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Popkultur

Zeitsprung: Am 29. November 2001 verstirbt George Harrison – ein Rückblick

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Anekdoten, Jubiläen und wilde Geschichten: Was an diesem Tag in der Welt der Musik passiert ist, lest ihr täglich in unserem Zeitsprung. Heute: 29.11.2001.

Heute vor 16 Jahren ist ein ganz Großer von uns gegangen: George Harrison, berühmt geworden als Leadgitarrist der wichtigsten Pop- und Rockband des 20. Jahrhunderts. Der legendäre „Beatle“ verstarb am 29. November 2001 mit nur 58 Jahren in Los Angeles an Lungenkrebs.

 von Christof Leim

Hört euch hier die besten Solosongs von George Harrison an und lest weiter an und lest weiter:


Als Mitglied der Beatles stand Harrison anfangs im Schatten von John Lennon und Paul McCartney, entwickelte sich im Laufe der Jahre aber ebenfalls zu einem hervorragenden Songwriter. Auf späteren Platten der „Fab Four“ finden sich deshalb zunehmend Harrison-Kompositionen, darunter Stücke wie Taxman, While My Guitar Gently Weeps, Here Comes The Sun und Something. Zudem hatte „der stille Beatle“, wie Harrison oft genannt wurde, nach der Auflösung der Band 1970 so viele Ideen übrig, dass er noch im gleichen Jahr sein erstes Solowerk All Things Must Pass als Dreifach-LP veröffentlichen konnte. In den USA und Großbritannien schoss er damit prompt auf Platz Eins, nicht zuletzt dank der Stücke Sweet Lord und What Is Life. In Deutschland erreichte das Album Platz Zehn. Neben seiner erfolgreichen Karriere unter eigenem Namen gründete Harrison 1988 mit Bob Dylan, Jeff Lynne, Roy Orbison und Tom Petty die Supergroup The Traveling Wilburys.



Es gibt sogar zwei oft übersehene Harrison-Soloalben aus der Zeit, als er noch bei den Beatles spielte: Auf dem instrumentalen Electronic Sound von 1969 nutzt er vor allem einen Moog Synthesizer, der im gleichen Jahr auch Einzug auf Abbey Road halten sollte. Bei Wonderwall Music von 1968 handelt es sich um den Soundtrack zum gleichnamigen Film mit ebenfalls instrumentalen Tracks, die westliche und indische Musik kombinieren. Diese Vorliebe und spirituelle Elemente des Hinduismus fanden dank Harrison auch ihren Weg in die Musik der Beatles, hörbar etwa in Tracks wie Within You Without You.



Für den Gitarristen George Harrison stand stets der Song im Vordergrund: Zeit seines Lebens erwies sich sein Spiel als variantenreich, flexibel, melodisch und hochkreativ, erging sich aber nie in Angeberei oder technischen Tricks. Für einen seiner berühmtesten Songs, While Your Guitar Gently Weeps, bat er jedoch einen alten Kumpel ins Studio: Eric Clapton. Der lehnte angeblich zunächst ab mit den Worten „Niemand sonst spielt auf Beatles-Platten!“, ließ sich aber überzeugen. Die beiden Männer verband zudem das Werben um das englische Model Patti Boyd, die zunächst mit dem Beatle verheiratet war, später mit Clapton.



Seine letzten Stunden verbrachte George Harrison mit seiner zweiten Frau Olivia, seinem Sohn Dhani und dem indischen Musiker Ravi Shankar. Seine Asche wurde gemäß der hinduistischen Tradition in den indischen Flüssen Ganges und Yamuna verstreut. Harrison hinterließ ein Vermögen von fast 100 Millionen britische Pfund.



Was zählt, ist aber die Musik – und die bleibt. Gleich zweimal wurde der Musiker (und passionierte Gärtner!) in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen: 1988 als Mitglied der Beatles, 2004 posthum als Solokünstler. Zu Recht.

Farewell, George!


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