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Popkultur

Eric Claptons wildeste Kollaborationen: Der unbekannte Slowhand

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Foto: Gus Stewart/Redferns/ Getty Images

75 Jahre jung wird Eric Clapton am heutigen Tag. Weil wir uns auf seine Deutschlandkonzerte noch ein Jahr länger gedulden müssen, widmen wir uns heute mal seinen abundanten Gastauftritten. Ja, das ist wirklich er in While My Guitar Gently Weeps.

von Björn Springorum

Glanzstücke hat Slowhand einige geliefert

Klar könnte man den 75. Geburtstag eines der großartigsten Gitarristen unserer Zeit nutzen, um mal wieder seine Glanzstücke abzustauben, ins Licht zu halten und zu bestaunen. Hat ja mehr als genug unsterbliche Stücke geschrieben und gespielt, der am 30. März 1945 kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs geborene Eric Patrick Clapton. Mit den Yardbirds, mit Cream, solo. Himmel, der Mann hat 18 Grammys im Regal stehen, wurde zum Ritter geschlagen und wieder und wieder zu einem der besten Gitarristen aller Zeiten ernannt. Ist doch klar, dass man so was gerne erwähnt.

Dennoch möchten wir gern mal etwas anderes versuchen, um ihn zu ehren. Wir verlassen die allseits bekannten und reichlich beleuchteten Pfade seiner Karriere und tauchen ins Dickicht links und rechts davon ein. Dies ist die Welt der Clapton‘schen Gastauftritte und Kollaborationen, ein weites, faszinierendes, immer wieder überraschendes Land voller Glanzmomente und unerwarteter Begegnungen. Am besten also, wir gehen diese Reise chronologisch an. Sonst verlaufen wir uns am Ende noch.

Die Sechziger: Diese Sache mit den Beatles

Slowhand und die Beatles stehen sich nah. So nah, dass John Lennon ihn nach George Harrisons kurzzeitigem Austritt sogar als Ersatz verpflichten will. Das kann natürlich nichts werden, weil Clapton ja vor allem mit Harrison befreundet ist. Auf dessen Solo-Debüt Wonderwall Music von 1968, übrigens der erste aller Beatles-Alleingänge, spielt er Gitarre. Später im Jahr nimmt er auch ein paar Gitarrenspuren von Harrisons Abgesang While My Guitar Gently Weeps auf, wird aber auf dem weißen Album nicht erwähnt. Ebenfalls 1968 ist er als einer von gleich mehreren Gitarristen auf Aretha Franklins zwölftem Album Lady Soul zu Gast und spricht einen merkwürdigen Part für ein Album der Mothers Of Invention von Frank Zappa ein. Nicht übel, wenn man bedenkt, dass er sich in diesem Jahr mit Cream auf einem sagenhaften Zenit befindet. Aber mit Anfang 20 darf es schon mal ein wenig Sturm und Drang sein.

Die Siebziger: George Harrison und Tommy

Die enge Freundschaft zu Harrison bestimmt Claptons Siebziger. Er kollaboriert mit dem ex-Beatle auf den meisten seiner Platten, angefangen bei All Things Must Pass über das Concert For Bangladesh, Dark Horse bis hin zu George Harrison, das 1979 erschien. Zu diesem Zeitpunkt kann sich Eric Clapton längst aussuchen, mit wem er spielt. Seine kurzlebige Supergroup Blind Faith ist schon wieder Geschichte, er spielt mit John Lennon und Ringo Starr, steuert ein paar Gitarrenparts für das selbstbetitelte Debüt von Stephen Stills bei und kann sogar mit seinem Idol Howlin‘ Wolf jammen. Ausgerechnet das dabei entstandene Album – The London Howlin’ Wolf Sessions – kritisiert Clapton später oft und deutlich. Nicht gerade erwartet bei einer Platte, an der auch Steve Winwood, Charlie Watts und Bill Wyman beteiligt sind. Es läuft in den Siebzigern dennoch für Clapton: Mit Derek And The Dominos hat er schon seine nächste Band am Start, die er vor allem dafür nutzte, seine (anfangs) fruchtlosen Avancen gegenüber George Harrisons Frau Pattie Boys zu verarbeiten. Randnotiz: Auf Layla and Other Assorted Love Songs von 1970 ist auch Duane Allman von der Allman Brothers Band an der Gitarre mit dabei. Ganz schön produktiv also für ein Jahrzehnt, in dem Clapton viel Zeit an die Unterweltsgöttin Heroin verschwendet. Ach ja, bei The Whos Tommy durfte er natürlich auch mitmachen, genauer gesagt beim kurzen Eyesight To The Blind.

