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Popkultur

10 Songs von The Clash, die man kennen sollte

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The Clash
Foto: Michael Putland/Getty Images

Am 21. August 2020 wäre The-Clash-Sänger Joe Strummer 68 Jahre alt geworden. Wir gedenken dem legendären Frontmann mit zehn Songs von The Clash, die man unbedingt kennen sollte.

von Markus Brandstetter


Zehn Jahre lang – von 1976 bis 1986 – veränderten The Clash die Rockwelt nachhaltig. Sie waren eine der prägendsten Punk-Bands aller Zeiten, öffneten sich bald aber auch anderen Stilen wie Reggae, Ska und Dub. Ganz vorne: Frontmann Joe Strummer, ein charismatischer, legendärer und von Kolleg*innen und Fans verehrter Sänger, Gitarrist und Songschreiber. Strummer starb am 22. Dezember 2002 im Alter von 50 Jahren. Am 21. August 2020 hätte er seinen 68. Geburtstag gefeiert. Aus diesem Grund werfen wir unseren Plattenspielern an und legen die sechs Studioalben umfassende Diskographie der Band auf – und sprechen über zehn Songs von The Clash, die man gehört haben sollte.

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1. Janie Jones (auf: The Clash, 1977)

Widmen wir uns gleich dem selbstbetitelten Debüt der Band aus dem Jahr 1977. The Clash eröffneten die LP mit dem Song Janie Jones. „He’s in love with rock’n’roll, whoa / He’s in love with gettin’ stoned, whoa /He’s in love with Janie Jones, whoa / He don’t like his boring job, no“, singt Strummer darin. Großer Opener.

2. London Calling (auf: London Calling, 1979)

London brennt – und wir leben am Ufer. Diese Stakatto-Akkorde, die ganze Generationen an Bands beeinflusst haben, diese Dringlichkeit und Strummer in lyrischer Hochform: „London calling to the faraway towns / Now war is declared and battle come down / London calling to the underworld / Come out of the cupboard, you boys and girls“, singt er – und weiter: „London calling, now don’t look to us / Phony Beatlemania has bitten the dust / London calling, see we ain’t got no swing / Except for the ring of the truncheon thing“.

3. Should I Stay Or Should I Go (auf: Combat Rock, 1982)

Wer nur einziges Stück von The Clash kennt: Wahrscheinlich ist es das hier. Should I Stay Or Should I Go erschien 1982 auf dem Album Combat Rock. Es hat alles, was ein Rockklassiker braucht: ein eingängiges, sofort wieder erkennbares Riff, eine gute Hookline, einen sofort mitsingbaren Refrain.

4. (White Man In) Hammersmith Palais (1978)

Sucht man nach einem Beispiel dafür, wie The Clash Reggae mit Punkrock vermengten, kommt einem dieser grandiose Song in den Sinn. Eigentlich hätte er auf dem zweiten Album der Band, Give ‘Em Enough Rope, enthalten sein sollen – wurde aber weggelassen.

5. Tommy Gun (auf: Give ‘Em Enough Rope, 1978)

Sehr wohl auf  Give ‘Em Enough Rope landete dafür das Stück Tommy Gun, in dem Strummer darüber nachdenkt, wie sich Terroristen an Berichten über ihre Taten erfreuen. „You better strip it down for a custom run / Tommy gun / Waiting in the airport ’till kingdom come / An’ we can watch you make it / On the nine o’clock news / Standing there in Palestine lighting the fuse / Whatever you want, you’re gonna get it“, singt Strummer.

6. Rock The Casbah (auf: Combat Rock, 1982)

Das Stück wurde vom ehemaligen The-Clash-Schlagzeuger Topper Headon geschrieben – der, als das Stück zum Hit wurde, bereits nicht mehr Teil der Band war.  Er hatte im Studio in einer freien Minute Bass, Drums und Piano aufgenommen. Seine Lyrics (angeblich eine recht schmutzige Schilderung über seine Freundin) übernahm die Band allerdings nicht.

