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Spendende Stars, Neuerscheinungen mit Pandemie-Bezug und Tourverschiebungen: das Corona-Update

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Foto: Screenshot von Youtube / iHeart Living Room Concert For America/FOX Entertainment Group

Zum dritten Mal in Folge liefern wir euch heute das Corona-Update mit allen wichtigen News der vergangenen sieben Tage. Was ansteht: Stars tragen Spendierhosen, Neuerscheinungen mit Pandemie-Bezug und Tourverschiebungen.

von Victoria Schaffrath

So oft wir in den vergangenen Tagen auch ob nicht durchdachter Kommentare den Kopf schütteln mussten: In der letzten Woche stellten zahlreiche Stars unter Beweis, dass sie sich ihres Privilegs durchaus bewusst sind. Viele sammelten bereits das ein oder andere hübsche Sümmchen. So sagten Metallica über ihre All Within My Hands-Stiftung ganze 350.000 Dollar zu, die an amerikanische Hilfsorganisationen gehen sollen.

Bereits am Sonntag stellte Sir Elton John ein Benefiz-Konzert mit Alicia Keys, Dave Grohl und den Backstreet Boys auf die Beine: „Unsere Sorgen sind überwältigend, aber wir hoffen, dass diese Unterhaltung eure Seele nähren kann.“ Doch nicht nur das; ganz nebenbei sammelt der „Rocketman“ auch noch sagenhafte acht Millionen Dollar. Rihanna und Rapper Jay-Z legen außerdem zusammen und spenden zwei Millionen Dollar. George Harrisons Material World Foundation gibt 500.000 Dollar.

Sachspenden & Klingelbeutel

Erfinderisch zeigen sich außerdem einige Alternative-Bands. Die Jungs von Thursday verarbeiten ihren Merch derzeit zu Atemmasken für das Gesundheitswesen, während die Deftones sämtliche Erlöse aus ihren Merchandise-Verkäufen ihrer quasi-arbeitslosen Crew zur Verfügung stellen. Die Shirts und Pullover sollten eigentlich während der geplanten Tour über den Tisch gehen, die die Gruppe wegen der globalen Pandemie absagen musste.

Die Lücke in der Versorgung von Veranstaltungstechniker*innen, Roadies und den sonstigen Crew-Mitgliedern erkennt auch Live Nation. Mit seiner Aktion Crew Nation lanciert der Veranstalter einen zehn Millionen Dollar-starken Fonds, der die Ausfälle ausgleichen soll. Von Universal soll es ebenfalls umfassende Hilfen für Künstler*innen und Angestellte geben. Wie auch ihr Musikschaffende vor und hinter den Kulissen im Moment unterstützen könnt, haben wir für euch hier zusammengefasst.

Steile Kurve in puncto Kreativität

Eben jene Kreativköpfe lassen den selbigen glücklicherweise nicht hängen. Frei nach dem Motto „Jetzt erst recht“ erreicht uns derzeit unglaublich viel neues Material, das Bezug auf Corona nimmt. David Coverdale entlockte uns bereits letzte Woche mit seinem Coronavirus Blues ein herzliches Lachen und legt ambitioniert nach: In Vacuum & Dust beschreibt er den schnöden Quarantäne-Alltag, der eben nicht nur einen Rockstar seines Kalibers, sondern auch uns heimsucht.  „Vacuum and dust, and making the bed / I swear to God, I’ll go out of my head / Cleaning the toilets and mopping the floor / I swear to God, these are an artist’s hands! I can’t take any more“. Kennen wir, David. Kennen wir.

Etwas ernster kommt das neue Lied von Wolfgang Niedeckens BAP daher. Zwar als gut gelaunter Reggae angelegt, widmet der Kölner Huh Die Jläser, Huh Die Tasse („Hoch die Gläser, hoch die Tassen“) den Alltagsheld*innen, die versuchen, uns „täglich den Arsch zu retten“. Michael Stipe von REM nimmt mit Aaron Dessner von The National übrigens auch etwas auf: Zu No Time For Love Like Now präsentiert er bereits eine Demo-Version.

Während uns Pete Townshend und Ministry von der Arbeit an neuen Alben berichten, beglücken uns Sammy Hagar und The Circle mit einem ziemlich tanzbaren Track namens Funky Feng Shui, der thematisch so gar nichts mit Covid-19 zu tun hat, die Band aber während der Selbst-Isolation zum Zusammenspiel bringt.

