Donna Missal: Ist sie die neue Janis Joplin?

February 21, 2019
in Category: Popkultur



Donna Missal: Ist sie die neue Janis Joplin?

Donna Missal: Ist sie die neue Janis Joplin?

Man findet sie nicht oft, die Stimmen, die einen gleichermaßen erschüttern und wohlige Schauer über den Rücken laufen lassen. Umso genauer sollte man bei Donna Missal hinhören: Die US-Sängerin verbindet auf ihrem Debütalbum This Time Schmerz und Stärke, feinfühlige Songs und emotionale Ausbrüche zu einem wahren musikalischen Parforceritt.

Missal wurde ihr musikalisches Talent mit in die Wiege gelegt: Ihr Vater betrieb lange Zeit ein Aufnahmestudio, mit dessen Überresten er der Familie mit sechs Kindern ein eigenes kleines Heimstudio im Keller einrichtete. Regelmäßig nahmen sie dort zusammen auf, am liebsten Weihnachtsalben für die Großeltern. Damit war die musikalische Leidenschaft der Sängerin entfacht.

Schon früh begann Missal, eigenes Material zu schreiben. 2015 veröffentlichte die Sängerin aus New Jersey dann ihren Song Keep Lying im Internet, und der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Medien, Musikfans und Plattenfirmen wurden auf sie aufmerksam – Wie auch nicht, bei dieser übermenschlich großen Stimme? 2018 erschien in den USA schließlich Missals Debütalbum This Time, für das sie unter anderem mit Singer/Songwriterin Sharon Van Etten zusammengearbeitet hat. Mit einigen Monaten Verzögerung wurde das gute Stück nun auch in Deutschland veröffentlicht.


Hört hier in This Time rein:

Für das komplette Album klickt auf „Listen“

Mit ihrer Energie, Stimmgewalt und Leidenschaft weckt Missal nicht selten Erinnerungen an die ganz großen Namen der Rock- und Popgeschichte: Alanis Morissette. Fiona Apple. Janis Joplin. Sie krächzt und schreit, in jedem Ton stecken Soul und Sinnlichkeit. Mit der Sechziger-Ikone Joplin teilt die 28-Jährige auch ihre entwaffnende Ehrlichkeit, Bestimmtheit und Toughness. Sie macht ihr eigenes Ding –  geht offen mit ihrer Bisexualität um, kämpft mit Stücken wie „Girl“ gegen Rivalitäten zwischen Frauen an, bezeichnet ihre Songs selbst als „feministische Stripper-Musik“. Auf einzelne Genres lässt sich die Wahl-Kalifornierin derweil nicht festnageln: Hip Hop hat This Time genauso geformt wie Rock und Pop.

Doch so bewegend This Time auch seien mag: Als klassisches Liebes- oder Herzschmerzalbum will Donna Missal ihr Debüt nicht verstanden wissen. „Es geht darum, für sich selbst etwas zu riskieren, herauszufinden, wer man wirklich ist und dann komplett dahinterzustehen“, erklärt die Sängerin. „Ich präsentiere mich absichtlich als ich selbst, als ein Mensch, der seinen Weg durch dieses Leben sucht. Als Künstlerin will ich alles tun, damit die Leute sich auf ihrem eigenen Weg bestärkt fühlen. Ich würde mich riesig freuen, wenn die Hörer das so verstehen, dass man sich Zeit nehmen kann, um sich kennen und lieben zu lernen. Das ist die wichtigste Erfahrung, die ich gemacht habe und das möchte ich mit ihnen teilen.“


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