7. Charlie Don’t Surf (auf: Sandinista!, 1980)

Den Titel des Songs borgte sich Strummer aus dem Kriegsfilm Apocalypse Now von Francis Ford Coppola. Es nicht das erste Mal, dass sich Strummer mit dem Vietnam-Krieg beschäftigt. Vom Punk der frühen Tage ist die Band hier schon weit entfernt – The Clash sind hier bereits World-Musiker im besten Sinne geworden.

8. Guns Of Brixton (auf: London Calling, 1979)

Noch ein Stück von London Calling, das die Reggae-Seite von The Clash zeigt. Geschrieben hat es Bassist  Paul Simonon, der es laut eigenen Angaben gerne etwas rockiger gehabt hätte, es aber der Band nicht richtig kommunizieren konnte.

9.The Magnificent Seven  (auf: Sandinista!, 1980)

Wie weit sich The Clash Anfang der 1980er-Jahre vom reinen Punkrock entfernt hatten, belegt ein Stück wie The Magnificent Seven eindrucksvoll. Der Hall ist vom Dub geborgt, der Bass spielt Disco und Strummer macht Sprechgesang.

10. Okay, einer von London Calling muss noch sein. Wir nehmen Lost In The Supermarket

Nein, wir nehmen doch Rudie Can’t Fail.

Halt, wir nehmen doch Spanish Bombs.

Korrektur: Wir entscheiden uns für Clampdown.

Mal ehrlich: Alleine London Calling würde die Liste locker füllen. Happy Birthday, Joe Strummer.

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Popkultur

Zeitsprung: Am 16.8.1994 gedenkt Neil Young Kurt Cobain.

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Anekdoten, Jubiläen und wilde Geschichten: Was an diesem Tag in der Welt der Musik passiert ist, lest ihr täglich in unserem Zeitsprung. Heute: 16.8.1994.

von Thilo Hornschild und Christof Leim

Es muss ein beklemmendes Gefühl sein, in einem Abschiedsbrief zitiert zu werden. Vor allem, wenn ihn Kurt Cobain geschrieben hat, die wohl wichtigste amerikanische Pop-Ikone der Neunziger. Der Sänger, Gitarrist und Songschreiber von Nirvana nimmt sich am 5. April 1994 das Leben – und fügt seiner letzten Botschaft eine Zeile aus Neil Youngs Stück Hey Hey, My My hinzu: „It’s better to burn out than to fade away“. Dieses tragische Ereignis fällt zeitlich in die Produktion von Youngs zwanzigstem Album Sleeps With Angels und beeinflusst den Kurs der Platte maßgeblich.

Hier könnt ihr euch Sleeps With Angels anhören:

 

Musikalisch gerät das Werk recht vielseitig: Vom ätherischen Jam bis zum One-Chord-Rocker zelebriert Young eine klassische Crazy-Horse-Platte. Nebenbei spielt er hier übrigens zum ersten und einzigen Mal Blockflöte. Thematisch fasst er sich allerdings enger, es geht immer wieder um Tod, Selbstmord und Waffen. Interessanterweise lebt Cobain bei der Entstehung der meisten Stücke noch.

Neil Young Anfang der Neunziger – Foto: Greg Allen

Dann erreicht Young die Schocknachricht: „Als er gestorben ist und diesen Brief hinterlassen hat“, berichtet der damals 49-jährige Musiker, „hat mich das tief berührt.“ Tatsächlich stand die Albumproduktion schon kurz vor dem Abschluss, doch dann fliegt Young – während eines Prominenten-Golfturniers – ein Song zu, mit dem er Cobains unzeitiges Ableben zu verarbeiten versucht. Er notiert ihn auf einem Streichholzheftchen: 

He wasn’t worried / At least he wasn’t alone (too late)

He sleeps with angels (too soon) / He’s always on someone’s mind

He sleeps with angels (too late) / He sleeps with angels (too soon)

Am 25. April 1994 nimmt Young den Song in den Complex Studios in Hollywood auf. In typischer Crazy-Horse-Manier entsteht ein wüster Jam von 21 Minuten Länge, der schlussendlich auf 2:44 Min heruntergebrochen und zum Titeltrack des Albums erkoren wird.

