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Popkultur

10 Songs, die Indie wieder groß gemacht haben

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Um das Jahr 2005 explodierte die Indie-Szene. Unzählige junge Bands veröffentlichten unzählige unglaublich gute Alben und machten Indie-Rock zum Sound der Stunde. Kein Genre war in den folgenden Jahren präsenter, und einige der Protagonisten der Klasse von 2005 schafften es sogar, in den Mainstream vorzustoßen. Wir schauen zurück auf diese wunderbaren Jahre mit zehn unvergesslichen Songs.


Hört euch hier alle 10 Songs, die Indie wieder groß gemacht haben in einer Playlist an und lest weiter:


1. Bloc Party – Banquet


Jede musikalische Bewegung ist voller Eintagsfliegen. Bloc Party waren das Gegenteil davon. Und auch wenn der Band um Kele Okereke von Anfang an nachgesagt wurde, dass sie vor allem ein Update der Post-Punk-Helden Gang of Four wären, hatten Bloc Party von allen Bands des 2005er-Jahrgangs vielleicht den stärksten eigenen Sound. Schneidend und punkig, aber auch im besten Sinne poppig. Banquet vom genialen Debütalbum Silent Alarm (2005) ist das beste Beispiel.


2. Mando Diao – Down In The Past

Die Schweden waren schon ein bisschen früher am Start als die meisten Brit-Bands, die um 2005 Welle machten. Schon ihr Debüt „Bring ’Em In“ (2002) war ein ziemlicher Underground-Hit, aber mit Hurricane Bar und der Single Down In The Past stellten sich Mando Diao langsam aber sicher der ganzen Welt vor. Warum sie zu einer der erfolgreichsten Indie-Bands der kommenden Jahre werden mussten, hört man schon hier: Die Stimmen! Der Sound! Das Songwriting! Und die Frisuren waren auch nicht schlecht.

 


3. Arcade Fire – Rebellion (Lies)

Währenddessen drüben in Kanada, einem Land mit einer schon lange blühenden Indie-Szene. Gute kanadische Bands waren also eigentlich nichts besonderes. Aber dann kamen Arcade Fire mit ihrem Debütalbum Funeral (2004), und man musste gar nicht besonders genau hinhören um zu merken, dass hier etwas ganz Großes im Entstehen ist. Irgendwo zwischen Folk-Gefidel und erzählerischem Alternative-Pop fanden Arcade Fire eine ganz eigene Sprache. Wenn man mal wieder den Glauben an Musik verloren hat – einfach „Rebellion (Lies)“ hören.

 

 


4. The Killers – Somebody Told Me

Und was ging in den USA? Auch hier schälten sich aus dem qualitativ sowie hochwertigen Indie-Grundrauschen neue Rockstar-Aspiranten heraus. Neben den Strokes ganz vorne dabei: The Killers aus Las Vegas. Und wie die Vegas-Variante von Indie-Rock klangen die Killers von Anfang an. Neben Mr. Brightside war Somebody Told Me der zweite große Hit ihres Debütalbums Hot Fuss (2004). Durfte damals bei keinem Indie-Abend fehlen, und so ist es vielleicht heute noch.

 


5. Maximo Park – Apply Some Pressure

Zurück auf die Insel! Hier spielte sich natürlich der Großteil des Indie-Revivals ab. Maximo Park waren so gut, dass ihre ersten Alben sogar vom legendären Electronica-Label Warp veröffentlicht wurden. Manch eingefleischte Warp-Fans wussten nicht so recht, was sie jetzt mit diesem aus ihrer Sicht ollen Retro-Rock anfangen sollten. Aber mit genug Distanz muss man auch heute noch mal feststellen: Songs wie Apply Some Pressure sind ein so saftiger Tritt in den Hintern, sind so lebendig, das man nicht mehr weiß wo oben und unten, hinten und vorne und schon gar nicht wo retro und modern ist.


6. Kaiser Chiefs – I Predict A Riot

Wir können leider nicht alle britischen Bands in dieser Liste anführen, die damals heiß waren. All die Arctic Monkeys, Franz Ferdinands oder Editors – wir denken an euch. Doch die Kaiser Chiefs möchten wir an dieser Stelle doch noch hervorheben. Nicht nur, weil sie im Laufe der Jahre zu einer der berühmtesten und erfolgreichsten Bands der Schule von 2005 geworden sind, sondern weil sie mit Employment eines der perfektesten Debütlaben dieses Jahres vorgelegt haben. Durch und durch britisch, modern und traditionell zugleich.


7. Babyshambles – Fuck Forever

Und natürlich haben wir die Libertines vergessen, die auf jeden Fall zu den Vorreitern dieser Indie-Welle zählen und schon 2002 und 2004 ihre heute legendären Alben veröffentlicht haben. Nach dem Split der Libertines im Jahr 2004 gründeten Pete Doherty und Carl Barât bekanntlich zwei eigene Bands – die Babyshambles und Dirty Pretty Things. Die Babyshambles sollten die bessere werden. Und mit Fuck Forever schrieb Doherty eine der schönsten Hymnen dieser Jahre. Kaputt und wunderschön. Und vom ersten Moment an irgendwie nostalgisch. Als hätte er geahnt, dass dieses Glück nicht ewig dauern wird.


8. The Kooks – You Don’t Love Me

The Kooks waren noch blutjunge Indie-Küken, als sie mit ihrem Debüt „Inside In / Inside Out“ und Hits wie You Don’t Love Me die Szene-Tanzflächen aufwirbelten. Schon damals hat man das riesige Potenzial der Band aus Brighton gespürt. Das ists nun auch schon wieder über zehn Jahre her. Hach.


9. Modest Mouse – Float On

Modest Mouse sind vielleicht etwas deplatziert in dieser Liste. Im Gegensatz zu all den anderen Newcomern waren die Amerikaner anno 2005 schon gemachte Indie-Legenden mit vielen einflussreichen Alben in ihrem Katalog. Der neue Indie-Boom verlieh dennoch auch ihnen Auftrieb und machte ihre Platte Good News For People Who Love Bad News (2004) zu einer ihrer erfolgreichsten. Und mit Float On schrieben sie einen der bekanntesten Dancefloor-Hits dieser Jahre. Ehre, wem Ehre gebührt.


10. Tocotronic – Mein Ruin

So ist es eigentlich auch mit Tocotronic. Man darf keine Gelegenheit auslassen, diese Band zu würdigen, die wahrscheinlich beste deutsche Indie-Rock-Band aller Zeiten. Aber auch zeitlich passen sie gut in diese Liste: Mit Pure Vernunft darf niemals siegen (2004) läutete die Hamburger Band eine neue Schaffensphase ein – ihre Songs wurden sehr poetisch und konzeptionell, aber gleichzeitig auch herrlich rockig und zugänglich. „Mein Ruin“ aus dem Jahr 2007 ist ein kleiner Höhepunkt dieser Zeit. Tocotronic haben Indie-Rock natürlich schon seit den 1990ern hierzulande wieder groß gemacht. Besten Dank dafür!


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