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Konzerte erst wieder ab Herbst 2021? Gesundheitsexperte zeichnet düsteres Bild für die USA

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Foto: Christopher Polk/Getty Images for Coachella

Seit Wochen liegt der Konzertbetrieb aufgrund der grassierenden COVID-19-Pandemie lahm. Tourneen und Shows auf der ganzen Welt mussten abgesagt oder verschoben werden, die Musikszene verlor vorerst ihre wichtigste Einkommensquelle.

von Markus Brandstetter

Geht es nach dem Direktor des Healthcare Transformation Institute der Universität von Pennsylvania, Zeke Emanuel, könnte es zumindest in den USA noch lange Zeit dauern, bis Normalität einkehrt und der Konzertbetrieb wieder aufgenommen werden kann. Das erklärte Emanuel in einer Panel-Diskussion, die in der New York Times initiiert und veröffentlicht wurde.

 „Realistisch sprechen wir frühestens von Herbst 2021“

Eine sofortige Rückkehr zur Normalität hätte gravierende Folgen, so der Experte: „Man kann nicht einfach einen Schalter umlegen und die ganze Gesellschaft wieder öffnen. Das wäre zu viel. Der Virus würde definitiv wieder auf den schlimmsten Levels aufflammen“. Die Wirtschaft, so Emanuel, müsse schrittweise wieder hochgefahren werden – allerdings mit realistischen Erwartungen: „Größere Menschenansammlungen – Konferenzen, Konzerte, Sportveranstaltungen – wenn Leute sagen, dass sie diese […] auf Oktober 2020 verschieben, frage ich mich, wie sie sich das als realistische Möglichkeit vorstellen“, erklärte er – und zeichnet ein düsteres Bild: „Ich denke, dass diese Dinge das letzte sein werden, was zurückkehren wird. Ich denke, realistisch sprechen wir dabei frühestens von Herbst 2021.“

Bezug auf USA

Betont werden sollte hier, dass sich Emanuels Einschätzung der Situation auf die USA bezog, die weltweit die meisten Corona-Toten verzeichnen müssen. Wie sich die Lage bezüglich Konzerten in Deutschland und in Europa in den kommenden Wochen und Monaten entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Ab wann Großveranstaltungen weltweit wieder zur Normalität werden können, hängt auch vom Zeitpunkt eines Impfstoffs oder eines wirksamen Medikaments ab.

Etliche international bekannte Bands haben ihre für dieses Jahr geplanten Europa-Tourneen auf 2021 verschoben. Unter anderem präsentierten Pearl Jam ihren neuen Longplayer Gigaton nun erst nächstes Jahr – an Ersatzterminen wird laut Band gearbeitet. Auch die Europa-Shows von Queen wurden auf nächstes Jahr verlegt.

 

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In light of the global COVID-19 pandemic, Pearl Jam’s 2020 European tour dates have been postponed until June/July 2021. We are working with all of our partners to reschedule these dates and will release the new tour routing as soon as we are able. All tickets will be honored for the rescheduled concert dates. Refunds are not being offered at this time. However, we are still reviewing specific ticketing policies with our partners in each country. Ticket holders will be notified of any changes. As previously announced, London’s @BSTHydePark festival was cancelled on April 8th. For more information and the event statement, visit the BST Hyde Park website. We look forward to returning to Europe in 2021!

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Was ist mit den Festivals?

Einige Festivals – darunter Rock am Ring sowie Rock im Park – wurden bislang weder abgesagt noch verschoben. Ob die beiden Großveranstaltungen Anfang Juni tatsächlich stattfinden können, bleibt abzuwarten. In einem Statement am 3. April auf der offiziellen Website hieß es: „Die zeitliche Entwicklung der Corona-Epidemie und deren Auswirkungen auf Live-Events sind aktuell nicht absehbar. Daher können wir im Moment keine Prognose abgeben, ob und wann Festivals stattfinden können. Unabhängig davon verfolgen wir weiterhin die Umsetzung der angekündigten Festivals, die nach Ostern datiert sind. In jedem Fall folgen wir den Vorgaben der Gesundheitsbehörden. Die Gesundheit von Künstlern, Fans und Mitarbeitern hat für die Veranstalter der Festivals oberste Priorität und steht bei allen Überlegungen stets an erster Stelle“.

