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Popkultur

Die musikalische DNA von Huey Lewis

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Rockstars sind im Allgemeinen nicht dafür bekannt, bodenständig und bescheiden zu sein. Im Gegenteil: Sie dürfen es überhaupt nicht sein – sonst wären sie ja keine Rockstars! Oder? Nun ja, Hugh Anthony Cregg III ist ein spezieller Fall. Wer? Na, Huey Lewis natürlich. Hä, wer? Na, der mit The Power of Love! Nein, nein – nicht der Frankie Goes To Hollywood-Song. Erinnert ihr euch denn nicht an Zurück in die Zukunft? Oder an die Szene aus American Psycho, in der Patrick Bateman sein nächstes Opfer mit einer Analyse von Huey Lewis & The News einlullt, bevor er ihn zu den Tönen von Hip To Be Square mit einer Axt hinrichtet? Na, ist der Groschen gefallen? Wer sich nicht an Huey Lewis & The News erinnert, hat die achtziger Jahre entweder nicht erlebt oder kann sich nur nicht erinnern – bei diesem Jahrzehnt durchaus verzeihlich.


Hört euch hier einen Vorgeschmack der musikalischen DNA von Huey Lewis an:

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Für die ganze Playlist klickt auf „Listen“.

Falls ihr euch nun nach seinem Befinden fragt: Huey Lewis geht es nach wie vor spitze und er weint nicht vergangenen Tagen hinterher. „Immerhin konnten wir unsere 15 Minuten Ruhm eine echte Viertelstunde lang genießen“, erklärte er gegenüber dem Rolling Stone in Anspielung auf den ikonischen Ausspruch des Künstlers Andy Warhol. „Heutzutage bekommt niemand mehr 15 Minuten. Es sind höchstens dreieinhalb oder so.“ Da spricht jemand, der seine Zeit im Rampenlicht voll ausgekostet hat und sich nicht grämt, weil er seitdem eher durchschnittlichen kommerziellen Erfolg für sich verbuchen konnte. Immerhin: In den achtziger Jahren war leidenschaftliche Mundharmonika-Spieler der größte Rockstar der Welt und prägte den Sound eines ganzen Jahrzehnts. Darauf lässt es sich schon mal bequem ausruhen, oder? Zudem er weiterhin an Musik feilt, vor allem für gefeierte Filmsoundtracks. Bodenständig, bescheiden und fleißig – das ist Huey Lewis.

Wo wir schon beim Film sind – legendär ist eine Szene aus American Psycho, in welcher der Psychopath Patrick Bateman über Huey und seine News referiert. „Er ist mit Elvis Costello verglichen worden“, erzählt Bateman darin Paul Allen, kurz bevor er dessen Blut durch die Gegend spritzen lässt. Stimmt das denn? Werfen wir mal einen Blick auf die musikalische DNA von Huey Lewis, um herauszufinden, welche Musik ihn wirklich beeinflusst hat!


1. Louis Armstrong – Ain’t Misbehavin’

À propos American Psycho: Huey Lewis hat sich über die Interpretation des Stücks durch den Romanautor Bret Easton Ellis sehr gefreut. Denn allgemein wird Hip To Be Square gerne missverstanden und als Lob auf die Spießigkeit interpretiert. Dabei wurde dem kleinen Hugh doch die Gegenkultur geradezu in die Wiege gelegt. Er wächst als Kind einer Künstlerin auf, die gerne Grateful Dead hört und sich im Dunstkreis der Hippies und der literarischen Beatnik-Bewegung herumtreibt. Der Vater hingegen ist ein Jazz-Fan und steckt auch den Filius mit seiner Leidenschaft an – wie auch später in dessen erster erfolgreichen Band Clover zu hören ist.

Noch bis heute betrachtet Huey Lewis die dreißiger und vierziger Jahre als den Höhepunkt der Populärmusik. „Von da an ging es bergab“, meinte er einmal resigniert in einem Interview. Was aber sein Jazz-Favorit ist? Natürlich Satch Plays Fats von Louis Armstrong, das allerdings im Jahr 1955 erstveröffentlicht wurde und auf dem Armstrong Stücke des Jazz-Pianisten Fats Weller wie beispielsweise Ain’t Misbehavin‘ neu interpretierte. „Die Platte spielt außerhalb jeder Wertung“, schwärmte der 1950 geborene Rocker über die Armstrong-LP, die er in jedem Fall auf die einsame Insel mitnehmen würde.


