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„Halt’s Maul und lies“: Die Ärzte streamen Benefizlesung für Berliner Clubkultur

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Die Ärzte

Die Clubkultur der Hauptstadt bekommt in der Coronakrise prominente Schützenhilfe: Die Berliner Punk-Legenden Die Ärzte veranstalteten zugunsten mehrerer Liveclubs ihrer Heimatstadt eine Lesung – besser gesagt: eine Geisterlesung.

von Markus Brandstetter

Gut, genauer gesagt, waren es zwei Drittel von Die Ärzte – denn Rodrigo González fehlte bei jener Benefizlesung ebenso wie das Publikum. „Halt’s Maul und lies“ lautet das Motto der Lesung, für die die Band mit der Berliner Spendenplattform Betterplace.me zusammenarbeitete.

Lektüre: Comic!

Herausgekommen ist dabei wenig überraschend eine äußerst unterhaltsame Lesung von Farin Urlaub und Bela B. Felsenheimer, die sich als Lektüre Didi & Stulle des Comiczeichners Fil aussuchten. Große Unterhaltung garantiert!

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Dabei ging es aber nicht nur um den Spaß – den hatten die Herren Urlaub und Felsenheimer sichtlich – sondern auch ums Spenden sammeln. Diese sind freiwillig, wie im FAQ erklärt wird: „Wenn du kein Geld für die Berliner Clubs über hast, weil du pleite bist und lieber etwas essen und trinken möchtest und auch noch ganz gern die Miete sowie Strom und Wasser bezahlen würdest, ist das voll in Ordnung. Anderenfalls solltest du allerdings dringend deinen moralischen Grundkompass neu justieren.“

Einnahmen gehen an Berliner Clubs

Alle Einnahmen gehen an Berliner Clubs – so profitieren Badehaus, Cassiopeia, Columbia Theater, Festsaal Kreuzberg, Frannz Club, Gretchen, Monarch, Musik & Frieden, Privatclub, Quasimodo, Säälchen, Schokoladen, Schwuz, Silent Green und SO36. Apropos SO36: Genau dort wurde die Lesung auch gedreht.

Eine Spendenquittung bekommt man für seine freiwillige Spende keine – da diese als Eintritt für eine Veranstaltung deklariert wird. „Liveclubs sind i. d. R. keine vom Finanzamt anerkannten gemeinnützigen Organisationen und können demzufolge auch keine steuerlich absetzbaren Spendenquittungen ausstellen. Daher haben sich die Clubs zusammengetan und die Lesung mit die ärzte als mehr oder weniger reguläre Veranstaltung auf die Beine gestellt (statt eines Konzerts)“, heißt es in den FAQ. „Was ihr dafür ausgebt, ist aus Sicht von Veranstaltern und Finanzamt ‚Eintritt’ und muss vom Veranstalter versteuert werden. Die gute (und schlechte) Nachricht ist: Da keiner der teilnehmenden Clubs im Jahr 2020 auch nur annähernd so etwas wie ‚Gewinn’ machen wird, fallen auch keine Ertragssteuern an. Bezahlt werden muss allerdings die Umsatzsteuer, also laut aktueller Gesetzeslage sieben, ab Juli fünf Prozent der Einnahmen.“

Hier könnt ihr die Lesung anschauen und spenden.

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