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Popkultur

20 Jahre 9/11: 7 bewegende Songs über die Tragödie

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9/11 World Trade Center Memorial
Foto: Chip Somodevilla/Getty Images

Der Tag, an dem die Erde stillstand: Vor 20 Jahren, am 11. September 2001, stürzen die beiden Türme des World Trade Center in New York City ein. Fast 3.000 Menschen kommen bei den Terroranschlägen ums Leben. Diese sieben Songs widmen sich auf besonders eindringliche Weise der Tragödie.

von Björn Springorum

Auch wenn die schrecklichen Ereignisse des 11. September 2001 mittlerweile 20 Jahre zurückliegen, halten uns die Bilder von damals immer noch in Atem. Diese sieben Songs sind nur ein Bruchteil aller Stücke, die sich mit 9/11 und den Folgen auseinandersetzen. Aber sie gehören zu den bewegendsten.

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1. Tori Amos – I Can’t See New York

Ende Oktober 2002, ein gutes Jahr nach den Anschlägen, veröffentlicht Tori Amos ihr Album Scarlet’s Walk. Das Album erzählt die Geschichte einer Frau, die durch die Vereinigten Staaten reist. In I Can’t See New York sitzt sie gerade in einem Flugzeug von Boston nach New York und kann Manhattan vor lauter Wolken nicht sehen. Verfasst einige Monate vor den Anschlägen, schrieb Amos das Lied nach dem 11. September ein wenig um. Und die Wolken wurden zu Rauch.

2. Beastie Boys – An Open Letter To NYC

Die Beastie Boys sind Urgesteine der New Yorker Rap-Szene, der Stadt seit Jahrzehnten in ihrer Musik und Deutung verschrieben. 2004 veröffentlichen sie ihr Album To The 5 Boroughs, auf dem mit An Open Letter To New York ein flammendes Plädoyer enthalten ist, als Community, als Stadt zusammenzustehen und gemeinsam zu trauern. Im Text heißt es:

To the city that blends and mends and tests
Since 911 we’re still livin’
And lovin’ life we’ve been given
Ain’t nothing gonna take that away from us
Were lookin’ pretty and gritty ’cause in the city we trust

Hat bis heute nichts von seiner Strahlkraft verloren.

3. My Chemical Romance – Skylines And Turnstiles 

Gerard Way geht noch einen ganzen Schritt weiter als seine vielen trauernden und erschütterten Kolleg*innen. Damals arbeitet er als Praktikant bei Cartoon Network und ist am 11. September 2001 nur wenige Blocks von den Türmen entfernt. „Ich stand umringt von hunderten Menschen am Hudson River und wir sahen, wie die Türme einstürzten. Eine solche Welle menschlichen Leids hatte ich noch nie zuvor gefühlt.“ Wenig später gründet Gerard Way, um all das zu verarbeiten: My Chemical Romance. Insbesondere der Song Skylines And Turnstiles vom Debüt I Brought You My Bullets, You Brought Me Your Love setzt sich mit den Ereignissen dieses Tages auseinander.

4. Arcade Fire – (Antichrist Television Blues)

Auf Neon Bible von 2007 setzen sich Arcade Fire mit einer Vielzahl gesellschaftlicher Themen auseinander – auch mit 9/11. In (Antichrist Television Blues) heißt es: „I don’t want to work in a building downtown; I don’t know what I’m going to do, ’cause the planes keep crashing, always two by two.“ Aus diesen Zeilen spricht eine Müdigkeit und eine Frustration, weil sich ja im Grunde nie etwas ändert und das sinnlose Morden einfach immer weitergeht.

5. Beyoncé – I Was Here

Mit der großen Ballade I Was Here hat Songwriterin Diane Warren der R’n’B-Queen Beyoncé ein Denkmal gesetzt. Ruhig und melancholisch reflektiert die Sängerin ihr Leben und die Dinge oder Werte, die sie der Nachwelt eines Tages hinterlassen wird – inspiriert von den vielen sinnlosen Toden dieses schwarzen Tages und den individuellen Geschichten, die die gestorbenen Menschen hinterlassen.

6. Coldplay – Politik

Der Opener des zweiten Coldplay-Albums A Rush of Blood To The Head wurde in den Tagen direkt nach den Anschlägen geschrieben. Im Text der ahnungsvollen, intensiven Nummer reflektiert Chris Martin seine eigene und unser aller Sterblichkeit – open up your eyes und lebe bewusster. Keine Neuerfindung aller Pop-Botschaften. Aber eine unverändert wichtige Aussage.

7. Eagles – Hole In The World

Am 10. September 2001 sind die Eagles gerade dabei, sich im Studio einzurichten, um die erste Platte seit The Long Run (1979) aufzunehmen. Am nächsten Tag wird die Welt schwarz – und es taucht niemand im Studio auf. Stattdessen schreiben sie Hole In The World, ein Lied über die Katastrophe und die Wichtigkeit, weiterzumachen, nicht aufzugeben.

Last, aber not least muss hier natürlich Bruce Springsteen erwähnt werden. Wahrscheinlich setzte sich niemand anderes so eingehend und tiefschürfend mit den Anschlägen vom 11. September auseinander wie der Boss. 2002 veröffentlicht er The Rising – ein ganzes Album, das sich diesem Tag widmet. Der Legende nach wurde Springsteen am 11. September 2001 auf einem Parkplatz angesprochen: „Wir brauchen dich jetzt!“, soll jemand gesagt haben. Er erhörte den Ruf und erzählte bewegende Geschichten von Menschen, die direkt oder indirekt von der Tragödie betroffen waren.

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