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10 Songs, die jeder Eminem-Fan kennen muss

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Eminem

Keiner war wie Em. Während sich gerade heute viele Rapper nur noch gegenseitig kopieren oder möglichst perfekt nach Drake klingen wollen, kreierte Marshall Mathers Ende der 1990er-Jahre seine ganz eigene Marke. Ein böser, aber umso witzigerer weißer Junge, der sich im Hip-Hop-Geschäft durchsetzte und zu einem der berühmtesten und einflussreichsten Rapper der letzten 20 Jahre wurde – wer hätte damit gerechnet? Wir lassen Eminems Karriere anhand von zehn wichtigen Songs Revue passieren.

Hört euch hier die 10 Songs, die jeder Eminem-Fan kennen muss an:

1. Eminem – Infinite

Marshall Mathers wurde nicht von heute auf morgen zum Superstar. Mit seinem außerordentlichen Reimtalent machte er sich in der Detroiter Szene zwar schnell einen Namen, doch sein erstes Soloalbum Infinite aus dem Jahr 1996 wurde von der Presse und den Radios noch weitgehend ignoriert. Wie man am Titelsong hört, war Em schon damals ein ausgereifter MC. Allerdings fehlte da noch das gewisse Etwas, mit der die Kunstfigur Eminem später für Aufsehen sorgen sollte.

2. Eminem – Any Man

Im US-Underground sprach sich der Name Eminem aber bald herum. Mit dem gnadenlos guten Track Any Man schaffte er es 1999, kurz vor dem großen Durchbruch, auf die Soundbombing-Compilation des renommierten New Yorker Labels Rawkus, auf dem auch Größen wie Mos Def, Dilated Peoples, Q-Tip oder Company Flow vertreten waren. Eine respektable Liga, aber für Marshall Mathers sollte es noch ein paar Etagen höher gehen.

3. Eminem – Just Don’t Give A F**k

Als der damalige Interscope-Labelboss und heutige Apple-Music-Chef Jimmy Iovine seinem Kumpel Dr. Dre Eminems Demo der Slim Shady LP vorspielte, wollte dieser sofort mit ihm arbeiten. Auf diesem Album entwickelte Em sein böses Alter Ego und brachte seine Tracks dank Dres Produktionen auf ein ganz neues Level. Just Don’t Give A Fuck war Eminems erste große Single, mit der alle Welt von ihm Notiz nahm – hier war ein weißer Junge, der es wissen wollte. Und guter Gott, konnte der rappen.

4. Dr. Dre – Forgot About Dre (feat. Eminem)

Dr. Dre und Eminem waren von nun an ein eingeschworenes Team. Auf Dres großem Comeback-Album 2001 ist Em nicht nur mit ein paar Features vertreten, unter anderem auf der Hit-Single Forgot About Dre, sondern hat auch einen Großteil aller Songs geschrieben, also auch viele Parts von Dr. Dre. Damit war er schon fast ganz oben angekommen im Rap-Geschäft.

5. Eminem – The Real Slim Shady

Den Rest erledigte das folgende Album The Marshall Mathers LP (2000). Diese Platte brach zahllose Verkaufsrekorde, unter anderem löste es Snoop Doggs Doggystyle als das sich am schnellsten verkaufende Hip-Hop-Album aller Zeiten ab. Mit Hits wie The Real Slim Shady brachte Eminem alle seine Stärken zusammen: die irren Reime, das gehässige Herziehen über Hollywood- und Musikindustrie-Promis und eine gute Portion Pop-Appeal. Zu einer Zeit, in der Hip Hop sowieso immer populärer wurde, war Eminem der ideale Künstler, um das Genre fest im Mainstream zu verankern.

6. Eminem – Cleanin’ Out My Closet

Schon mit Stan, einem seiner bekanntesten Songs, hat Eminem auch seine nachdenklicheren Seiten gezeigt. Cleanin’ Out My Closet vom Album The Eminem Show (2002) ist vielleicht der ausführlichste und tiefste Blick in das Seelenleben des Marshall Mathers. In diesem Song setzt er sich mit den Dämonen seines Lebens auseinander: dem kaputten Verhältnis zu seiner Mutter, der Beziehung zu seiner Ex-Frau und seinem Vater, der ihn als Kind im Stich ließ. Dass ihm nicht mehr nur ausschließlich mit Slim-Shady-Blödeleien Charterfolge gelangen, machte Eminem künstlerisch komplett.

7. Nas – The Cross

Kein besonders bekanntes Kapitel ist Eminems Tätigkeit als Produzent. Immer wieder schraubte er im Laufe seiner Karriere Beats für Kollegen, sogar für Platzhirsche wie Nas. Wer mehr von Eminem produzierte Tracks hören will, muss sich einfach nur auf einer Plattform wie discogs.com auf die Suche nach seinen Credits begeben.

8. D12 – My Band

Was wurde eigentlich aus D12, dem Dirty Dozen? Als Eminem zum Superstar avancierte, bugsierte er auch seine alte Crew aus Detroit mit ins Rampenlicht. Obwohl D12 für ein paar Hits gut waren, stand die Band doch immer deutlich im Schatten von Eminems Solokarriere. Ohne ihn ging einfach nichts, was indirekt im Song My Band thematisiert wird. 2006 wurde Proof, neben Eminem das wichtigste D12-Member, erschossen, was ein tiefes Loch in die Crew riss. Mittlerweile konzentrieren sich alle Mitglieder auf ihre Soloaktivitäten.

9. Eminem – Crack A Bottle (feat. Dr. Dre & 50 Cent)

Nach dem großen Erfolg von 8 Mile und weiteren Alben wurde es ein wenig ruhiger um Eminem. Eine Pause war wohl bitter nötig, um wieder zu neuen kreativen Kräften zu kommen. 2009 kehrte er mit dem Album Relapse zurück, einer Platte, für die er wieder Dr. Dre mit ins Boot geholt hatte, wie in den guten alten Zeiten. Zeiten ändern sich natürlich, Hip Hop war mittlerweile ganz woanders angelangt. Dennoch: Auf Tracks wie Crack A Bottle fand das Dream Team zurück zu alter Stärke.

10. Eminem – Monster (feat. Rihanna)

Die Rapper der Stunde waren 2013 längst andere als 50 Cent oder Eminem. Letzterer schaffte es dennoch – wie immer – mit seinem Album The Marshall Mathers LP 2 an die Spitze der Billboard-Charts. Nebenbei stellte er auch noch einen amerikanischen Verkaufsrekorde der Beatles ein. Marshall Mathers, dieser Name ist und bleibt relevant.

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