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Prince über Popmusik: „Man versucht, uns Katy Perry und Ed Sheeran in den Rachen zu rammen“

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Prince

Drei Jahre nach seinem Tod erscheinen mit The Beautiful Ones die (unvollendeten) Memoiren von Prince. Darin äußert sich das Musikgenie unmissverständlich über seine Antipathie gegenüber zeitgenössischem Charts-Pop – und nennt auch konkrete Namen.

von Markus Brandstetter

Seine Autobiographie war ein Projekt, das Prince nicht mehr vollenden konnte, an dem er aber in seinen letzten Monat fieberhaft gearbeitet haben soll. Dass das Buch drei Jahre nach seinem tragischen Tod nun erscheint, ist unter anderem dem Journalisten und Princes Co-Autor Dan Piepenbring zuzurechnen, der 2016 immer wieder Zeit mit dem Musiker verbrachte. Zusätzlich nutzte Piepenbring den Nachlass, durchforstete Briefe und Notizen, darunter handgeschriebene Zettel, die erst nach seinem Tod gefunden wurden. Das Buch beschreibt den Werdegang und das Leben des schillernden Ausnahmemusikers — und unter anderem seine Sicht auf die Musikindustrie.

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„Sie versuchen dauernd, uns Katy Perry und Ed Sheeran in den Rachen zu rammen“

So wird im Buch auch die Haltung des Musikgenies zur kontemporären Popmusik thematisiert. Allem Anschein nach war Prince kein besonders großer Fan von dem, was so in den Charts vertreten war. Prince nannte sogar zwei Namen von zeitgenössischen Popmusiker*innen, mit denen er allem Anschein nach nichts anfangen konnte. „Wir müssen ihnen sagen, dass sie dauernd versuchen, uns Katy Perry und Ed Sheeran in den Rachen zu rammen und dass wir es trotzdem nicht mögen, ganz egal, wie oft sie es auch spielen“, so der Musiker. „Es geht immer nur darum, sich nach außen hin zu verkaufen“, so Prince. „Selbst Affen und Primaten könnten Musik vertreiben.“

Co-Autor erinnert sich an Materialsichtung

Im Interview mit The Guardian erinnert sich Piepenbring an die Materialsichtung nach dem Tod des Musikers. „In einem Raum fandest du etwas aus dem Jahr 1979, eine Armlänge weiter weg etwas aus dem Jahr 2002. Es gab diese Momente der intensiven Intentionalität – er sammelte all seine handgeschriebenen Texte aus seiner Karriere, heftete sie zusammen und bewahrte sie am selben Platz auf […] Es schien sehr impulsiv und sehr persönlich.“

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