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Popkultur

Die musikalische DNA von Taylor Swift

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Vom Country-Sternchen zum Pop-Megastar – in nur wenigen Jahren ist Taylor Swift eine denkwürdige Wandlung gelungen. Sich selbst ist die Songwriterin dabei immer treu geblieben. Von Anfang an zog Swift jedoch viel Kritik auf sich. Country-Fans fanden sie nicht authentisch genug, in der Pop-Welt wurde sie nur zögerlich empfangen. Viele störten sich daran, wie schonungslos die Sängerin ihr Privatleben als Grundlage für ihre Songtexte ausbeutete, manche sahen sie in direkter Konkurrenz zu anderen im Business, von Katy Perry bis Beyoncé. Swifts Antwort drauf? „Shake it all off!“


Hört euch hier Taylor Swifts musikalische DNA als Playlist an und lest weiter:

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Nicht nur die Fans, sondern auch die Kritik ist Swift nicht immer freundlich gesonnen. Als Sängerin sei sie unterdurchschnittlich begabt, liest es sich immer wieder in Rezensionen. Was sie selbst dazu sagt? „Ich schreibe Songs“, heißt es ungerührt. „Meine Stimme ist nur ein Mittel, um meine Lyrics rüberzubringen.“ Swift lässt sich nicht so leicht beeindrucken. Was wiederum nicht heißt, dass sie keine Idole hätte. Manche erheben sich sogar selbst zu welchen, wie etwa Samantha Fox. Die Achtziger-Heldin behauptete freimütig, die 1989 geborene Künstlerin mit ihrer Musik von Geburt an geprägt zu haben. Ob’s stimmt? Von Tays Seite zumindest gab es keinen Kommentar…

Eins zumindest wissen wir mit Sicherheit: Die Musik wurde Swift von ihrer Großmutter, einer Opernsängerin, quasi in die Wiege gelegt und obwohl ihre Karriere mit Alben wie Red und 1989 eine entscheidende Abzweigung nahm, so hat sie der Country-Welt nach wie vor einiges zu verdanken. Swifts Geschmack ist breit gefächert, wie sich zuletzt an ihrer Spotify-Playlist Songs Taylor Loves zeigte. Rock, Soul, Rap, Country, Pop, Folk – die Bandbreite ist enorm. Was Swift als Songwriterin, Sängerin und Mensch aber am meisten geprägt hat, verrät uns ein Blick auf ihre musikalische DNA.


1. “Aladdin”-Soundtrack – Arabian Nights

Es gibt für eine junge Künstlerin vermutlich keine prägendere Zeit als die Kindheit. Das gilt insbesondere für Swift, deren Leidenschaft für die Musik durch ihre Großmutter geweckt wurde, die unter anderem als Opernsängerin tourte und sonntags in der Kirche sang. Ein besonders eindrückliches Erweckungserlebnis erlebte sie aber im Kino, als sie etwa drei oder vier Jahre alt war. „Ich kam aus diesen Disney-Filmen raus und habe im Auto nach Hause jeden einzelnen Song mitgesungen“, erinnerte sich Swift. „Wort für Wort! Meine Eltern bemerkten, dass ich mir selbst Texte ausdachte, wenn mich nicht an die richtigen Worte erinnern konnte.“ Klarer Fall von Wunderkind, wie?

Wir hätten ja gerne gehört, wie die kleine Swift über etwa den Soundtrack zum 1992 veröffentlichten Film Aladdin improvisierte. Ihre Geschichte mit Disney war dort allerdings noch lange nicht zu Ende. Mit Gastrollen bei Hannah Montana und den Jonas Brothers stand sie selbst für Disney vor der Kamera und posierte 2013 sogar für die weltberühmte Fotografin Annie Leibovitz für die Disney Dream Portraits Series als Rapunzel.


2. Faith Hill – This Kiss

Nicht nur Disney-Helden, sondern auch die Country-Heroe Faith Hill entdeckte Swift im Fernsehen für sich. Nachdem sie eine Doku über die Songwriterin sah, war sie Feuer und Flamme für die mehr als zwei Jahrzehnte ältere Hill. „Alles was sie sagte, tat oder anzog, versuchte ich nachzuahmen“, gab Swift zu. Sogar ihren frühen Umzug in die „Music City“ Nashville im US-Bundesstaat Tennessee begründete Swift mit dem Einfluss der This Kiss-Sängerin auf ihre eigenen musikalischen Ambitionen.