Alte Songs in neuem Gewand

Weird Al Yankovic, der ungekrönte König des Umtextens, bot in der Tonight Show mit Jimmy Fallon sein Stück One More Minute dar. Neue Zeilen? Fehlanzeige: „Es geht quasi um Social Distancing, also passt es irgendwie“, gibt der Ulk-Musiker zu. Carole King hingegen verpasst So Far Away eine kleine Überarbeitung: „Everybody has to stay in one place anymore / It would be so fine to see your face at my door / Doesn’t help to know / You’re just time away“ singt sie in einem an ihre Fans gerichteten Video.

Von Joan Jett & The Blackhearts gibt’s eine Quarantäne-Version von Light Of Day. Schauspieler Sam Neill (Jurassic Park) überrascht indes mit einem etwas unbeholfenen, aber herzerwärmenden Ukulele-Cover von Radioheads Creep. Wer selbst an einer solchen Aktion teilnehmen möchte, kann der Aufforderung von Blink-182 nachkommen. Zu Happy Days, das erstmals im vergangenen Sommer erschien, möchte die Gruppe nun ein Fan-Video zusammenstellen. Der Plan: „Dies ist eine Zeit ohne Präzedenzfall und wir alle wünschen uns Happy Days, da hatten wir eine Idee. Zeigt uns, wie ihr euch sozial distanziert! Ob singen, kochen oder exzessives Händewaschen – wir wollen alles sehen!“

Tourverschiebungen & Branchenprognosen

Auch wenn solche Aktionen und Videos die aktuelle Situation erleichtern, um eine Realität kommen wir nicht herum: Diese Woche hagelte es weitere Festivalabsagen und Tourverschiebungen, allen voran die auch in der Redaktion sehnlichst herbei gewünschten Europatermine von Queen + Adam Lambert. Die Konzerte sollen nun präzise ein Jahr später stattfinden. Ringo Starr And His All-Starr Band handhaben ihre Verschiebung ähnlich. Starr dazu: „In 30 Jahren habe ich nur 2–3 Gigs verpasst, aber niemals eine ganze Tour. Jetzt muss ich daheim bleiben, genau wie ihr.“ Depeche Mode haben ebenfalls Verschiebungen zu vermelden.

Besonders hart trifft die Corona-Pandemie weltweit die Festivals. Das spanische Primavera Sound wurde nun zunächst auf das Ende August geschoben, nachdem sich in UK schon letzte Woche herausgestellt hatte, dass weder das Download noch das Isle Of Wight stattfinden können. Nur zwei von unbeugsamen Galliern geführte Festivals hören nicht auf, dem Eindringling Widerstand zu leisten: Laut Veranstalter wollen Rock am Ring und Rock im Park dem Virus standhalten. Man behalte die Anweisungen der Gesundheitsbehörden im Auge, Headliner wie Volbeat, System Of A Down und Greenday sollen dennoch nach Möglichkeit live und in Farbe spielen. Eine digitale Version schließe man aus.

Dabei sind sich Musiker*innen und Branchenprofis einig: Das Tourgeschäft dürfte sich durch die aktuelle Krise nachhaltig verändern. Und immerhin schaffte es jüngst ein digitales Festival, auch ohne große Namen im Line-Up einen Profit einzufahren, der sich sehen lassen kann. Die Weiterentwicklung scheint also unumgänglich.

Lichtblick Livestreams

Ob Gitarrenunterricht von Brian May oder Wohnzimmerkonzerte der digitalen Art: Noch nie gab es für den geneigten Musikfan ein so breites Angebot an Online-Formaten. #MetallicaMondays gehören bereits fest in unseren neuen Terminplan. Wer Lust auf mehr verspürt, kann sich bei Billboard einen Überblick über eine Vielzahl an Livestreams verschaffen.

 

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We WILL Rock You !!! – again – given half a chance !!! 😉 Micro Moment #11. This is the riff I get asked about most often. It gets that strange ‘clang’ to it because I’m playing a high ‘A major’ chord as a ‘bar’ on strings 2, 3 and 4, way up at the octave position, but the A-string is not fretted – it’s left behind at the bottom sounding a low open ‘A’. So you get that ‘interference’ between the harmonics of the component notes. Especially with the amp turned up into distortion, as here. I’m not hitting the bottom ‘E’ at all. When we first recorded this, I was determined to break all the rules. Including putting the solo at the end of the song instead of somewhere in the middle ! And having no drums !!! Funny – ironically it became a drum favourite – which makes me very happy ! But the stamps and claps became a trade-mark. Here you can hear the guitar with NOTHING else !!! Cheers ! Bri

Ein Beitrag geteilt von Brian Harold May (@brianmayforreal) am

Mit Sonic Youth geht es beispielsweise zu zwölf großartigen Konzerten, während man bei UnCancelled gleich ein gesamtes Festival auf die Beine stellt. Und wer die Kids einfach mal vor dem Bildschirm parken möchte, kann dies mithilfe von Dolly Parton tun: Die Country-Ikone liest seit dem 2. April auf YouTube Gutenachtgeschichten.

