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Popkultur

Zeitsprung: Am 2.4.1990 verliert Eric Clapton seinen Führerschein wegen Raserei.

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Anekdoten, Jubiläen und wilde Geschichten: Was an diesem Tag in der Welt der Musik passiert ist, lest ihr täglich in unserem Zeitsprung. Heute: 2.4.1990.

von Christof Leim und Andrea Hömke

Der Spitzname von Eric Clapton lautet bekanntlich „Slowhand“, also „langsame Hand“, wegen seines gefühlvollen Gitarrenspiels. „Bleifuß“ würde aber auch gut passen: Am 2. April 1990 wird ihm nämlich wegen Raserei der Führerschein entzogen – und es soll nicht das letzte Mal sein…


Hört hier in Unplugged von Eric Clapton rein:

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Eric Clapton und sein Freund George Harrison sind sich in vielen Dingen ähnlich: sie lieben beide die Musik, heiraten nacheinander die gleiche Frau und hegen beide eine große Leidenschaft für schnelle Autos. Auslöser für letzteres ist ein Nachmittag im Sommer 1969: Da klemmt Harrison sich hinter das Steuer seines neuen Ferraris, fährt zum Haus seines Kumpels, der sofort vor Neid erblasst. Clapton erinnert sich später in einem Interview:  „Eines Tages fuhr Harrison in einem dunkelblauen GTC 365 vor. Ich hatte so ein Auto noch nicht gesehen. Als hätte ich die schönste Frau der Welt getroffen! Ich wollte so einen auch sofort haben – obwohl ich gar nicht fahren konnte.“ Das soll sich schnell ändern. Der Musiker macht seinen Führerschein und bestellt sich kurz darauf ebenfalls einen Ferrari. Dem Flitzer folgen jede Menge weitere Sportwagen, so dass Clapton irgendwann eine Sammlung besitzt – angeblich im Wert von rund fünf Millionen Dollar.

Allerdings sammelt Clapton im Laufe der Jahre auch Strafen für Raserei. So muss er seinen Führerschein am 2. April 1990 für ganze drei Monate abgeben. Der Grund dafür liegt in der Tatsache, dass er Wiederholungstäter ist. Der Sänger hat allerdings Glück im Unglück, denn er befindet sich zu der Zeit, zu der er die Strafe antreten muss, auf Tour und wird in den zu verbüßenden Monaten ohnehin kutschiert.

Zwar schafft Eric Bleifuß es, sich einige Zeit in Sachen Geschwindigkeit zurückzuhalten, doch Knöllchen und weitere Strafen sollen auch in den kommenden Jahren folgen. Im Oktober 1999 etwa wird ihm der Führerschein für ganze sechs Monate entzogen, weil er mit 45 Meilen pro Stunde in einer 30er-Zone erwischt wird. Im Oktober 2004 hält ihn die französische Polizei an, weil er mit rekordverdächtigen 216 km/h in seinem Porsche über die Autobahn rast. Weil in Frankreich aber nur 130 km/h erlaubt sind, wird Clapton wieder einmal der Lappen entzogen, außerdem muss er 750 Euro Strafe zahlen. Der Musiker, den das Bußgeld vermutlich weniger interessiert als das Fahrverbot, setzt sich kurzerhand auf den Beifahrersitz und lässt sich den Rest des Weges von seinem Sekretär chauffieren.

Einmal präsentiert sich Clapton allerdings ganz brav am Steuer. Ruhig, entspannt und schön langsam kurvt er im Musikvideo zu Riding With The King durchs Bild. Kein Wunder, hat er doch auch wertvolle Fracht dabei: Blues-Legende B.B. King. Seht selbst:



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