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„Wir waren beide ziemlich dumm“: Red-Hot-Chili-Peppers-Sänger Anthony Kiedis über sein Verhältnis zu John Frusciante

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Malcolm Ali/WireImage/Getty Images

Am 1. April 2022 veröffentlichen die Red Hot Chili Peppers ihr neues Album Unlimited Love  — für Fans etwas ganz Besonderes, schließlich ist Gitarrist John Frusciante endlich wieder mit an Bord. In einem Interview sprach Sänger Anthony Kiedis nun ganz offen über sein Verhältnis zu Frusciante.

 von Markus Brandstetter

Ganz einfach hatten es Frusciante und der Rest der Band nicht miteinander — besonders zwischen Kiedis und Frusciante dürfte es in der Vergangenheit zu Reibereien gekommen sein. Über die Zeit nach dem 1991 erschienenen Longplayer  Blood Sugar Sex Magik — Frusciante stieg im Anschluss zum ersten Mal aus der Band aus und verfiel einer schweren Heroinsucht — erzählte Kiedis im Interview mit Zane Lowe für Apple Music: „Wir waren zu diesem Zeitpunkt beide ziemlich dumm. Wir haben vorher darüber gesprochen. Ich wollte die Dinge so, wie ich sie wollte — und er wollte sie so, wie er sie wollte. Er mag in mancher Hinsicht weiter entwickelt gewesen sein und in anderer weniger, aber er verschwand und irgendwie überlebten wir — und hatten diese sehr interessante Ära mit Dave Navarro. John stürzte so tief runter, wie er  nurkonnte. Und dann, nur das Flüstern eines Geistes, der sagte, ‚Hey, ich bin noch nicht weg’ oder sowas wie ‚Lasst uns wieder was machen’“.

Kiedis über Frusciantes Ausstieg Nummer zwei

Frusciantes Wiederkehr Ende der 1990er-Jahre verhalfen der Band zu einem zweiten Frühling — ehe er 2006 der Band erneut den Rücken kehrte. „[Dann kamen] Californication, By the Way, Stadium Arcadium und dann traf er eine ganzheitliche Entscheidung. Er sagte: ‚Das ist nichts für mich. Es ist zu viel. Zu viel Aufmerksamkeit, zu viel Reisen, zu viel Chaos, zu viel … all das.‘  Also ging er wieder weg.”

Ende gut, alles gut: 2020 verkündete die Band die erneute Wiederkehr von Frusciante. „Ich glaube, er brauchte 12 Jahre, um das alles zu verarbeiten, und er war gewissermaßen bereit, das langsam zu tun”, sagt der Sänger. “Wer sind diese Leute? Was bedeuten sie mir? Was haben wir zusammen gemacht? Welches Leben will ich leben? Superschlau. Und ich glaube, er hat verstanden, dass, so schwierig die Situation auch sein mag, es einfach nur das Leben ist und es ist einfach nur eine Gelegenheit und es ist einfach nur in einer Band zu sein und vielleicht kann ich einen besseren Weg finden, das zu tun.“

Das ganze Interview mit Zane Lowe gibt es hier zu sehen:

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Joy Division: Ian-Curtis-Wandbild sollte mit Werbung für Rapper übermalt werden

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Pat Scaasi/MI News/NurPhoto via Getty Images

In der Port Street im Northern Quarter der britischen Stadt Manchester befindet sich ein Wandgemälde, das zu Ehren des legendären Joy-Division-Frontmann Ian Curtis errichtet wurde. Das Bild des 1980 im Alter von nur 23 Jahren verstorbenen Musikers sollte nun aber übermalt werden — mit einer Werbung für das neue Album des britischen Rappers Aitch. Das sorgte natürlich für mächtig Unmut. Nun meldete sich der Musiker (selbst gebürtiger Mancunian) zu Wort.

 von Markus Brandstetter

In einem Social-Media-Posting erklärte Aitch, das Billboard beseitigen zu wollen: „Ich suche mir die Orte für Billboards nicht aus, das ist das erste Mal, dass ich es selbst gesehen habe. Es wird in diesem Moment geändert“.

Dann legte er noch einmal nach und bekundete seinen Respekt für Curtis. „Es ist bekannt geworden, dass das ikonische Ian-Curtis-Wandbild in der Port Street mit meinem Album-Artwork übermalt wurde. Das ist das erste Mal, dass ich davon höre. Mein Team und ich werden das schnellstmöglich in Ordnung bringen. Auf keinen Fall würde ich einen lokalen Helden wie Ian respektlos behandeln wollen“, schreibt der Musiker.

Joy Division: Peter Hook reagiert

Aitchs Posting und Respektbekundung brachte auch Joy-Division-Gründungsmitglied Peter Hook (heute bei New Order) dazu, sich zu Wort zu melden. „Danke, @officialaitch. Tolle Geste“, schrieb er — und versah sein Posting mit einem Daumen-hoch-Emoji.

Künstler traurig wegen Übermalung

Das Wandbild von Ian Curtis in Manchester wurde vom Künstler Akse P19 anhand eines von Philippe Carly geschossenen Fotos gemalt. Es wurde im Rahmen des Musikfestivals Headstock enthüllt und wurde von der Stadt Manchester unterstützt. Es soll nicht nur an Curtis erinnern, sondern auch das Bewusstsein für psychische Gesundheit schärfen. Der Künstler hatte sich auf Instagram traurig über die Übermalung gezeigt. „Es war zu einem kulturellen Wahrzeichen geworden und bedeutete den Menschen in Manchester und darüber hinaus so viel”, schrieb Akse P19. „Man braucht nicht viel gesunden Menschenverstand, um zu verstehen, dass dieses Wandbild für das, was es repräsentiert und wofür es steht, hätte bleiben sollen.