So wirkt sich das Coronavirus auf die Live-Branche aus

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Kirk Hammett: „Toxische Männlichkeit hat diese Band angetrieben“

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Foto: Kevin Mazur/Getty Images

In einem ziemlich offenen und intimen Interview mit dem New Yorker graben Metallica ungewohnt tief. Insbesondere Kirk Hammett hat dabei einige Leichen aus dem Keller geholt…

von Björn Springorum

Metallica sind in aller Munde. Seit die größte Metal-Band der Welt ihr neues Album 72 Seasons für nächstes Frühjahr angekündigt hat, sind sie auf der ganzen Welt wieder das Tagesgespräch – und da natürlich auch völlig zurecht. In einem neuen, durchaus selbstkritischen und persönlichen Interview mit dem renommierten New Yorker hat sich Gitarrist Kirk Hammett jetzt aber auch ziemlich kritisch der eigenen Vergangenheit gegenüber geäußert.

„Bescheuerter maskuliner Macho-Bullshit“

„Toxische Männlichkeit hat diese Band angetrieben“, sagte der frisch 60 gewordene Kirk Hammett. „Bis heute sitze ich da und denke mir: Okay, jetzt schreibe ich dieses richtig, richtig harte, krasse Riff. Man muss sich nur mal diese Rhetorik ansehen: Hartes, krasses Riff. Diese Aggression spürt jeder, aber wir sind richtig in diesem bescheuerten maskulinen Macho-Bullshit aufgegangen.“

Das führte zeitweise sogar fast zu physischen Auseinandersetzungen zwischen den einzelnen Bandmitgliedern – klassisches Silberrückengehabe eben. „Wir betranken uns und rieben uns aneinander auf“, fährt er fort. „Einmal ist James aufgestanden und hat Lars weggestoßen, sodass er quer durch den Raum geflogen ist. Kaum sahen wir uns, nahmen wir uns in die Mangel. Wir konnten in einem Raum mit 20 Leuten sein und uns doch nur auf uns fixieren. Niemand sonst war wichtig“, gesteht Kirk Hammett.

Auch James Hetfield gibt sich im Interview sehr offen und verletzlich. „Auf der Bühne zu stehen bedeutet, in einer Fantasiewelt zu leben“, so der Sänger. „Jeder liegt dir zu Füßen bis du selbst glaubst, wie großartig du bist. Aber dann kommst du nach Hause und fragst dich, wo dieses Gefühl hin ist. Plötzlich fühlt es sich nicht mehr so großartig an, wenn du allein bist und den Müll rausbringen musst.“ Irgendwann werden eben selbst Rockstars erwachsen.

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Metallica: Neue Single, neues Album, neue Deutschlandkonzerte!

 

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Lars Ulrich über Metallica: In den 80er-Jahren wäre das Sellout gewesen

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James Devaney/GC Images

Metallica-Schlagzeuger Lars Ulrich sprach in einem aktuellen Interview mit New Yorker über Metallicas Medienpräsenz — und eine ganz besondere Kollaboration, die in den 1980er-Jahren bei den Fans wohl nicht so gut angekommen wäre.

 von Markus Brandstetter

Genauer gesagt ging in es in dem Interview um den Popularitätsschub, den Metallica bei einer jüngeren Generation durch die Netflix-Serie Stranger Things erfahren haben. Seriencharakter Eddie Munson (gespielt von Joseph Quinn) spielt in einer ikonischen Szene Metallicas Meilenstein Master of Puppets, um Dämonen abzuwehren. Daraufhin gab es immer wieder etwas Cross-Marketing zwischen der Band und der Serie. „Wenn du und ich vor zwanzig oder dreißig Jahren hier gesessen hätten, wäre es damals wirklich nur um die Musik gegangen”, so der Drummer. „So etwas zu machen, wäre als Sellout betrachtet worden. Aber die Kultur verzeiht diese Art von Dingen jetzt viel eher“, so Ulrich weiter.