Natürlich konnte der kanadische Rocker nicht übersehen, dass mit Cobain etwas nicht stimmte. Neben der öffentlichen Drogensucht, chronischen Magenschmerzen, einem rigiden Tourplan und einer ziemlich exzentrischen Gattin litt der Nirvana-Kopf unter schweren Depressionen, die Songtiteln wie I Hate Myself And I Want To Die eine erschreckende Note verleihen. Wie Young in seiner Autobiografie Waging Heavy Peace verrät, hatte er versucht, Cobain eine andere Perspektive zu vermitteln, ihm den Druck zu nehmen und geraten, nur zu spielen, wenn ihm danach war. (In diesem Interview spricht er darüber.)

Generell zementiert Young auf Sleeps With Angels, der siebten Platte mit den treuen Begleitern von Crazy Horse, seine Patenschaft über die Grunge-Bewegung. Denn Neil Young ist immer schon ein Querdenker gewesen, ein Künstler, der kompromisslos auf seine innere Stimme vertraute. Diese Haltung lässt ihn bei den jungen Musikern gut aussehen; er steht für Integrität und kreativ-dreckiges Gitarrenspiel. 

Sleeps With Angels bildet hier keine Ausnahme und hält alles parat, was man von Neil Young hören möchte. Dazu gehören auch Eigensinnigkeiten wie Tatsache, dass Train Of Love und Western Hero zwar unterschiedliche Texte haben, aber musikalisch völlig identisch ausfallen. Daneben wabert sich das wunderbare Change Your Mind eine Viertelstunde lang meditativ durch hallschwangere Sphären, Piece Of Crap kommt tatsächlich punkig daher und könnte von den Minutemen oder den Meat Puppets stammen.

Es mutet schon bizarr an, dass eine veritable Laurel-Canyon-Hippie-Legende wie Young die Punk-Bewegung mit offenen Armen empfängt, hätte er doch in gewisser Weise durchaus ihr Feindbild verkörpern können. Doch Neil Young schlägt immer einen Haken, wenn es ihm zu eng wird, und zieht hellwach sein eigenes Ding durch. Und es scheint, als wolle er auch nach Sleeps With Angels weiter aufarbeiten, dass er Kurt Cobain nicht helfen konnte: 1995 geht er mit Pearl Jam ins Studio, um Mirrorball einzuspielen. Damit hat der sture Genre-Hopper nun auch noch ein reines Grunge-Album in seiner ohnehin schon eklektischen Diskografie. Sleeps With Angels mag man als Vorstufe davon verstehen.

Depressiv? Hier bekommst du Hilfe: Wenn du selbst depressiv bist oder Selbstmordgedanken hast, kontaktiere bitte umgehend die Telefonseelsorge (www.telefonseelsorge.de). Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhältst du Hilfe von Beratern, die dir Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können.

Zeitsprung: Am 14.5.1969 erscheint „Everybody Knows This Is Nowhere“ von Neil Young.