Die Achtziger: Phil Collins und Roger Waters

Obwohl seine Solokarriere in den Achtzigern so richtig abhebt und Slowhand mittlerweile nur noch als Eric Clapton Musik schreibt und spielt, lässt er sich immer noch genügend Raum für Cameos, Gastauftritte und Features. Schon 1981 ist er beispielsweise auf Face Value von Phil Collins zu hören. Collins würde später über diese Kollaboration sagen, dass sie im Studio damals beide ziemlich durchhingen. Kein Wunder: Clapton ist zu diesem Zeitpunkt zwar weg vom Heroin, aber dafür ein äußerst eifriger Alkoholiker, der erst im darauffolgenden Jahr einen Entzug starten wird. 1984 folgt dann sein nächster sehr prominenter Auftritt als Leadgitarrist auf The Pros And Cons Of Hitchhiking, dem Solodebüt von Roger Waters. Es ist der Beginn einer langen Freundschaft. 1988 gründet er mit den Bee Gees kurzzeitig die Supergroup The Bunburys, der es nur darum geht, Geld für Charity-Organisationen zu sammeln. Davor zockt er noch kurz ein Gitarrensolo in Lionel Richies Dancing On The Ceiling und spielt mit Sting. Herrje, sogar Zucchero kann sich noch Slowhands Dienste sichern, bevor das Jahrzehnt zu Ende geht – für sein Album Oro Incenso & Birra, einige Jahre lang die international erfolgreichste italienische Veröffentlichung aller Zeiten.

Die Neunziger: Elton John und B.B. King

Richie Sambora, Elton John, Kate Bush, Taj Mahal, Santana: Yep, Clapton geht ebenso eklektisch in die neue Dekade wie er die letzte beschließt. Sie wird dennoch die schwerste seines Lebens: Am 20. März 1991 stirbt Claptons vierjähriger Sohn beim Sturz aus dem 53. Stock eines New Yorker Apartments, ein halbes Jahr zuvor kommt sein Freund und Bandkollege Stevie Ray Vaughan bei einem Helikopterabsturz ums Leben. 1995 dann gelingt ihm sein erster Nummer-eins-Triumph in den UK-Charts – als Teil einer Benefizgruppe, der auch Chrissie Hynde, Cher und Neneh Cherry angehören. Ihr Cover von Love Can Build a Bridge ist vielleicht nicht unbedingt weltbewegend gut, tut aber viel Gutes und wird zum Megahit. Mit Sheryl Crow hat er in den Neunzigern eine Zeitlang eine Beziehung, einmal spielen sie White Room zusammen. Und bevor das 20. Jahrhundert das Licht ausmacht, musiziert er noch mit B.B. King. Weil er es kann.

Das neue Jahrtausend: Die Queen und die Beach Boys

Das neue Jahrtausend ist nicht für alle Rock-Dinosaurier gut schiffbares Terrain. Clapton zeigt sich von all den neuen Trends unbeeindruckt, spielt erst beim Goldenen Thronjubiläum von Queen Elizabeth im Buckingham Palace und 2002 beim Tributkonzert für George Harrison, der im Jahr zuvor gestorben war. Er zockt wieder mal mit Ringo Starr (diesmal auf dessen Album Ringorama), kollaboriert auch mit Beach Boy Brian Wilson und Joe Bonamassa. 2006 nimmt er ein Album mit J.J. Cale auf, 2010 teilt er wieder mit seinem Yardbirds-Nachfolger Jeff Beck bei einigen Auftritten die Bühne, womit sich der Bogen zu seinen bescheidenen Anfängen Mitte der Sechziger schlagen lässt. Fehlt da jetzt eigentlich noch irgendjemand? Also, wir denken nicht. Herzlichen Glückwunsch, Slowhand!

