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Popkultur

5 Wahrheiten über Motörhead

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Heute präsentieren wir euch ein paar Fakten zu Motörhead, manche grundlegend, manche abgefahren. Die britische Rock’n’Roll-Band um Ian „Lemmy“ Kilmister hat von 1975 bis 2015 Geschichte geschrieben, ziemlich laute Geschichte. Dabei hat sie unzählige Krachmusiker beeinflusst und sich nie an irgendetwas oder irgendwen angepasst. Lemmy hat Konzerte stets angekündigt mit: „We are Motörhead, and we play Rock’n’Roll.“ Und genauso wurde es gemacht, vier Dekaden lang. Mit seinem Tod im Dezember 2015 endete die Band. Im November 2015 war bereits Ur-Trommler Phil „Philthy Animal“ Taylor verstorben, das letzte Originalmitglied „Fast Eddie“ Clarke ging am 10. Januar 2017 von uns.

von Christof Leim

Hört hier in eine Auswahl an Motörklassikern rein:

Klickt auf „Listen“ für das ganze Album.

1. Lemmy war schon 35, bevor mit Motörhead irgendwas ging

Mitte ’75 stand Lemmy ohne Band da: Die Psychedelic-Rocker Hawkwind hatten ihn rausgeworfen, weil er in Nordamerika wegen Drogen verhaftet worden war (und weil es die falschen Drogen gewesen waren). Also gründete er Motörhead, als er schon stramm auf seinen 30. Geburtstag zuging. In den ersten Jahren kam die Band kaum von der Stelle und stand sogar kurz vor der Auflösung. Erst mit dem großartigen Album Overkill 1979 lief die Sache. Lemmy war da fast 35 und hatte schon die Welt gesehen (und ein paar andere Welten vermutlich auch).


2. 2005 haben Motörhead einen Grammy bekommen – für einen Metallica-Song

Die Wichtigkeit von Motörhead für die Welt der harten Musik wird kein rechtschaffener Rocker anzweifeln. Gewürdigt wurde das von der Musikindustrie aber meistens nicht. Immerhin konnten Lemmy und seine Gang mehrere Grammy-Nominierungen einheimsen: Die erste im Jahr 1991 für 1916, die zweite 1999 für ein Cover von Enter Sandman (auf dem Lemmy mit der Band Zebrahead zu hören ist), 2014 schließlich für das Stück Heartbreaker. 2005 haben sie sogar gewonnen, und zwar wieder für ein Metallica-Cover auf einer mehr oder minder unbedeutenden Compilation: Whiplash heißt der Song. Lemmy hat das nie gepasst: „Damit haben sie das Messer noch in der Wunde rumgedreht. Das war nur ein Gnadenakt, weil wir gerade unser 30. Jubiläum gefeiert haben. Wenn sie uns einen Grammy für eines unserer Alben oder Lieder verliehen hätten, dann würde es auch etwas bedeuten.“ Interessanterweise hört man Whiplash nur zu gut an, welchen Einfluss die Band auf Metallica hatte: Es könnte tatsächlich ein Motörhead-Song sein. Deshalb luden Metallica ihren Helden auch immer wieder auf die Bühne ein.


3. Knochenbrüche halten Motörhead nicht auf

Einmal hat Schlagzeugtier Philthy Taylor seine besoffenen Eskapaden so übertrieben, dass er sich den Hals gebrochen hat. Das meinen wir wörtlich: Der Drummer hat sich massiv die Wirbelsäule verletzt. Auf Tour gegangen ist er trotzdem, allerdings mit einer Halskrause. Aber das stört weder beim Krachmachen noch beim Biertrinken. Für den Rest seines Lebens trug er dann eine Beule so groß wie eine Apfelsine im Nacken. Dass Philthy sogar mal mit Gipsarm getrommelt hat, fällt da fast schon nicht mehr ins Gewicht. Er hat den Drumstick einfach mit Gaffa an die rechte Hand geklebt und fertig.


4. We Are The Road Crew

Dass eine Band aus drei verwanzten Langhaarigen nicht durch hübsche Videos nach vorne kommt, liegt auf der Hand. Also haben Motörhead es durchgezogen, wie es sich im Rock’n’Roll gehört: Die Band war quasi ständig auf Tour, denn was zählt, ist auf dem Platz. In 40 Jahren haben Motörhead an die 3000 Gigs gespielt. Schlaf war dabei Nebensache, nicht umsonst heißt das Nummer-eins-Livealbum von 1981 No Sleep ’til Hammersmith. Oft hat Lemmy gesagt, dass niemand monatelang „on the road“ sein kann, ohne Drogen zu nehmen. Mit dem Klassiker (We Are The) Road Crew zollt er Tribut an dieses Leben und die Roadies, die den Zirkus auf der Straße halten. Ach ja: Nebenbei haben Motörhead noch 22 Studioalben produziert!


5. Wenn wir schon bei Zahlen sind…

Ein legendäres Zitat von Lemmy lautet: „Ein englisches Magazin hat mal geschrieben, dass ich 2000 Frauen flachgelegt habe. Das stimmt nicht, ich habe 1000 gesagt. Und wenn man mal drüber nachdenkt, kann das schon passen. Ich war nie verheiratet und habe nie eine Pause gemacht.“ Das lassen wir einfach mal so stehen…


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