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Gitarrenlegende Jeff Beck ist tot — Page, Iommi, Vai & Co. zollen Tribut

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Jeff Beck spielt Gitarre
C Flanigan/FilmMagic

Die Musikwelt trauert um Jeff Beck. Der legendäre britische Gitarrist verstarb am 10. Januar 2023 überraschend im Alter von 78 Jahren.

 von Markus Brandstetter

Becks Familie veröffentlichte ein Statement, in dem sie auch die offizielle Todesursache bekannt gab: Beck war an bakterieller Meningitis erkrankt und dieser Krankheit nach kurzem Leiden erlegen. „Im Namen seiner Familie teilen wir mit tiefer Trauer die Nachricht von Jeff Becks Tod. Nachdem er plötzlich an bakterieller Meningitis erkrankt war, ist er gestern friedlich verstorben. Seine Familie bittet um Privatsphäre, während sie diesen schrecklichen Verlust verarbeitet“, so das Statement.

Jeff Beck: Unikum in der Gitarrenwelt

Jeff Beck wurde am 24. Juni 1944 im britischen Wallington geboren. Er gilt als einer der innovativsten und einzigartigsten Gitarristen der Rockgeschichte. Nachdem er sich seine ersten Sporen als Sessionmusiker verdient hatte, ersetzte er Eric Clapton bei den Yardbirds, wo er kurze Zeit gemeinsam mit Jimmy Page spielte. 1967 gründete er die Jeff Beck Group, zu der unter anderem Rod Stewart und Ronnie Wood gehörten. Auch wenn Beck nie den kommerziellen Erfolg von Clapton erreichte, war er in der Gitarrenwelt äußerst hoch angesehen und galt als Innovator. Zuletzt veröffentlichte Beck, gemeinsam mit seinem Freund Johnny Depp, das Album 18 — außerdem gastierte er auf Ozzy Osbournes aktuellem Album Patient Number 9.

Prominente Kollegen trauern

Led-Zeppelin-Legende Jimmy Page zollt seinem Freund auf seinen sozialen Netzwerken Tribut. „Der sechssaitige Krieger ist nicht mehr hier, damit wir den Zauber bewundern können, den er um unsere sterblichen Gefühle zu weben vermochte. Jeff konnte Musik aus dem Ätherischen kanalisieren. Seine Technik war einzigartig. Seine Vorstellungskraft war scheinbar grenzenlos. Jeff ich werde dich zusammen mit deinen Millionen von Fans vermissen. Jeff Beck Ruhe in Frieden“, so Page.

 

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„Ich war völlig schockiert, als ich die traurige Nachricht von Jeff Becks Tod erhielt“, schreibt Black-Sabbath-Gitarrist Tony Iommi. „Jeff war ein so netter Mensch und ein herausragender, genialer Gitarrist – es wird nie einen anderen Jeff Beck geben. Sein Spiel war sehr speziell und unverwechselbar brillant!!! Er wird definitiv vermisst werden. R.I.P Jeff. Tony“

 

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Steve Vai würdigt Jeff Beck mit den Worten: „Im Pantheon der Gitarristen war Jeff Beck der Auserwählte. Er hat uns so viel Schönheit und Licht in unserer Musikwelt hinterlassen. Ich kann mir die Landschaft des zeitgenössischen Gitarrenspiels nicht vorstellen, wenn es ihn nicht gegeben hätte, aber so wie alles in dieser Welt kommt und geht, hat sein Beitrag unsere Vorstellung von dem, was die Gitarre leisten kann, für immer neu geformt. Danke, Meister. Du hast es wirklich geschafft und wir schätzen dich sehr“.

Joe Satriani trauert ebenfalls mit einem Statement. „Jeff Beck war ein Genie, ein umwerfendes Original. Er war ein erstaunlicher Gitarrist, der mehr Möglichkeiten hatte, dich zu fragen: ‚WTF war das?‚ als jeder andere. Er war zutiefst talentiert und hat nie aufgehört, sein Instrument zu erneuern“, so der Gitarrist. „Er hatte einen enormen Einfluss auf mein Gitarrenspiel, meine Musikalität und meine Seele. Als ich ein Anfänger war, habe ich stundenlang versucht, zu seinen Soloalben zu jammen. Ich fand seine Herangehensweise an das Instrument so inspirierend. Ich war fasziniert von seinen ungewöhnlichen Arrangements und seinen aggressiven Gitarrentönen. Er stach immer als einzigartiger Spieler hervor: Er war immer einfach Jeff Beck.“

