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Wegen Corona: Brian May kritisiert Boris Johnson

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Foto: Chung Sung-Jun/Getty Images

In Großbritannien mahlen die Mühlen seit dem Brexit-Votum generell eher langsam. Das erweist sich in Zeiten von Corona natürlich als großes Problem, weswegen sich Brian May nun berufen fühlt, die Briten um Vorsicht zu bitten: „Wartet nicht auf Mr. Johnson. Bleibt zu Hause!“

von Victoria Schaffrath

„Schützt euch selbst, eure Familien und auch uns alle.“

Ein sichtlich betroffener Brian May sitzt da vor der Kamera und spricht denen Mut zu, die in Italien und anderswo mit den Konsequenzen der Corona-Pandemie zu kämpfen haben. Über seinen Instagram-Kanal teilt der Queen-Gitarrist immer wieder Persönliches mit seinen Fans; unter anderem ließ er sie im Januar an seinen Problemen mit Depressionen teil haben. In den letzten Tagen nutzt May die Plattform vor allem dazu, über Selbst-Isolation und „Social Distancing“ zu sprechen.

 

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Dear humans. Apologies if this is not the uplifting stuff we all need to hear these days. There are times … By watching TV, I meant “watching TV NEWS all day”. I should also probably explain that my word ‘jolly’ means ‘optimistic’. It’s very important to keep optimism alive in ourselves and others, but the enormity of the battle ahead of us requires us to pause and, with some humility and sobriety, make sure we get our priorities right. Be safe, Folks. 💥💥💥💥just realised I overran my 60 seconds so the end of my message didn’t transmit. I was saying we can’t afford any complacency because it is those dismissive denials which will prevent us winning the war against this monster that is among us. But only if we let them. 💥💥💥💥 Just one more thing. Finally, finally, we have some serious measures in place in the UK. But, folks, do NOT wait for Mr. Johnson to tell you to cut down your physical social interactions to as close as humanly possible to ZERO. Do it NOW. STAY HOME – and KEEP EVERYONE ELSE OUT. Protect yourself, your family, and all the rest of us too. —- Bri

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Der promovierte Wissenschaftler stimmt seinen Akademiker-Kolleg*innen zu und plädiert für klare Regeln und deren strikte Einhaltung, um die Bevölkerung vor noch mehr Covid-19-Fällen zu schützen. Im Gegensatz dazu hielt die britische Regierung bis zuletzt an einer, sagen wir mal, optimistischen Politik in Bezug auf Corona fest. Erst vor wenigen Tagen beschlossen Premierminister Boris Johnson und Co. die Schließung von Theatern, Restaurants und anderen öffentlichen Einrichtungen; von Ausgangssperre oder Kontaktverbot keine Rede. Damit hinkt UK den Beschlüssen seiner internationalen Partner signifikant hinterher.

„Bleibt zu Hause – und lasst alle anderen draussen.“

Genau das kritisiert May nun im Beschreibungstext seines Videos: „Eine Sache noch: Endlich, endlich gibt es auch in Großbritannien einige ernstzunehmende Maßnahmen. Aber wartet NICHT auf Mr. Johnson, bis er euch sagt, dass ihr eure körperlichen und menschlichen Interaktionen so weit wie irgendwie möglich auf NULL herunterfahren sollt. Tut es JETZT. BLEIBT ZU HAUSE – und LASST ALLE ANDEREN DRAUSSEN. Schützt euch selbst, eure Familien und auch uns alle.“ Das stößt auf Zustimmung: Bisher weist der Post etwa 45.000 Likes auf.

May scheint dadurch besonders das Konzept der Herdenimmunität zu kritisieren, das die Regierung Johnson noch bis vor kurzem verfolgt hatte. Dabei sollen sich möglichst viele Menschen innerhalb kürzester Zeit infizieren und so immun werden, was die Ausbreitung des Virus dann zum Stillstand brächte. Diese Strategie bleibt in Fachkreisen jedoch umstritten; das Gesundheitssystem des Vereinigten Königreichs kämpft zudem seit Jahren mit Kürzungen und Überlastung.

Herdenimmunität vs. Shutdown

So setzt die Rock-Ikone nun auf eine „bescheidene und nüchterne Betrachtung der eigenen Prioritäten“ und appelliert an die Vernunft seiner Fans. Ob diese Mays Einschätzung der Lage nun teilen oder nicht: Sein Mitgefühl Richtung Italien und anderer betroffener Länder zeigt in diesen ungewöhnlichen Zeiten eine Art Menschlichkeit, die uns allen guttun dürfte. Und gegen Online-Konzerte des Gitarren-Meisters haben wir sowieso nichts einzuwenden.

