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Zeitpunkt passt nicht: Dylan-Gelehrte bezweifeln Missbrauchsvorwürfe

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Foto: Michael Ochs Archives/Getty Images

Nach den massiven Anschuldigungen gegen Bob Dylan melden sich jetzt die Experten zu Wort: Zeit und Raum der Anschuldigungen würden nicht zu Dylans damaligem Tourneeplan passen.

von Björn Springorum

Anfang der Woche wurde Klage gegen Bob Dylan eingereicht. Wie wir berichteten, soll der Musiker 1965 ein zwölfjähriges Mädchen über die Dauer von sechs Wochen missbraucht, unter Drogen gesetzt und bedroht haben, worunter sie bis heute psychisch leide. Das sind schlimme Anschuldigungen, die jetzt von einigen Dylan-Gelehrten teilweise in Frage gestellt werden. Wie ihre Recherchen ergeben haben, passen zumindest der zeitliche Rahmen sowie die Örtlichkeit nicht zum damaligen Tourneeplan des Künstlers.

Die Tat soll sich laut Klage im New Yorker Chelsea Hotel zugetragen haben – und das im April und Mai 1965. Den überwiegenden Teil des Mai befand sich Dylan aber auf Tour, spielte laut setlist.fm viele Konzerte in England. Davor, von Januar bis April, tourte er an der US-amerikanischen Westküste, spielte Ende April unter anderem in Kalifornien, Oregon und in Kanada. Das bestätigt der schwedische Journalist Olof Bjorner, der akribisch über Dylans Auftritte und Aufnahmen Buch führt. Dylans Biograf unterstreicht das.

Dylan war offenbar den gesamten Mai in Europa

Wie der Rolling Stone berichtet, flog Dylan dann am 25. April 1965 von Seattle direkt nach Großbritannien, wo er bis in den Juni blieb und gleich nach seiner Ankunft eine Pressekonferenz am Flughafen gab, die es auf YouTube zu sehen gibt. Die Experten kommen zu dem Schluss, dass die schweren Vorwürfe nicht zusammenpassen. Sicher, wenn Dylan das wirklich gewollt hätte, hätte er bestimmt zwischen einzelnen Auftritten nach New York zurückfliegen können. Doch bei einem wie ihm sind eben auch viele Off-Tage ohne Konzerte chronologisch erfasst – es gab etwa ein Doku-Team, das ihn verfolgte. Sogar ein Urlaub samt Krankenhausaufenthalt in Portugal sind historisch erfasst.

Das soll natürlich nicht heißen, dass die lediglich als J.C. bekannte Klägerin die Vorwürfe frei erfunden hat; 56 Jahre später kann man ja durchaus mal Daten durcheinanderbringen. Es heißt aber mindestens, dass sie es mit ihrer Klage jetzt sehr schwer haben wird.

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Joy Division: Ian-Curtis-Wandbild sollte mit Werbung für Rapper übermalt werden

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Pat Scaasi/MI News/NurPhoto via Getty Images

In der Port Street im Northern Quarter der britischen Stadt Manchester befindet sich ein Wandgemälde, das zu Ehren des legendären Joy-Division-Frontmann Ian Curtis errichtet wurde. Das Bild des 1980 im Alter von nur 23 Jahren verstorbenen Musikers sollte nun aber übermalt werden — mit einer Werbung für das neue Album des britischen Rappers Aitch. Das sorgte natürlich für mächtig Unmut. Nun meldete sich der Musiker (selbst gebürtiger Mancunian) zu Wort.

 von Markus Brandstetter

In einem Social-Media-Posting erklärte Aitch, das Billboard beseitigen zu wollen: „Ich suche mir die Orte für Billboards nicht aus, das ist das erste Mal, dass ich es selbst gesehen habe. Es wird in diesem Moment geändert“.

Dann legte er noch einmal nach und bekundete seinen Respekt für Curtis. „Es ist bekannt geworden, dass das ikonische Ian-Curtis-Wandbild in der Port Street mit meinem Album-Artwork übermalt wurde. Das ist das erste Mal, dass ich davon höre. Mein Team und ich werden das schnellstmöglich in Ordnung bringen. Auf keinen Fall würde ich einen lokalen Helden wie Ian respektlos behandeln wollen“, schreibt der Musiker.

Joy Division: Peter Hook reagiert

Aitchs Posting und Respektbekundung brachte auch Joy-Division-Gründungsmitglied Peter Hook (heute bei New Order) dazu, sich zu Wort zu melden. „Danke, @officialaitch. Tolle Geste“, schrieb er — und versah sein Posting mit einem Daumen-hoch-Emoji.

Künstler traurig wegen Übermalung

Das Wandbild von Ian Curtis in Manchester wurde vom Künstler Akse P19 anhand eines von Philippe Carly geschossenen Fotos gemalt. Es wurde im Rahmen des Musikfestivals Headstock enthüllt und wurde von der Stadt Manchester unterstützt. Es soll nicht nur an Curtis erinnern, sondern auch das Bewusstsein für psychische Gesundheit schärfen. Der Künstler hatte sich auf Instagram traurig über die Übermalung gezeigt. „Es war zu einem kulturellen Wahrzeichen geworden und bedeutete den Menschen in Manchester und darüber hinaus so viel”, schrieb Akse P19. „Man braucht nicht viel gesunden Menschenverstand, um zu verstehen, dass dieses Wandbild für das, was es repräsentiert und wofür es steht, hätte bleiben sollen.

