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Popkultur

10 Songs, die jeder Münchener kennen muss

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Hofbräuhaus, Oktoberfest, FC Bayern. So viele Marken und Klischees, die Münchens Image seit Ewigkeiten bestimmen. Natürlich hat diese großartige Stadt viel mehr zu bieten als Bierzelt- und Blasmusik oder unangenehme Yuppies. Wir haben weit ausgeholt und zehn Songs zusammengeführt, die Münchens musikalische Geschichte erzählen.


Hör dir hier unsere Playlist mit 10 Songs, die jeder Münchener kennen muss, an und lies weiter:


1. Sportfreunde Stiller – Ein Kompliment

Um die Sportis scheint es in letzter Zeit etwas ruhiger geworden sein, dabei ist ihr letztes Album Sturm & Stille (2016) noch gar nicht so lange her. Das Trio aus Germering, einer Stadt im erweiterten Speckgürtel von München, ist ohne Frage diejenige bayerische Band, die auch beim Publikum oberhalb des Weißwurstäquators während der letzten 20 Jahre am beliebtesten war. Das lag vielleicht am sympathischen Akzent von Sänger Peter Brugger und an der großen Fußballleidenschaft des Trios – immerhin gelang ihm mit 54, 74, 90, 2006 der beste deutsche WM-Song aller Zeiten. Vor allem aber lag es an so lässigen Hits wie Ein Kompliment.


2. Freddie Mercury – Living On My Own

Queen-Fans und alteingesessene Münchener wissen natürlich über Freddies München-Connection Bescheid. Für alle anderen: Von 1979 bis 1985 lebte Freddie Mercuy in München und tauchte in die Schwulenszene im Glockenbachviertel ein. In vielen berüchtigten Lokalen wurde er zum beliebten Stammgast, heute ist er quasi eine Münchener Legende, von der noch viele Zeitgenossen schwärmen. Während dieser Zeit entstand auch sein erstes Soloalbum Mr. Bad Guy (1985) mit dem Hit Living On My Own. Im dazugehörigen Video gibt es Szenen aus der rauschenden Feier zu Freddies 40. Geburtstag zu sehen, den er im Tanzclub Mrs. Henderson feierte.


3. Emil Bulls – Smells Like Rock ’N’ Roll

Erinnert ihr euch noch? Die Emil Bulls waren Münchens Antwort auf Korn und die Nu-Metal-Welle. Erfolgreicher als ihre Debütsingle Smells Like Rock ’N’ Roll war zwar ihre Coverversion des Aha-Klassikers Take On Me, aber diese Nummer hier ist so eine richtig schöne Zeitreise ins Jahr 2001. Wir empfehlen auch hier das Video dazu.


4. Claire – Two Steps Back

Was hat München eigentlich aktuell in Sachen Pop zu bieten? Eine gute Antwort sind Claire. Seit 2013 ist die junge Elektropop-Band schon am Start, die letztes Jahr ihr zweites Album Tides veröffentlichten. Und wie man in Two Steps Back hört, schlummert hier noch enormes Potenzial. Daher: Support your local pop stars!


5. F.S.K. – Was kostet die Welt

Im Vergleich zu Hamburg, Düsseldorf oder Berlin kann München zwar keine extrem ausgeprägte oder einflussreiche Punk- und New-Wave-Szene vorweisen, doch zumindest eine Band hält noch heute die Fahne hoch: die Freiwillige Selbstkontrolle, kurz F.S.K., die Band von Thomas Meinecke und Michaela Meliàn. Was kostet die Welt ist ihr eingängiger NDW-Hit, ansonsten standen bei F.S.K. meistens kunstvoller Krach und provokante Poesie im Vordergrund. Aus dieser Diskographie lassen sich viele Schätze heben.


6. Blumentopf – Liebe & Hass

Was die Sportis für den Rock sind, sind Blumentopf für Hip-Hop aus München: Keine bayerische Crew wurde deutschlandweit so beliebt wie die Töpfe aus Freising. Ok, auch wieder Vorort, aber so genau wollen wir es hier auch nicht nehmen. Leider hat sich die fünfköpfige Band im Jahr 2016 aufgelöst, aber ihre Tracks sind noch so frisch wie am ersten Tag.


7. Donna Summer – Hot Stuff

Munich Disco! Wer kennt sie nicht, die Legende von Giorgi Moroder und Donna Summer, die Ende der 1970er-Jahre in München die moderne Dance Music (mit)erfunden haben. Mit Love To Love You Baby (1975) und I Feel Love wurde Summer zur Disco-Queen und Moroder zu einem der gefragtesten Produzenten der anschließenden 1980er-Jahre. Hot Stuff (1979) wurde eines von Donna Summers bekanntesten Liedern, das allerdings schon in der Zeit nach ihrer München-Ära erschien – produziert wurde es aber von Moroder, geschrieben von einer anderen Münchner Legende: Harold Faltermeyer.


8. Editors – Munich

Dieser Song der britischen Post Punk-Band aus dem Jahr 2005 ist noch heute ein Dauerbrenner in den Indie-Clubs. Aber was hat die Nummer eigentlich mit München zu tun? Für Hinweise sind wir euch dankbar, im Text finden sich nämlich keine. So oder so: eine schöne Hommage an die Stadt, wie auch immer sie gemeint ist.


9. Friends Of Gas – Kollektives Träumen

Und was geht eigentlich in Münchens eigener Indie-Szene? Da muss man schon eingeweiht sein, denn der Underground ist sehr lebendig. Friends Of Gas haben 2016 mit ihrem Debütalbum Fatal Schwach auch deutschlandweit aufhorchen lassen – mit kratziger Post-Punk-Attitüde und ziemlich einprägsamem Sound. Dass man diese Musik viel eher in Berlin verorten würde, zeigt vor allem eines: München kann viel mehr als Biergarten-Gemütlichkeit und Schickeria. Echtes Leben gibt es auch hier.


10. Spider Murphy Gang – Schickeria

Apropos Schickeria. Wir haben uns jetzt wirklich jeden Bierzelt-Hit verkniffen, aber für die Spider Murphy Gang dürfen wir doch eine Ausnahme machen, da wird uns hoffentlich jeder Münchner zustimmen. Nicht nur, weil Schickeria so lustig ist, sondern weil die Nummer einfach so zeitlos ist. Die Schickeria gibt es nämlich immer und überall. Denk daran, wenn du das nächste mal an einer Bar- oder Clubtür abgewiesen wird. Muss wohl etwas ganz Besonderes sein.


In 50 Liedern ein mal quer durch Deutschland:

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