auf dem Grillfest und so traditionell wie Apfelkuchen bei Oma. Sultans of Swing (wer kam bitte auf diesen grandiosen Namen?) wartet dabei mit den besagten Rosinen aus dem Kuchen auf: Mit-Schwoof-Hits wie Walk of Life oder Sultans of Swing reihen sich an Songs wie Money for Nothing. Mit dem Album kann man als solider Rock-Fan eigentlich nichts falsch machen.

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Elton John – The Greatest Hits 1970-2002

EltonJo_TheGrea_CoverAr_5000DPI300RGB1000161185Elton John hat sogar so viele Hits, dass er die Best Ofs nach Jahren einteilen muss. Hier sei euch mal die Periode von 1970-2002 ans Herz gelegt. Dass diese Periode einer der besten ist, zeigt sich bereits an der Songauswahl dieses Doppelalbums.

Cheesy schöne Tracks wie Daniel, Don’t Let the Sun Go Down on Me oder Your Song, der durch das Cover zum Moulin Rouge Film noch einmal eine Renaissance erlebte findet hier seinen Platz. Generell schein Elton John prädestiniert für die Untermalung ikonischer Leinwand-Klassiker. Hier tummeln sich auch Tracks wie Tiny Dancer (die Bus-Szene in Almost Famous) oder Circle of Life (allein der Gedanke an König der Löwen treibt mir die Tränen in die Augen), die untrennbar mit den jeweiligen Szenen verbunden sind. Doch trocknet eure Tränen, tanzbar mit Ohrwurm Potential kann Sir Elton John auch. Hier vertreten durch Crocodile Rock (die beste Performance gab es in diesem Zuge in der Muppet Show), I’m Still Standing oder Don’t Go Breaking my Heart fest. Kiki Dee. Eine größere Hit-Dichte bietet kaum eine andere Empfehlung in dieser Liste.

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Eminem – Curtain Call

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Eminem verbeugt sich mit seinen größten Hits. Der Dank gilt dem Publikum, also uns. Wie nett vom whitest rapper around! Aber warum auch nicht? Mittlerweile gilt Slim Shady als einer der berühmtesten Rapper überhaupt. Der Rolling Stone kürte ihn gar als ‚King of Hip Hop‘.

Für alle, die also eine Übersicht über sein bis dato musikalisches Schaffen bekommen möchten, denen sei Curtain Call von 2005 wärmstens ans Herz gelegt: Lose Yourself (für das er einen Oscar gewann), The Real Slim Shady, My Name Is oder Stan (feat. Dido) finden sich auf dieser Compilation.

Fazit: Am besten geeignet für Menschen, die gerne schnell sprechen und einen Faible für gewandte Wortwitze haben und ein bisschen Wut in sich tragen.

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Guns n’ Roses – Greatest Hits

Waffen und Rosen klingt im Deutschen ziemlich dämlich, doch im Englischen assoziert man direkt Schweiß, Männlichkeit und Rockmusik. Genau dafür stehen Guns n’ Roses, deren Best of von 2004 die Klassiker Sweet Child O’ Mine, Paradise City und November Rain enthält.

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Johnny Cash – The Legend Of Johnny Cash

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Wird der Begriff ‚Legend‘ ja oftmals inflationär gebraucht, ist er hier genau richtig: Johnny Cash ist zurecht eine Legende – ein Mann der das verstaubte Image der Country Musik einfach wegspielte. Mit einer unglaublichen Präsenz und der Liebe zur Musik prägte er die Musiklandschaft mit Songs wie Folsom Prison Blues, I Walk the Line oder Ring of Fire. Diese Tracks sowie das bemerkenswerte Nine Inch Nails Cover Hurt zeigen das Können des Man in Black.

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Nirvana – Nirvana

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Schon wieder ein Album, das fast nur ikonische Hits enthält. Nirvanas viel zu kurze Karriere ist hier durch Songs wie Smells Like Teen Spirit (natürlich), Come as You Are, Pennyroyal Tea oder All Apologies zusammengefasst. Viel bleibt nicht zu sagen, außer: Kaufen, weil unverzichtbar im Plattenregal!

