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Popkultur

Kendrick Lamar gewinnt fünf Grammys, Justin Bieber bekommt seinen ersten – Ein kurzer Blick auf die Grammy Awards 2016

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Preisverleihungen sind ja immer so eine Sache. Viel Show, viel Beweihräucherung und viele fragwürdige Outfits auf dem roten Teppich. Nicht nur in der Filmbranche, auch im Musikbiz haftet den Veranstaltungen zumeist ein verstaubtes Image an. Doch es hat ja Tradition. Und Ehre wem Ehre gebührt… ob die diesjährigen Grammys gerecht verliehen wurden? Urteilt selbst: Einen kompletten Überblick der Nominierten findet ihr hier – mit dem Vermerk wer nun jeweils ein goldenes Grammophon mit nach Hause nehmen konnte.

Zugegeben, es ist ein Staraufgebot sondergleichen: Stevie Wonder (verlieh den Grammy in der Kategorie ‚Best Song of the Year‘), Lady Gaga sang im David Bowie Outfit u.a. Space Oddity, Rebel Rebel und Heroes, die Hollywood Vampires (a.k.a. die Supergroup um Johnny Depp und Alice Cooper) huldigten mit einem Cover von Ace of Spades den im Dezember verstorbenen Lemmy Kilmister. Des Weiteren anwesend im Staples Center in L.A., dem Ort des Trubels: Eigentlich alles was Rang und Namen hat in der Musikbranche.


Taylor Swift fired back at Kanye West during her #Grammys speech.

Posted by Mashable – Entertainment on Monday, February 15, 2016


Taylor Swift eröffnete mit der Performance ihres aktuellen Songs Out of the Woods die 58. Grammy Verleihung und erschien wie immer flawless in einem rückenfreien Glitzer-Jumpsuit. Tay Tay erhielt für ihr Album 1989 übrigens drei Awards: in der Hauptkategorie ‚Album of the Year‘, ‚Best Pop Vocal Album‘ sowie ‚Best Music Video‘ für Bad Blood. Zu den großen Gewinnern des Abends zählte zweifelsohne Kendrick Lamar. Der Rapper tat sich mit seinen 11 Nominierungen bereits im Vorfeld als Favorit hervor und konnte final fünf Trophäen sein Eigen nennen. Unter anderem in den Kategorien ‚Best Rap Album‘ (To Pimp A Butterfly), ‚Best Rap Song‘ (Alright) sowie ‚Best Rap Performance‘ (Alright). Die Songzeile „Nigga, we gon’ be alright“ wurde übrigens zum Leitspruch der Black Lives Matter-Bewegung in den USA – für seinen Auftritt an diesem Abend wählte er allerdings den Song The Blacker the Berry.


 

Kendrick Lamar’s performance blew the audience away at the #Grammys.

Posted by Mashable – Entertainment on Monday, February 15, 2016


In der Kategorie ‚Best New Artist‘ konnte sich US-Pop-Sternchen Meghan Trainor  gegen die sympathische australische Sängerin Courtney Barnett und den britischen Singer Songwriter James Bay durchsetzen. Shootingstar The Weeknd bekam übrigens zwei Awards (‚Best R&B Performance’ sowie ‚Best Urban Contemporary Album’) für Beauty Behind The Madness. Ebenfalls zwei Grammys konnte Country Star Chris Stapleton für sich verbuchen. Sein aktuelles Album Traveller räumte die goldenen Grammophone in den Kategorien ‚Best Country Album‘ und ‚Best Country Solo Performance‘ ab.

Erstmals bekam Justin Bieber einen Grammy und etabliert sich zusehends als ernstzunehmender Künstler auch außerhalb der Teenie und Tabloid Presse: Für den Song Where Are Ü Now gewann der Kanadier die Kategorie ‚Best Dance Recording‘. Ein weiteres Debüt bei den diesjährigen Awards lieferte Ausnahme-Künstlerin Gwen Stefani. Den offiziellen Videoclip zu ihrer neue Single Make Me Like You filmte sie während einer kurzen Werbepause mit einzigartiger Kulisse – das Ergebnis wird hoffentlich bald veröffentlicht.


B.B. King Grammys tribute soars with Bonnie Raitt, Gary Clark Jr., Chris Stapleton

Posted by Mashable – Entertainment on Monday, February 15, 2016


Etwas ungewöhnlich bei den diesjährigen Festivitäten, die zum fünften Mal von Rapper LL Cool J moderiert wurden, war die ungewöhnlich hohe Dichte an Huldigungen und Tribute an verstorbene Musiker. Chris Stapleton beeindruckte beispielsweise mit einem Tribute an B.B. King. Besonders spektakulär performte Lady Gaga wie eingangs erwähnt ein Medley an David Bowie Songs. Eagles-Gründungsmitglied Glenn Frey wurde groß auf einer Leinwand projiziert, während Jackson Browne und die anderen Eagles den Klassiker Take It Easy zum Besten gaben. Stevie Wonder ehrte Maurice White, das kürzlich verstorbene Gründungsmitglied von Earth, Wind & Fire.


Lady Gaga paid tribute to David Bowie with a medley of his greatest hits at the 2016 #Grammys

Posted by Mashable – Entertainment on Monday, February 15, 2016


 

Die Soul Legende erlaubte sich außerdem bei der Verkündung des Gewinners ‚Best Song of the Year‘ noch einen kleinen Scherz. Bevor Ed Sheeran von Stevie Wonder den Preis überreicht bekam, ließ dieser mit dem Umschlag in der Hand das Publikum wissen „Ihr könnt es nicht lesen, ihr könnt kein Braille, haha“ – und apropos Blindenschrift: Rihanna hat zwar jüngst ihr Album ANTI (die Tracklist ist in Brailleschrift) veröffentlicht, doch sie ließ sich dieses Jahr nicht blicken. Eigentlich war eine Performance des Songs Kiss It Better geplant, doch laut ihres Managements hatte ihr ein Arzt geraten, die Stimmbänder zu schonen. Doch was wären die Grammys ohne ein bisschen Klatsch und Spekulationen? Eben.

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