 

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Auf das Posting von Akse P19 hatten sich etliche Künstler zu Wort gemeldet — darunter Peter Hook, der es nur mit einem Kotz-Emoji kommentierte. Auch Electro-Pionier Goldie kommentierte — und zwar nur wenig charmant mit dem Wort „cunts“.

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Zum 40. Todestag: Die musikalische DNA des Ian Curtis

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KISS wollen nach KISS weitermachen – nur ohne KISS?!

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Foto: Francesco Prandoni/Getty Images

Klar soweit? Auch nach dem Ende der langen, langen Abschiedstournee soll die Reise für KISS nicht zu Ende sein. Das zumindest deutete Gene Simmons jetzt in einem durchaus aufschlussreichen Interview an. Können wir uns bald auf KISS – Das Musical freuen?

von Björn Springorum

Gene Simmons hat mal wieder klargestellt, dass er noch keinerlei Ahnung hat, wann und wo das letzte Konzert der End Of The Road-Tour seiner Band KISS stattfinden wird. Fest steht nur: New York City ist nach wie vor im Rennen. Dort hätte die Live-Karriere der Band ja schon am 17. Juni 2021 enden sollen, doch die Pandemie änderte natürlich alles.

Die neue Blue Man Group

„Wir wissen nicht, ob es in New York passieren wird“, sagte Simmons in einem neuen neuen Podcast-Interview. „Es gibt gute Gründe dafür, aber das wirklich wichtige ist: Wenn es die letzte Show ist, ist es auch wirklich die letzte Show. KISS als tourende Band wird abtreten. Aber eben nur die tourende Band. KISS werden weiterleben. Ich habe zum Beispiel kein Problem mit vier engagierten 20-Jährigen, die unser Make-Up anlegen und ihre Identität darunter verbergen.“

Im Klartext heißt das also: KISS ohne KISS werden weiterhin live spielen. „KISS werden auf Arten und Weisen fortbestehen, an die ich noch nicht mal selbst gedacht habt“, so Gene Simmons. „Aber ich kann mir Touren wie bei der Blue Man Group oder dem Phantom der Oper um die ganze Welt vorstellen, natürlich mit wechselnder Besetzung. […] Obwohl ich auch kein Problem darin sehe, hin und wieder selbst einzuspringen.“

Wenn es nach Gene Simmons geht, werden KISS also in naher Zukunft endgültig zum reisenden Vergnügungspark, zum Rock’n’Roll-Zirkus. Und irgendwie war die Band das ja schon immer…

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Rage Against The Machine: Details zu Zack de la Rochas Gesundheitszustand bekanntgegeben

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Kevin Mazur/WireImage

Vor wenigen Tagen sagten Rage Against The Machine ihre komplette Europa-Tournee ab — aufgrund gesundheitlicher Probleme von Frontmann Zack de la Rocha, wie es offiziell hieß. Nun wurde auch bekannt, worum es sich bei diesen Problemen genau handelt— denn ein Freund des 53-jährigen Sängers plauderte in einem Social-Media-Posting.

 von Markus Brandstetter

De la Rocha zog sich einen Riss der Achillesferse zu — das verriet sein Kumpel, der Fotograf Glen E. Friedman in einem Instagram-Posting. „Ich habe meinen guten Freund Zack (mit seinem Achillessehnenriss) gestern Abend im Madison Square Garden [12. August] auftreten sehen”, schrieb er. „Selbst wenn er während des Auftritts sitzen musste, zeigte Zack De La Rocha der Welt, was sie in all den Jahren, in denen er von dieser unglaublichen Gruppe von Musikern getrennt war, verpasst hatte“, schreibt er. „Zack hat es ‘gebracht’, wie es nur wenige andere jemals getan haben oder jemals tun könnten. Integrität und Herz, die Prüfsteine der wichtigsten und größten“, schreibt Friedman weiter.

 

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Details zur Tourabsage

Offiziell wurde dies seitens der Band zwar nicht kommentiert — eine gerissene Achillesferse als Grund ist jedoch alles andere als überraschend. Der Musiker hatte sich während einer Show in Chicago am 12. Juli 2022 verletzt und musste die restliche Show (genau wie die folgenden Konzerte) im Sitzen absolvieren. Die Band hatte in einem Statement mitgeteilt, dass de la Rochas Ärzte ihm von der Europa-Tour abgeraten haben. „Die Flüge, Reisezeit und der rigorose Zeitplan im Vereinigten Königreich und Europa sind einfach ein zu großes Risiko für die vollständige Genesung. Wir entschuldigen uns bei all unseren Fans, die lange darauf gewartet haben uns zu sehen, und hoffen bald zu wüten“.

Man kündigte an, die Konzerte im Madison Square Garden am 11., 12. und 14. August noch absolvieren zu wollen. „Dann muss Zack nach Hause zurückkehren, um sich auszuruhen und gesundheitlich zu erholen. Flüge, Reisen und der enge Zeitplan in Europa wären ein zu großes Risiko für seine Gesundheit“. Zu den abgesagten Konzerten zählt unter anderem das für den 3. September 2022 geplante Konzert in Hannover — es wäre das erste der Band in Deutschland seit elf Jahren geworden.

 

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Rage Against The Machine: Europa-Tournee wegen Zack de la Rocha abgesagt

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