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Die Pointer Sisters haben ihr Gründungsmitglied Bonnie Pointer verloren

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Bonnie Pointer
Foto: Echoes/Redferns/Getty Images

Im Alter von 69 Jahren ist die unvergleichliche Bonnie Pointer gestorben. Gemeinsam mit ihren Schwestern June, Anita und Ruth prägte sie die Siebziger mit einer ziemlich eindrucksvollen Anzahl unvergesslicher Hits.

von Björn Springorum

Natürlich kennt jeder I’m So Excited. Diese furiose Pop-Hymne ist aber bei weitem nicht der einzig stellare Moment, den wir den Pointer Sisters zu verdanken haben. Jump (For My Love) wurde letztlich auch durch Hughs Grant tänzerische Darbietung als englischer Premier in Tatsächlich Liebe unsterblich. Die Bandgründerin Bonnie Pointer war zum Zeitpunkt dieser Welterfolge schon gar nicht mehr dabei. Sie verließ die Pointer Sisters 1978, um sich auf ihre Solokarriere zu konzentrieren. Am 8. Juni 2020 ist sie nun im Alter von 69 Jahren gestorben.

„Es erfüllt mich mit großer Trauer, den Fans der Pointer Sisters mitzuteilen, dass meine Schwester Bonnie heute morgen gestorben ist“, meldete sich Anita Pointer in einem Statement zu Wort. „Unsere Familie ist am Boden zerstört. Im Namen meiner Geschwister und der gesamten Pointer-Familie bitten wir euch um eure Gebete.“

Die Sisters mischen den Country auf

Bonnie gründete die Pointer Sisters 1969 mit ihrer Schwester June in Kalifornien. Die beiden anderen Schwestern Anita und Ruth kamen bald danach an Bord, gemeinsam veröffentlichten sie 1973 ihr Debüt The Pointer Sisters. Ihr erster Hit: Eine Single namens Yes We Can Can. Schon möglich, dass auch Barack Obama diese Nummer rauf und runter hörte. Obwohl eher dem R&B ergeben, versuchte man sich 1974 auch mal am Country – und räumte mit Fairytale gleich mal einen Grammy ab. Die wirkliche Ehrung kam aber erst danach: Die Pointer Sisters waren die erste afroamerikanische Band, die in der ehrwürdigen Radioshow Grand Ole Opry in Nashville auftreten durfte.

Der Erfolg riss nicht ab, doch Bonnie entschloss sich Ende 1977 dennoch für eine Solokarriere und verließ ihre Schwestern bald darauf. Mit Heaven Must Have Sent You hatte sie noch einen Hit, zog sich aber nicht lang danach aus dem Business zurück, während ihre Schwestern die erfolgreichste Phase ihrer Karriere durchlebten. June Pointer verstarb bereits 2006 an Krebs, Anita stieg 2015 aus gesundheitlichen Gründen aus. Ruth Pointer ist somit das einzige verbliebene Gründungsmitglied einer der wichtigsten R&B-Formationen aller Zeiten.

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