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Supertramp_The Very Best Of_CoverAr_Source_1000019310Supertramp – The Very Best Of

Die Prog Rock Helden der 70er und 80er können natürlich ebenfalls mit ihren Karriere Knallern aufwarten: The Very Best Of zeigt in Anlehnung an Crime of The Century die freischwebenden Gitterstäbe des besagten Albums – diesmal mit Cocktail, der Feierlichkeit halber. Und zu feiern gab es über eine Dekade Prog Songs von Supertramp wie Breakfast in America, Give a Little Bit oder School. Na dann: Prost!

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The Beatles – 1

5099908307026_The Beatles 1Auch nicht größenunwahnsinnig, diese Fab Four. Doch zu Recht nennen sie ihre Best Of-Sammlung nicht 2 oder 5, sondern 1 – denn hier sind alle Nummer 1 Hits der offiziellen UK-Charts bzw. der die US-amerikanischen Billboard Hot 100 Charts vertreten. Über 27 Songs wurden digital remastered und vom Beatles-Produzenten George Martin zusammen den damals noch lebenden Ex-Beatles George Harrison sowie Ringo Starr und Paul McCartney.

Dieser Überblick über die kommerziell erfolgreichsten Tracks erweitert also eure Plattensammlung um ein Vielfaches. Songs wie Love Me Do, Help oder Yesterday sind genauso auf 1 vertreten wie Come Together, Let It Be oder Yellow Submarine.

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The Cure – Greatest Hits

Ach Robert Smith! Eigentlich sind alle The Cure Songs Greatest Hits. Diese Compilation aus dem Jahre 2001 markiert allerdings die Zusammenarbeit mit dem Label Fiction Records, den kurz bevor The Cure und ihr Langzeit-Label getrennte Wege gingen, sollte es ein Best-Of geben. Das Beste an diesem Best Of: Die Songs wurden von Smith selbst ausgewählt.

Hier kommen also Songs wie der Klassiker Boys Don’t Cry, das wunderbare A Forest, das tanzbare The Lovecats oder eben Friday I’m in Love. Wir sind auf jeden Fall jeden Tag in love und ihr solltest das auch sein – zum Beispiel mit diesem Sampler.

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U2 – U218 Singles

0602517135413_U2 18 SinglesIn Berlin als langsamste U-Bahnlinie, hat die kurze Buchstaben-Zahlen-Kombination im Rest Deutschlands (ach was, der ganzen Welt) eine komplett andere Konnotation. Bevor Stadion-Rock erfunden war, wussten U2 schon ihre Fans mit Hymen zu versorgen. Gutmensch und Vorzeige-Ire Bono lässt auf U218 Singels daher auch keine Nummer aus: das herzschmerzliche With or Without You, das politische Sunday Bloody Sunday oder das hoffnungsvolle It’s a Beautiful Day.

Die Platte enthält neben den zuvor veröffentlichten Singles allerdings auch zwei neue Tracks Window in the Skies und The Saints Are Coming, die von Rick Rubin in den Abbey Road Studios produziert wurden. The Saints Are Coming ist zugunsten der Opfer des Hurrikans Katrina aufgenommen worden. Ein Muss für jeden der U2 okay findet. Ein Muss für Fans sowieso.

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2 Pac – Greatest Hits

2pacUnd wo wir schon bei der Zahl 2 sind, kommt gleich noch ein Hit-Album hinterher, dessen Urheber auch fast ikonisch mit dieser Zahl verbunden ist – wenn auch in einem komplett anderen Genre: 2Pac.

Das 1998, zwei Jahre nach seinem Tod, veröffentlichte Greatest Hits Album versammelt zuvor veröffentlichte Singles aus den fünf bis zu diesem Zeitpunkt erschienenen Studioalben und bildet somit einen hörenswerten Querschnitt durch Tupac Shakurs viel zu kurzes Lebenswerk. Die meisten Tracks (8 an der Zahl) sind von der Platte All Eyez on Me, das 1996 das erste Studio-Doppelalbum in der Geschichte des Raps war. Die Doppel-CD bietet neben diversen Hits wie 2 of Amerikaz Most Wanted, Life Goes On oder Changes auch Gastauftritte von Snoop Dogg, Dr. Dre, Danny Boy und Outlawz.