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Popkultur

Eine Lektion in Live-Rock: Wie Deep Purple mit „Made In Japan“ einen Volltreffer landeten

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Deep Purple
Titelfoto: Koh Hasebe/Shinko Music/Getty Images

Als Deep Purple am 9. August 1972 in Japan landen, um ihre erste Tour im „Land der aufgehenden Sonne“ zu spielen, wissen die Briten noch nicht, dass sie in den nächsten Tagen eins der legendärsten Live-Alben aller Zeiten einspielen werden. Im Gegenteil: Sie wehren sich sogar ein bisschen dagegen.

von Timon Menge

Hier könnt ihr euch Made In Japan anhören:

Eigentlich möchten Deep Purple gar kein Live-Album veröffentlichen. Doch als die Briten am 15. August 1972 zum ersten Mal in Japan auftreten, lassen sie sich von ihrer Plattenfirma zu einem Mitschnitt überreden. Die Band stellt ein paar Bedingungen: Die Musiker möchten das Equipment selbst aussuchen, genau wie den Produzenten. Außerdem verlangen sie ein Vetorecht, was die Veröffentlichung der fertigen Aufnahmen betrifft. Drei Shows an drei Tagen spielen Deep Purple in ihrer Mark-II-Besetzung — und dabei entsteht nicht weniger als eins der beliebtesten Hard-Rock-Live-Alben aller Zeiten. Doch beginnen wir vorne.

Im Sommer 1972 haben Deep Purple den Rockolymp längst erklommen. Mit Alben wie Deep Purple In Rock (1970), Fireball (1971) und Machine Head (1972) konnte das Mark-II-Line-up drei rockgeschichtsträchtige Platten veröffentlichen. Sowohl in ihrer britischen Heimat als auch in Deutschland und den USA gelangen den Musikern herausragende Erfolge. Sogar in Japan kommen Deep Purple hervorragend an und landen gleich mehrere Hit-Singles in dem ostasiatischen Staat. Kein Wunder also, dass die Briten ins Flugzeug steigen und eine kleine Japan-Tour in Angriff nehmen. Innerhalb kürzester Zeit ist die Konzertreise ausverkauft — und das Label kommt auf eine Idee.

Made In Japan: Das erste Hard-Rock-Live-Album von Deep Purple

Mit Concerto For Group And Orchestra((LINK)) hatten Deep Purple 1969 zwar bereits ein Live-Album veröffentlicht, doch klassischen Hard Rock gibt es auf der Platte nicht zu hören. Den ersten Aufenthalt in Japan möchte Warner Bros. Records deshalb nutzen, um ein Konzert der britischen Band mitzuschneiden. Deep Purple haben daran zunächst wenig Interesse, lassen sich aber überreden und engagieren für die Aufnahmen ihren damaligen Stammproduzenten Martin Birch. Sieben Stücke erscheinen schließlich auf Made In Japan. Von der ersten Show in Osaka am 15. August schafft es nur ein einziger Song auf das Live-Album: Smoke On The Water.

Die restlichen Aufnahmen für Made In Japan entstehen in den beiden Folgetagen in Osaka und Tokio und weichen teils stark von den Studioversionen ab. So nehmen sich Deep Purple für das Stück Space Truckin’ fast 20 Minuten Zeit, während die Variante auf Machine Head keine fünf Minuten dauert. Lazy verlängern die Briten immerhin um mehr als drei Minuten. Überhaupt: Made In Japan lebt davon, dass Deep Purple auf dem Album der ganzen Welt zeigen, dass sie deutlich mehr drauf haben, als nur wiederzugeben, was sie im Studio einspielen. Ob Ritchie Blackmores Virtuosität an der Gitarre oder das faszinierende Orgelspiel von Tastenzauberer Jon Lord: Deep Purple können.

Deep Purple auf dem Höhepunkt ihres Könnens

Zunächst soll Made In Japan ausschließlich in Japan erscheinen und genau davon gehen Deep Purple auch bis zum Schluss aus. Zum Mix erscheinen nur Bassist Roger Glover und Schlagzeuger Ian Paice; der Rest der Band nimmt sich frei. Die Plattenfirma nimmt es mit ihrem Wort allerdings nicht ganz so genau und veröffentlicht Made In Japan entgegen der Abmachung weltweit. Innerhalb kürzester Zeit erobert das Album den Planeten, landet in vielen Ländern unter den Top 10 und spielt sich mitten ins Herz der allermeisten Krachmusikliebhaber*innen. Keyboarder Jon Lord soll später über die Platte sagen: „Die Band war damals auf dem Höhepunkt ihres Könnens.“ Und das glauben wir ihm sofort.