Lars Ulrich: „Ist die Musik nicht gut genug?“

Mittlerweile werde Metallica oft mit der Serie assoziiert. „Ich glaube nicht, dass es heute Morgen irgendeinen Bericht über das Lollapalooza gab, in dem nicht Eddie oder Stranger Things erwähnt wurden. Und es ist nicht so wie ‚Eh, was zur Hölle, ist die Musik nicht gut genug?’ Es ist cool“.

 

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Metallica selbst hatten sich damals begeistert von der Zusammenarbeit gezeigt. „Die Art und Weise, wie die Duffer Brothers Musik in Stranger Things einfließen lassen, war schon immer von höchster Qualität. Daher waren wir mehr als begeistert, dass sie Master of Puppets nicht nur in die Serie aufgenommen haben, sondern auch eine so zentrale Szene darum herum gebaut haben“, so die Band damals in einem Statement. Weil’s so schön war, gab’s sogar noch gemeinsamen Merch von Metallica und dem Hellfire Club.

Und außer Stranger Things war da da doch auch noch was los im Camp Hetfield, Ulrich, Trujillo und Hammett… ach ja, genau — eine Welttournee, ein neues Album 72 Seasons und neue Single Lux Æterna. Die gibt’s hier zu hören:

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Kirk Hammett wird 60: 10 Gründe, warum wir den Metallica-Gitarristen lieben

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Eurythmics-Reunion soll bevorstehen — für 100 Millionen Pfund

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Jeff Kravitz/FilmMagic/Getty Images

Dass die Eurythmics im Rahmen der Zeremonie der Rock and Roll Hall of Fame vor kurzem eine spezielle Reunion gefeiert haben, hatten wir ja bereits an dieser Stelle erwähnt. Nun scheint es aber so, als käme es tatsächlich zu einer Wiedervereinigung der legendären Band um Annie Lennox und Dave Stewart.

 von Markus Brandstetter

Demnach soll dem Duo die stolze Summe von 100 Millionen Pfund für eine Reunion  geboten worden sein — das berichten laut der britischen Zeitung The Mirror namentlich nicht genannte Insider-Quellen. Die Wiedervereinigung soll demnach so gut wie sicher sein. „Die Eurythmics haben ein hohes Angebot für eine Welttournee erhalten“, so der Insider. „Die Tatsache, dass sie in der Rock & Roll Hall of Fame wieder gemeinsam auftraten, hat das Interesse von Veranstaltern geweckt, die die Band mit Geld überschütten, um wieder auf Tournee zu gehen“.

Neues Album nicht ausgeschlossen

Es wäre das erste Mal seit 20 Jahren, dass die Eurythmics auf Tournee gehen.  Damit nicht genug: Geht es nach diesem Bericht, soll sogar ein neues Album nicht ausgeschlossen sein. Das letzte Studioalbum der Band — der Longplayer Peace — erschien 1999. Sollten die Gerüchte tatsächlich stimmen, handelt es sich dabei durchaus um eine Sensation.

Gerüchte bislang nicht bestätigt

Zu früh freuen sollte man sich jedoch nicht — bislang handelt es sich um offiziell nicht bestätigte Gerüchte. Weder Annie Lennox noch Dave Stewart oder offizielle Sprecher der Band nahmen zu den Gerüchten Stellung. Bleibt also abzuwarten, ob Fans bald wieder Songs wie Sweet Dreams (Are Made Of This) live hören können.

Eurythmics, gegründet im Jahr 1980, hatten sich 1990 offiziell aufgelöst. 1999 folgte eine einjährige Reunion samt Tour, deren Gewinne an Greenpeace und Amnesty International gespendet wurden. Seitdem kam es sporadisch zu gemeinsamen Auftritten. Am 5. November 2022 wurde die Band in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Im Rahmen der Zeremonie performten Annie Lennox und Dave Stewart die Eurythmics-Songs Would I Lie to You?, Missionary Man und Sweet Dreams (Are Made of This).

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