2. Nick Lowe – I Knew The Bride (When She Used To Rock’n’Roll)

In so einem Elternhaus wird natürlich kein Konformist großgezogen. Huey Lewis lernt sein Handwerk auf den Straßen der USA und von Europa, schlägt sich mit seinem Mundharmonikaspiel durch die Welt. In Spanien kann er sich auf einem Trip mit seinen Künsten genug Geld erspielen, um sich den Flieger zurück in die Heimat zu leisten. Ziemlich beeindruckend für einen vagabundierenden Musiker, oder? Nach Europa soll es ihn auch später mit seiner Band Clover ziehen, nachdem Nick Lowe die Band in Los Angeles bei einem Konzert erlebt und nach Großbritannien einlädt. Doch das Timing ist miserabel: Im UK wird der folkige Pub Rock-Sound 1976 vom Punk überschattet, die Chance scheint vertan.

„Johnny Rotten spuckte einem NME-Reporter ins Gesicht und alles war vorüber“, fasste Huey die Geschichte zusammen. „Nick Lowe sollte unsere Platte produzieren, und dann kamen Elvis Costello und Wreckless Eric und schließlich The Damned. Sie starteten Stiff Records, heuerten den Produzenten John ‚Mutt‘ Lange an und sagten: ‚Lass es uns in Amerika versuchen!‘“ Die Freundschaft zwischen Lewis und Lowe beschädigte das aber nicht. Auch als Musiker übrigens verstanden die beiden sich stets prächtig, wie auch das The News-Cover von I Knew The Bride (When She Used To Rock’n’Roll) beweist. Der Lowe-Sound beeinflusste den von Huey Lewis maßgeblich, wie zu hören ist. Obwohl dieser selbst meinte, dem Stück ein „ganz schönes Techno-Feeling verpasst“ zu haben.


3. Elvis Costello – Mystery Dance

À propos Elvis Costello, à propos England: So ganz untätig reisten Clover nicht aus dem Königreich ab. Als sie dort landeten, brach zwar die Punk-Epidemie aus, doch Stiff Records heute Clover für einen anderen Job an. Elvis Costello wollte nämlich seine Karriere starten. „Sie brauchten eine Band für Elvis und haben ihn deshalb mit uns zusammengesteckt“, erinnerte sich Huey. „Ich entsinne mich an die erste Probe mit den Jungs. Alle sagten zu mir: ‚Die Lyrics von dem Typen sind klasse. Glaub uns, der bringt‘s!‘“ Damit hatten sie schließlich auch nicht unrecht, denn Costello sollte einer der größten Rockexporte aus dem UK werden!

Huey selbst war bei den Aufnahmen nicht dabei. „Alex, der Lead-Sänger von Clover, und ich nahmen zwei Wochen Urlaub und fuhren nach Amsterdam“, schmunzelte er in einem Radio-Interview. Wer nicht gebraucht wird, kann sich eben den schönen Dingen im Leben widmen. Was sie dort gemacht haben? „Viele Filme geschaut“, scherzte Huey. Alles klar… So oder so: Obwohl sich das Gerücht hartnäckig hält, so ist auf Costellos My Aim Is True-Album keine Mundharmonika von Huey zu hören. „Aber die Mundharmonika, die nicht auf der Platte zu hören ist – die habe ich gespielt“, frotzelte ein gut aufgelegter Huey im selben Interview. Na dann…


4. Thin Lizzy – Baby Drives Me Crazy

Die Musik Costellos sollte eine Konstante in Hueys Karriere bleiben, wie nicht allein die ikonische Passage aus American Psycho beweist. Mit einer anderen Band verband ihn allerdings noch viel mehr. Auch sie lernte er allerdings in seiner Zeit bei Clover kennen: Thin Lizzy waren die irische Hardrock-Band ihrer Zeit und hatten mit Phil Lynott einen der wohl besten Frontmänner im ganzen Business. Und tatsächlich: Auf einigen Thin Lizzy-Platten ist das markante Mundharmonikaspiel Hueys zu hören, darunter auch das legendäre Live and Dangerous-Album. Im Song Baby Drives Me Crazy liefert Huey ein himmlisches Solo ab.

