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„Ein Wettrennen gegen die Zeit“: 2020 gibt es unveröffentlichtes Material von Neil Young

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Foto: Ebet Roberts/Redferns/GettyImages

Fans sollen seine Musik hören können, bevor sie das Zeitliche segnen, lässt Neil Young verlauten. Das Rock-Urgestein will im kommenden Jahr via seines Neil Young Archive große Mengen an bisher unveröffentlichtem Material unter das (zahlende) Volk bringen.

von Victoria Schaffrath

Wer in einer beinahe sechs Dekaden langen Karriere so viel Material ansammelt wie Neil Young, braucht dafür ein Ventil. Das Multimedia-Projekt Neil Young Archives eignet sich dafür hervorragend: Als Plattensammlung begonnen, können Abonnent*innen und Interessierte mittlerweile auf der dazugehörigen Website und App neues und unbekanntes von „Shakey“ entdecken.

 

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Nur zahlende Abonnent*innen sollen Zugriff auf neues Material haben

Bisher durften zahlende Nutzer*innen alle vier Monate mit neuen Songs rechnen, die gleichzeitig auch auf eingängigen Streamingportalen landeten. Der Kanadier, über dessen doppelte Staatsbürgerschaft man derzeit in Amerika entscheidet, überdenkt für 2020 scheinbar diese Herangehensweise: Fanpost habe ihn stutzig werden lassen, ob der Publikationsrhythmus nicht etwas überholt sei. Immerhin gebe es Fans, die nicht sicher sein könnten, ob sie die nächste Veröffentlichung noch erleben, so wie etwa „Uncle Eddie“.

So plant der Singer-Songwriter, einen großen Schwung bisher ungehörten Materials auf einmal online zu stellen. Im Gegensatz zu bisherigen Sammlungen sollen diese Songs und Videos jedoch zahlenden Abonnent*innen seines Archivs vorbehalten sein: „Initial sollen diese Alben nicht als CDs oder Vinyl zur Verfügung stehen. Wir müssen sicherstellen, dass sie nicht anderswo ins Internet gelangen. Wenn wir das hinbekommen, veröffentlichen wir 2020 vieles.“

 

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Für ältere Fans sei es „ein Kampf gegen die Zeit“

Nach einiger Zeit soll das vollständige Werk natürlich auch dem Rest der Welt offenstehen: „Irgendwann wird das passieren, aber in der Zwischenzeit wäre es exklusiv im Archiv und es ist nicht gerade wenig“, verspricht er selbst in einer Newsmeldung auf der Website. Der Crazy Horse-Gründer bezieht sich dabei laut Rolling Stone auf unveröffentlichte Aufnahmen aus den Jahren 1975 bis 2012, die um Alben wie Homegrown, Island In The Sun und Live In A Rusted Out Garage entstanden.

Den Zugriff auf besagte Schöpfungen dürfen sich Hörbegierige selbstverständlich etwas kosten lassen. Bisher zahlen Abonnent*innen monatlich 1,99 $ oder jährlich 19,99 $. Das neue Modell verlange laut dem „Godfather of Grunge“ jedoch andere Preise: „Dadurch würde eine neue Kategorie im Archiv entstehen, die möglicherweise Video-on-Demand, Filme und Musik enthält. Die Kosten für diese Kategorie wären höher.“ Gemeinsam mit seinem Team tüftele er noch an Details, finale Informationen wolle Young zeitnah auf der Archiv-Website verkünden: Für seine älteren Fans sei es „ein Kampf gegen die Zeit.“

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