Mister Slowhand in Berlin: So war’s beim Konzert von Eric Clapton

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„White Christmas“, „All I Want For Christmas Is You“ und mehr: Verrückte Fakten zu den größten Weihnachtssongs

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Mariah Carey
Foto: Gilbert Carrasquillo /Getty Images

Sie dudeln im Radio auf und ab, beschallen Weihnachtsmärkte und Cafés: Hättet ihr diese Dinge über Evergreens wie Last Christmas, All I Want For Christmas Is You oder White Christmas gewusst?

von Björn Springorum

Auf wenige Dinge ist so sehr Verlass wie das pünktliche Aufschlagen von Last Christmas und All I Want For Christmas Is You deutlich vor dem ersten Advent. Weihnachtssongs sind Fluch und Segen zugleich, Boten einer schönen Zeit für die einen und Geißel des schlechten Geschmacks für die anderen – Stichwort #whamageddon. Zu welchem Lager man auch zählt: Vorbei kommt dieser Tage niemand an ihnen. Da lohnt mal ein Blick auf die erstaunlichen Geschichten hinter fünf der erfolgreichsten Weihnachtssongs aller Zeiten.

1. All I Want For Christmas Is You (1994)

Eine der erfolgreichsten Singles aller Zeiten ist in gerade mal 15 Minuten entstanden. So kurz sollen Mariah Carey und Walter Afanasieff für das Songwriting dieser Nummer gebraucht haben. Bewusst angelehnt an den Ronettes-Sound der Sechziger, braucht All I Want For Christmas Is You kommerziell gesehen deutlich mehr Zeit als für seine Entstehung. Der Grund: Der Song wurde anfangs nicht offiziell als reguläre Single ausgekoppelt und konnte deswegen auch nicht in den Charts notieren. Das ändert sich, als 1998 die Regularien angepasst werden. Damals beginnt die erstaunliche Erfolgsgeschichte des Songs: Am 21. Dezember 2019 – 25 Jahre nach Veröffentlichung – steht der Song erstmals ganz oben in den US-Charts. 16 Millionen Exemplare sind mittlerweile verkauft, unzählige Streaming-Rekorde gebrochen. Geschätzte 60 Millionen gibt es an Royalties allein für diesen Song, Mariah Carey allein verdient grob geschätzt 2,5 Millionen US-Dollar pro Jahr mit All I Want For Christmas Is You. Nicht übel – dafür, dass sie den Songs anfangs gar nicht aufnehmen wollte.

2. Santa Claus Is Comin’ To Town (1934)

Auch dieser Song gehört zu Weihnachten wie schlechter Glühwein: Erstmals 1934 von einem Banjo-Spieler namens Harry Reser aufgeführt, hat sich Santa Claus Is Comin’ To Town zum weihnachtlichen Pflichtprogramm entwickelt. Liegt natürlich auch an seiner erstaunlichen Haltbarkeit und Attraktivität für andere Künstler: In den letzten knapp 80 Jahren haben sich über 200 Künstler*innen an diesem Klassiker von J. Fred Coots und Haven Gillespie versucht – und nicht unbedingt unbekannte, um es mal so zu sagen: Unter anderem gibt es Versionen von Bing Crosby, Mariah Carey, Neil Diamond, Bruce Springsteen, Frank Sinatra, Bill Evans, Chris Isaak, The Temptations, The Carpenters, Michael Bublé und den Jackson 5. Am ehesten denkt man bei Santa Claus Is Comin’ To Town aber wahrscheinlich an den Boss und seine unvergleichliche Version. Die entstand gemeinsam mit der E Street Band am 12. Dezember 1975, wurde aber erst 1982 auf dem Sesamstraße-Album In Harmony 2 veröffentlicht und steigt seit 2002 regelmäßig hoch in die Charts ein. Springsteen-Konzerte im November und Dezember kommen ebenfalls nie ohne diese Nummer aus.