2009 sollten die beiden genau dort zusammen auf der Bühne stehen. Bei einem Swift-Konzert kam Hill mit auf die Bühne, um das Stück The Way You Love Me der jüngeren Kollegin gemeinsam mit ihr zu performen. Auch dabei sollte es nicht bleiben: Ob nun Swift gemeinsam mit Mitgliedern der Band HAIM This Kiss in den Hals einer Gatorade-Flasche säuselte oder Hill gemeinsam mit ihrer Tochter im Auto zu Bad Blood mit trällerte: Immer wieder sendeten sich die beiden gegenseitig Komplimente.


3. Dixie Chicks – Cowboy Take Me Away

Während Hill als Grande Dame des modernen Country-Rock-Sounds gilt, stehen die Dixie Chicks für einen ungleich klassischeren Ansatz, der doch breite Crossover-Erfolge nach sich zog. Ihr Song Cowboy Take Me Away war der erste, den Swift auf der Gitarre lernte. Als sie mit nur elf Jahren das erste Mal in Nashville zu Besuch war, ging sie mit einem Tape kursieren, auf dem unter anderem Dixie Chicks-Coverversionen von ihr zu hören waren. Zwar hagelte es Absagen, davon ließ sich Swift jedoch nicht unterkriegen.

Denn auch das hatte sie von den Dixie Chicks mitgenommen: eine gehörige Portion Attitüde. Das Trio spielte nicht nur seine Instrumente komplett selbst, sondern ließ sich auch sonst in der männerdominierten Country-Szene nichts vorschreiben. Legendär sind ihre deutlichen Ansagen gegen den Irak-Krieg und den damaligen US-Präsidenten George Bush. Ob sie nicht befürchtet hätten, ihre zum Teil konservative Fanbase zu entfremden? Das Dixie Chick Martie Maguire verneinte. „Ich habe lieber einige wenige coole Fans, die uns verstehen und mit uns gemeinsam wachsen als solche, in deren CD-Wechselfach sich unsere Platten mit denen von Reba McEntire und Toby Keith abwechseln“, sagte sie. Klare Ansage! Mit Swift gesprochen: „Haters gonna hate!“


4. Loretta Lynn – Coal Miner’s Daughter

Faith Hill, die Dixie Chicks oder auch Ryan Adams, Patty Griffin oder Lori McKenna nennt Swift als Einflüsse für ihren modernen, Pop-gewandten Country-Sound, der sie über MySpace berühmt machte. Doch auch die ältere Generation gehört selbstverständlich zu der Riege von Künstlerinnen, von der sie sich früh in ihrer Karriere die notwendigen Songwriter-Kniffe abschaute. Dolly Parton, Tammy Wynette oder Patsy Cline gehören dazu selbstverständlich ebenso wie Loretta Lynn. Und das nicht nur, weil das Gerücht kurstiert, Swift und die 1932 geborene Sängerin seien über – Moment, wir zählen mal eben nach – ach, genau: 20 Ecken verwandt.

Anders als Swift hat Lynn ihre Karriere über kaum Kompromisse in Richtung Pop gemacht und wird der Welt immer als Coal Miner’s Daughter, so der Titel einer von ihr 1970 veröffentlichten Single, in Erinnerung bleiben. Auf Swifts stilistischen Kurswechsel angesprochen, feuerte die Legende die junge Sängerin an: „Schnapp sie dir, Taylor! Das ist das, was sie immer schon wollte“, lachte sie in einem Interview zu ihrem Comeback-Album Full Circle. „I am about as pop as cornbread“, witzelte sie selbst. Das hinderte die beiden nicht daran, sich zumindest in der Rock’n’Roll Hall of Fame einen gemeinsamen Platz in der Ausstellung Women Who Rock neben unter anderem auch Faith Hill zu sichern. Drei Generationen, endlich vereint.


5. Carly Simon – You’re So Vain

Rockende Frauen braucht die Welt. Umso mehr, weil rockende Frauen es in dieser Welt nicht immer leicht haben. Swift gehört zu einer neuen Generationen von Künstlerinnen, die sich offen zu ihren feministischen Überzeugungen bekennen. Was zwar einerseits bedeutet, dass sie sich umso mehr Kritik stellen muss, andererseits aber leider nicht sofort Gleichberechtigung nach sich zieht. „Die Leute sagen, ‚Och, die schreibt nur Songs über ihre Ex-Freunde’‘“, prangerte sie in einem Interview die Doppelmoral der Pop-Community an. „Ich finde, das ist ziemlich sexistisch. Niemand sagt das über Ed Sheeran. Niemand sagt das über Bruno Mars. Die schreiben auch über ihre Ex- und derzeitige Freundinnen, ihr Liebesleben und niemand regt sich darüber auf.“