„Phil war der beste Rock-Performer, den ich je gesehen habe“, erinnerte sich Huey in einem Interview an den tragisch verstorbenen Kollegen. „Er war außerdem eine wundervoll großzügige Person und ein guter Freund. Er hat so viele der heutigen Rock-Musiker beeinflusst. Er sollte in der Rock and Roll Hall of Fame sein!“ Besonders an Lynott gefiel Huey immer die Bühnenpräsenz des Kumpels, den er selbst als „Mentoren“ bezeichnete. Mit Kopfschütteln erinnert er sich an das erste gemeinsame Konzert von Clover und Thin Lizzy: Er und seine Kollegen warteten nervös hinter dem Vorhang, draußen schrie die Crowd begierig nach den Iren. „Und dann geht der Vorhang auf und voilà: ‚Ladies und Gentlemen – Clover!‘“, lachte er.


5. Bob Dylan – Hard Travellin‘

Die Zeiten in Europa haben Huey in jeder erdenklichen Hinsicht geprägt, sein eigener Sound aber bezieht sich klar aus der US-amerikanischen Tradition seiner Heimat. Dort wurde der Blues im Mississippi-Delta geboren und vom schwitzigen Rhythm and Blues der Südstaaten aufgepäppelt, bis ihn Elvis Presley und andere dem weißen Mainstream beibrachten. Doch die USA haben musikalisch natürlich noch mehr zu bieten und Huey wird euch jederzeit den Einfluss von Country-Legenden oder dem Folk-Barden Bob Dylan auf sein Schaffen bestätigen. Auch wenn das Verhältnis zum kauzigen Robert Allen Zimmermann sich nicht immer einfach gestaltete.

Besonders denkwürdig scheinen Huey heute noch die Aufnahmen zur Charity-Single We Are The World. „Ich erinnere mich dran, in einer Pause mit Willie Nelson über Golf gesprochen zu haben. Dylan kam rüber und meinte: ‚Ihr Kerle sprecht über Golf? GOLF? Das ist ungeheuerlich!‘“, lachte Huey. „Ich meinte nur: Nein, Bob. Nashville Skyline war ungeheuerlich. Golf ist Golf.“ Dennoch schickte ihm Dylan eines Tages ein Stück – doch Huey nahm es nie auf! „Es war ziemlich gut“, kopfschüttelte er zerknirscht. „Wenn es um Bob Dylan geht, fange ich zu zittern an.“ Besonders viel Ehrfurcht hat er vor dem Arbeitseifer des Hard Travellin‘-Sängers. „Auf der Bühne zu stehen ist das Schönste auf der Welt für ihn und deshalb macht er das alles.“


6. Isaac Hayes – Soulsville

Neben Jazz, Rock und seinen Vorläufern sowie Country und Folk hat Huey noch eine ausgewiesene Schwäche für den Soul. Lieber noch als den sanften, samtigen Trademark-Klang der Motown-Platten scheint ihm der Rock-verwurzelte Stax-Sound zu sein. Zwar erinnert er sich ebenso gern daran, mit seinen Idolen Stevie Wonder und Bruce Springsteen auf der Bühne gestanden zu haben, sein Herz pochte aber noch für den Rhythm and Blues. „Als wir im Kindesalter ins Filmore gegangen sind, habe ich mir nicht Jefferson Airplane angeschaut, sondern Muddy Waters.“ James Cotton, Otis Redding – sein Herz schlug immer schon für eine bestimmte Art von Blues, Rock und Soul, wie sie vor allem in Memphis gebraut wurde.

Am deutlichsten wird das mit Blick auf Soulsville, auf dem Huey 2010 dem Label Stax eine ganze Tribute-Platte widmete. Neben der Musik von Solomon Burke oder Isaac Hayes, von dem sich die Platte ihren Titel lieh, war Huey auch stets von den sozialpolitischen Implikationen des Stax-Imprints begeistert. „Schau dir Booker T. und die MGs an – zwei Schwarze und zwei Weiße. Deren Gesichter konntest du damals nicht aufs Cover packen“, erzählte er eifrig. „Wenn du über diese integrativen Musik-Sessions im Süden während der Fünfziger und Sechziger nachdenkst, damals war die Gesellschaft ja noch segregiert… Jetzt haben wir eine integrierte Gesellschaft – aber segregierte Musik!“


7. Steely Dan – Hey Nineteen

Es überrascht kaum, dass der Sohn einer Hippie-Mutter, der schon in jungem Alter viel von der Welt sah, nichts von Rassismus hält. Allgemein ist der Jazz-Fan kein Freund von irgendwelchen Reinheitsgeboten, wie sich auch in seiner Musik zeigte. Mit den News brachte er Rock-Musik auf ein neues Level, weil er nicht davor zurückschreckte, neue Mittel einzusetzen. „Unser Stil war, etwas Altes zu nehmen und was Neues draus zu machen“, sagte er lakonisch. Was das bedeutete? „Dass es unsere Idee war, moderne Technologie als Kuchen zu nehmen und Saxofon und Stimme darüber zu streichen, als wäre es Zuckerguss.“ So, so!

