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Popkultur

Zeitsprung: Am 14.5.2015 stirbt Blueslegende B.B. King.

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Foto: Ethan Miller/Getty Images

Anekdoten, Jubiläen und wilde Geschichten: Was an diesem Tag in der Welt der Musik passiert ist, lest ihr täglich in unserem Zeitsprung. Heute: 14.5.2015.

von Timon Menge und Christof Leim

Als einer der einflussreichsten Bluesmusiker aller Zeiten erspielt er sich den Titel „The King Of Blues“. Sein Gitarrenspiel und sein Gesang beeinflussen ganze Generationen nach ihm. Mehr als 200 Konzerte pro Jahr spielt er zu Beginn seiner Karriere. Am 14. Mai 2015 stirbt B.B. King an einigen Schlaganfällen, ausgelöst durch seine Diabeteserkrankung.

Hier könnt ihr euch die besten Songs von B.B. King anhören:

Das Leben von Riley B. King beginnt auf einer Baumwollplantage in Mississippi, wo er am 16. September 1925 zur Welt kommt. Seine ersten musikalischen Gehversuche unternimmt er im Gospelchor einer Baptistenkirche, wechselt später aber zur Pentecostal Church Of God In Christ, weil ihm deren musikalische Ausrichtung besser gefällt. Der dortige Pfarrer spielt nämlich Gitarre — und bringt King seine ersten drei Akkorde bei. Doch dabei bleibt es nicht, wie wir wissen.

The Road To Beale Street

Im November 1941 hört King während seiner Mittagspause auf einer Plantage eine Radiosendung, in der Bluesmusik aus dem Mississippi Delta gespielt wird, einer der Wiegen des Genres. An jenem Tag fasst er den Entschluss, dass auch er Musik im Radio spielen möchte. Er schließt sich einer Gospelgruppe an, 1946 siedelt er nach Memphis um. Wenig später gehört er zum Inventar der legendären Beale Street. „Dort hat für mich alles angefangen“, gibt King später in einem Interview zu Protokoll. 

In den Jahren danach entwickelt sich der ehemalige Baumwollpflücker zum „King Of Blues“. Zugegeben, er hilft mit dem gleichnamigen Album ein wenig nach, was diesen Titel betrifft. Aber verdient hat er ihn. Mit Songs wie You Upset My Baby, Every Day I Sing The Blues und The Thrill Is Gone prägt er die Mutter so ziemlich aller Richtungen der Populärmusik maßgeblich und kann sich vor Erfolgen kaum retten. Er tourt um die Welt, spielt vor der britischen Queen sowie im Weißen Haus und erhält schließlich einen Grammy für sein Lebenswerk.

Der junge B.B. King. Foto: Michael Ochs Archives/Getty Images

Ein Leben für die Musik — und die Frauen

Doch der Erfolg kostet ihn auch die Ehen mit Martha Lee Denton (1946-1952) und Sue Carol Hall (1958-1966). Stattdessen heiratet King quasi Lucille, seine legendäre Gitarre. Nur „richtiger Sex mit einer richtigen Frau“ sei besser, erzählt er später seinem Biografen. Außerhalb seiner Ehen soll B.B. King 15 Kinder gezeugt haben. Er habe aber immer ein gutes Verhältnis zu allen Müttern gehabt, berichtet er in einem Interview. Vorher, währenddessen und nachher.

1990 wird King eine Diabetes-Typ-2-Erkrankung bescheinigt, die ihn am 14. Mai 2015 im Alter von 89 in Las Vegas das Leben kostet. Im Schlaf erleidet er mehrere Schlaganfälle. Bereits 2014 hatte er wegen seines gesundheitlichen Zustands einige Konzerte absagen müssen (und es in seinem Leben trotzdem auf über 10.000 gebracht!). Zwei seiner Töchter mutmaßen, dass man King vergiftet habe, doch die spätere Autopsie liefert dafür keinen Beweis. Am 27. Mai 2015 findet auf der Beale Street in Memphis eine feierliche Prozession für King statt — dort, wo für ihn alles angefangen hat.

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