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Bruce Springsteen widmet George Floyd einen Song – und hält Rede zur Lage der Nation

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Foto: Ilya S. Savenok/Getty Images for Academy of Motion Picture Arts and Science

In seiner Radiosendung „Bruce Springsteen: From His Home, To Yours” (SiriusXM) widmete Bruce Springsteen am 3. Juni den Eröffnungssong dem bei einem Polizeieinsatz getöteten Afroamerikaner George Floyd – und sprach über die Lage der USA.

von Markus Brandstetter

Acht Minuten für George Floyd

„Dieses Lied ist fast acht Minuten lang. Und so lange dauerte es, bis George Floyd durch das die Knie eines Offiziers aus Minneapolis, das in seinem Nacken vergraben war, starb. Das ist eine lange Zeit“, erzählte Springsteen. „So lange bettelte er um Hilfe und sagte, er könne nicht atmen. Die Antwort des verantwortlichen Polizisten war nichts als Schweigen und Warten. Dann hatte er keinen Puls mehr und trotzdem machten sie weiter“.

Dann widmete er das Stück George Floyd. „Das ist für Seattle, für New York, für Miami, nach Atlanta, für Chicago, für Dallas, für Philadelphia, für Washington, für Los Angeles, für den Asbury Park, für Minneapolis und für das Gedenken an George Floyd“, erklärte der Musiker. „Möge er in Frieden Ruhen“.

Land in Flammen und Chaos

Anschließend sprach Springsteen über die Missstände in den USA. „Während wir hier sprechen, sind 40 Millionen Menschen arbeitslos. Mehr als hunderttausend Bürger sind an COVID-19 gestorben, und unser Weißes Haus hat nur die schwächste und gefühlloseste Antwort gegeben. Bis heute werden unsere schwarzen Mitbürger weiterhin für nichts und wieder nichts von unserer Polizei auf den Straßen Amerikas getötet. Und zum Zeitpunkt dieser Sendung stand das Land in Flammen und befand sich im Chaos.“

Springsteen appelliert für neues Civil Rights Movement

Später spielte Springsteen Teile einer Rede der Bürgerrechtsikone Martin Luther King, sprach über die Proteste in Alabama im Jahr 1963 – und spannte den Bogen zur Jetztzeit. „Wir brauchen systematische Veränderungen in unseren Strafverfolgungsbehörden und im politischen Willen unserer nationalen Bürgerschaft, um wieder zu der Art von Veränderungen voranzuschreiten, die die Ideale der Bürgerrechtsbewegung wieder zum Leben erwecken und in diesen Moment hineinführen“, so der 70-Jährige.

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