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Tribut für Ginger Baker: Eric Clapton holt Rock-Adel auf die Bühne

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Foto: Robert Whitaker/Getty Images

Als letzten Oktober der legendäre Schlagzeuger Ginger Baker verstarb, ging ein trauriges Raunen durch die Reihen der Rockstars. Bei vielen davon eckte der Brite an, hinterließ aber gleichzeitig mächtig Eindruck. Für ein Tribut in London holte dessen Cream-Kollege Eric Clapton nun große Namen auf die Bühne.

von Victoria Schaffrath

Clapton, Winwood, Rodgers, Wood

Uns klappt jedenfalls die Kinnlade herunter, wenn wir die Liste der Anwesenden durchgehen: Laut Rolling Stone gaben sich neben Clapton und Bakers Sohn Kofi auch Roger Waters, Nile Rodgers, Steve Winwood, Paul Carrack und Ron Wood die Ehre. Kein Wunder, gilt Baker doch als einer der wegweisendsten Schlagzeuger überhaupt.

Besonders seine herausragende Arbeit bei Cream bleibt dabei im Gedächtnis. Stücke wie Toad und Sunshine Of Your Love stellen Meilensteine für das moderne Schlagzeugspiel dar; auch in der Supergroup  Blind Faith (mit Clapton und Winwood) und solo verband er afrikanische Einflüsse mit Jazz und Rock. Privat machte er mehr durch Obszönitäten und Drogenprobleme von sich reden, aber Baker war eben ein absolutes Original.

Rührender Abschied von Baker

Das sprach ihm während des Tribut-Konzerts im Londoner Eventim Apollo Hammersmith nun auch Kollege „Slowhand“ zu: „Ich denke, er hockt hier irgendwo und wird heute für euch Musik machen, wir helfen ihm dabei nur ein bisschen. Er war ein Halunke, aber ich habe ihn geliebt und er liebte mich. Viele Leute haben seine spitze Zunge abbekommen, ich jedoch nie und das weiß ich zu schätzen. Deswegen mache ich das hier. Ich vermisse ihn.“

Als Nachruf an den Rotschopf spielte dieses „who’s who“ des Rock Songs aus der Cream- und Blind Faith-Ära, angefangen mit dem ikonischen Sunshine Of Your Love, das Clapton mit Roger Waters anstimmte. Nachdem auch Stones-Saitenmeister Ron Wood bei White Room ausgeholfen hatte versuchte man sich an Strange Brew und Toad. Für die Blind Faith-Stücke Had To Cry Today und Can’t Find My Way Home musste man Winwood und Clapton wohl nicht lange bitten.

Zum Abschluss gab es eine fulminante Version von Creams Crossroads, für die der versammelte Rock-Adel sich die Bühne teilte. Bei so viel Rührseligkeit hätte Baker wohl nur ein verächtliches Murren übrig gehabt, aber wir finden: tolles Tribut. Rest in peace, Ginger.

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