 

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Andy Timmons hebt Becks ständige Weiterentwicklung hervor: : „Er wurde einfach immer besser… er hätte nach Shapes Of Things aufhören können und seinen Platz auf dem Gitarristen-Mt. Rushmore zementieren können. Emotion and Commotion ist ein Höhepunkt des gefühlvollen Gitarrenspiels. Gesegnet seist du Jeff…ich werde noch lange in Tränen ausbrechen, aber auf ewig inspiriert sein.“

 

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Auch Ozzy Osbourne meldete sich zu Wort. „Ich kann nicht ausdrücken, wie traurig ich bin, als ich hörte, das von Jeff Beck zu hören. zu hören. Was für ein schrecklicher Verlust für seine Familie, Freunde & seine vielen Fans. Es war eine solche Ehre, Jeff gekannt zu haben & eine unglaubliche Ehre, ihn auf meinem letzten Album #PatientNumber9 spielen zu lassen. Lang lebe #JeffBeck“, so Osbourne.

Eric Clapton veröffentlichte ebenfalls ein — wenngleich kurzes, aber prägnantes — Statement. Er veröffentlichte ein Bild von Beck und schrieb dazu: „Always and forever“.

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Udo Lindenberg feiert mit 76 Jahren seinen ersten Nummer-eins-Hit in den Charts

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Matthias Nareyek/Getty Images

76 Jahre musste Udo Lindenberg alt werden, um zum ersten Mal die Spitze der deutschen Singlecharts anzuführen. Jetzt ist es aber endlich so weit: Der legendäre Sänger feiert — gemeinsam mit dem Rapper Apache 207 den Spitzenplatz der Hitparade.

 von Markus Brandstetter

Komet heißt der Song von Udo Lindenberg x Apache 207, dessen Musikvideo auf YouTube innerhalb von zwei Wochen über fünf Millionen Mal angesehen wurde.

Der Song beginnt wie eine typische Lindenberg-Ballade. „Ich hör’ die Möwen singen am Hafen / Das letzte Lied zum Rausschmiss / Zähl’ schon lang nicht mehr die Jahre / Die ich im dichten Rauch sitz’“, singt Udo — und weiter: „Hier war vorher mal ‘ne and’re Bar / Doch der Schnaps schmeckt noch genauso / Und wenn ich irgendwo zuhause war / Dann immer dort, wo der Applaus tobt“. Dann setzt sein Kollege Apache 707 ein — im Gegensatz zu Lindenberg offenbar mit ein wenig Autotune-Effekt auf der Stimme.

Udo Lindenberg freut sich

Udo Lindenberg zeigt sich darüber natürlich äußerst erfreut. Der „Udonaut“ dazu auf der Website der deutschen Charts: „Wow, Leude, das erste Mal in meinem Leben mit einem Song Nummero Uno bei den Singles! Seit 2008 geht’s kometenmäßig ab, auch dank meiner Geheimräte und -rätinnen, meiner Löwin Rita von DolceRita, meinen Warner Brothers & Sisters und jetzt auch meinem neuen Kumpel Apache 207 und Feder Musik. Einfach fantastisch!“

Hier gibt es das Musikvideo zu sehen:

Besonders Jubiläum im Hause Lindenberg

Lindenberg feiert übrigens demnächst ein besonderes Jubiläum: Sein Kultsong Sonderzug nach Pankow wird 40 Jahre alt. Aus diesem Grund bekommt der Song eine limitierte 7-Inch-Vinyl im Farbton Violet Transparent spendiert — und auch das zugehörige Album Odyssee wird mit einer limitierten und nummerierten Glow-in-the-dark-LP gefeiert. Mehr Infos zu den Veröffentlichungen findet ihr hier.

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Bruce Springsteen: So war die erste E-Street-Band-Show seit sechs Jahren

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Octavio Jones/Getty Images

Bruce Springsteen und seine E Street Band spielten vor kurzem ihr erstes Konzert seit sechs Jahren — und dabei blieben der Boss und seine Band den Fans definitiv nichts schuldig.

 von Markus Brandstetter

Am 1. Februar 2023 war es endlich so weit: Springsteen und die E Street Band setzten zur ersten Tour seit sechs langen Jahren an. Die Premiere fand am 1. Februar 2023 in der Amalie Arena in Tampa im US-amerikanischen Bundesstaat Florida statt.