 

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Auf das Posting von Akse P19 hatten sich etliche Künstler zu Wort gemeldet — darunter Peter Hook, der es nur mit einem Kotz-Emoji kommentierte. Auch Electro-Pionier Goldie kommentierte — und zwar nur wenig charmant mit dem Wort „cunts“.

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Zum 40. Todestag: Die musikalische DNA des Ian Curtis

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KISS wollen nach KISS weitermachen – nur ohne KISS?!

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Foto: Francesco Prandoni/Getty Images

Klar soweit? Auch nach dem Ende der langen, langen Abschiedstournee soll die Reise für KISS nicht zu Ende sein. Das zumindest deutete Gene Simmons jetzt in einem durchaus aufschlussreichen Interview an. Können wir uns bald auf KISS – Das Musical freuen?

von Björn Springorum

Gene Simmons hat mal wieder klargestellt, dass er noch keinerlei Ahnung hat, wann und wo das letzte Konzert der End Of The Road-Tour seiner Band KISS stattfinden wird. Fest steht nur: New York City ist nach wie vor im Rennen. Dort hätte die Live-Karriere der Band ja schon am 17. Juni 2021 enden sollen, doch die Pandemie änderte natürlich alles.

Die neue Blue Man Group

„Wir wissen nicht, ob es in New York passieren wird“, sagte Simmons in einem neuen neuen Podcast-Interview. „Es gibt gute Gründe dafür, aber das wirklich wichtige ist: Wenn es die letzte Show ist, ist es auch wirklich die letzte Show. KISS als tourende Band wird abtreten. Aber eben nur die tourende Band. KISS werden weiterleben. Ich habe zum Beispiel kein Problem mit vier engagierten 20-Jährigen, die unser Make-Up anlegen und ihre Identität darunter verbergen.“

Im Klartext heißt das also: KISS ohne KISS werden weiterhin live spielen. „KISS werden auf Arten und Weisen fortbestehen, an die ich noch nicht mal selbst gedacht habt“, so Gene Simmons. „Aber ich kann mir Touren wie bei der Blue Man Group oder dem Phantom der Oper um die ganze Welt vorstellen, natürlich mit wechselnder Besetzung. […] Obwohl ich auch kein Problem darin sehe, hin und wieder selbst einzuspringen.“

Wenn es nach Gene Simmons geht, werden KISS also in naher Zukunft endgültig zum reisenden Vergnügungspark, zum Rock’n’Roll-Zirkus. Und irgendwie war die Band das ja schon immer…

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Horns up: Wie sich Gene Simmons 2017 die Rechte an der „Pommesgabel“ sichern wollte

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Rage Against The Machine: Details zu Zack de la Rochas Gesundheitszustand bekanntgegeben

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Kevin Mazur/WireImage

Vor wenigen Tagen sagten Rage Against The Machine ihre komplette Europa-Tournee ab — aufgrund gesundheitlicher Probleme von Frontmann Zack de la Rocha, wie es offiziell hieß. Nun wurde auch bekannt, worum es sich bei diesen Problemen genau handelt— denn ein Freund des 53-jährigen Sängers plauderte in einem Social-Media-Posting.

 von Markus Brandstetter

De la Rocha zog sich einen Riss der Achillesferse zu — das verriet sein Kumpel, der Fotograf Glen E. Friedman in einem Instagram-Posting. „Ich habe meinen guten Freund Zack (mit seinem Achillessehnenriss) gestern Abend im Madison Square Garden [12. August] auftreten sehen”, schrieb er. „Selbst wenn er während des Auftritts sitzen musste, zeigte Zack De La Rocha der Welt, was sie in all den Jahren, in denen er von dieser unglaublichen Gruppe von Musikern getrennt war, verpasst hatte“, schreibt er. „Zack hat es ‘gebracht’, wie es nur wenige andere jemals getan haben oder jemals tun könnten. Integrität und Herz, die Prüfsteine der wichtigsten und größten“, schreibt Friedman weiter.

 

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Details zur Tourabsage

Offiziell wurde dies seitens der Band zwar nicht kommentiert — eine gerissene Achillesferse als Grund ist jedoch alles andere als überraschend. Der Musiker hatte sich während einer Show in Chicago am 12. Juli 2022 verletzt und musste die restliche Show (genau wie die folgenden Konzerte) im Sitzen absolvieren. Die Band hatte in einem Statement mitgeteilt, dass de la Rochas Ärzte ihm von der Europa-Tour abgeraten haben. „Die Flüge, Reisezeit und der rigorose Zeitplan im Vereinigten Königreich und Europa sind einfach ein zu großes Risiko für die vollständige Genesung. Wir entschuldigen uns bei all unseren Fans, die lange darauf gewartet haben uns zu sehen, und hoffen bald zu wüten“.

Man kündigte an, die Konzerte im Madison Square Garden am 11., 12. und 14. August noch absolvieren zu wollen. „Dann muss Zack nach Hause zurückkehren, um sich auszuruhen und gesundheitlich zu erholen. Flüge, Reisen und der enge Zeitplan in Europa wären ein zu großes Risiko für seine Gesundheit“. Zu den abgesagten Konzerten zählt unter anderem das für den 3. September 2022 geplante Konzert in Hannover — es wäre das erste der Band in Deutschland seit elf Jahren geworden.

 

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Rage Against The Machine: Europa-Tournee wegen Zack de la Rocha abgesagt

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