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Popkultur

Im Auftrag des Herrn: Als Bob Dylan vor Papst Johannes Paul II. auftrat

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Bob Dylan
Foto: POOL/AFP/Getty Images

Gläubig war Bob Dylan irgendwie schon immer — mal in der einen, mal in der anderen Religion. Doch darum geht es nicht, als er am 27. September 1997 vor Papst Johannes Paul II. auftritt

von Timon Menge

Hier könnt ihr euch Echoes, Silence, Patience & Grace von den Foo Fighters anhören:

Mit seinem Gig vor Papst Johannes Paul II. löst Bob Dylan im September 1997 einen ganz schönen Trubel aus. „Darf der das?“, lautet die allgegenwärtige Frage. „Nein“, finden zahlreiche Mitglieder der katholischen Kirche. Kardinal Joseph Ratzinger (später: Papst Benedikt XVI.) möchte den Auftritt sogar verhindern. Doch Dylan bahnt sich seinen Weg zum Häuptling und gibt in Anwesenheit von mehr als 300.000 jungen Katholiken Songs wie Knockin’ On Heaven’s Door, A Hard Rain’s A-Gonna Fall und Forever Young zum Besten. Der Papst hält anschließend ein flammendes Plädoyer für die katholische Kirche — und zitiert darin auch Dylans Songtexte.

„Du sagst, dass ‚blowin‘ in the wind’ die Antwort ist, mein Freund“, proklamiert das Kirchenoberhaupt in Dylans Richtung. „So ist es. Es ist aber nicht der Wind, der Dinge davonträgt, sondern der Atem und das Leben des Heiligen Geistes. Die Stimme die ruft und sagt: ‚Komm!‘. Du fragst, wie viele Wege ein Mann gehen muss, bevor er zum Mann wird. Ich antworte: Es gibt für einen Mann nur einen Weg und das ist der Weg von Jesus Christus, der gesagt hat: ‚Ich bin der Weg und das Leben.‘“ Ob der Papst Dylans Fragen damit beantworten konnte, wissen wir auch nicht. Was wir allerdings wissen, ist, dass Dylans Auftritt beinahe nicht stattgefunden hätte.

Johannes’ Nachfolger Benedikt XVI. hat Einwände

„Es gab Gründe, skeptisch zu sein und das war ich“, schreibt Papst Benedikt XVI. in seinem Buch Johannes Paul II: Mein geliebter Vorgänger. 1997 heißt Benedikt noch Joseph Ratzinger und ist Kardinal. „In gewisser Weise bin ich auch heute [2007] noch skeptisch.“ So äußert der Rockmusikhasser in dem Buch seine Zweifel darüber, ob es richtig gewesen sei, den „sogenannten Propheten“ Dylan auf die Bühne zu lassen. 1997 möchte Kardinal Ratzinger das Konzert sogar aktiv verhindern und spricht sich gegen Dylans Auftritt aus. Zum Glück hat er damals noch nicht allzu viel zu sagen — und zum Glück sieht der amtierende Papst das Ganze ein wenig anders.

Dylan selbst erklärt in einem Newsweek-Interview, wie es um seine Religiosität bestellt ist: „Die Sache mit mir und der Religion ist die … Das ist die reine Wahrheit: Ich finde die Religiosität und Philosophie in der Musik. Ich finde sie nirgendwo anders.“ Immer wieder war es zu Verwirrung um Dylans Glauben gekommen, der zwar jüdisch aufwuchs, Ende der Siebziger aber unter großem Tamtam zum Christentum konvertierte. Später wendete er sich wieder davon ab. „Ich halte mich nicht an Rabbiner, Prediger, Evangelisten und all sowas“, versichert er. „Ich habe mehr durch die Lieder gelernt, als durch irgendeine Einrichtung. Die Lieder sind mein Lexikon und ich glaube ihnen.“