Ausschlaggebend war die legendäre Fusion-Band Steely Dan, die mit gutem Beispiel voranging. „Damals gab es kein Internet, keine Jam-Band-Szene. Das Kurzwellenradio war komplett durchprogrammiert und es gab keinen direkten Weg zum Erfolg“, rekapitulierte Huey die Anfangstage seiner Band. Als die Band aber an den Aufnahmen zu Sports saß, hörten sie das 1980 veröffentlichte Steely Dan-Stück Hey Nineteen. „Sie haben es mit einer LinnDrum aufgenommen“, erinnerte er sich. Er erinnert sich aber nicht ganz korrekt: Die Drummachine wurde erst 1982 eingeführt, Steely Dan hatten einen Tontechniker dazu engagiert, ihnen eine eigene Maschine – genannt „Wendel“ – maßzuschneidern. Wie dem aber auch sei: Mit dem Einzug von elektronischen Mitteln in die Rock-Welt brach ein neues Zeitalter an.


8. Ernest Gold – Theme From Exodus

Ja, die Zeiten ändern sich und das nicht immer unbedingt zum Besseren. Das musste Huey am eigenen Leib erfahren, denn seine 15 Minuten Ruhm waren nach dem Erfolg seines Überalbums Sports bald wieder herum. Gut, dass er sich schon zu Anfangszeiten ein zweites Karrierestandbein aufbaut. Exodisco lautete der Titel einer recht ungewöhnlichen Cover-Version vom Exodus Film-Theme, den ursprünglich Ernest Gold geschrieben hatte. Gemeinsam mit den News machte Huey 1979 eine fast fünfminütige Disco-Nummer aus dem ikonischen Stück, damals noch unter dem Namen American Express.

Das Interesse für Film-Soundtracks sollte sich im Laufe der Jahre verstärken und bald schon saß Huey selbst hinter den Reglern und war natürlich – siehe Zurück in die Zukunft – in einer Reihe von Filmen und Fernsehserien zu sehen. Exodisco landete ihm nicht nur einen Plattenvertrag mit Phonogram, sondern stand auch am Anfang seiner umfassenden Arbeit als Filmkomponist (für etwa Pineapple Express) beziehungsweise als Musiker, dessen Stücke in ikonischen Filmen eine zentrale Rolle spielen (beispielsweise Big).


9. Smokey Robinson – Cruisin’

Nicht nur auf dem Soundtrack, sondern auch in den Credits einiger Filme ist Hueys Name zu lesen gewesen. So auch im Streifen Traumpaare, der eine eher kuriose Geschichte erzählt. Huey ist darin als ein abgehalfterter Karaoke-Sänger zu sehen, der bei der Beerdigung seiner Ex-Frau eine junge Dame kennenlernt. Schnell stellt sich raus, dass es sich bei der mysteriösen Liv um seine Tochter handelt, von der er bis zu diesem Zeitpunkt gar nichts wusste. Was läge also näher, gemeinsam an einem Karaoke-Wettbewerb teilzunehmen? Genau: Eine ganze Menge. Aber so verworren ist die Story des Films eben…

Kruder Plot hin oder her, im Film überrascht die sonst nur als Schauspielerin bekannte Paltrow im großen Finale des Wettbewerbs mit einer tollen Singstimme. Die Chemie zwischen den beiden scheint zwar nicht unbedingt zu stimmen, das allerdings mag auch an den Lyrics liegen: „This is not a one-night-stand…“ heißt es beispielsweise in Cruisin‘. Ist das wirklich der richtige Song für ein Vater-Tochter-Duett? Sei’s drum. Das Original, einer der größten Smokey Robinson-Hits für Motowns Tamla-Sublabel, hatte immer zwei gefunden, die den Sound des Stücks perfekt einfangen konnten.


