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Die Beach Boys verkaufen Rechte an ihrer Musik – und an sich selbst!

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Beach Boys
Foto: Michael Ochs Archives/Getty Images

Die nächste Legende stößt ihre Rechte ab: Der ungewöhnliche Deal könnte jetzt den Weg für Beach-Boys-Restaurants, -Musicals und -Freizeitparks ebnen. Ja wirklich!

von Björn Springorum

In den letzten Monaten machten immer mehr Bands und Künstler*innen Schlagzeilen, weil sie die Rechte an Teilen ihres Katalogs oder gleich an ihrer kompletten Diskografie für teilweise schwindelerregend hohe Summen verkauft haben. Bob Dylan, Neil Young, Stevie Nicks oder die Killers haben fleißig ihre Rechte abgetreten und dürften durch ihre Deals Einnahmen generiert haben, die die fehlenden Live-Einkünfte des Pandemiejares 2020 mehr als nur ein wenig kompensieren.

Jetzt reihen sich die Beach Boys ein in die Schar illustrer Verkäufer*innen, sorgen mit einem bislang nicht dagewesenen Deal aber für Erstaunen und auch ein wenig Stirnrunzeln: Wie jetzt bekannt wurde, erwarb Irving Azoff, laut Billboard eine der mächtigsten Figuren im Musikbusiness, die Rechte an den Musikaufnahmen, zahlreichen Kompositionen und dem Merchandise der Beach Boys für eine nicht genannte Summe. Peanuts werden es nicht gewesen sein. Doch jetzt kommt der spannende Teil: Dazu sicherte er sich die Rechte an der Marke „Beach Boys“ und – allen Ernstes – den Abbildern der Beach Boys. Azoff darf mit seiner neu gegründeten Firma Iconic Artists Group jetzt also alles mit den Konterfeis der Beach Boys machen, was er will.

„Die Beach Boys sind eine Marke“

Getroffen wurde die Entscheidung des Verkaufs gemeinschaftlich von von Brian Wilson, Mike Love, Al Jardine und den Söhnen von Carl Wilson – zu sehr wahrscheinlich besseren Konditionen als damals, als Vater Wilson die Songrechte verscherbelte. Und während sie weiterhin Mitspracherecht haben, liegt die Mehrheit der Entscheidungsgewalt bei Iconic Artists. Und die haben anscheinend viel vor mit der Marke Beach Boys: „Die Beach Boys sind keine Band, sie sind ein Lifestyle, eine Marke“, so Iconic-Artists-Boss Olivier Chastan. „Und das wurde nie wirklich ausgenutzt.“

Mike Love sieht das ähnlich: „Es könnte ein Broadway-Musical geben“, schwärmte er in einer offiziellen Stellungnahme. Al Jardine ergänzt: „Ich könnte mir auch einen kleinen Vergnügunspark vorstellen oder ein Restaurant. Ich wollte immer ein Beach-Boys-Restaurant haben.“ Wer noch? Hand heben!

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