Es gibt viele andere Fälle, in denen sich ganz ähnliche Muster zeigten. Als Carly Simon 1972 den Song You’re So Vain veröffentlichte, brodelte die Gerüchteküche sofort über: Wen meinte sie denn bloß? Und das, obwohl Simon zwar selbst zugab, beim Schreiben drei bestimmte Männer im Hinterkopf gehabt zu haben, eigentlich aber allgemein über das männliche Ego sinniert hatte. Der Text blieb für Swift nicht ohne Folge. „Ich war eine lyrikvernarrte Teenagerin, als ich diesen genialen Laufpass das erste Mal hörte: ‚Du bist so eingebildet, du denkst vermutlich, dieser Song handelt von dir.‘ Es war, als hätte jemand ein unerforschtes Gebiet für mich aufgeschlossen“, gab Swift zu Protokoll. Dasselbe lässt sich wohl auch hinsichtlich der Fans sagen: Natürlich meinen wir sofort zu wissen, wer mit einem Song wie Dear John gemeint ist. Vielleicht können wir ihn aber ganz allgemein als bittersüße Metapher auf enttäuschte junge Liebe lesen. Oder?


6. Fleetwood Mac – Rhiannon

Natürlich ist Swift nicht die einzige Künstlerin, an der konstant herum gemäkelt wird. Auch Stevie Nicks, vormals die Frontfrau von Fleetwood Mac, musste sich im Laufe ihrer langen Karriere schon einiges anhören. Als sie bei den 52. Grammy Awards im Jahr 2010 mit der jüngeren Kollegin die Bühne betrat, hatte die allerdings das Nachsehen. Nachdem Swift mit Fearless zugleich die Preise für „Album of the Year“ und „Best Country Album“ absahnte, verpatzte sie ihre Teile im gemeinsamen Duett mit Nicks, die sie als eine persönliche Heldin bezeichnet.

Immerhin Jon Caramanica von der New York Times fand versöhnliche Worte über Swifts Gesangsleistung, die mit Nicks zusammen den Fleetwod Mac-Klassiker Rhiannon sang. „Erfrischend zu sehen, dass jemand mit dermaßen viel Talent es mal verhaut“, schrieb er. Nicht das erste Mal, dass Swift auf der Bühne einer Award-Show ziemlich verloren aussah, denn noch im Vorjahr wurde sie beim Video Music Award rüde von Kanye West unterbrochen, als sie ihren Preis in Empfang nehmen wollte. Aber wenn das Leben ihr Zitronen gibt – so viel hat sie dann doch mit Beyconé gemein –, macht Swift Limonade draus. Ihr Song Mean aus dem Herbst 2010 antwortete mit direkten Worten auf die bösartigen Kommentare: „Drunken rumbling on about how I can’t sing / But all you are is mean / And a liar / And pathetic / And alone in life / And mean.“


7. Paul McCartney und die Beatles

Dass Taylor sich überhaupt in erster Linie als Songwriterin und nur in zweiter Instanz als Sängerin identifiziert, hatten wir schon erwähnt. Und wenn sie etwas kann, dann ist das verdammt noch mal tolle Songs zu schreiben. Mit einem ihrer größten Hits überhaupt konnte sie sogar einen der besten Songwriter aller Zeiten auf die Bühne locken, Sir Paul McCartney. Gemeinsam mit dem Ex-Beatle und dem Late-Night-Host Jimmy Fallon spielte sie auf der Geburtstagsfeier von Saturday Night Life eine punkige Version von Shake It Off, bei der McCartney am Bass aushalf, und ein Cover von der Beatles-Nummer I Saw Her Standing There.

Für Swift gehört McCartney zu einer Riege von Artists, zu denen sie auch die Rolling Stones, Brucespringsteen, Emmylou Harris und Kris Kristofferson zählt, die zu ihren unbedingten Vorbildern gehören. „Sie haben etwas gewagt, sind aber über ihre Karrieren hinweg dieselben geblieben“, schwärmte sie. McCartney insbesondere ließe sie fühlen „als hätte er mich in sein Herz und seinen Kopf gelassen… Jede Musikerin könnte von so einem Vermächtnis nur träumen!“ Und seit der Saturday Night Live-Party gehört zu eben jenem Vermächtnis auch ein legendär gewordener Auftritt mit Taylor Swift. Wenn das die Hater mal nicht zum Schweigen bringt!


8. Jimmy Eat World – The Middle

Die Wahl von der eher weniger bekannten Beatles-Nummer I Saw Her Standing There beweist, dass sich Swift bestens mit rumpelndem Rock arrangieren kann. Tatsächlich hörte sie zu Schulzeiten nicht nur Country, sondern auch Musik, die ihre Wurzeln im Punkrock hat. Derweil das Genre Emo noch nie einen sonderlich guten Ruf genossen hat, brachte es einige wichtige Bands hervor. Neben dem Folk-orientierten Schmusesound von Dashboard Confessional und den exaltierten Fall Out Boy machten Jimmy Eat World das Genre berühmt – wenn auch eher unweigerlich.