10. Ray Parker Jr. – Ghostbusters

Womit wir gleich beim Thema wären: Das tat jemand anderes auch mit I Want A New Drug von Huey Lewis & The News, was dem aber so gar nicht schmeichelte. 1984 zog er sogar vors Gericht, um Ray Parker Jr. zur Verantwortung zu ziehen. Der Name sagt euch nichts? Aber doch, klar! Erneut müsst ihr euer Achtziger-Wissen aktivieren. Woran nämlich denkt ihr, wenn wir „Who you gonna call?“ rufen? Richtig, Ghostbusters! Laut Huey hatte ihn der Kollege dreist für den legendären Theme-Song des Blockbusters beklaut.

Die beiden konnten sich außergerichtlich einigen, doch der Streit war noch lange nicht beigelegt: 2001 verklagte nunmehr Parker Lewis dafür, in einer Behind the Music-Episode über den Prozess gesprochen zu haben, obwohl er eigentlich eine Geheimhaltungsvereinbarung unterzeichnet hatte. Uff! Noch bis heute ist Huey sichtlich genervt, wenn er darauf angesprochen wird. Mehr konnte er sich für Weird al Yankovics grandiose Coverversion I Want A New Duck erwärmen – und metzelte den Kollegen doch mit einer Axt nieder. Nein, nicht im echten Leben, sondern nur für einen Videoclip, in welchem die beiden die legendäre Szene aus American Psycho persiflierten. Typisch Huey: bescheiden, bodenständig, selbstironisch – nicht viele Rockstars können das von sich behaupten!


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Popkultur

„The Wall“ als Film: Roger Waters’ holpriger Weg ins Kino

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Pink Floyd spielen "The Wall"
Foto: Rob Verhorst/Redferns/Getty Images

Als Pink Floyd im Jahr 1979 ihr monumentales Konzeptalbum The Wall vorlegen, denkt Mastermind Roger Waters schon längst über eine Verfilmung der Geschichte nach. Genau dazu kommt es wenig später auch — allerdings auf großen Umwegen, mit viel Streit und einem enttäuschenden Ergebnis.

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von Timon Menge

Hier könnt ihr euch The Wall von Pink Floyd anhören:

Mitte der Siebziger hängt der Haussegen bei Pink Floyd mächtig schief. Frontmann Roger Waters reißt Stück für Stück die kreativen Belange an sich, Gitarrist David Gilmour fühlt sich deshalb übergangen. Keyboarder Richard Wright kommt ohnehin zu kurz, doch die Schuld dafür gibt sich der typische Klassenstille später selbst. Als sich die Musiker auch noch um Tantiemen streiten und Gilmour zum ersten Mal Papa wird, übernimmt Waters noch mehr künstlerische Kontrolle. Quasi im Alleingang schreibt er das Konzeptalbum The Wall, das eine Kette von Ereignissen nach sich zieht. Da wären zum Beispiel der Rauswurf von Keyboarder Wright oder die aufwändige The Wall-Tour. Waters hat mit der Platte aber noch etwas anderes vor: Er möchte die Geschichte als Film auf die große Leinwand bringen.

The Wall: ein autobiografisch angehauchtes Meisterwerk

Die Handlung von The Wall lässt tief in Waters’ eigene Biografie blicken: Rockmusiker Pink leidet unter dem Tod seines Vaters im Zweiten Weltkrieg, unter seiner überfürsorglichen Mutter und unter seinem Dasein als Rockstar, der sich zunehmend von seinem Publikum isoliert fühlt — genau wie Waters während der ersten Pink-Floyd-Stadion-Shows im Rahmen der In The Flesh-Tour. Auch Schulprobleme aus der Kindheit und schwierige Liebesbeziehungen machen Pink zu schaffen. So demütigt ein Lehrer ihn zum Beispiel, indem er Pinks Gedichte laut vor der Klasse vorliest. Später findet der Rockstar heraus, dass ihn seine Frau betrügt und versucht, den Schmerz mithilfe eines Groupies und schließlich mit Drogen zu bekämpfen. Jede Enttäuschung sorgt für „another brick in the wall“, die Pink um sich errichtet. Am Ende laufen all seine negativen Erfahrungen zusammen.