Humor in Zeiten von Du-weißt-schon-was: Die besten Rock’n’Roll-Corona-Memes

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Grammy-Preisträgerin Irene Cara („Flashdance … What A Feeling“) ist gestorben

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Aaron Rapoport/Corbis/Getty Images

Die mehrfache Grammy-Preisträgerin Irene Cara ist tot. Die US-amerikanische Sängerin und Schauspielerin, die mit ihrem Titelsong zum Kultfilm Flashdance im Jahr 1983 bekannt wurde, starb am 25. November 2022 im Alter von 63 Jahren — das erklärte ihre Publizistin in einem Social-Media-Posting.

Das offizielle Statement im Wortlaut

„In tiefer Traurigkeit gebe ich im Namen ihrer Familie den Tod von Irene Cara bekannt. Die mit dem Academy Award prämierte Schauspielerin, Sängerin, Songwriterin und Produzentin ist in ihrem Haus in Florida verstorben“, so Publizistin Judith A. Moose im Statement. Die Todesursache sei bislang nicht bekannt und werde bekanntgegeben, sobald diese feststehe.

„Irenes Familie hat um Privatsphäre gebeten, um ihren Kummer zu verarbeiten. Sie war eine wunderschöne, begabte Seele, deren Vermächtnis durch ihre Musik und ihre Filme für immer weiterleben wird. Die Beerdigungsfeierlichkeiten stehen noch aus und eine Gedenkfeier für ihre Fans wird zu einem späteren Zeitpunkt geplant“, heißt es in dem Statement weiter.

Große Erfolge durch Filme

Irene Cara, geboren am 18. März 1959 in der New Yorker Bronx, wurde mit dem Stück Flashdance … What A Feeling – dem Titelsong des 1983 erschienenen Films Flashdance – weltbekannt. Für den Song, den sie mitgeschrieben hatte, erhielt sie einen Oscar für die Beste Filmmusik sowie zwei Grammy Awards. Ihr Durchbruch gelang ihr aber schon drei Jahre zuvor mit ihrer Rolle im Film Fame. Cara stand seit frühester Kindheit in der Öffentlichkeit.

 

In späteren Jahren gelang ihr kein großer Hit mehr — laut eigenen Angaben konnte sie aber bis zuletzt von ihren Tantiemen gut leben und bezeichnete ihren Lebensstatus als „Halbruhestand“. Ein paar kleinere Comeback-Erfolge konnte sie aber doch verbuchen — etwa 2005, als sie mit ihrer Band Hot Caramel in der US-Show Hit Me Baby One More Time als Siegerin hervorging. 2001 sang sie als Gastsängerin beim Schweizer Popstar DJ BoBo ihren Hit What A Feeling.

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„Tiefes Bedauern“: Bob Dylan entschuldigt sich für Unterschriftenskandal

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Jeffrey R. Staab/CBS via Getty Images

Eine vermeintlich handsignierte, limitierte Auflage von Bob Dylans neuem Buch „The Philosophy of Modern Song“ hatte kürzlich für viel Verärgerung gesorgt. Die Ausgaben, die der Verlag Simon & Schuster mit Echtheitszertifikat für einen Preis von über 600 Dollar verkaufte, hatten nämlich einen Haken: Die Bücher hatte Dylan gar nicht per Hand unterschrieben — sondern mit einem sogenannten „Autopen“. In den sozialen Medien hatten zuvor einige Personen Zweifel an der Echtheit der begehrten Dylan-Signaturen geäußert.

 von Markus Brandstetter

Es ist selten, dass sich Bob Dylan zu Wort meldet, umso bemerkenswerter ist, dass der legendäre wie auch schweigsame Musiker sich in einem Statement an seine Fans wendet. „An meine Fans und Anhänger, Ich bin darauf aufmerksam gemacht worden, dass es eine Kontroverse über die Unterschriften auf einigen meiner jüngsten Kunstdrucke und auf einer limitierten Auflage von Philosophy Of Modern Song gibt. Ich habe im Laufe der Jahre jeden einzelnen Kunstdruck handsigniert, und es gab nie ein Problem“, schreibt Dylan.