Mit ihrem Album Bleed American – der Titel wurde nach den Anschlägen vom 11. September 2001 schnell fallen gelassen – enterte die bescheidene Underground-Band quasi über Nacht den Mainstream. Vor allem die zweite Single The Middle war für den raketenhaften Aufstieg der Band verantwortlich. Was für eine Überraschung, dass eben dieser Song 2016 in einem Apple Music-Werbespot wieder auftauchte! In der Hauptrolle, na klar: Taylor Swift, die mit dem Song im Hintergrund vor dem Badezimmerspiegel tanzt. Wir hätten es aber kommen sehen, denn schon 2011 performte Swift gemeinsam mit Jimmy Eat World-Sänger Jim Adkins The Middle während eines ihrer Konzerte, wofür sich die Band zwei Jahre später prompt mit einem We Are Never Getting Back Together-Cover bedankte. „Sie ist zu 100% so großartig, wie ihr es annehmt“, schrieb Adkins über den Auftritt auf Instagram.


9. Britney Spears – Toxic

Die Musik ihrer Jugendzeit hat Swift also heute noch nicht vergessen. Dasselbe gilt für den Bubblegum-Pop der Hanson-Brüder oder Britney Spears, die sie beide bis heute in guter Erinnerung gehalten hat. Auch als sie vornehmlich als Country-Pop-Sängerin bekannt war, schrieb sie 2009 – damals noch auf MySpace – über ihre „unbeirrliche Hingabe“ gegenüber der nur acht Jahre älteren Spears. Nach einem Trip nach Los Angeles habe sie ihr Zimmer verändert vorgefunden. „Irgendwas störte mich… Wo war mein Britney Spears-Poster!? Nein, das kann doch nicht sein! Wo ist es!?“

Das Poster, schrieb Swift im selben Eintrag, wäre von der Mutter aber nur vom Badezimmer ins Schlafzimmer gebracht worden. „Was wiederum ein ziemliches Upgrade ist!“ Ob es heute noch dort hängt? Wir wissen es nicht, wohl aber können wir berichten, dass die Musik von Spears einen deutlichen Einfluss auf den neuen Pop-Sound von Swift hatte. Als diese im August 2017 ihren Song Look What You Made Me Do präsentierte, fielen Fans und der Kritik sofort die Parallen zu Spears’ 2004 veröffentlichten Hit-Single Toxic auf. Es dauerte nicht lange und der Produzent Andy Wu lud ein überzeugendes Mash-Up beider Tracks in Netz. Nur ein Duett der beiden wäre uns lieber…


10. Kanye West – Famous

Ob mit Faith Hill, Stevie Nicks, Paul McCartney oder Jimmy Eat World teilte sie Swift bereits die Bühne. Das lief mal besser und mal schlechter. Besonders schlecht aber lief es 2009, als Kanye West der verdutzten Sängerin in einem ikonischen Moment der Fernsehgeschichte das Mikro entriss, um Beyoncé Komplimente zu machen. Die hätte die Auszeichnung, so wirkte es zumindest, West zufolge eher verdient. Der Skandal war perfekt. Es ging aber noch weiter. West entschuldigte sich zwar, bot Swift aber in nicht gerade bescheidener Manier an, einen Song für sie zu schreiben. Die konterte mit den Zeilen “It’s okay, life is a tough crowd / 32 and still growin’ up now”.

Gerüchteweise musste Jay-Z zwischen den beiden schlichten und tatsächlich überreichte Swift im Jahr 2015 dem Kollegen während der MTV Video Music Awards sogar den Preis für sein Lebenswerk. Friede, Freude… Eierkuchen? Pustekuchen! „I feel like me and Taylor might still have sex / Why? I made that bitch famous (God damn) / I made that bitch famous“, rappt West auf dem Song Famous und räkelt sich mit Gattin Kim Kardashian im Video zum Stück neben einer Swift nachempfundenen Wachsfigur – unbekleidet, versteht sich. Angeblich soll Swift West die Erlaubnis gegeben haben, sie im Song zu erwähnen – behauptet aber steif und fest, über die rüde Wortwahl nicht informiert gewesen zu sein: Das Wort „bitch“ lässt West in einem von Kardashian geleakten Telefonat nämlich nicht fallen. Was der Fall West in jedem Fall beweist: Ob du sie liebst oder hasst – an Taylor Swift kommst du nicht vorbei!