Einen Film plant Waters schon vor der Produktion des Albums. Live-Aufnahmen sollen darin vorkommen, genauso wie Animationen aus dem Pinsel von Gerald Scarfe, der schon die LP von The Wall gestaltete. Auf dem Regiestuhl sollen Alan Parker und Michael Seresin sitzen, Waters möchte als Pink vor die Kamera treten. Doch dann kommt alles anders: Waters eignet sich nicht als Schauspieler, stattdessen übernimmt Boomtown-Rats-Frontmann Bob Geldof die Rolle. Der erzählt seinem Manager im Taxi noch, wie bescheuert er den Film findet — nicht wissend, dass Roger Waters’ Bruder am Steuer des Wagens sitzt. Live-Mitschnitte von Pink Floyd ergeben nach Waters’ Ausscheiden aus dem Cast keinen Sinn mehr, Seresin verlässt das Projekt daraufhin komplett. Übrig bleiben Parker, Waters und Scarfe. Harmonisch verläuft die Zusammenarbeit der Drei allerdings nicht …

Viel Ego, viel Film

Immer wieder geraten Musiker Waters, Regisseur Parker und Animateur Scarfe aufgrund ihrer Egos aneinander. Parker beschreibt den Filmprozess sogar als „eine der schlimmsten Erfahrungen meines kreativen Lebens“. Scarfe wiederum gibt in einem Interview mit dem Pink-Floyd-Magazin Floydian Slip zu Protokoll, er habe während der Dreharbeiten stets eine Flasche Whiskey im Gepäck gehabt. „Ich saß gegen neun Uhr morgens in meinem Auto und hatte eine Flasche Jack Daniel’s auf dem Beifahrersitz“, so Scarfe. „Ich trinke nicht viel, aber damals musste ich morgens einen Schluck nehmen, weil ich wusste, was auf mich zukam, und dass ich mich in irgendeiner Weise stärken musste.“ Roger Waters selbst genießt die Arbeit am The-Wall-Film auch nicht gerade, bezeichnet sie aber schlicht als „sehr zermürbende und unangenehme Erfahrung“.

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Die Premiere des Streifens geht am 23. Mai 1982 in Cannes über die Bühne, drei Wochen später folgt die Erstaufführung in London. David Gilmour und Nick Mason erscheinen als Gäste, Geldof und Scarfe lassen sich die Premiere natürlich ebenfalls nicht entgehen — genauso wenig wie Pete Townshend von The Who, Roger Taylor von Queen und Sting von The Police. Richard Wright bleibt wegen seines Rauswurfs zuhause. Zwölf Millionen US-Dollar kostet der The-Wall-Film unterm Strich, fast das Doppelte spielt er ein. Eigentlich handelt es sich bei dem Streifen also um einen Erfolg, doch Roger Waters ist nicht zufrieden. „Ich war am Ende ein bisschen enttäuscht“, verrät er 1988 in einem Interview. „Ich habe keinerlei Sympathie für den Hauptcharakter empfunden. Der Film war so ein Feuerwerk für die Sinne, dass ich als Zuschauer gar keine Chance hatte, mich richtig darauf einzulassen.“

„Was zum Teufel war das?“

Regie-Legende Steven Spielberg soll ein wenig direktere Worte gefunden haben und nach der Premiere in Cannes gefragt haben: „Was zum Teufel war das denn?“ The-Wall-Regisseur Parker behauptet später, dass ihn diese Reaktion gefreut habe: „In der Tat, ‚Was zum Teufel war das?‘ Niemand hatte so etwas bisher gesehen — eine wilde Mischung aus Live-Action, Storytelling und Surrealismus.“ Heute hat die The-Wall-Verfilmung ihren festen Platz in der Popkultur, nicht zuletzt aufgrund der charakteristischen Animationen von Scarfe. Zu den Sternstunden der Pink-Floyd-Geschichte zählt der Streifen aber sicher nicht.

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„Keeper Of The Seven Keys: Part I“: Als Helloween den Power Metal erfanden

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Helloween
Foto: Paul Natkin/Getty Images

Ursprünglich als Doppel-LP gedacht, veröffentlichen Helloween am 23. Mai 1987 den ersten Teil ihrer Keepers Of The Seven Keys-Saga. Die Schwelle zum Erfolg rückt näher, alle Zeichen stehen auf Durchbruch. Der große Knall gelingt der Band zwar erst ein Jahr später mit Part II — doch Part I sowie die Rekrutierung von Sänger Michael Kiske markieren wichtige Grundsteine für den jahrzehntelangen Erfolg der Hamburger.

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von Timon Menge

Hier könnt ihr euch Keeper Of The Seven Keys: Part I von Helloween anhören:

Als Helloween am 23. Mai 1987 ihr zweites Album Keeper Of The Seven Keys: Part I auf die Öffentlichkeit loslassen, steht die Band an einem Wendepunkt: Mit Walls Of Jericho hatte die Gruppe 1985 ein vielbeachtetes Debütalbum vorgelegt, mit Keeper Of The Seven Keys: Part II wird den Hamburgern 1988 der ganz große Durchbruch gelingen. Part I ebnet zwischenzeitlich den Weg dorthin. Doch was hat sich im Hause Helloween vom Debüt bis zu Keeper Of The Seven Keys: Part I eigentlich verändert?