Dylan beim Papst: „Das war eine der besten Shows, die ich je gespielt habe.“

Warum Dylan 1997 dennoch seine Chance ergreift und vor dem Papst auftritt, können wir nur erahnen. Die mediale Aufmerksamkeit wird sicher dazu beigetragen haben, denn nur wenige Tage später erscheint sein 30. Album Time Out Of My Mind. Doch auch der Spaß kommt nicht zu kurz: „Das war eine der besten Shows, die ich je gespielt habe“, verrät er später in einem Interview mit dem Irish Sunday Mirror. Außerdem erklärt er: „Es gab Zeiten in meinem Leben, da konnte ich nur auf der Bühne glücklich sein.“ Touren falle ihm nicht schwer. „Viele Leute halten das Touren nicht aus, aber für mich ist das wie Atmen.“ Hoffentlich kommt er dabei nicht dem Atem des Heiligen Geistes in die Quere.

Aufnahmefehler und schlechte Verkaufszahlen: Die holprige Geschichte von Bob Dylans Debütalbum

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Popkultur

Pinke Stromgitarren für den Weltfrieden: Barbie And The Rockers

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Barbie And The Rockers

„"Blonde Haare, ein pinkes Traumhaus und ein noch pinkeres Cabrio: Seit mehr als sechs Jahrzehnten gehört Barbie zu den beliebtesten Spielzeugfiguren der Welt. Der erste Film mit der populären Puppe erschien am 27. September 1987 auf Videokassette. Der Name des Streifens: Barbie And The Rockers: Out Of This World. Ja, wirklich.

von Timon Menge

Hier könnt ihr euch einen Ausschnitt aus Barbie And The Rockers anschauen:

Ihr habt richtig gelesen: Mitte der Achtziger gründet Barbie ihre eigene Band. Der Hintergrund: Spielzeughersteller Mattel möchte dem Konkurrenzprodukt Jem And The Holograms aus dem Hause Hasbro etwas entgegensetzen und schickt Barbie in die Welt der Krachmusik. „Barbie And The Rockers“ heißt die neue Reihe; in Europa erscheint sie unter dem Namen „Barbie And The Rock Stars“. E-Gitarren, ein Drumkit, sogar eine Bühne: Kinder, die mit der blonden Puppe Rock’n’Roll spielen möchten, haben ab 1985 die freie Wahl. Und nicht nur das: Die lautstarke Spielzeugreihe läutet auch Barbies Filmdebüt ein. Am 27. September 1987 erscheint die allererste Fernsehsendung der Puppe auf Videokassette.

Zugegeben, die Handlung von Barbie And The Rockers: Out Of This World klingt ein wenig albern. In dem Film wird Barbie aufgrund ihrer weltweiten Berühmtheit zur Botschafterin für den Weltfrieden ernannt. Als die Gruppe ihre Welttournee beendet hat, sagt Barbie, sie habe etwas ganz Besonderes geplant, das „nicht von dieser Welt“ sei. Selbst ihre Band weiß noch nicht, worum es geht. Eines Tages bekommt Barbie eine Einladung von der Weltfriedensorganisation. Zu ihren Ehren soll ein Ball veranstaltet werden. Sie bittet Ken darum, sie zu begleiten, und geht mit ihren Freundinnen shoppen. Auf dem Ball verkündet Barbie dann die große Neuigkeit: Sie möchte mit ihrer Band ein Konzert im Weltall geben.

Barbie And The Rockers: Soundtrack von den Beatles und Lovin’ Spoonful

Anfangs sind ihre Bandmitglieder wenig begeistert von der Idee, stimmen aber schließlich zu. Später fliegt die Rockgruppe mit einem pinken Space Shuttle zum „Interstar Amphitheater“, wo sie von einem Herrn namens Dr. Leonard begrüßt wird. Ein kleines Publikum wartet auch schon auf die Rockerinnen. Der anschließende Auftritt von Barbie und Co. wird weltweit im Fernsehen übertragen und die Band stellt sogar einen neuen Song vor, den sie extra für die Show geschrieben hat. Zum Schluss der Show erklärt Barbie, dass dies der erste Tag des Weltfriedens sei, und dass es nicht der letzte sein wird, wenn alle das genug wollen. Leichte Kost, also. Für den Soundtrack des Streifens covert Barbie unter anderem die Beatles und Lovin’ Spoonful.