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Popkultur

Zeitsprung: Am 18.1.1974 gehen falsche Fleetwood Mac auf Tour – ganz offiziell.

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"Anekdoten, Jubiläen und wilde Geschichten: Was an diesem Tag in der Welt der Musik passiert ist, lest ihr täglich in unserem Zeitsprung. Heute: 18.1.1974.

von Christof Leim

Im Januar 1974 spielen Fleetwood Mac Konzerte in den USA. Das wäre eigentlich ein Grund zur Freude für Classic Rock-Fans, doch leider steht da niemand auf der Bühne, der auf den aktuellen Platten oder den letzten Touren gespielt hat. Anders formuliert: Nur der Name Fleetwood Mac geht auf Tour, die Band blöderweise nicht. Das finden Besucher und Veranstalter natürlich befremdlich, zumal sie das oft erst am Showtag erfahren. Was ist da passiert und wer steckt hinter den „Fakewood Mac“?

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Hört hier in die damals aktuelle Platte Mystery To Me rein:

Klickt auf „Listen“ für das volle Programm.

Wer sich Anfang 1974 ein Konzertticket für Fleetwood Mac kauft, der erwartet auf der Bühne die Musiker der gerade neuen Platte Mystery To Me: Schlagzeuger Mick Fleetwood und Bassist John McVie zum Beispiel, dazu Sängerin Christine McVie und die Gitarristen Bob Welch und Bob Weston. Doch schon bei der ersten Show der Tour am 18. Januar 1974 ist keine einzige Person dieses Line-ups anwesend. Niemand. Stattdessen spielen fünf Unbekannte Fleetwood Mac-Songs.

Da muss also etwas vorgefallen sein. In einem Artikel des Rolling Stone von damals erzählt der Manager Clifford Davis: „Ich habe mich entschieden, etwas an der Band zu ändern, insbesondere auf der Bühne. Und das habe ich getan. Ich war immer schon der Anführer, der entscheidet, wer mitspielt und wer nicht.“ Eine krasse Ansage, aber Davis geht noch weiter: „Ich möchte endlich den Eindruck zerstreuen, dass dies Mick Fleetwoods Band ist. Diese Band war immer schon meine Band.“

Die echte Band Ende 1973: Welch, Fleetwood, McVie, McVie (v.l.) – Pic: Promo

Doch wie kommt der Mann dazu? In jenen Jahren verlieren Fleetwood Mac ständig ihre Gitarristen: Danny Kirwan fliegt 1972 raus, was den Abbruch einer Tour bedeutet. Im Herbst 1973 wird dann Bob Weston gefeuert, weil Drummer Mick kann es nicht länger mit ansehen, dass sein Kollege ein Verhältnis mit seiner Frau Jenny hat und damit auch in der Öffentlichkeit nicht hinter dem Berg hält. Autsch. Damit endet auch die erste Tour zu Mystery To Me vorzeitig. Dem Manager passt das gar nicht, angeblich nennt er das „unprofessionell“. Als die Musiker dann sogar eine Pause einlegen wollen, in der Mick sich um seine unvermeidliche Scheidung kümmern muss, stellt er kurzerhand eine Ersatztruppe zusammen und schickt sie in den USA auf die Straße.

Das Ersatzaufgebot besteht aus Musikern der Band Legs, die eine Single unter der Ägide des Managers veröffentlicht hatte: Sänger Elmer Gantry, Gitarrist Kirby Gregory, Bassist Paul Martinez und  Pianist John Wilkinson. „Ich habe mich aber entschieden, Mick zu behalten“, erklärt Davis im Rolling Stone. Allerdings habe der kurzfristig wegen privater Probleme wieder zurück nach England fliegen müssen. Also setzt sich Craig Collinge hinter das Schlagzeug.

Der erste Auftritt findet statt in Pittsburgh am 18. Januar 1974. Wenig überraschend gibt es dort umgehend Streit mit dem Veranstalter, und auch die Fans sind nicht erbaut. Deshalb muss Davis von nun an jeden Abend auf der Bühne verkünden, dass ganz neue Musiker spielen werden und Mick Fleetwood selbst, so ein Ärger, es leider nicht geschafft habe. Gut kommt das nicht an, doch es wird noch schlimmer: Eine Woche später rollt der Tross nach New York, wo 30 Minuten vor der Show feststeht, dass Elmer Gantry nicht singen können wird. „Das ist mir noch nie passiert“, röchelt er gegenüber dem Rolling Stone. Dummerweise hat sich ausgerechnet für diesen Abend die versammelte Musikpresse angekündigt. Noch doofer allerdings: Niemand sagt den Veranstaltern rechtzeitig Bescheid. Die hätten mit ein wenig mehr Vorlauf die Sause noch absagen können, jetzt aber stehen nach den Vorgruppen Kiss und Silverhead 3.400 Fans in der Halle und warten. Also fällt die Entscheidung, die „Band“ ohne Frontmann auf die Bühne zu schicken. Nach einer halben Stunde Boogie-Jam machen 800 Fans von dem Angebot Gebrauch, ihr Geld zurückzubekommen…