„So anders als die letzte ist die Platte im Grunde genommen gar nicht“, findet Gitarrist Michael Weikath im Frühjahr 1987 in einem Interview mit dem deutschen Metal Hammer. So ganz recht hat er damit nicht: Nach ihrem ersten Album nehmen Helloween nämlich einen entscheidenden Personalwechsel vor — und holen Sänger Michael Kiske an Bord.

Kai Hansen: „Ich bin eher ein Schreihals.“

Dass Gitarrist Kai Hansen seinen Posten am Mikrofon räumt, liegt hauptsächlich daran, dass er sich als Sänger nicht wohlfühlt; vor allem das gleichzeitige Gitarrespielen ist ihm nicht geheuer. „Ich habe mich nie wirklich als Sänger gesehen“, verrät er im Interview mit dem britischen Classic Rock Magazine. „Ich bin eher eine Art Schreihals. Außerdem hat mir die Disziplin gefehlt. Saufen und Rauchen machen die Stimme nicht besser.“

Als Gitarrist rückt Hansen auf Keeper Of The Seven Keys: Part I in den Vordergrund, weil sein Sechs-Saiten-Kollege Michael Weikath wegen Krankheit nur sporadisch an den Sessions teilnehmen kann. Dadurch entsteht zum Beispiel der legendäre Song Future World, den Helloween als einzige Single von Part I auskoppeln. Auch das Stück Halloween stammt aus Hansens Feder. Untätig bleibt Weikath natürlich trotzdem nicht.

Mit A Tale That Wasn’t Right steuert der Gitarrist eine Ballade für die Ewigkeit bei, auch an Follow The Sign schreibt er mit. Freshman Michael Kiske komponiert das Stück A Little Time und leistet damit ebenfalls einen Beitrag zu der historischen Errungenschaft, die man Keeper Of The Seven Keys: Part I im Allgemeinen nachsagt: die Erfindung des Power Metal.

Klassischer Heavy Metal, unfassbare Geschwindigkeiten, symphonische Elemente, epische Texte: Wenn es um Drachen, Zauberer und jede Menge Doublebass geht, ist das Wörtchen „Power“ im Metal nicht weit. „Mir kam es damals nicht so vor, als hätten wir etwas großartig Neues geschaffen“, erinnert sich Kai Hansen im ClassicRock-Interview. „Niemand konnte damals etwas mit dem Begriff Power Metal anfangen, für uns war das einfach nur Heavy Metal. Das ist es auch heute noch. Was zum Teufel soll Power Metal denn sein?“

Keeper Of The Seven Keys: Part I — ein Überraschungserfolg

Eigentlich hätten Helloween Part I und Part II der Keepers Of The Seven Keys-Saga lieber als Doppel-LP veröffentlicht, doch bei einer Newcomer-Band möchte die Plattenfirma Noise Records vermutlich lieber auf Nummer sicher gehen. Wer hätte schließlich geahnt, dass Helloween heute zu den größten Namen der Krawallmusik-Szene zählen würden und dass ausgerechnet der Doppelschlag Keeper Of The Seven Keys: Part I und II so sehr dazu beitragen würden.

Schon kurz nach der Veröffentlichung landet Part I unverhofft auf Platz 15 der deutschen Albumcharts. „Dass wir in die normalen Charts kommen, das hat wirklich keiner von uns erwartet“, erzählt Gitarrist Weikath im MetalHammer-Interview. Mit Part II gelingt sogar der Sprung auf Platz fünf. „Ich frage mich wirklich, wo denn eigentlich die Leute sitzen, die das alles kaufen. Da scheint es wesentlich mehr von zu geben, als ich angenommen hatte.“ Gut so!

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Zeitsprung: Am 29.8.1988 erscheint „Keeper Of The Seven Keys: Part II“ von Helloween.

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Zeitsprung: Am 22.5.2001 erscheint das erste Bon Jovi-Livealbum „One Wild Night“.