 

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I was talking at the beginning, but I think you can have too much talking !! Hope you’re OK out there and working on the acceptance and courage thing – the Serenity Prayer (previous post) which I find to be so powerful. Some of you asked for this tune – Last Horizon – and this time – for the first time – up very close and with no backing … hope it tickles your fancy. OK !! Ready for another week’s bad news ?!! 😝 let’s just accept for now. I still feel anger at the timid and slow way the pandemic has been handled – but anger gets me nowhere. We just have to smile and live another day to the full. We can’t be just postponing living till the CoronaVirus has gone. Postponing the OLD way of living – YES !! Love to you all. 💥💥💥💥 Just want to say thank you all for your amazing response to my micro-concerting activities. I never expected such a great connection. It’s inspiring to me. Your comments are shaping me – making me understand better what I have to offer. And it makes me feel useful !!! 😌 Bri

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Punk is dead: Boris Johnson nennt The Clash seine Lieblingsband – und die Fans rasten aus

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Grammy-Preisträgerin Irene Cara („Flashdance … What A Feeling“) ist gestorben

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Aaron Rapoport/Corbis/Getty Images

Die mehrfache Grammy-Preisträgerin Irene Cara ist tot. Die US-amerikanische Sängerin und Schauspielerin, die mit ihrem Titelsong zum Kultfilm Flashdance im Jahr 1983 bekannt wurde, starb am 25. November 2022 im Alter von 63 Jahren — das erklärte ihre Publizistin in einem Social-Media-Posting.

Das offizielle Statement im Wortlaut

„In tiefer Traurigkeit gebe ich im Namen ihrer Familie den Tod von Irene Cara bekannt. Die mit dem Academy Award prämierte Schauspielerin, Sängerin, Songwriterin und Produzentin ist in ihrem Haus in Florida verstorben“, so Publizistin Judith A. Moose im Statement. Die Todesursache sei bislang nicht bekannt und werde bekanntgegeben, sobald diese feststehe.

„Irenes Familie hat um Privatsphäre gebeten, um ihren Kummer zu verarbeiten. Sie war eine wunderschöne, begabte Seele, deren Vermächtnis durch ihre Musik und ihre Filme für immer weiterleben wird. Die Beerdigungsfeierlichkeiten stehen noch aus und eine Gedenkfeier für ihre Fans wird zu einem späteren Zeitpunkt geplant“, heißt es in dem Statement weiter.

Große Erfolge durch Filme

Irene Cara, geboren am 18. März 1959 in der New Yorker Bronx, wurde mit dem Stück Flashdance … What A Feeling – dem Titelsong des 1983 erschienenen Films Flashdance – weltbekannt. Für den Song, den sie mitgeschrieben hatte, erhielt sie einen Oscar für die Beste Filmmusik sowie zwei Grammy Awards. Ihr Durchbruch gelang ihr aber schon drei Jahre zuvor mit ihrer Rolle im Film Fame. Cara stand seit frühester Kindheit in der Öffentlichkeit.

 

In späteren Jahren gelang ihr kein großer Hit mehr — laut eigenen Angaben konnte sie aber bis zuletzt von ihren Tantiemen gut leben und bezeichnete ihren Lebensstatus als „Halbruhestand“. Ein paar kleinere Comeback-Erfolge konnte sie aber doch verbuchen — etwa 2005, als sie mit ihrer Band Hot Caramel in der US-Show Hit Me Baby One More Time als Siegerin hervorging. 2001 sang sie als Gastsängerin beim Schweizer Popstar DJ BoBo ihren Hit What A Feeling.

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„Tiefes Bedauern“: Bob Dylan entschuldigt sich für Unterschriftenskandal

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Jeffrey R. Staab/CBS via Getty Images

Eine vermeintlich handsignierte, limitierte Auflage von Bob Dylans neuem Buch „The Philosophy of Modern Song“ hatte kürzlich für viel Verärgerung gesorgt. Die Ausgaben, die der Verlag Simon & Schuster mit Echtheitszertifikat für einen Preis von über 600 Dollar verkaufte, hatten nämlich einen Haken: Die Bücher hatte Dylan gar nicht per Hand unterschrieben — sondern mit einem sogenannten „Autopen“. In den sozialen Medien hatten zuvor einige Personen Zweifel an der Echtheit der begehrten Dylan-Signaturen geäußert.

 von Markus Brandstetter

Es ist selten, dass sich Bob Dylan zu Wort meldet, umso bemerkenswerter ist, dass der legendäre wie auch schweigsame Musiker sich in einem Statement an seine Fans wendet. „An meine Fans und Anhänger, Ich bin darauf aufmerksam gemacht worden, dass es eine Kontroverse über die Unterschriften auf einigen meiner jüngsten Kunstdrucke und auf einer limitierten Auflage von Philosophy Of Modern Song gibt. Ich habe im Laufe der Jahre jeden einzelnen Kunstdruck handsigniert, und es gab nie ein Problem“, schreibt Dylan.