Das kann alles nicht lange gut gehen. Es gibt sogar die Geschichte, dass der langjährige Tourmanager John Courage irgendwann das Equipment versteckt und so dafür sorgt, dass die Konzertreise unter falscher Flagge gestört und abgebrochen wird. Kein Wunder also, dass der Spuk der„Fakewood Mac“ ziemlich schnell wieder vorbei ist und Clifford Davis mit Anlauf gefeuert wird. Ein unvermeidbares gerichtliches Nachspiel klärt zwar die Namensrechte eindeutig zu Gunsten der echten Fleetwood Mac, doch es bremst die Band mehrere Monate aus.

Die Musiker der Zweitbesetzung kehren zurück nach England und gründen die Band Stretch, die im November 1975 einen Hit landet mit dem Song Why Did You Do It?. Dessen Text kann mal an als klassisches Beziehungsdrama lesen, aber die meisten Kommentatoren sehen hier eine direkte Attacke auf Mick Fleetwood – weil der sich schließlich von der unglücklichen Tour zurückgezogen habe (was der weiterhin dementiert). Fleetwood Mac verstärken sich indes mit dem Gitarristen Lindsey Buckingham und der Sängerin Stevie Nicks und gehen in den Folgejahren durch die Decke. Der Rest ist Geschichte…



Titelfoto: Michael Putland/Getty Images

Zeitsprung: Am 11.7.1975 starten Fleetwood Mac ihrem gleichnamigen Album durch.

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Zeitsprung: Am 17.1.1949 erblickt Mick Taylor das Licht der Welt.

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Anekdoten, Jubiläen und wilde Geschichten: Was an diesem Tag in der Welt der Musik passiert ist, lest ihr täglich in unserem Zeitsprung. Heute: 17.1.1949.

von Timon Menge und Christof Leim

Mick Taylor zählt zu den versiertesten Gitarristen der Rockgeschichte und hat die Diskografie gleich zwei großer Bands mitgeprägt: John Mayall’s Bluesbreakers und The Rolling Stones. Als Solomusiker tourt er seit 1974 um die Welt. Am 17. Januar feiert Taylor Geburtstag.

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Hört hier in sein Soloalbum Mick Taylor rein:

Klickt auf „Listen“ für die vollständigen Songs.

Der Jugendliche

Mick Taylor kommt am 17. Januar 1949 in Welwyn Garden City in England zur Welt und wächst im Ort Hatfield auf. In seiner Jugend gründet er die Bands The Juniors und The Strangers, mit denen er sogar im Fernsehen auftritt und eine erste Single veröffentlicht. Ab 1965 spielt er als Mitglied von The Gods mit Musikern wie Brian Glascock (später bei Dolly Parton und Iggy Pop), mit seinem Bruder John Taylor (Jethro Tull), Ken Hensley und Lee Kerslake (beide Uriah Heep) sowie Greg Lake (King Crimson, Emerson, Lake & Palmer).

Der Bluesbreaker

Etwa zur selben Zeit besucht Taylor ein Konzert von John Mayall’s Bluesbreakers in seiner Geburtsstadt. Als Mayalls Gitarrist Eric Clapton aus ungewissen Gründen nicht auftaucht, fragt Taylor den britischen Bluesveteranen in der Pause kuzerhand, ob er einspringen soll. Nach kurzer Bedenkzeit ist Mayall einverstanden. Später sagt Taylor dazu: „Ich habe in dem Moment gar nicht daran gedacht, dass das eine tolle Gelegenheit ist. Ich wollte bloß auf die Bühne und Gitarre spielen.“



Der junge Gitarrist beeindruckt den Bandleader so sehr, dass die beiden ihre Telefonnummern austauschen. Als Mayall ein Jahr später einen Ersatz für Peter Green sucht, erinnert er sich an das Nachwuchstalent. Von 1966 bis 1969 tourt Taylor mit der Gruppe, spielt Alben wie Crusade (1967), Bare Wires (1968) und Blues From Laurel Canyon (1968) ein. Er profiliert sich als hervorragender Blues-Gitarrist mit Jazz-Einflüssen, seine Karriere nimmt Fahrt auf.

