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Popkultur

Bob Dylan – 75. Geburtstag im Spiegel der Presse

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Bob Dylan feiert heute seinen 75. Geburtstag. Er prägt die Popmusik mit seiner Poetik und seiner unverwechselbaren Stimme. Kratzig und nuschelnd singt er sich in unser kollektives Popgedächtnis mit Songs, die die Zeit überstehen. Unvergessen sind Like A Rolling Stone, Blowing In The Wind, Mr. Tambourine Man, Hurricane , Knocking On Heavens’ Door oder One More Cup Of Coffee – um nur ein paar zu nennen. Die Liste lässt sich noch unzählig weiter führen, jeder hat seine eigenen Favoriten und wenn er singt The Times They Are A Changing sind seine Lieder doch die Konstanten, die die Zeit überdauern werden und einen Soundtrack für die Ewigkeit bilden.



Wir haben für euch die Stimmen der Deutschen Presselandschaft zusammengefasst und verneigen uns vor einem musikalischen Genie.

Im Deutschlandfunk wendet sich Andreas Horchler den musikalischen Wandlungen zu: „Und sobald etwas über seine Musik oder seine Texte festzustehen schien, bewegte sich Mr. Zimmerman (Anm. d. Red.: Robert Allen Zimmermann ist sein gebürtiger Name)  in eine ganz andere Richtung, von Folk zu Rock, von Protest zu Frömmigkeit, vom Weltverbesserer zum Eremiten.“

Auf Zeit Online beschreibt Rüdiger Schaper Bob Dylan als Picasso der Popmusik, der es vermag das Bild seiner Generation in intellektuelle, literarische Musik zu verwandeln und sich der politischen Vereinnahmung entzieht: „Bob Dylan hat das Intellektuelle, Literarische in die populäre Musik gebracht, ihr Zeitmaß und ihre Bildersprache verändert. Es war eine notwendige Korrektur, so wie Picasso und die Kubisten Anfang des 20. Jahrhunderts das neue Bild der Welt einfingen. (…)Gegen politische Vereinnahmung hat er sich aber heftig gewehrt, sich allen erdrückenden Umarmungen entzogen. Vielleicht wurde er ja auch gerade deshalb zur “Stimme seiner Generation”. Er sah aus einer gewissen Entfernung, was da los war. Wer mitten im Getümmel steckt, kann nicht gut beobachten.“


Schaut euch hier Bob Dylans Auftritt beim Newport Folk Festival mit Mr. Tambourine Man an:


 

Die Tagesschau hangelt sich mit Foto durch sein Leben und zeichnet dieses anhand seiner Biografie nach: „Don’t think twice, it’s alright.“

Für Carsten Heidböhmer vom Stern sind die musikalischen Wandlungen und Maskierungen Ausdruck einer tiefen Suche nach Wahrheit und er lobt ihn als größten noch lebenden Songschreiber: „Dylans ständige Wandlungen sind Ausdruck einer Suche. Der Suche nach etwas Fundamentalem, einer tiefen Wahrheit. Genau diese Wahrheit versucht er mithilfe der Musik zu finden. Deutlich wird dies in der Art, wie er eigenes und fremdes Material behandelt. (…)Die Großspurigkeit kann er sich leisten. Bob Dylan ist der größte noch lebende Songschreiber. Die Bescheidenheit ist nur ein Zeichen seiner Weisheit.“



Wolfgang Niedecken (BAP) gratuliert einem seiner großen Idole in einem Interview, dass Matthias Bieber von der tz geführt hat: „Ich habe von Bob Dylan sehr viel gelernt. Wie strukturiere ich einen Song? Wie lasse ich einen Text fließen, wie reduziere ich ihn? Überhaupt die Reduktion: Da ist Bob Dylan ein Meister, und das liegt mir ebenfalls. (…) Alles Gute, Bob!”

Den Worten von Wolfgang Niedecken können wir uns nur anschließen und sagen: Happy Birthday, Bob Dylan!

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