„Im Jahr 2019 hatte ich jedoch einen schlimmen Schwindelanfall, der bis in die Pandemiejahre anhielt. Es braucht eine fünfköpfige Crew, die eng mit mir zusammenarbeitet, um diese Unterschriftensitzungen zu ermöglichen, und wir konnten keinen sicheren und praktikablen Weg finden, um das zu erledigen, was ich tun musste, während das Virus wütete. Während der Pandemie war es also unmöglich, etwas zu unterschreiben, und der Schwindel half auch nicht. Angesichts der drohenden Vertragsfristen wurde mir vorgeschlagen, einen automatischen Stift zu verwenden, und mir wurde versichert, dass so etwas in der Kunst- und Literaturwelt ‚ständig‘ gemacht wird“, so die Songschreiberlegende weiter.

Dylan entschuldigt sich am Ende des Statements in aller Form für diese „Fehleinschätzung“, man arbeite bereits an einer Wiedergutmachung. „Der Einsatz einer Maschine war eine Fehleinschätzung, die ich sofort korrigieren möchte. Ich arbeite mit Simon & Schuster und meinen Galeriepartnern zusammen, um genau das zu tun. Mit tiefem Bedauern, Bob Dylan“.

Auch Verlag entschuldigt sich

Der Verlag selbst hatte vor wenigen Tagen verlautbart: „Bei denjenigen, die die limitierte Ausgabe von THE PHILOSOPHY OF MODERN SONG gekauft haben, möchten wir uns entschuldigen. Wie sich herausgestellt hat, enthalten die Bücher der limitierten Auflage zwar Bobs Originalunterschrift, aber in Form einer handgeschriebenen Replik. Wir werden uns sofort darum kümmern, indem wir jedem Käufer eine sofortige Rückerstattung gewähren.“

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„Adieu“: Rammstein nehmen bildgewaltig Abschied! Aber wovon?

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Foto: Santiago Bluguermann/Getty Images

Es ist die fünfte und letzte Single aus Zeit: Jetzt hat auch die elegische Ballade Adieu ein episches Video bekommen. Seht hier, wie Rammstein zu Killern werden. War’s das dann so langsam in Sachen neuer Musik?

von Björn Springorum

Fans spekulieren ja schon seit Veröffentlichung des neuen Albums Zeit, ob selbige für Rammstein so langsam gekommen ist. Und während die Band weiterhin fleißig Konzerte für 2023 bestätigt und wir also zumindest live nicht sofort Abschied nehmen müssen, zeigt jetzt auch das bewegende neue Video zur fünften Single Adieu, dass die Zeit auch für Rammstein kommen wird. Die Frage ist nur: wann? Hier gibt es das epische, knapp neunminütige (!) Video zu sehen:

Die Band verbrennt sich selbst

Der opulente Clip wurde wieder von Specter Berlin umgesetzt und inszeniert die Band als militantes Kommando, das in einer futuristischen Welt ein Gebäude überfällt, in dem die „Verdammten“ festgehalten werden, wie es im Abspann heißt. Ein bildmächtiges Spektakel ist Adieu geworden, ganz ähnlich dem sensationellen Video zu Zeit, mit dem Rammstein dieses Kapitel begannen. Jetzt beenden sie es – und kündigen damit vielleicht auch das Ende ihrer Karriere an? „Nur der Tod währt alle Zeit“, heißt es bekanntlich im Song, der lyrisch einen Abschied beschreibt. Welcher das ist – Tod, Trennung, Ende der Band –, bleibt weiterhin offen.

Im Video laufen Till Lindemann Tränen die Wangen herab, am Ende zündet Paul Landers alles an und verbrennt damit symbolisch auch die Band. Am Ende werden die Bandmitglieder zu riesenhaften Steinfiguren, zu Ikonen, stumm und starr für alle Zeit. Da kann man natürlich wieder eine ganze Menge hineininterpretieren. Und das ist ja irgendwie auch das Schöne: Wie immer wissen wir mal nicht, was Rammstein genau vorhaben. Genießen wir es, solange wir noch können.

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Sehnsucht: Wie Rammstein der große Durchbruch gelang

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