3. Last Christmas (1984)

Irgendwann im Sommer 1984 wird George Michael plötzlich vom Geist der Weihnacht heimgesucht. Er und sein Wham!-Kollege Ridgeley sind gerade bei Michaels Eltern zu Besuch, als ihn die winterliche Muse küsst: Er rauscht in sein altes Kinderzimmer und schreibt dort mal so eben einen der größten, wenn auch polarisierendsten Weihnachtshits aller Zeiten. Die Nummer wird zum Erfolg und schnell auch zum unverzichtbaren Weihnachtslied. Nur die Nummer Eins in den britischen Charts bleibt Last Christmas vergönnt – bis 2021, mehr als 36 Jahre nach der Veröffentlichung. Den Gesamterlös des Songs spendet Wham! vorbildlich dem Kampf gegen die verheerende Hungerkrise in Äthiopien. Bei über sechs Millionen verkauften Singles kommt da einiges zusammen.

4. Do They Know It’s Christmas (1984)

Das ist die Nummer, die Last Christmas 1984 davon abhält, die Spitze der britischen Charts zu erklimmen: Do They Know It’s Christmas von Bob Geldorf und Midge Ure ist eine der bekanntesten Benefiz-Singles aller Zeiten. Und ein echter Allstar-Coup: Aufgenommen an nur einem einzigen Tag am 24. November 1984 im Londoner Stadtteil Notting Hill, kommt die als Band Aid bezeichnete Supergroup an diesem Tag erstmals hinterm Mikro zusammen: Unter anderem singen Bono, Siobhan Fahey, Phil Collins, Boy George, Paul Weller. Sting und wieder George Michael (der damit auf Platz eins und zwei der britischen Single-Charts thront) gegen den Hunger in Äthiopien. Und sammeln ordentlich Geld ein: Die Single verkauft sich knapp zwölf Millionen Mal. Aus den von Geldorf erhofften 70.000 Pfund werden innerhalb eines Jahres acht Millionen. Kritik gibt es dennoch: Der Text spiele mit westlichen Vorurteilen und Afrikaklischees und würde die Vielfalt Afrikas unter den Teppich kehren.

5. White Christmas (1942)

1940 setzt sich Irving Berlin hin und schreibt einen Song über eine nostalgische, romantisierte Vorstellung von Weihnachten. Ja, das hat man auch schon 1942 gemacht. Sie kommt in den Soundtrack zum Film Holiday Inn und bekommt prompt den Oscar für den besten Filmsong. „Es ist nicht nur der beste Song, den ich je geschrieben habe, sondern auch der beste Song, den irgendjemand anders je geschrieben hat“, soll er seiner Sekretärin gesagt haben. Nicht gerade beschieden, aber irgendwie auch nicht ganz falsch. Zumindest hinsichtlich seines Erfolgs: Am 29. Mai 1942 nimmt Bing Crosby den Song in schlanken 18 Minuten auf, hält aber nicht viel davon. 80 Jahre später wissen wir: Er unterschätzt die Nostalgie der Menschen. White Christmas ist die erfolgreichste Single aller Zeiten! Zwar sprechen wir heute meist von der 1947-er Neuaufnahme (das Original wurde zu oft gespielt und beschädigt), aber das ist nebensächlich: Mit über 50 Millionen verkauften Exemplaren steht White Christmas ganz oben an der Spitze. Über 500 verschiedene Versionen in zahlreichen Sprachen sind mittlerweile entstanden. Und weil er damals schon nostalgisch war, wirkt er auch mit seinen 80 Jahren alterslos.

