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Popkultur

Zeitsprung: Am 22.12.2002 stirbt Joe Strummer von The Clash unerwartet mit nur 50 Jahren

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Anekdoten, Jubiläen und wilde Geschichten: Was an diesem Tag in der Welt der Musik passiert ist, lest ihr täglich in unserem Zeitsprung. Heute: 22.12.2002.

von Christof Leim

Heute vor 15 Jahren ist ein wichtiger und vor allem vielseitiger Rocker von uns gegangen: Joe Strummer, bekannt vor allem als Sänger und Gitarrist von The Clash. Einige ziemlich große Rock-Punk-Songs gehen auf sein Konto: Wer Should I Stay Or Should I Go, London Calling oder Rock The Casbah nicht kennt, hat in der Disko nicht aufgepasst. Leider wurde Strummer nur 50 Jahre alt. Schauen wir zurück auf das Schaffen eines wichtigen Songwriters.


Hier gibt’s die besten Songs von The Clash zur Lektüre:


Joe Strummer kommt am 21. August 1952 in Ankara als John Graham Mellor auf die Welt. Sein Vater arbeitet als Diplomat, also wächst der kleine John in Kairo, Mexico City und Bonn auf. Die Rock’n’Roll-Infektion passiert mit Little Richard und den Beach Boys. Er lernt Gitarre zu spielen, musiziert mit seiner Band 101ers auf der Straße und nennt sich fortan Joe Strummer. 1976 gehört er zu den Gründern von The Clash, die erste Show passiert am 4. Juli des Jahres in Sheffield im Vorprogramm der Sex Pistols.



The Clash veröffentlichen zwischen 1977 und 1985 sechs Platten und gehören zu den wichtigsten Gruppen der ersten Punkwelle aus England. Mit Give ‘Em Enough Rope (1978) schafft es die Truppe auf Platz zwei der UK-Charts, bei London Calling (1979) werden die USA hellhörig, für Combat Rock (1982) gibt es schon mehrfach Platin. 


Das ikonische Cover des dritten The Clash-Albums London Calling von 1979.

Texte und Attitüde sind dabei stets hochpolitisch, die Musik geht über Rock hinaus und streift Reggae, Ska, Dub, Funk und Rockabilly. Damit klingen The Clash anderes als Punk-Zeitgenossen wie die Sex Pistols, die ebenso viel popkulturelles Statement wie veritable musikalische Aussage darstellen.



Nach dem Zusammenbruch von The Clash startet Joe Strummer eine Solokarriere sowie die Bands Latino Rockabilly War und The Mescaleros, geht mit The Pogues auf Tour, moderiert seine eigene Radiosendung bei der BBC und arbeitet als Schauspieler und Soundtrack-Komponist. So wirkt er unter anderem bei den Filmen Sid & Nancy, Walker, Straight To Hell, Mystery Train und Grosse Pointe Blank mit. Außerdem wird er 1998 in einer Episode der Simpsons verewigt und spielt auf Chef Aid: The South Park Album. Ein vielbeschäftigter Mann. Am 22. Dezember 2002 allerdings stirbt Joe Strummer zu Hause in Broomfield, Somerset völlig unerwartet an einem nicht diagnostizierten Herzfehler.



2003 nimmt die Rock & Roll Hall Of Fame ihn und The Clash posthum in ihre Reihen auf. In den folgenden Jahren zollen Bands wie die Beatsteaks, Die Toten Hosen, The Gaslight Anthem und Stiff Little Fingers musikalisch Tribut, Dropkick Murphys-Sänger Al Barr gibt seinem Sohn sogar den Namen Strummer. Die Musik und Einstellung von Joe Strummer wirken also weiter. Rest in peace.



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