Join us

Popkultur

10 Songs von Björk, die man kennen muss

Published on

Foto: Kevin Cummins/Getty Images

Am 9. Juli 2020 spielt die isländische Ausnahmekünstlerin Björk mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (RSB) auf der Berliner Waldbühne. Zur Vorbereitung für das Konzert widmen wir uns zehn Songs der Künstlerin, die man kennen sollte.

 von Markus Brandstetter

Björk steht für Vielfältigkeit

Björk Guðmundsdóttir, ist ohne Frage eine der einzigartigsten Pop-Künstlerinnen und Produzentinnen der vergangenen Jahrzehnte. Vom Post-Punk ihrer frühen Tage mit ihrer Band Sugacubes über ihre frühen Solowerke bis hin zum atemberaubenden Mix aus orchestralen Parts, elektronischen Landschaften, schweren, vertrackten Beats, Klangexperimenten und eindringlicher Melodik: Björk hat in den letzten Jahren eine einzigartige Klangwelt erschaffen. Wir widmen uns zehn ihrer Solo-Stücke, die man definitiv kennen sollte.

Hyperballad (1995)

Every morning I walk towards the edge / And throw little things off / Like car-parts, bottles and cutlery / Or whatever I find lying around / It’s become a habit / A way to start the day“, singt Björk in ihrem 1995 erschienenen Song Hyperballad. Der Song wurde zur vierten Single ihres Longplayers Post erkoren und gilt bis heute als der ultimative Björk-Song. Hyperballad hat alles: atmosphärische Klangflächen, experimentelle Klangstrukturen, geschäftige Beats, grandiose Melodien, erhebende Melodiebögen, Eingängigkeit und starke, einprägsame Lyrics. Zu sagen, Hyperballad zeigte Björk auf ihrem Höhepunkt würde der grandiosen Karriere der Künstlerin Unrecht tun – viel eher sollte man sagen, es zeigt Björk auf einem ihrer zahlreichen Höhepunkte.

Army Of Me (1995)

Die erste Single von Post, das Stück Army Of Me, schlug eine ganz andere Marschrichtung ein als es drei Singles später Hyperballad getan hatte. Das Stück, von Björk gemeinsam mit dem britischen Produzenten Graham Massey geschrieben, beginnt mit bedrohlichen, surrenden Synths, die Atmosphäre ist düster, sinister, industriell. „And if you complain once more / You’ll meet an army of me“, heißt es in dem Stück – und später: „You’re on your own now / We won’t save you / Your rescue squad / Is too exhausted“.

All Is Full Of Love (1997)

Von All Is Full Love gibt es mehrere Versionen. Auf dem 1997 erschienenen Longplayer Homogenic ist der Remix von Howie B zu hören, der zwar atmosphärisch sehr dicht ist, aber ohne Beats auskommt. Die eigentliche Version von Björk selbst hat hingegen einen Drumbeat – sie wurde unter anderem für das spektakuläre Video zur Single verwendet. In beiden Versionen ein fantastischer Track, den man unbedingt gehört haben sollte.

Hidden Place (2001) 

Hidden Place erschien als erste Single von Björks Studioalbum Vespertine. Laut eigenen Angaben wollte Björk weg vom „pochenden Techno“ des Vorgängeralbums und schweren Beats. Hier setzt die Künstlerin auf Glitch und Fragmentarisches, auf faszinierende Chöre und Sirenenklänge. Beats tauchen immer noch auf – und zwar durchaus massive – jedoch stehen diese nicht mehr so im Vordergrund wie auf früheren Produktionen.

Who Is It (2004)

2004 schlug Björk einen neuen Weg ein: Auf Médulla stand die Stimme im Vordergrund – und zwar fast ausschließlich. Von Beatbox über Human Trombone und Stimmeffekten bis zu Chören: Björk zeigte das Spektrum der menschlichen Stimme. Die erste Singleauskopplung des Albums, Who Is It,  ist ein bemerkenswertes, atmosphärisch immens dichtes Stück – hier zu hören im „Bell Choir Mix“.

Hunter (1997)

Dichte Streichersounds, intensive, oft düstere Orchestralparts und elektronische Beats: Mit dem Eröffnungsstück Hunter zeigte Björk die Marschrichtung des Longplayers Homogenic an.

Stonemilker (2015)

2015 veröffentlichte Björk  mit Vulnicura ein extrem persönliches Album. Das Album thematisiert ihre Trennung von Ex-Mann Matthew Barney – und wimdet sich der Isolation, dem Trennungsschmerz, dem Gefühlswirrwarr in der Zeit davor und der Enttäuschung, die mit der Trennung einherging. Stonemilker war das erste Stück, das von dem Album veröffentlicht wurde – ein von Streichern geprägtes Lied mit mächtigen Melodiebögen und einer sich durchziehenden Melancholie. „Maybe he will come out of this loving me / Maybe he will come out of this / I smell declarations of solitude“, singt Björk darin – gleichermaßen wunderschön und ein ganz schwerer Brocken.

It’s Oh So Quiet (1995)

Bis heute ist It’s Oh So Quiet  die erfolgreichste Single von Björk. Bei dem Stück handelt es sich um einen Song der US-amerikanischen Sängerin Betty Hutton, die das Stück 1951 als B-Seite ihrer Single Murder, He Says veröffentlichte. Björks Version – ein musicalhafter Orchesterpop – tanzt in ihrer eigenen musikalischen Diskographie natürlich ziemlich aus der Reihe, ist jedoch definitiv ein Stück aus dem Schaffen der Musikerin, das man kennen sollte … genau wie das zugehörige Musikvideo von Regisseur Spike Jonze.

Big Time Sensuality (1993)

Die Synthesizer brodeln, nach den ersten Strophen treiben die Beats Björks vierte Single ihres Debütalbums Debut in Richtung Electronica. „I know I’m a bit too intimate / But something huge is coming up“, singt Björk in Big Time Sensuality“ – das Stück ist tanzbar, funky, getrieben – gleichermaßen nach vorne gewandt wie auch ein Zeugnis des 90er-Jahre-Dancefloors.

Jogá (1997)

In der Mitte von Björks grandioser Klanglandschaft Jogá kommt es auf einmal zum Drop, alles fällt in sich zusammen. Im Video wird das ganz wundervoll untermalt: Hier spaltet sich die Landschaft, unter ihr kommt Lava zum Vorschein. Jogá ist ein absolutes Highlight im Schaffen von Björk: atmosphärisch, sinfonisch, orchestral und gleichermaßen eingängig.

Björk – 10 ikonische Momente ihrer Karriere

Latest Music News

Don't Miss