Heute gibt es unzählige Barbie-Filme; ein weiterer soll nächstes Jahr anlaufen. Falls wir euch mit unserem Artikel angefixt haben, müssen wir euch allerdings enttäuschen: Barbie And The Rockers: Out Of This World ist ausschließlich auf gebrauchten Videokassetten und einigen wenigen DVDs erhältlich. Einer Neuauflage scheinen vor allem die Coversongs im Weg zu stehen, die für eine erneute Veröffentlichung noch einmal lizensiert werden müssten. Vielleicht klappt das ja eines Tages. Es wäre sogar ein Box-Set möglich. Mit Barbie And The Sensations: Rockin’ Back To Earth gibt es nämlich noch eine Fortsetzung von Barbies Rockstar-Abenteuern. Im Sequel kehrt die Puppe mit ihrer Band auf die Erde zurück — und steckt auf einmal im Jahr 1959 fest. Doch das ist eine andere Geschichte.

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Popkultur

Die 10 größten Meat-Loaf-Hymnen

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Meat Loaf
Foto: Sony Music Archive via Getty Images/Terry Lott

Er war ein gewaltiger Rockstar im Wortsinn: Die Musikwelt trauert um den großen Meat Loaf. Wir erinnern uns an den legendären Koloss des Hard Rock und blicken auf seine unvergesslichsten Songs zurück.

 von Björn Springorum

Auch wenn er natürlich viel mehr gemacht hat: Am ehesten bringt man Meat Loaf mit seiner Bat-Out-Of-Hell-Trilogie in Verbindung. Mehr als 65 Millionen Mal haben sich diese drei Alben verkauft, das erste und erfolgreichste geht bis heute rund 200.000 Mal jährlich über den Ladentisch. Kein Wunder: Das Meisterwerk von 1977 ist ein stellarer Moment des theatralischen Hard Rock, eine Art Broadway-Musical mit harten Gitarren.

Seine Stimme und das kompositorische Genie seines langjährigen Partners Jim Steinman nehmen eine Ausnahmestellung im Kanon des Rock‘n‘Roll ein. Hier kommen zehn seiner mächtigsten, emotionalsten, größten Songs.

1. I’d Lie For You (And That’s the Truth) (1995)

Meat Loaf hat sich nicht immer auf die Kompositionen von Jim Steinman verlassen. Schon zwei Jahre nach dem Erfolg von Bat Out of Hell II: Back Into Hell kommt Meat Loaf mit Welcome To The Neighborhood um die Ecke, einem Album, das auch ohne Steinman so klingt, als hätte er es geschrieben. Der erfolgreichste Song daraus wurde von Diane Warren komponiert, die zur damaligen Zeit eine unaufhaltsame Hitmaschine war. Die Power-Ballade wird dann auch zu seinem letzten großen Hit.

2. Rock And Roll Dreams Come Through (1993)

So ziemlich jeder Song auf der Fortsetzung von Bat Out Of Hell zeigt, dass weder Meat Loaf noch Jim Steinman die Pause von 16 Jahren geschadet hat. Ursprünglich für Steinmans 1981er Soloalbum aufgenommen, wird es durch Meat Loaf zu einem weiteren großen Epos aus Herzschmerz und einem Refrain, der so heute einfach nicht mehr gemacht wird. Ganz großes Kitschkino.

3. You Took The Words Right Out Of My Mouth (On A Hot Summer Night) (1977)

Als erster Beitrag seines legendären Gamechangers Bat Out Of Hell steht hier You Took The Words Right Out Of My Mouth, ein wahrgewordener Hard-Rock-Traum mit gotischem Video, grandioser Hook und allem, was den Rock‘n‘Roll der Siebziger so größenwahnsinnig machte. Besser wird‘s auch auf der größten Bühne nicht.