Klassiker und aktuelles

Springsteen eröffnete den Abend mit dem Klassiker No Surrender, ehe die Band in Stücke wie Prove It All Night, Letter To You und The Promised Land überging. Das Hauptset umfasste 21 Songs, danach gab’s noch sieben Zugaben.

Die meisten Stücke gab es an diesem Abend vom Album Letter To You zu hören (sechs an der Zahl), jeweils vier gab es von Born To Run und Darkness on the Edge of Town. Klassiker wie Born To Run, Glory Days, Dancing In The Dark und Badlands durften dabei natürlich nicht fehlen. Ein paar Songs wurden an jenem Abend dann aber doch vermisst — etwa Born In The USA und The River. Ingesamt dauerte das Konzert rund drei Stunden — Standard für den hemdsärmeligen Stadionrocker.

Bruce kommt nach Europa

Eigentlich hatte Springsteen ja bereits 2020 mit der E Street Band auf Tournee gehen wollen. Bald dürfen sich auch deutsche Fans auf den Boss freuen: Im Juni 2023 kehrt der 71-Jährige im Rahmen seiner Europatournee für vier Shows nach Deutschland zurück, auch in Wien ist ein K0nzert angesetzt.

  • 21.06.2023, Düsseldorf – Merkur Spiel Arena
  • 15.07.2023, Hamburg – Volksparkstadion
  • 18.07.2023, Wien – Ernst Happel Stadion
  • 21.07.2023, Hockenheim – Hockenheimring
  • 23.07.2023, München – Olympiastadion

Das erste Konzert der Europatour spielt Springsteen am 28. April 2023 im spanischen Barcelona.

Die Setlist

No Surrender
Ghosts
Prove It All Night
Letter to You
The Promised Land
Out in the Street
Candy’s Room
Kitty’s Back
Brilliant Disguise
Nightshift
Don’t Play That Song (You Lied)
The E Street Shuffle
Johnny 99
Last Man Standing
House of a Thousand Guitars
Backstreets
Because the Night
She’s the One
Wrecking Ball
The Rising
Badlands

Zugaben:

Burnin’ Train
Born to Run
Rosalita (Come Out Tonight)
Glory Days
Dancing in the Dark
Tenth Avenue Freeze-Out
I’ll See You in My Dreams

 

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Rock And Roll Hall Of Fame: Iron Maiden und Soundgarden nominiert!

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Foto: Pacific Press/Getty Images

Iron Maiden sind auch dabei: Wieder sorgen die Nominierungen für die Aufnahme in die Rock And Roll Hall of Fame für Freude und Unverständnis.

von Björn Springorum

Es ist ja immer so eine Sache mit der Aufnahme in die Rock And Roll Hall Of Fame in Cleveland. Wer nicht drin ist, tut so, als wäre das nicht wild. Und wer drin ist, freut sich doch irgendwie ein Loch in den Bauch. Jetzt sind die Nominierten für dieses Jahr bekannt gegeben worden – und die sorgen mal wieder für reichlich Gesprächsstoff.

Bereits zum zweiten Mal sind Iron Maiden für die Aufnahme in die Ruhmeshalle nominiert – auch wenn die sich des Öfteren abfällig gegenüber dieser Institution geäußert haben. Insbesondere Bruce Dickinson bezeichnete die ganze Chose mal als einen „gewaltigen Haufen Mist“. Mal sehen, was passiert, wenn die NWOBHM-Legenden in diesem Jahr tatsächlich aufgenommen werden. Judas Priest zum Beispiel freuten sich im vergangenen Jahr ja riesig darüber.

Auch Rage Against The Machine und Joy Division dabei

Zu den weiteren Nominierten zählen US-Legenden wie Soundgarden und Rage Against The Machine, aber auch Joy Division und New Order, die gemeinsam antreten. Rage Against The Machine sind somit schon zum fünften Mal nominiert, während Kate Bush zum vierten Mal auf der Liste steht. Künstler*innen wie Sheryl Crow, Missy Elliot, Cindy Lauper oder George Michael sind 2023 zum ersten Mal in der engeren Auswahl.

Um für 2023 nominiert zu werden, muss man vor 1998 eine erste Single oder ein erstes Album veröffentlicht haben. Über die Aufnahme entscheidet eine Jury aus über 1000 Musiker*innen, Historiker*innen und Musikschaffenden. Im Mai wissen wir dann, wer die Klasse von 23 bilden wird – und ob Iron Maiden sich nicht vielleicht doch freuen können.

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„The Number Of The Beast“: Als Iron Maiden angeblich Satanisten waren

 

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