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Die 15 besten Weihnachtsgeschenke für Rockfans

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Weihnachtsgeschenk
Foto: Getty Images

Weihnachten nähert sich in großen Schritten. Du weißt immer noch nicht so recht, was du deinen rock-affinen Liebsten schenken sollst? Kein Problem — wir haben da ein paar Ideen!

1. Bono — Surrender: 40 Songs, One Story

U2-Frontmann Bono veröffentlichte im November 2022 seine Memoiren — und darin erzählt einer der größten Frontmänner der Rockgeschichte, wie Paul aus Dublin zu Rockstar und Weltbürger/Weltretter Bono wurde. Ein spannendes Buch, das nicht nur die Anfänge U2s beleuchtet, sondern Bono auch als selbstironischen, reflektierten Zeitgenossen zeigt.

(Hier für 20,99 Euro)

 2. Guns N’ Roses — Use Your Illusion Super Deluxe 12-LP Box

Use Your Illusion

Was für einen Nachfolger macht man nach einem Mega-Debüt wie Appetite For Destruction? Am bestengleich zwei neue Longplayer! Use Your Illusion I + II, das sind zwei Alben, die nur so überquellen. Opulent, rockig, dreckig, hochglanzproduziert, bluesy, überladen, rotzig — alles zugleich, alles auf Maximum. Im November 2022 öffneten Axl, Slash & Co. das Bandarchiv und veröffentlichten ein Boxset, das Fans der Gunners das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt. 97 Tracks auf 12 LPs, davon 63 unveröffentlicht — mit Blu-ray, Buch, Lithografien und jeder Menge Goodies… und das alles natürlich im stylischen Boxset. Das mega ausführliche Boxset gibt es bei uns im uDiscover Store — übrigens auch als günstigere 7-CD-Box.

(Hier für 498,99€)

3. BAP — Bap Vinyl Box Vol. 3 (2001-2011)

Wolfgang Niedecken lud in letzter Zeit vermehrt zur Vinyl-Retrospektive und widmete jedem Jahrzehnt von BAP eine Vinyl-Box. Zuletzt erschien mit Volume 3 eine Rückschau auf die 2000er-Jahre. Fünf Alben auf je zwei 180-Gramm-LPs, dazu schöne Artworks, Prints, Texte und Faksimiles. Für Fans von BAP ein Muss!

(Hier für 173,99 Euro)

4. 101 Rock Stories: Anekdoten, Exzesse und wilde Geschichten von Christof Leim

Warum wollte Axl Rose einst David Bowie verhauen? Was verbindet AC/DC mit einem Serienkiller? Und was haben Faith No More mit dem Fall der Berliner Mauer zu tun? — Diesen (und etlichen weiteren Fragen) geht uDiscover-Autor Christof Leim in seinem Buch 101 Rock Stories: Anekdoten, Exzesse und wilde Geschichten nach. Der Musiker und Musikjournalist gräbt tief in der Schatzkiste der Rock’n’Roll-Geschichten — und sorgt für ein kurzweiliges Lesevergnügen. 

(Hier für 14 Euro)

 5. Peter Frampton — Do You Feel Like I Do? A Memoir

Vor wenigen Wochen sagte die US-amerikanische Rock-Ikone Peter Frampton seinen deutschen Fans mit den letzten Deutschlandkonzerten seiner Abschiedstournee Lebewohl. Wie bewegt seine Karriere war, lässt sich in seinen Memoiren nachlesen, die Ende 2021 erschienen sind.

(Hier für 15,59 Euro)

6. Heavy Metal Ukulele

UkuleleHeavy Metal funktioniert auch auf der Ukulele — das beweist dieses Prachtstück in Flying-V-Form. Wieso nicht mal Thunderstruck, Raining Blood und Enter Sandman auf der Uke zum Besten geben — unter dem Weihnachtsbaum, wo sonst?

(Hier für 37,20 €)

7. Slayer-Wein

Slayer-Fan, aber zugleich auch Reben-Feinspitz? Bekennende Weinliebhaber*innen kommen mit dem Slayer Reign In Blood Red auf ihre Kosten. Der Cabernet Sauvignon stammt, wie Araya & Co., aus Kalifornien — und passt hervorragend zum musikalischen Oeuvre der Herren.

