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Gitarrist Paul Chapman (UFO, Skid Row) ist tot

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Chapman (rechts) bei einem Konzert seiner Band UFO im Jahr 1980. Foto: Fin Costello/Redferns/Getty Images

Paul Chapman ist tot. Der legendäre walisische Gitarrist verstarb am Tag seines 66. Geburtstags. Berühmt wurde er vor allem durch seine Zeit bei UFO.

von Björn Springorum

Sie nannten ihn Tonka: Im Alter von 66 Jahren ist der walisische Gitarrenheld Paul Chapman verstorben. Das teilte sein Sohn mit. Auf der Facebook-Seite seines verstorbenen Vaters schrieb er: „Mit schwerem Herzen schreibe ich dies am heutigen 66. Geburtstag meines Vaters. Er verschied am frühen Nachmittag. Er war brillant, energiegeladen, liebevoll, der sorgloseste Mensch und der erste Mann, den ich je liebte. Jeder, der ihn kennenlernte, liebte ihn, nein, betete ihn an. […] Ich liebe dich, Dad. So sehr.“

Auch seine ehemaligen UFO-Kollegen meldeten sich zu Wort. „Wir senden unsere Gedanken an die Familie und Freunde von Paul Chapman.“ Der ehemalige Motörhead-Gitarrist und Landsmann des Verstorbenen, Phil Campbell, teilte mit: „Er war über viele Jahre hinweg mein größter Einfluss an der Gitarre und ein verdammt guter Typ.“

Der neue Michael Schenker

Chapman wurde am 9. Juni 1954 in Cardiff geboren. Seine Karriere begann er bei der Waliser Band  Universe, bevor er 1971 Gary Moore an der Gitarre bei Skid Row ersetzte – der irischen Band, nicht der amerikanischen! 1974 spielte er erstmals mit UFO, bevor er nach dem Ausstieg Michael Schenkers 1978 voll bei ihnen einstieg. 1980 veröffentlichte er sein erstes Album mit ihnen: Das von Beatles-Tüftler George Martin produzierte No Place To Run. Bis 1983 spielte er bei UFO und war neben unzähligen Konzerten noch auf drei weiteren Studioalben zu hören.

Nach dem vorläufigen Ende von UFO übersiedelte Chapman nach Florida, wo er unter anderem mit diversen Molly-Hatchet-Veteranen bei Gator Country zockte und sich auch mit dem UFO-Bassisten Pete Way in dessen Projekt Waysted zusammentat. Bis kurz vor seinem Tod war der Waliser außerdem als Musiklehrer in seiner Heimat in Melbourne, Florida tätig – ein Leben ganz für die Musik. Die Todesursache ist noch unklar.

Zeitsprung: Am 12.6.1977 verschwindet Michael Schenker nach einer UFO-Show

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