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Popkultur

5 Wahrheiten über Björk

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Hier nehmen wir uns mal ein paar Minuten Zeit und prüfen gängige Klischees und Falschannahmen in der Musikwelt… Einfach, weil wir es können bzw. einfach, weil es so viel mehr Vorurteile gibt als alle Beatles, Rolling Stones und Queen-Singles zusammenaddiert (lies: sehr viele). Wir nehmen uns also ein Genre oder einen Künstler und schauen wie stichhaltig die gemeinhin als richtig wahrgenommenen Annahmen sind.

Dafür, dass Björk in Island geboren wurde, hat sie es ganz schön weit geschafft. Genaugenommen ist sie ein Weltstar, der weit über 20 Millionen Alben verkauft und gerade mit ihrer neuen Platte Utopia bewiesen hat, dass sie immer noch zu den ganzen großen Vordenkern der Popmusik gehört. Wir liefern fünf Wahrheiten über die große Künstlerin.


1. Früh übt sich…

Björk fing schon früh mit dem Klavier spielen an und sang auch dazu. Einer ihrer Lehrer sendete ihre Version von Tina Charles’ I Love To Love ans Radio. Dort hörte sie der Mitarbeiter eines isländischen Labels und nahm sie postwendend unter Vertrag. Mit gerade mal 12 Jahren veröffentlichte Björk dann ihr selbstbetiteltes Debütalbum. Zu hören war darauf unter anderem ein mit der Flöte eingespieltes Tribut für den isländischen Maler Jóhannes Kjarval. Von dem mit den Verkäufen verdienten Geld kaufte Björk sich übrigens ein neues Klavier.


2. Spazieren ist ihr Hobby

Björk wuchs in der Vorstadt von Reykjavík auf. Gleich hinter dem letzten Häuserblock erstreckten sich die Tundra und endlose Mooslandschaften. Schon als kleines Kind stiefelte Björk auf eigene Faust durch die eindrucksvollen Landschaften und sang dazu aus voller Kehle. Bis heute. „Ich glaube, viele Isländer machen das. Du gehst nicht in die Kirche oder zum Psychotherapeuten – du gehst spazieren und fühlst dich besser.“


3. Songs für Madonna

Björk macht kein Geheimnis aus ihrer Verehrung für die Queen of Pop – musikalisch, aber auch im Hinblick darauf, was sie für die Selbstermächtigung der Frau getan hat. Klar, dass die beiden irgendwann zusammenarbeiten würden. Aber als Björk dann einen Song für Madonna schreiben sollte, tat sie sich erst mehr als schwer. Aber dann beschloss Björk einfach genau die Dinge aufzuschreiben, die sie schon immer mal aus dem Mund von Madonna hören wollte. Das Ergebnis: Bedtime Stories.


4. Ein besonderes Tattoo

Die Körperkunst auf Björks linkem Arm hat eine ganz besondere Bedeutung. Das Symbol stammt nämlich aus demisländischen Zauberbuch Galdrabók. Während manche der Sprüche in dem hunderte Jahre alten Buch Schlechtes über die Menschen bringen, gibt es auch eine Menge Schwüre, die das genaue Gegenteil bewirken. Björks Tattoo zeigt das Vegvísir-Symbol, über das gesagt wird, dass es einen auch durch Stürme und schlechtes Wetter bringt – selbst, wenn der vor einem liegende Weg noch unklar ist.


5. Björk hat ihrem Attentäter verziehen

Vielleicht ist das oben genannte Tattoo ja der Grund, das Björk das 1996 beinahe auf sie ausgeübte Attentat überlebte. Der fanatische Fan Ricardo López war besessen von Björk. Er baute eine Briefbombe und schickte sie, getarnt als Buch, an Björks Adresse in London. Das Paket wurde glücklicherweise von Scotland Yard abgefangen. Wie sich später herausstellte, hatte López seine Tat von langer Hand geplant und vor allem ein akribisches Videotagebuch darüber geführt. Nach dem er das Paket zur Post gebracht hatte, brachte er sich zu den Klängen von Björks I Remember You selbst um. Björk vergab ihrem vermeintlichen Attentäter, sprach seiner Familie ihr Mitgefühl aus und schickte Blumen. Anschließend verließ sie London und begann, deutlich persönlichere Musik zu machen.


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