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R.E.M. veröffentlichen Remix ihres Tributs an Kurt Cobain

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Foto: Carlos Alvarez/Getty Images

Direkt nach dem Tod des Nirvana-Sängers, einem engen Freund von Michael Stipe, schrieb dieser Let Me In in einem Akt tiefster Trauer. Die neue Version reflektiert die Entwicklung des Songs über die Jahre und das Andenken an Cobain.

von Michael Döringer 

Hier könnt ihr euch R.E.M.s Album Monster anhören

Pünktlich zu seinem 25-jährigen Jubiläum erscheint am 1. November R.E.M.s Album Monster als Deluxe-Edition, neu gemastert von Greg Calbi und mit einer Wagenladung Bonusmaterial: 15 bisher unveröffentlichte Demos, Remix-Versionen sowie Live-Mitschnitte aus dem Jahr 1995. Einige dieser Perlen kann man bereits streamen, unter anderem den Remix von Let Me In, einem Tribute-Song an Kurt Cobain. Während R.E.M. mit den Aufnahmen zu Monster beschäftigt waren, erhielten sie im April 1994 Nachricht vom tragischen Tod des Nirvana-Frontmanns.


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Dieser traf Michael Stipe hart, denn die beiden hatten ein inniges Verhältnis. Stipe war sogar der Patenonkel von Cobains Tochter Frances Bean. In einem BBC-Interview blickt er zurück:
„Das war eine niederschmetternde, katastrophale Zeit für uns. Der Song und wie er aufgenommen wurde waren eine direkte Reaktion darauf wie es sich anfühlte, dass sich jemand wie Kurt das Leben nimmt, mit dem wir so eng waren und den wir so sehr bewundert haben. Es war schrecklich.“

Ein emotionales Trauer- und Loblied

Let Me In war konzipiert als emotionales Trauer- und Loblied auf einen ganz besonderen Menschen und Musiker. Stipe schrieb den Song in einer einzigen Nacht und nahm ihn am nächsten Morgen mit R.E.M.-Gitarrist Mike Mills auf, der die verzerrte Hauptmelodie auf Cobains hellblauer Fender-Gitarre spielte. Courtney Love hatte sie der Band nach dem Tod ihres Mannes geschenkt.

Im Remix klingt der Song klarer als im Original – man verzichtete auf die Orgel und hob Stipes Stimme stärker in der Vordergrund. Der Original-Mix von Monster war enorm verzerrt und verwaschen, eine deutliche, rockige Abkehr vom Pop-Sound der Vorgängeralben Out Of Time und Automatic For The People. Das neue Let Me In reflektiert die Entwicklung des Songs über die Jahre und wie R.E.M. ihn mittlerweile live performen, viel ruhiger und akustischer als das hilflos-wütende Original, letztendlich klagevoller. Genau so hätte sich auch sein Trauerprozess über die Zeit entwickelt, so Stipe. Auch 25 Jahre später ist das Andenken an Kurt Cobain ungebrochen.

R.E.M. veröffentlichen massive Neuauflage von Meilenstein-Album „Monster“!

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