(Hier für 9,59 Euro)

8. Rolling-Stones-Baumwollbeutel

Wie soll man eigentlich die ganzen Weihnachtsgeschenke nach Hause tragen? Am besten stilecht im Rolling-Stones-Baumwollbeutel mit dem ikonischen Zungen-Logo. Hier findet von exklusiven CDs und LPs bis zu T-Shirts und anderen Goodies so einiges Platz!

(Hier für 9,99 Euro)

9. Marshall Bluetooth Lautsprecher

Marshall LautsprecherKeine richtige Stereoanlage da? Kein Problem, mit der richtigen Bluetooth-Lautsprecherbox lässt sich auch ganz unkompliziert via Bluetooth gut Musik hören. Wer dabei nicht auf den klassischen Retro-Rocklook verzichten möchte, findet einige tolle Modelle von Marshall, zum Beispiel wie den Acton II. Der überzeugt mit druckvollem Sound und edlem Look!

(Hier für 199,99 Euro)

10. AKG Kopfhörer

Gute Kopfhörer sind für jeden Musikfan ein absolutes Muss — denn so lässt sich auch ohne sündteure Boxen Musik im hochwertigen Klang genießen. Die Auswahl an guten Kopfhörern ist groß, wir entscheiden uns an dieser Stelle für die AKG K-612, einfach weil sie gute Allrounder sind und auch fürs Studio taugen!

(Hier für 144 Euro)

11. Inhaler — It Won’t Always Be Like This (LP)

Im Februar 2022 veröffentlichen Inhaler ihr neues Studioalbum Cuts & Bruises. Die Wartezeit kann man aber auch mit ihrem Debüt It Won’t Always Be Like This überbrücken, das es im uDiscover Store als LP-Version gibt.

(Hier für 24,99 Euro)

12. Schallplatten-Reinigungsset

Natürlich muss die eigene Plattensammlung auch gepflegt werden. Um dem edlen Vinyl die Liebe zukommen zu lassen, die es verdient, empfehlen wir ein Vinyl-Reinigungsset.

(Hier für 20,95 Euro)

13. Squier Jazzmaster Gitarre

Squier JazzmasterWer gerne E-Gitarre lernen möchte, muss keineswegs gleich zu teuren Marken greifen. Fender etwa hat mit seiner kostengünstigen Tochterfirma Squier einige fabelhafte Modelle im Sortiment, die sich wahrlich nicht vor deutlich teureren Gitarren nicht verstecken müssen. Etwa die 40th Anniversary Jazzmaster, die nicht nur toll aussieht, sondern auch exzellent klingt.

(Hier für 599 Euro)

14. Kreator-T-Shirt

Mal unter dem Weihnachtsbaum mit ein paar Metal-Motiven bei Oma und Opa anecken? Wir hätten da ein paar Ideen — beispielsweise dieses Shirt der deutschen Metallegenden Kreator.

(Hier für 9,99 Euro)

15. Noch mehr Exklusives!

Da geht noch viel mehr! Werft einfach einen Blick in den uDiscover Store — und findet limitierte Editionen, tolle Vinyls, Boxsets und andere Highlights!

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Großer Sale im uDiscover-Store: Die Empfehlungen der Redaktion

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Zeitsprung: Am 6.12.1994 erscheint „Vitalogy“ von Pearl Jam auf CD und Kassette.

