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Popkultur

Say It Loud: James Browns stolzes Statement

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Spätestens ab 1968 war die Stimme James Browns nicht nur Musikfans auf der ganzen Welt bekannt. Er äußerte sich auch zu aktuellen Themen der Gesellschaft und hatte dabei die Aufmerksamkeit einer ganzen Generation. In der aufgeheizten politischen Atmosphäre dieser Zeit erreichte der Godfather of Soul ein Publikum, bei dem nur wenige Politiker mithalten konnten, und dabei verlieh ihm sein eigener Kampf gegen Rassendiskriminierung Glaubwürdigkeit und Integrität. Vor 46 Jahren schaffte es der Godfather mit seiner Botschaft des Stolzes in die Charts.


Hört euch hier die größten Hits von James Brown an und lest weiter:

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Am 7. September 1968 wurde Say It Loud (I’m Black and I’m Proud) mit Platz 60 der höchste Neueinsteiger in den Pop-Charts Billboard Hot 100. Dieser Erfolg zeigte, dass er Menschen aller Hautfarben und Glaubensrichtungen erreichte. Seine Botschaft verbreitete sich wie ein Lauffeuer: Eine Woche später war die Single auf Platz 39 und weitere fünf Wochen später erreichte sie ihre höchste Platzierung auf Platz 10.

In den Charts entwickelte sich der Track zu einer wahren Hymne. Es war seine siebte Nummer Eins in den R&B-Charts und hielt sich dort sechs Wochen. Und nachdem er zwölf Jahre als James Brown and the Famous Flames veröffentlicht hatte, war Say It Loud die erste Single, die nur unter seinem eigenen Namen erschien.


James-Brown-Say-It-Loud-Im-Black-And-Im-Proud


Das Billboard Magazin sagte über Brown, dass er “seiner Rasse, seinem Berufsstand und seinem Land Ehre” machte, nachdem er im Frühjahr bei den Unruhen, die dem Attentat auf Martin Luther King folgten, eine Stimme der Vernunft gewesen war. Es gab einige schwarze Aktivisten, die Browns Annäherung und Verflechtung mit dem amerikanischen Mainstream nicht sehr schätzten. Zwei Monate bevor er mit Say It Loud ins Studio ging, trat er für die amerikanischen Truppen in Vietnam auf. Aber die Anzahl seiner Gegner blieb weit hinter der Zahl derer zurück, für die Say It Loud die inoffizielle Hymne der Black Power Bewegung wurde.

Der Track entstand unter Mitarbeit von Browns fantastischem, neuen Posaunisten Fred Wesley, der ab dem Zeitpunkt einen wichtigen Beitrag zu seinem innovativen Sound leistete. Auch Saxophonist Maceo Parker, Tenorsaxophonist St. Clair Pinckney und weitere ständige Bandmitglieder wie Drummer Clyde Stubblefield und Bandleader Alfred ‘Pee Wee’ Ellis waren mit von der Partie.



Brown kreierte auf seinen Aufnahmen immer eine spontane, beinahe wie live klingende Atmosphäre, aber Say It Loud war ein Meisterwerk und besonders innovativ insoweit, dass der Godfather of Soul und seine Band sich direkt gegenüberstanden und die Musiker so auf seine Handzeichen reagieren konnten. Eine weitere außergewöhnliche Zutat war der Chor, der aus etwa 30 Kindern aus unterprivilegierten Stadtteilen von Los Angeles bestand.

Browns langjähriger Manager Charles Bobbitt erinnerte sich bei dessen Beerdigung: “Ich besorgte uns einen alten Schulbus und wir fuhren durch Watts, sammelten circa 30 Kinder ein, mit denen wir dann Say It Loud aufnahmen. Sie bekamen je 10 Dollar und ein James Brown Album. Jetzt wissen Sie, wie dieser legendäre Song entstand”.


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