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Bon Jovi

Anekdoten, Jubiläen und wilde Geschichten: Was an diesem Tag in der Welt der Musik passiert ist, lest ihr täglich in unserem Zeitsprung. Heute: 22.5.2001."

von Christof Leim

Keine Frage: Bon Jovi dominieren den Hard Rock der Achtziger. Mit Slippery When Wet (1986) und New Jersey (1989) liefern sie zwei Nummer-eins-Alben hintereinander ab, daneben empfehlen sie sich als fleißige und mitreißende Liveband, die fast pausenlos durch die größten Hallen und Stadien in aller Welt tourt. Alleine die Konzertreise für Slippery dauert 15 Monate (von Juli 1986 bis Oktober 1987), danach hängen die Herren für New Jersey nochmal unfassbare 16 Monate (von Oktober 1988 bis Februar 1990) dran. Einen (offiziellen) Konzertmitschnitt dieser glorreichen Zeit sucht man allerdings vergebens.

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Hier könnt ihr in One Wild Night: Live 1985-2001 reinhören:

Klickt auf „Listen“ für das ganze Album.

Die erste „richtige“ Liveplatte erscheint nämlich erst viel später, am 22. Mai 2001. Da hat sich die Welt der Rockmusik schon weitergedreht, Grunge und Crossover sind gekommen und wieder gegangen. Bon Jovi haben mehrjährige Pausen eingelegt, Soloalben veröffentlicht und sich immer mehr zu einer erwachsenen Rockband entwickelt, die Springsteen stilistisch näher steht als Kiss und Aerosmith. Zuletzt brachten sie im Sommer 2000 das Album Crush auf den Markt, eine weitestgehend entspannte, oft balladeske Angelegenheit. Als Liveband aber lassen sie weiter nichts anbrennen und füllen immer noch die Stadien.


Für One Wild Night: Live 1985-2001 beschränken sich die Musiker nicht auf die Aufzeichnungen einer Show oder einer Tour, sondern stellen Songs aus drei Phasen ihrer Karriere zusammen: von aktuellen Konzerten im Jahr 2000 und Shows von der Mitte der Neunziger, als junge Rockhörer auf ganz andere Sounds standen, sowie von einem Gig in Tokio 1985. (Ja, die Herren sind schon früh ordentlich rumgekommen.) Aufnahmen aus den ganz großen Jahren, also von den Megatouren zu Slippery und New Jersey, fehlen sonderbarerweise.



Mit der Songauswahl decken Bon Jovi dabei alle Phasen ihrer Karriere ab; es finden sich die offensichtlichen Hits (Livin’ On A Prayer, Bad Medicine et al.), locker-flockiges Neunziger-Zeug (Something For The Pain, Something To Believe In) und damals neues Material wie Just Older oder It’s My Life. Als alte Schätzchen gibt es den ersten Hit Runaway vom 1984er-Debütalbum und In And Out Of Love vom oft (und zu Recht) vergessenen Zweitwerk 7800° Fahrenheit.



Interessant wird es bei den Coverversionen: Im südafrikanischen Johannesburg lassen Bon Jovi eine treibende Version von Neil Youngs Rocking In The Free World vom Stapel, bei I Don’t Like Mondays singt sogar Bob Geldof mit. (Für die Komplettisten: Diese Aufnahme wurde schon auf der Doppel-CD-Variante von These Days (1995) veröffentlicht; drei Mitschnitte aus Zürich gibt es ebenfalls auf der The Crush Tour-DVD. ) Bei der letzten Nummer schließlich, dem titelgebenden One Wild Night 2001 handelt es sich um einen Remix eines Tracks von Crush. Diese neue Version wird auch als Single ausgekoppelt, ebenso der alte Gassenhauer Wanted Dead Or Alive.



Alles in allem repräsentiert die Platte gut den musikalischen Stand der Gruppe zur Jahrtausendwende. Bon Jovi erweisen sich als souveräne Liveband mit guten Gesängen und einem Frontmann, der die Menge anzuspornen weiß. Natürlich klingen unsere Helden mittlerweile im Vergleich zur ungestümen Hardrockerei der Achtziger ein gutes Stück erwachsener. Was vor allem heißt: Der Chef schreit nicht mehr so viel, und die Gitarre macht weniger „Brett“. Das Album erscheint am 22. Mai 2001 und schlägt sich recht wacker in den Charts mit hohen Platzierungen in Europa (Platz 3 in Deutschland) und einem 20. Rang in den USA. Der nächste Konzertmitschnitt Inside Out lässt dann wieder bis 2012 auf sich warten, aber das ist eine andere Geschichte…

Zeitsprung: Am 28.4.1989 heiratet Jon Bon Jovi seine Jugendliebe – heimlich.

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