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Tourstress, ein Casinobrand und das nahende Ende von Mark II: Wie Deep Purple unter widrigsten Umständen ihre legendärste Platte “Machine Head” ablieferten

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Zeitsprung: Am 15.8.1969 beginnt das Woodstock-Festival.

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Anekdoten, Jubiläen und wilde Geschichten: Was an diesem Tag in der Welt der Musik passiert ist, lest ihr täglich in unserem Zeitsprung. Heute: 15.8.1969.

von Timon Menge und Christof Leim

Was sich vom 15. bis zum 18. August 1969 im amerikanischen Ort Bethel im Staat New York zugetragen hat, gilt als die Mutter aller Festivals. Mehr als 400.000 Zuschauer strömen während jener vier Tage auf das Woodstock-Gelände, doppelt so viele, wie erwartet. Auf der Bühne zelebrieren Musiker wie Jimi Hendrix und Creedence Clearwater Revival die Hippiekultur — und läuten gleichzeitig ihr Ende ein.

Hier könnt ihr euch einige Auftritte von Woodstock anschauen und anhören:

Der offizielle Name der Veranstaltung lautet Woodstock Music & Art Fair resents An Aquarius Exhibition – 3 Days of Peace & Music. Das Line-Up umfasst hochkarätige Künstler wie Joan Baez, Santana, Grateful Dead, Creedence Clearwater Revival, Janis Joplin, The Who, Jefferson Airplane, Joe Cocker und zum krönenden Abschluss Jimi Hendrix. Immer wieder Mittelpunkt: die Hippiekultur auf ihrem Zenit sowie ausschweifende Kritik am tobenden Vietnamkrieg. So verewigt sich Hendrix beispielsweise mit seiner ganz eigenen Version der US-Nationalhymne in den Musikgeschichtsbüchern.

Entgegen dem Mythos, es habe sich um ein unkommerzielles Friedensfestival gehandelt, verfolgen die Woodstock-Veranstalter vor allem monetäre Interessen. Das äußert sich auch in zahlreichen organisatorischen Missständen, die den Verlauf des Events zwar erschweren, letztlich aber nicht an ihrem Legendenstatus kratzen. Trotz aller Widrigkeiten behält die Welt Woodstock bis heute nicht nur für den ausschweifenden Konsum von Mittelchen wie LSD und Marihuana im Gedächtnis, sondern vor allem für die friedliche Stimmung.

Das Gelände für die Jahrhundertveranstaltung stellt der amerikanische Farmer Max Yasgur zur Verfügung. Im Nachgang erhält er zwar überwiegend Lob für diese Entscheidung, wird allerdings auch stark angefeindet. So erhält er schon im Vorfeld Drohanrufe. Nach dem viertägigen Festival erteilt der örtliche Supermarkt ihm ein Hausverbot, ein paar Monate später verklagen seine Nachbarn ihn sogar und stellen Schadensersatzansprüche, weil die Woodstock-Besucher durchaus Spuren der Verwüstung hinterlassen haben.

Bis heute gilt Woodstock als wichtigstes Festival aller Zeiten. Ob musikalisch, politisch, gesellschaftlich oder popkulturell: Die „3 Days of Peace & Music“ markieren bis heute einen Höhepunkt der Hippiekultur — aber auch in gewisser Weise ihren Tod und das Ende der unbedarften Sechziger. In den Siebzigern erfährt die Musikindustrie endgültig ihre Kommerzialisierung, alles wird professioneller, aber auch schnelllebiger. Vermutlich auch deshalb bleibt Woodstock nach wie vor das, was es jahrzehntelang war: ein Mythos.

Zeitsprung: Am 18.8.1969 beendet Jimi Hendrix das legendäre Woodstock Festival.

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