Join us

Popkultur

Zeitsprung: Am 26.5.1948 kommt Stevie Nicks von Fleetwood Mac zur Welt.

Published on

Anekdoten, Jubiläen und wilde Geschichten: Was an diesem Tag in der Welt der Musik passiert ist, lest ihr täglich in unserem Zeitsprung. Heute: 26.5.1948.

von Christof Leim

Weltruhm und eine Heimausstattung mit Gold und Platin sind Stevie Nicks sicher: Die Sängerin und Songwriterin hat mit Fleetwood Mac und als Solokünstlerin eine Menge hochgeliebter Musik produziert. Über 40 Einträge in die US-Top 50 und satte 140 Million verkaufte Tonträger gehen auf ihr Konto. Völlig berechtigt finden wir, denn tolle Songs sind eben tolle Songs.


Hört hier in die besten Fleetwood Mac-Songs rein:

Klickt auf „Listen“ für das ganze Album.

Am 26. Mai 1948 erblickt in Phoenix, Arizona die kleine Stephanie Lynn Nicks das Licht der Welt. Sie wächst in Kalifornien auf, lässt sich von ihrem Großvater Aaron Nicks mit der Liebe zur Musik anstecken und singt schon im Alter von vier Jahren Duette mit ihm. Mit sechzehn bekommt sie eine Gitarre geschenkt und schreibt, so sagt man, umgehend ihren ersten Song I’ve Loved And I’ve Lost, And I’m Sad But Not Blue. Auf der High School spielt sie in Bands und trifft den Gitarristen Lindsey Buckingham, der ihr romantischer und musikalischer Partner für lange Jahre werden sollte.

Stevie Nicks & Lindsey Buckingham live 2003. Foto von Bumperke [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)], via Wikimedia Commons

Mit ihm spielt sie Ende der Sechziger in einer Truppe namens Fitz und eröffnet Shows für Janis Joplin und Jimi Hendrix. Beide gehen zusammen auf die Universität, vergessen das aber schnell wieder und siedeln nach Los Angeles über. Aus dieser Zeit geistert folgende Geschichte durch die Welt: Weil die beiden überhaupt kein Geld haben, ziehen sie bei Keith Olsen ein, dem Toningenieur des legendären Sound City Studios. Um ihr Soloalbum Buckingham Nicks zu finanzieren, hilft Lindsey im Studio, während Stevie die Bude putzen soll.



Einen ihrer Songs namens Frozen Love bekommt Mick Fleetwood zu hören, als er im Sound City vorbeischaut. Dem Drummer gefällt, was er hört, also lädt er Buckingham ein, Mitglied seiner Band Fleetwood Mac zu werden, damals eine respektiere Bluesrock-Kapelle. Der besteht jedoch darauf, seine Freundin und musikalische Partnerin ebenfalls aufzunehmen. Ab Silvester 1974 gehören die beiden zu Fleetwood Mac. Der Rest ist, mal wieder, Geschichte…



Die neuen Mitmusiker geben dem Sound von Fleetwood Mac eine neue, poppigere Dimension und ermöglichen tolle Gesangsharmonien mit der anderen Sängerin Christine McVie. Schon das erste gemeinsame Album wirft 1975 den Single-Hit Rhiannon aus der Feder Nicks’ ab. Leider geht ihre Beziehung zu Buckingham in die Brüche, was die beiden in diversen Songs verarbeiten (Go Your Own Way, Silver Springs).



Im Februar 1977 erscheint Rumours, ein großartiges Pop-Rock-Album, dass sich über 40 Millionen Mal verkauft und in der Liste der meistverkauften Studioalben auf Platz fünf steht. Stevie Nicks schreibt dafür den Song Dreams, der der Band ihre einzige US-Nummer-eins beschert.



1981 startet die Sängerin schließlich ihre Solokarriere mit dem ebenfalls massiv erfolgreichen Werk Bella Donna. Sie veröffentlicht weitere Soloalben und auch Platten mit Fleetwood Mac, doch privat läuft es nicht rund.



Ihr Drogenkonsum gewinnt die Überhand, was so weit führt, dass ihr 1986 ein Arzt versichert, die nächste „Line“ an Kokain könne sie umbringen. Nicks versteht das Warnsignal und bringt nach längerem Kampf ihr Leben in den Griff. Seitdem veröffentlicht sie regelmäßig Musik mit Fleetwood Mac und unter eigenem Namen und steht weiter auf der Bühne. Wir sagen: Herzlichen Glückwunsch und Danke für die Musik!

Fleetwood Mac 2009. Foto von Weatherman90 [CC BY 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via Wikimedia Commons


Header Bild von Ralph Arvesen ([1]) [CC BY 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons

Das könnte dir auch gefallen:

10 Hits der 70er, die heute keiner mehr kennt

Die musikalische DNA von Tom Petty

10 Songs, mit denen der Sommer nie aufhört

Latest Music News

Don't Miss