„Im Jahr 2019 hatte ich jedoch einen schlimmen Schwindelanfall, der bis in die Pandemiejahre anhielt. Es braucht eine fünfköpfige Crew, die eng mit mir zusammenarbeitet, um diese Unterschriftensitzungen zu ermöglichen, und wir konnten keinen sicheren und praktikablen Weg finden, um das zu erledigen, was ich tun musste, während das Virus wütete. Während der Pandemie war es also unmöglich, etwas zu unterschreiben, und der Schwindel half auch nicht. Angesichts der drohenden Vertragsfristen wurde mir vorgeschlagen, einen automatischen Stift zu verwenden, und mir wurde versichert, dass so etwas in der Kunst- und Literaturwelt ‚ständig‘ gemacht wird“, so die Songschreiberlegende weiter.

Dylan entschuldigt sich am Ende des Statements in aller Form für diese „Fehleinschätzung“, man arbeite bereits an einer Wiedergutmachung. „Der Einsatz einer Maschine war eine Fehleinschätzung, die ich sofort korrigieren möchte. Ich arbeite mit Simon & Schuster und meinen Galeriepartnern zusammen, um genau das zu tun. Mit tiefem Bedauern, Bob Dylan“.

Auch Verlag entschuldigt sich

Der Verlag selbst hatte vor wenigen Tagen verlautbart: „Bei denjenigen, die die limitierte Ausgabe von THE PHILOSOPHY OF MODERN SONG gekauft haben, möchten wir uns entschuldigen. Wie sich herausgestellt hat, enthalten die Bücher der limitierten Auflage zwar Bobs Originalunterschrift, aber in Form einer handgeschriebenen Replik. Wir werden uns sofort darum kümmern, indem wir jedem Käufer eine sofortige Rückerstattung gewähren.“

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„Adieu“: Rammstein nehmen bildgewaltig Abschied! Aber wovon?

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Foto: Santiago Bluguermann/Getty Images

Es ist die fünfte und letzte Single aus Zeit: Jetzt hat auch die elegische Ballade Adieu ein episches Video bekommen. Seht hier, wie Rammstein zu Killern werden. War’s das dann so langsam in Sachen neuer Musik?

von Björn Springorum

Fans spekulieren ja schon seit Veröffentlichung des neuen Albums Zeit, ob selbige für Rammstein so langsam gekommen ist. Und während die Band weiterhin fleißig Konzerte für 2023 bestätigt und wir also zumindest live nicht sofort Abschied nehmen müssen, zeigt jetzt auch das bewegende neue Video zur fünften Single Adieu, dass die Zeit auch für Rammstein kommen wird. Die Frage ist nur: wann? Hier gibt es das epische, knapp neunminütige (!) Video zu sehen:

Die Band verbrennt sich selbst

Der opulente Clip wurde wieder von Specter Berlin umgesetzt und inszeniert die Band als militantes Kommando, das in einer futuristischen Welt ein Gebäude überfällt, in dem die „Verdammten“ festgehalten werden, wie es im Abspann heißt. Ein bildmächtiges Spektakel ist Adieu geworden, ganz ähnlich dem sensationellen Video zu Zeit, mit dem Rammstein dieses Kapitel begannen. Jetzt beenden sie es – und kündigen damit vielleicht auch das Ende ihrer Karriere an? „Nur der Tod währt alle Zeit“, heißt es bekanntlich im Song, der lyrisch einen Abschied beschreibt. Welcher das ist – Tod, Trennung, Ende der Band –, bleibt weiterhin offen.

Im Video laufen Till Lindemann Tränen die Wangen herab, am Ende zündet Paul Landers alles an und verbrennt damit symbolisch auch die Band. Am Ende werden die Bandmitglieder zu riesenhaften Steinfiguren, zu Ikonen, stumm und starr für alle Zeit. Da kann man natürlich wieder eine ganze Menge hineininterpretieren. Und das ist ja irgendwie auch das Schöne: Wie immer wissen wir mal nicht, was Rammstein genau vorhaben. Genießen wir es, solange wir noch können.

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Sehnsucht: Wie Rammstein der große Durchbruch gelang

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