4. Two Out Of Three Ain’t Bad (1977)

Eigentlich könnte hier ja einfach das gesamte Bat Out Of Hell stehen, fertig. Es gibt einfach keinen Filler auf diesem Album. Auch Two Out Of Three Ain’t Bad ist ein echter Killer: Eine große, große Ballade, die Meat Loaf auf einem absoluten Höhepunkt zeigt und zugleich eins der besten Beispiele für Steinmans kompositorisches Genie ist. So was nennt man dann wohl perfekte Chemie.

5. Bat Out Of Hell (1977)

Allen Ernstes, wer sein Debüt mit einem Paukenschlag wie diesem eröffnen kann, der hat schon alles geschafft, ehe er überhaupt so richtig angefangen hat. Fast zehn Minuten nimmt sich der ausladende Opener Zeit und zieht auf dieser Langstrecke gleich mal alle Register: die Ouvertüre zu diesem unfassbaren Musiktheater, ein Start mit Feuerwerk, Kanonen und massiver Produktion. Übrigens: Als musikalische Gäste mischen hier Todd Rundgren sowie Roy Bittan und Max Weinberg von der E Street Band mit. Es heißt schon was, wenn man sagt, dass es die echt nicht gebraucht hätte.

6. Hot Patootie – Bless My Soul (1975)

Natürlich darf die Rocky Horror Picture Show hier nicht fehlen. Meat Loaf gibt in diesem schrägen Stück Rock‘n‘Roll den dusseligen Biker Eddie, der den Laden gehörig aufmischt. Sicherlich nicht seine Sternstunde. Aber allein aus popkultureller Sicht erwähnenswert.

7. Read ’Em And Weep (1981)

Kurioserweise wird nicht alles, was Meat Loaf und Jim Steinman gemeinsam angingen, zu Gold. Dead Ringer, der schwierige Nachfolger zu Bat Out Of Hell, leidet unter dem enormen Erfolg des Vorgängers, hat aber einige Perlen zu bieten. Read ’Em And Weep zum Beispiel, eine stimmungsvolle Ballade, die aber erst zwei Jahre später durch Barry Manilow zu einem gewaltigen Erfolg wird. Muss man manchmal nicht verstehen.

8. Objects In The Rear View Mirror May Appear Closer Than They Are (1993)

Am besten waren Meat Loaf und Jim Steinman immer zusammen. Das zeigt auch Bat Out Of Hell II: Back Into Hell, das Album, das 1993 eine zwölfjährige Funkstille beendet. Da ist sie wieder, diese theatralische, dramatische Magie und diese unfassbare Energie. Wir wiederholen uns, aber: Niemand schreibt solche Refrains!

9. I’d Do Anything For Love (But I Won’t Do That) (1993)

Sein wahrscheinlich größter Hit stammt ebenfalls vom zweiten Teil seiner definierenden Trilogie: I’d Do Anything For Love (But I Won’t Do That) ist eine der größten Rock-Balladen aller Zeiten – obwohl bis heute eigentlich niemand so recht weiß, worum es in der Nummer eigentlich geht. Egal, die Musik ist so unfassbar spektakulär, dass Meat Loaf auch nur summen könnte und die Nummer wäre immer noch unsterblich.

10. Paradise By The Dashboard Light (1977)

Wenn wir uns festlegen müssten, würden wir diesen Song als absolutes Karrierehoch von Meat Loaf wählen. Unterteilt in drei Kapitel und über acht Minuten lang, dennoch als Single veröffentlicht: Für Meat Loaf und Jim Steinman gelten damals andere Regeln. Der Song ist ein Überbleibsel aus Steinmans Neverland-Musical und bringt Meat Loaf mit der Hauptrolle Ellen Foley zusammen. Ziemlich irre ist er auch: Inhaltlich dem Thema Sex im Auto verschrieben, gibt es im Video eine wilde Rummachszene, geschnitten in ein Baseballspiel.

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