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Popkultur

Fünf Dinge, die ihr über Nat King Cole noch nicht wusstet

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Foto: Echoes/Redferns/Getty Images

Er hat mehr als 100 Hits aufgenommen, maßgeblichen Einfluss auf die Jazzmusik genommen und konnte mit seiner Stimme und dem Piano umgehen, dass es noch heute eine Freude zum Ansehen ist. Zu seinem Todestag haben wir fünf Geschichten über Nat King Cole zusammengetragen.

von Timon Menge

Hier könnt ihr euch einige der größten Hits von Nat King Cole anhören:

1. Er besuchte die gleiche High School wie Sam Cooke — allerdings nicht bis zum Abschluss.

Während der Dreißiger siedelt Coles Familie nach Chicago um. Dort besucht er die Wendell Phillips Academy High School, wo wenig später auch Soulsänger Sam Cooke die Schulbank drückt. Später genießt Cole einen Teil seiner musikalischen Ausbildung an der DuSable High School. Außerdem besucht er Clubs, setzt sich davor und lauscht den Konzerten, zum Beispiel von Louis Armstrong. Im Alter von 15 beschließt er, dass es an der Zeit ist, sich um seine Karriere als Musiker zu kümmern — und verlässt die Schule.

2. Er trat den Freimaurern bei und blieb ihren Grundsätzen bis zu seinem Tod treu.

Bei der Freimaurerei handelt es sich um einen Bund von Menschen, die durch die fortwährende Arbeit an sich selbst zu einem menschlicheren Verhalten gelangen möchten. Die fünf Grundideale: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Toleranz und Humanität. 1938 tritt Cole dem Verbund bei und hält sich bis zu seinem Tod am 15. Februar 1965 an dessen Prinzipien. Andere prominente Vertreter der Bewegung waren Louis Armstrong, Johann Wolfgang von Goethe und Wolfgang Amadeus Mozart.

3. Er war der erste schwarze Moderator einer TV-Sendung.

Am 5. November 1956 flimmert die erste Folge der Nat King Cole Show über die Mattscheiben der USA. (Die afroamerikanische Sängerin und Pianistin Hazel Scott kam Cole zuvor, doch bei ihm handelt es sich um den ersten männlichen Afroamerikaner mit einer eigenen Sendung.) Ursprünglich soll das Format nur 15 Minuten dauern, doch ab Juli 1967 verlängert der Sender auf 30 Minuten. Nationale Sponsoren lassen sich für die Show leider nicht gewinnen, weshalb sie am 17. Dezember 1957 wieder eingestellt wird. Cole kommentiert das ausbleibende Sponsoring mit dem Satz: „Madison Avenue is afraid of the dark.“

4. Er trug wesentlich zum Erfolg von Capitol Records bei.

Schon mit seinen ersten drei Capitol-Singles landet Cole ab 1942 auf Platz eins der US-R&B-Charts. Für das Label, das zeitweise zu den größten Plattenfirmen der Welt gehörte, bedeutet das eine wichtige Starthilfe, denn auch Capitol Records gibt es erst seit 1942. Bis heute misst man Nat King Cole so einen großen Einfluss an der Entwicklung der Plattenschmiede bei, dass der Capitol Tower in Hollywood auch den Titel „The House That Nat Built“ trägt.

5. Seine Tochter Natalie Cole wurde ebenfalls Musikerin — stand allerdings auch lange in seinem Schatten.

Fünf Kinder hatte Nat King Cole: Carole „Cookie“ Cole und Nat „Kelly“ Cole waren adopiert, Natalie die Erstgeborene und Timolin und Casey das jüngere Zwillingspaar. Natalie legt ab Mitte der Siebziger eine erfolgreiche R&B-Karriere hin, gegen Ende der Achtziger widmet sie sich dem Pop. Immer wieder hat sie mit Suchtproblemen zu kämpfen. Die Songs ihres Vaters möchte sie jahrelang nicht singen, um nicht als „die Tochter von Nat King Cole“ wahrgenommen zu werden. Erst 1991 ringt sie sich in Form des Albums Unforgettable… With Love dazu durch — und landet damit ironischerweise ihren größten Erfolg. Am 31. Dezember 2015 stirbt sie an Herzversagen.

Nat King Cole zum Todestag – Die Autobiografie zum Nachhören

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