Mick Taylor mit den Stones 1972 – Pic: Larry Rogers/Wikimedia Commons

Der Rolling Stone

Als die Rolling Stones im Juni 1969 ihren Gitarristen Brian Jones feuern, legen John Mayall und Stones-Keyboarder Ian Stewart bei Mick Jagger ein gutes Wort für Taylor ein. Die Stones laden ihn ein, nehmen einige Songs mit ihm auf – und rekrutieren den damals 20-jährigen als neues Mitglied. Sein Bühnendebüt gibt er am 5. Juli 1969 bei einem kostenlosen Konzert im Londoner Hyde Park. Mehr als eine Viertelmillion Zuschauer pilgern zu der Show, nicht zuletzt deshalb, weil sich das Konzert spontan zu einem Brian Jones-Tribut entwickelt: Der Stones-Mitgründer war zwei Tage vorher gestorben.



In den kommenden Jahren gestaltet Taylor eine wichtige Phasen der Truppe mit: So spielt er nicht nur die legendären Platten Let It Bleed (1969) und das Livealbum Get Yer Ya-Ya’s Out! (1970) ein, sondern auch die Klassiker Sticky Fingers (1971) und Exile On Main St. (1972). Im Zuge der Aufnahmen zu It’s Only Rock ’n Roll (1974) kommt es jedoch zu Querelen zwischen den Musikern. So hat Taylor nach eigenen Aussagen die Songs Till The Next Goodbye und Time Waits For No One mitverfasst, wird aber nicht als Songschreiber genannt. Überhaupt: Bei ihm stellt sich das Gefühl ein, mit den Rolling Stones alles erreicht zu haben. Außerdem ist dem Gitarristen der immense Drogenkonsum der Gruppe nicht geheuer. Im Dezember 1974 verlässt er die Band, seine Nachfolge tritt Ron Wood von Faces an, nachdem sich diese aufgelöst haben.



1995 sagt Mick Jagger in einem Interview mit dem Rolling Stone über Taylor: „Er hat Großes geleistet und für mehr Musikalität in der Gruppe gesorgt. Sein Stil ist sehr flüssig und melodisch. Das hatten wir vorher nicht und haben es bis heute nicht. Weder Keith noch Ronnie Wood spielen wie er. Es war sehr gut für mich, mit ihm zu arbeiten.“ Kein Wunder also, dass sich die Wege der Musiker auch in folgenden Jahrzehnten kreuzen und Taylor immer wieder mit seinen alten Kollegen auf der Bühne steht.



Der Solokünstler

Nach seiner Zeit bei den Stones widmet sich Mick Taylor den unterschiedlichsten Projekten. So spielt er mit Mike Oldfield, Little Feat, Bob Dylan, Carla Olson, Alvin Lee und Mark Knopfler, heuert gelegentlich bei seinem alten Arbeitgeber John Mayall an und gründet eine Band mit Jack Bruce von Cream. 1977 unterschreibt er einen Solo-Plattenvertrag mit Columbia Records, 1979 erscheint sein erstes Album Mick Taylor. Seine zweite Platte unter eigenem Namen lässt bis 1998 auf sich warten und trägt den Titel A Stone’s Throw.

Der Gitarrist

Taylor erzählt mit jedem Solo eine Geschichte anstatt bloß sein handwerkliches Können unter Beweis zu stellen. Da verwundert es nicht, dass zum Beispiel Slash von Guns N’ Roses den Briten als Einfluss nennt. New York Times-Musikjournalist Robert Palmer bringt Mick Taylors Karriere folgendermaßen auf den Punkt: „Er ist der fähigste Gitarrist, der jemals für die Rolling Stones gespielt hat. Taylor war nie ein Rocker oder gar eine Rampensau, sondern ein Blues-Gitarrist mit dem melodischen Gespür eines Jazz-Musikers.“ Respekt. Wir sagen: Happy Birthday!



Titelfoto: Dina Regine/Wiki Commons

Zeitsprung: Am 5.12.1968 feiern die Rolling Stones “Beggar’s Banquet” – mit einer Tortenschlacht.

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„Der Triumph des Jazz“: Die musikalischen Einflüsse des Martin Luther King, Jr.

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Martin Luther King Jr.
Foto: Donald Uhrbrock/Getty Images

Am 15. Januar 2022 hätte die US-amerikanische Bürgerrechtsikone Martin Luther King ihren 93. Geburtstag gefeiert. Zu Ehren Kings möchten wir an dieser Stelle seine Verbindung zur Musikkultur ein wenig näher beleuchten.

von Markus Brandstetter

Die Bilder und Worte sind fest im kollektiven Bewusstsein verankert, selbst wenn man zu jener Zeit noch nicht auf der Welt war: Im August 1963 fanden sich über 200.000 Menschen in Washington, DC zum „Marsch auf Washington für Arbeit und Freiheit“ (englischer Titel: March on Washington for Jobs and Freedom) zusammen.

