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Hier hören: 3 neue Jubiläums-Releases zu 50 Jahren „What’s Going On“ von Marvin Gaye

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Marvin Gaye

Großes Bankett für den Prince Of Soul: Zum 50. Geburtstag des ikonischen, brillanten, ewig jungen What’s Going On ehren drei ganz besondere digitale Veröffentlichungen eine der besten Platten aller Zeiten.

von Björn Springorum

An Top-Listen scheiden sich ja immer die Geister. Bei all den ellenlangen Ergüssen über die angeblich besten Songs, Alben, Gitarrist*innen oder Sänger*innen gib es selten Einigkeit. Aber wenn, dann so richtig: Auf What’s Going On zum Beispiel, Marvin Gayes Jahrhundertwerk von 1971, kann sich eigentlich jede*r einigen. Veröffentlicht, als er schon seit rund einer Dekade ein erfolgreicher Künstler war, bringt diese Platte Marvin Gaye auf ein vollkommen astrales Level. Schneller wurde kein Album von der Novität zum Klassiker, selten wurden kommerzieller Erfolg und künstlerischer Anspruch dichter miteinander verwoben.

Dreifache Retrospektive

50 Jahre später ist What’s Going On aus keiner ernstzunehmenden Musiksammlung wegzudenken. Es spiegelt ein zerbrochenes Amerika, zerrüttet von Krieg und Rassismus, und sucht dennoch in den Trümmern nach Hoffnung. Klingt gar nicht mal so unbekannt, oder? Allerhöchste Zeit also für eine ganz besondere digitale Edition, die das umfassende Kompendium zu diesem Referenzwerk ist und pünktlich zum Jubiläum der Single-Veröffentlichung im Januar 1971 erscheint.

Da wäre zum einen What’s Going On: Deluxe Edition/50th Anniversary, eine Sammlung, bestehend aus dem Originalalbum, allen Mono-Singles samt ihrer B-Sides – zwei davon als alternative Versionen. Der allererste Mix des Titelstücks, noch ohne Bläser und Streicher, dazu weitere rare Versionen von What’s Going On, die unter anderem die verschollene Akustikgitarre aus den Tiefen des Songs rettet und ins Zentrum stellt.

Bei What’s Going On: The Detroit Mix handelt es sich um den ursprünglichen Mix aus der Heimatstadt des Albums, in letzter Sekunde von Marvin Gaye verworfen und durch einen Mix aus Los Angeles ersetzt. Erstmals 2001 veröffentlicht, schwören viele auf den reduzierten, lässigen, perkussiven Stil dieser Variante und ziehen sie sogar dem endgültigen Mix vor.

Als Ergänzung zu einem der wichtigsten Alben der Musikgeschichte gibt es mit Funky Nation: The Detroit Instrumentals noch ein ganz besonderes Gimmick auf die Ohren: Eine Sammlung von 14 Songs, die Gaye im Spätsommer 1971 nach der Veröffentlichung von What’s Going On aufnahm. Anstatt das höchst erfolgreiche Album mit einer Tournee noch weiter zu pushen, stellte er sich lieber eine Band zusammen, mit der er (an Keyboard und Percussion) wie wild jammte und dem Funk frönte. Es ist das erste Mal überhaupt, dass diese Sessions auf einem Release versammelt sind.

Zeitsprung: Am 1.4.1984 wird Marvin Gaye erschossen – von seinem Vater.

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Bruce Springsteen: Neues Album „Only The Strong Survive“ kommt im November

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Kevin Mazur/Getty Images for The Rainforest Fund

Bruce Springsteen veröffentlicht am 11. November 2022 sein neues Album „Only The Strong Survive“. Dabei handelt es sich um eine Besonderheit in Springsteens Backkatalog — sein 21. Studioalbum wird nämlich eine Soul-Platte!

 von Markus Brandstetter

„Ich wollte ein Album machen, auf dem ich nur singe. Und mit welcher Musik könnte man da besser arbeiten als mit dem Great American Songbook der Sechziger und Siebziger? Ich habe mich unter anderem von Levi Stubbs, David Ruffin, Jimmy Ruffin, dem Iceman Jerry Butler, Diana Ross, Dobie Gray und Scott Walker inspirieren lassen“, erklärt der 73-Jährige in einem Statement. „Ich habe versucht, ihnen allen und den fabelhaften Autoren dieser glorreichen Musik gerecht zu werden. Mein Ziel ist es, dass das junge Publikum seine Schönheit und Freude erleben kann, so wie ich sie erlebt habe, als ich die Musik zum ersten Mal gehört habe. Ich hoffe, ihr hört das Album genauso gerne, wie ich es geliebt habe, es zu kreieren“, so der „Boss“ weiter.

Springsteen veröffentlichte auch eine Videobotschaft zur neuen Platte:

Springsteen: Erstmals Vocals im Mittelpunkt

Darin erklärt Springsteen, dass auf „Only The Strong Survive“ zum ersten Mal seine Stimme im Vordergrund steht. In der Vergangenheit sei er von seinen Gesangsqualitäten nicht wirklich überzeugt gewesen, habe auf dem neuen Album erkannt: „Meine Stimme ist badass! Ich bin 73 Jahre alt und trete in den Arsch, ich bin ein guter alter Mann“

Auf Only The Strong Survive covert Springsteen Soul-Stücke der legendären Labels Motown, Gable and Huff und Stax. Als Gast ist unter anderem Sam Moore auf der Platte dabei — für die nötige Bläserpower sorgen The E Street Horns.

