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Popkultur

Zeitsprung: Am 28.8.1969 erklingt der erste Schrei von Jack Black (Tenacious D).

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Foto: Josh Brasted/Getty

Anekdoten, Jubiläen und wilde Geschichten: Was an diesem Tag in der Welt der Musik passiert ist, lest ihr täglich in unserem Zeitsprung. Heute: 28.8.1969.


von Julia Segantini und Christof Leim

Jack Black brilliert in gleich zwei Welten: Musik und Schauspielerei. Als eine Hälfte von Tenacious D huldigt er den Göttern des Rock (auf Akustikgitarren) und persifliert Genrekonventionen, im Kino verzapft er herrlichen Blödsinn in Streifen wie School Of Rock und High Fidelity. Am 28. August feiert der Mann Geburtstag. Blicken wir also zurück auf ein halbes Jahrhundert Film, Fernsehen, Musik und Wahnsinn.

Post-Apocalypto von Tenacious D könnt ihr euch hier anhören:

Ein Sonnenscheinchen: Jack Black als Kinderschauspieler.

Thomas Jacob Black kommt keine zwei Wochen nach dem legendären Woodstock-Festival im kalifornischen Santa Monica zur Welt, wo Mama und Papa in der Raumfahrttechnik arbeiten. Als er zehn Jahre alt ist, lassen seine Eltern sich scheiden, mit gerade mal 14 kämpft er gegen eine Kokainabhängigkeit. Wie er selbst einem Interview erzählt, treibt er sich damals mit finsteren Gesellen herum und fürchtet sogar um sein Leben. Als 20-Jähriger muss er den Tod seines älteren Bruders Howard verkraften, der an AIDS erkrankt war.

Die Welt der Unterhaltung zieht ihn früh in ihren Bann: Mit 13 spielt er im Werbespot für ein Computerspiel, mit 18 tritt er der Theatergruppe Actor’s Gang bei. Hier begegnet Black seinem musikalischen Partner, als die Truppe 1989 zum Edinburgh Fringe Festival reist. Dort nämlich freunden sich Jack Black und Kyle Gass an, die zukünftigen Köpfe von Tenacious D.

Später Start an der Axt

Lustigerweise lernt Black erst mit 23 Jahren das Gitarrespielen, und zwar in Gass’ Studiowohnung. Der Deal: Gitarrenunterricht gegen Fast Food. 1994 gründen die beiden Tenacious D. Diese Zweier-Combo musikalisch einzuordnen, gleicht Kofferpacken: alles mögliche reinstopfen und gucken, was drin bleibt. Nennen wir es einfach Akustik-Comedy-Heavy-Metal-Mock-Rock. Dabei glänzt Gass durch seine Fähigkeiten an der Klampfe, Black durch vielseitige Gesangskunst, beide durch komödiantisches Talent.

Blacks Karriere vor der Kamera nimmt fast zur selben Zeit wie die Gründung von Tenacious D Fahrt auf. So tritt er in kleinen Fernsehrollen zur besten Sendezeit auf, etwa in der Sketch-Comedy-Serie Mr. Show (1995). Das Jahr 2000 stellt sich für den Künstler als besonders wichtig heraus: An der Seite von John Cusack spielt er in der Komödie High Fidelity bereits in typischer Jack-Black-Manier einen Angestellten in einem Plattenladen – sein schauspielerischer Durchbruch. Im selben Jahr unterschreibt die Band bei Epic Records und veröffentlichet 2001 ihr Debüt Tenacious D mit Dave Grohl am Schlagzeug. Bei Fans besonders beliebt: die Single Tribute.

Jack Black ist doppelt erfolgreich

Jack Black verfolgt Musik und Schauspielerei parallel. Der Konzertmitschnitt The Complete Master Works (2003) wird mit Platin ausgezeichnet, und auch außerhalb des Musikgeschäfts läuft es gut: Er spielt eine seiner bekanntesten Rollen, den Lehrer Dewey Finn in School Of Rock

Drei Jahre später spielen Tenacious D in ihrem eigenen Film The Pick Of Destiny; der Soundtrack erscheint als zweites Album. Obwohl der Streifen an den Kinokassen floppt, avanciert er zum Kultfilm, unter anderem durch die Darstellung des Teufels durch Foo-Fighters-Boss Grohl. Auch wenn der Film von Tenacious D produziert wurde und es um die Ursprünge der Band geht, zeigt der Film eine fiktionale Geschichte. Neben den beiden Helden sind auch Meat Loaf als Blacks Vater und der große Ronnie James Dio als er selbst in kleinen Rollen vertreten. 

Sogar ein Grammy

In den folgenden Jahren gibt die Band sporadische Gigs, veröffentlicht ein drittes Album und erhält einen Grammy für die beste Heavy Metal Performance für ein Cover zum Dio-Song The Last In Line.

Klare Ansagen

Jack Black hat die Moves – Foto: Eva Rinaldi/Wiki Commons

2006 wird zum Schlüsseljahr in Blacks Privatleben: Im Januar verlobt er sich mit Tanya Haden, der Tochter des Jazz-Bassisten Charlie Haden. Noch im selben Jahr geben sie sich das Ja-Wort und begrüßen ihren ersten Sohn Samuel Jason. Obwohl er bis über beide Ohren im Showgeschäft steckt, wird er 2008 zum zweiten Mal Vater. 

Auch politisch bezieht der sonst zu Späßen aufgelegte Entertainer klare Stellung: So setzen sich Tenacious D für die Legalisierung von Cannabis ein, äußern sich zu Beginn der Nuller Jahre Bush-kritisch und unterstützt später Barack Obama während seines Wahlkampfes. Unvergessen bleibt außerdem eine Aufführung des Protestsongs The Government Totally Sucks bei einer Show von Prophets Of Rage in Los Angeles im Jahr 2017, bei der sie offen ihre Anti-Trump-Haltung formulieren.

Auch in der digitalen Welt kann das Multitalent punkten: Am 21. Dezember 2018 erstellt er seinen eigenen YouTube-Kanal namens Jablinski Games, der bis Anfang Januar bereits 20 Millionen Aufrufe und drei Millionen Abonnierende einsammeln kann.

Eins ist klar: Ob man ihn mag oder nicht, langweilig wird es mit Jack Black sicher nicht. Wir sagen: Happy Birthday!

Jack Black und Jack White werden zu… Jack Grey!

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