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Vor dem Lincoln Memorial hielt Martin Luther King seine berühmte Rede, deren Worte „I have a dream“ in die Geschichte eingingen. Musik war (nicht nur) an diesem Tag ein wesentlicher Bestandteil der Proteste. Bob Dylan und Joan Baez traten auf, Peter, Paul & Mary, Odetta Holmes, Mahalia Jackson und der Eva Jessye Choir, auch Harry Belafonte war anwesend. Für King war Musik aber weit mehr als eine akustische Untermalung — er sah sie als Mittel zur Veränderung an — und, im Falle von Jazz, Triumph der Schwarzen — dazu später mehr.

Kings musikalischer Background

Für Martin Luther King, das schreibt der US-amerikanische Autor Alfonso Pollard in seinem Artikel The Extraordinary Influences of Dr. Martin Luther King, Jr., habe Musik seit seiner Kindheit eine bedeutende Rolle gespielt. Kings Mutter Alberta King spielte hier wohl die Schlüsselrolle: Sie war Chorleiterin und Organistin in der Ebenezer Baptist Church. Auch Kings spätere Ehefrau Coretta Scott, die er an der Universität kennenlernte, war Kirchenchorleiterin, außerdem Sopranistin und Multiinstrumentalistin.

Geht es nach Pollard, gab es in Kings musikalischer Sozialisation zwei große Säulen: die Gospelmusik zum einen, zeitgenössische Sängerinnen wie Mahalia Jackson, Sister Rosetta Tharpe, Nina Simone, Miriam Makeba zum anderen. Später wurde auch Jazz für ihn immer wichtiger — eine Musik, die er als „triumphal“ bezeichnete. Damit meinte er den Triumph der Afroamerikaner*innen über die Unterdrückung, über Ungerechtigkeit, Kummer, Tragödien.

Der Triumph des Jazz

1964 wurde King gebeten, die Eröffnungsrede auf dem JazzFest Berlin (damals „Berliner Jazztage“ genannt) zu halten. In seiner Rede sprach er über eben dieses Triumphale im Jazz: „Gott hat viele Dinge aus der Unterdrückung heraus geschaffen. Er hat seine Geschöpfe mit der Fähigkeit ausgestattet, zu erschaffen, und aus dieser Fähigkeit sind die süßen Lieder der Trauer und der Freude hervorgegangen, die es dem Menschen ermöglicht haben, mit seiner Umwelt und vielen verschiedenen Situationen zurechtzukommen. Der Jazz spricht für das Leben. Der Blues erzählt von den Schwierigkeiten des Lebens, und wenn man einen Moment nachdenkt, wird man feststellen, dass er die härtesten Realitäten des Lebens in Musik umsetzt, um dann mit neuer Hoffnung oder einem Gefühl des Triumphs wieder herauszukommen.“

„Die letzte Bastion des Elitismus“

Wie die Verbindung Kings zur klassischen Musik ist, ist indes nicht hinreichend beleuchtet. Der US-Dirigent Paul Freeman (1936-2015) berichtete einst in einem Interview von ein Zusammentreffen mit dem Bürgerrechtler. Als dieser ihn fragte, was er in Atlanta mache, erklärte ihm Freeman, er habe ein Engagement als Gastdirigent des Atlanta Symphony Orchestra. Die Antwort von King darauf kann als sozialkritisch bis sarkastisch gelesen werden: „Ah, die letzte Bastion des Elitismus! Glory, Halleluja!“ Freeman, dessen erklärte Mission es war, die Klassik (sowohl als Musiker*in als auch als Hörer*in) für alle zugänglich zu machen, sah dies aber nicht als Seitenhieb, sondern als Inspiration, sein Ziel zu verfolgen.

Nachzusehen ist dies in diesem Interview:

Wie wichtig King war, zeigen zahlreiche Tribute. Soul-Legende Stevie Wonder war ausschlaggebend dafür, dass Martin Luther Kings Geburtstag zum Feiertag erklärt wurde — und widmete ihm das Stück Happy Birthday. U2 schrieben Pride (In The Name Of Love) über ihn, James Taylor zollte ihm mit Shed A Little Light Tribut — und natürlich darf man Nina Simones Stück Why (The King Of Love Is Dead) nicht vergessen, dass sie drei Tage nach seinem Tod vorstellte.

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