Auch ein erstes Musikvideo gibt es berets zu sehen — eine Coverversion des Frank-Wilson-Songs Do I Love You (Indeed I Do):

Die Tracklist  von Only The Strong Survive:

1. Only the Strong Survive
2. Soul Days feat. Sam Moore
3. Nightshift
4. Do I Love You (Indeed I Do)
5. The Sun Ain’t Gonna Shine Anymore
6. Turn Back the Hands of Time
7. When She Was My Girl
8. Hey, Western Union Man
9. I Wish It Would Rain
10. Don’t Play That Song
11. Any Other Way
12. I Forgot to Be Your Lover feat. Sam Moore
13. 7 Rooms of Gloom
14. What Becomes of the Brokenhearted
15. Someday We’ll Be Together

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„Gangsta’s Paradise“-Rapper Coolio ist tot

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Foto: Paul Bergen/Getty Images

Gangsta’s Paradise machte ihn 1995 weltberühmt: Rapper Artis Leon Ivey Jr., besser bekannt als Coolio, ist im Alter von 59 Jahren tot aufgefunden worden.

von Björn Springorum

An diesem Song kommt 1995 niemand vorbei: Mit Gangsta’s Paradise stellt Coolio den Titelsong des Films Dangerous Minds – und landet damit einen Welthit. Jetzt ist der Rapper im Alter von 59 Jahren gestorben. Die Ärzte gehen von einem Herzstillstand aus. Wie Coolios langjähriger Manager mitteilte, wurde Coolio am Mittwoch tot im Haus eines Freundes gefunden. Der Künstler sei ins Badezimmer gegangen und nicht zurückgekommen. Ärzte fanden ihn leblos auf dem Boden und erklärten ihn noch vor Ort für tot.

Einer der besten Rap-Songs aller Zeiten

Bekannt wurde Coolio 1995 über Nacht. Mit Gangsta’s Paradise, ein Song mit Stevie-Wonder-Sample, liefert der Rapper ein feinfühliges, nachdenkliches Dokument aus dem Leben als Straßen-Gangsters. In den USA verbringt der Song gleich drei Wochen auf der Eins der Single-Charts, bekommt einem Grammy und wird später von „Weird Al“ Yankovic legendär als Amish Paradise verwurstet. Auch im Rest der Welt ist der Song ein Mega-Seller, der im Musikfernsehen auf Dauerschleife läuft. Insgesamt verkauft sich die Single über sechs Millionen Mal und erhält in zahlreichen Ländern Platin. Es soll Coolios erfolgreichster Song bleiben.

Coolio wird am 1. August 1963 als Artis Leon Ivey Jr. geboren. In den Achtzigern zog er von Pennsylvania nach Compton, Kalifornien, wo er in die Rap-Szene der West Coast eintaucht. Schon 1987 veröffentlicht er seine erste Single Whatcha Gonna Do?, gefolgt von seinem Debüt It Takes A Thief im Jahr 1994. Ein Jahr später wird er mit einem der besten Rap-Songs aller Zeiten, Gangsta’s Paradise, unsterblich.

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Foo Fighters: Gitarrist Chris Shiflett spricht über mögliches neues Album und Tod von Taylor Hawkins

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John Medina/Getty Images

Chris Shiflett, einer von drei Gitarristen bei den Foo Fighters, sprach erstmals nach dem tragischen Tod von Schlagzeuger Taylor Hawkins über die Möglichkeit eines neuen Albums der Band. Auch über das Verhalten der Presse in dieser schweren Zeit erzählte der Musiker.

 von Markus Brandstetter

In einem Interview mit The Plug With Justin Jay wurde Shiflett auf „den Elefanten“ im Raum angesprochen — und gefragt, ob andere Interviewer ihn auf Hawkins angesprochen hatten. „Die meisten Leute, denen ich begegnet bin, waren respektvoll oder versuchten, es zu vermeiden. Wahrscheinlich wird es ein Thema sein, wenn wir jemals wieder ein Foo Fighters-Album herausbringen und zum Promo-Boogie-Woogie zurückkehren“, erklärte Shiflett.

Eine Parallele zu Kurt Cobain

„Ich erinnere mich daran, als ich zu den Foo Fighters kam, das war 1999, also eine Weile nach Kurt Cobains Tod, aber ich beobachtete, wie Interviewer sich in Knoten verwickelten und versuchten, Dave [Grohl] danach zu fragen, aber nicht fragten. Ich hätte gedacht, dass es zu so etwas kommen würde“, fügte er hinzu. Der Tod seines Freundes und Bandkollegen habe ihn dazu bewogen, Rockstar-Tragödien wie jene Von Randy Rhoads oder Jim Morrison neu zu überdenken.

Spekulationen zu Hawkins’ Todesursache findet Shiflett wenig überraschend weniger gut. „Taylor war eine große Persönlichkeit, die Millionen von Menschen viel bedeutet hat. Deshalb verstehe ich die Faszination, die von seinem Tod ausgeht, aber vieles von dem, was ich da draußen gesehen habe, ist völlig falsch“, meinte er. „Es gibt Leute, die behaupten, Dave habe Taylor umgebracht, weil er ihn gezwungen hat, sich gegen Covid impfen zu lassen. Wollt ihr echt sowas draus machen? Ihr könnt mich mal. Ich versuche, dem keine Beachtung zu schenken, aber es macht einen wütend, weil dieser Scheiß einfach respektlos ist.“

Zweites Tribute-Konzert

Am 27. September 2022 (Kalifornien-Zeit) fand das zweite von zwei Taylor-Hawkins-Tribute-Konzerten in Los Angeles statt — mit einer (wie bereits in London) hochkarätigen Gästeliste. Unter anderem kam es zu einem Zusammentreffen von Joan Jett, den Foo Fighters und Travis Barker. Gemeinsam spielte das All-Star-Team die Jett-Songs Cherry Bomb und Bad Reputation.

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