The Who – Tommy wird 40

March 19, 2015
in Category: Popkultur



The Who – Tommy wird 40

The Who – Tommy wird 40

Wäre der Film Tommy ein Mensch, käme er langsam in die Midlife-Crisis. Die Haare würden dünner, der Bauchansatz bauchiger und die Träume vergangener Tage hingen schwer in der Luft. Doch Tommy ist kein menschliches Wesen, sondern ein Film, der am 19. März 1975 in den USA Premiere feierte – basierend auf dem gleichnamigen Konzeptalbum der Mod-Ikonen The Who (1969 veröffentlicht). 40 Jahre ist die Uraufführung nunmehr her. Grund genug also, sich den Film mal wieder anzusehen.

Obwohl sich die Presse-Stimmen zum Film kritisch äußerten, heimsten Hauptdarstellerin Ann-Margret und Pete Townshend 1976 zwei Oscarnominierungen ein. Gewinnen konnte Ann-Margret 1976 allerdings ‚nur‘ den Golden Globe Award in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin Komödie/Musical. Allerdings war Ann-Gret nicht die einzige bekannte Schauspielerin des Films. Regissuer Ken Russell versammelte am Set ein Staraufgebot von The Who-Frontmann Roger Daltry himself über Elton John bis zu Eric Clapton, Tina Turner und Jack Nicholson.

Die Story ist dabei kurz erzählt: Nora Walkers Mann soll im Zweiten Weltkrieg gefallen sein, sie gebiert alleine dessen Sohn, den sie Tommy nennt. Nachdem Tommy in die Pubertät kommt und seine Mutter Nora neu heiratet, erleidet Tommy eine traumatische Störung und wird als Folge dessen taub, stumm und blind. Lediglich Pinball Spiele scheinen Tommy zu stimulieren und als Pinball-Master wird er reich und berühmt, bevor diese Blase platzt. Oder wie es IMDb treffend zusammenfasst: “A psychosomatically deaf, dumb and blind boy becomes a master pinball player and the object of a religious cult because of that”.

Die Band zum Konzeptalbum zum Film.

Die Band zum Konzeptalbum zum Film.

Der Film weist allerdings einige Abweichung zum Konzeptalbum auf, wobei die größte Änderung das Setting darstellt: Statt die posttraumatische Zeit kurz nach dem ersten Weltkrieg spielt Tommy in der nicht weniger traumatischen Zeit kurz nach dem zweiten Weltkrieg. So erhielten manche Songs auch neue Titel: 1921 (auch You Didn't Hear It) wurde zu 1951 und die Eröfnungssongzeile „got a feelin' 21 is gonna be a good year“ ändert sich zu „got a feelin' 51 is gonna be a good year“. Durch diese Änderungen konnte der Regisseur zeitgemäßere Settings und Bilder nutzen.

Premiere feierte die britische Produktion am 19. März 1975 und erst eine Woche später in UK. Hauptdrehorte waren die Mod-Hochburgen Englands, darunter Brighton und Portsmouth. Zum Film gibt es übrigens, passenderweise, auch eine Pinball Machine namens The Who's Tommy Pinball Wizard, die 21 Songs des zugehörigen Broadway Musicals abspielt.



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