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Anekdoten, Jubiläen und wilde Geschichten: Was an diesem Tag in der Welt der Musik passiert ist, lest ihr täglich in unserem Zeitsprung. Heute: 6.12.1994.

von Victoria Schaffrath und Christof Leim

1994 markiert den Wendepunkt für den Grunge: Nach Kurt Cobains Tod wenden sich die Medien gegen die Rock-Bewegung, während sich Pearl Jam im kalten Krieg mit Ticketmaster befinden. Die Jungs aus Seattle wagen mit Vitalogy den Befreiungsschlag und ebnen den Weg für Meisterwerke wie Yield. Am 6. Dezember 1994 erscheint das Album regulär auf CD…

Hört hier in Vitalogy rein: 

„Lives opened and trashed / Look, Ma, watch me crash“ intoniert Eddie Vedder im Opener Last Exit und fasst damit schon ziemlich gut zusammen, was da so in der Welt von Pearl Jam vor sich geht. Als Teil der Grunge-Szene von Seattle kommen sie mit ihrem Debüt Ten trotz kommerziellem Durchbruch nicht wirklich gut an, die Folgeplatte Vs. (1993) zementiert dafür ihren Platz zwischen Nirvana, Soundgarden und Alice In Chains. So sehr, dass der daraus resultierende Erfolg die Gruppe in eine schwere Sinnkrise stürzt. Dazu noch der Medienrummel um Kurt Cobains Suizid sowie eine Extraportion Streitigkeiten um Konzertpreise((LINK)) mit Ticketmaster. Kurzum: Der Boden unter den Bandgrundmauern wackelt.

Vorsicht, rissig

Die Aufnahmen für das dritte Album entstehen während der Tour zu Vs., die Sänger (und nun auch Gitarrist) Vedder, Bassist Jeff Ament, den Gitarristen Stone Gossard und Mike McCready und Schlagzeuger Dave Abbruzzese einiges abverlangt. Abbruzzese darf gegen Ende der Aufnahmen den Abflug machen, denn seine Kritik am Ticketmaster-Konflikt stößt auf. McCready wiederum merkt, dass sein Kokain- und Alkoholproblem die Gruppe gefährdet: „Nach dem die Band durchgestartet war, befand ich mich in meiner eigenen kleinen Welt.“ Er checkt zwischen Aufnahmen und Veröffentlichung in die Entzugsklinik ein.

An den Drums übernimmt Vedder-Vertrauter und ehemaliger Red Hot Chili Pepper Jack Irons, der positive Energie in den Laden bringt. Die braucht es dringend, denn der Sänger, der hier verstärkt die kreativen Zügel in die Hand nimmt, gerät nun mit Gossard aneinander. Für ersteren stellt der Führungswechsel eine natürliche Konsequenz dar: „Das war keine feindliche Übernahme. Ich fand, dass alle unsere Veröffentlichungen stellvertretend für mich standen. Da ich sowas wie das Gesicht der Band wurde, musste ich auch musikalisch mehr repräsentiert werden“, erzählt er später in der Dokumentation Pearl Jam Twenty

Lebenszeichen

Diese Kehrtwende äußert sich auch in, sagen wir mal, etwas wundersameren Werken wie Hey Foxymophandlemama, That’s Me, einer Soundcollage mit Äußerungen von Insassen einer Nervenklinik. Dagegen stehen aber Stücke wie das unangepasste Spin The Black Circle, Immortality und das wunderbare Better Man, die das umstrittene Album zu einem wichtigen Punkt der Bandgeschichte machen.

Ganz bewusst veröffentlichen Pearl Jam das Ding zunächst am 22. November 1994 auf Vinyl und für die damals gängigen Formate CD und Kassette gibt’s ein zweiwöchiges Embargo. Das zahlt sich aus, denn Vitalogy hält bis zur Veröffentlichung von Jack Whites Lazaretto 2014 den Rekord für die meisten Vinylverkäufe innerhalb einer Woche. Ab dem Nikolaustag 1994 stehen dann auch CDs und Kassetten zum Verkauf. Wie Kollege Chris Cornell in der Doku treffend bemerkt: „Amerikanische Rockbands lösen sich auf. Pearl Jam schafften es zusammenzubleiben.“ Vitalogy entpuppte sich dabei als der Kitt der beginnenden Risse.

Zeitsprung: Am 30.6.2000 passiert Schlimmes bei einer Pearl Jam-Show in Roskilde.

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