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Popkultur

Zeitsprung: Am 14.12.1949 wird AC/DC-Bassist Cliff Williams geboren.

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Foto: Bob King/Redferns

Anekdoten, Jubiläen und wilde Geschichten: Was an diesem Tag in der Welt der Musik passiert ist, lest ihr täglich in unserem Zeitsprung. Heute: 14.12.1949."

von Christof Leim

Klare Sache: Auf der AC/DC-Bühne ist Angus die Attraktion und Brian Johnson der Zirkusdirektor. Doch man darf bei dieser Band nie, niemals die Rhythmussektion vernachlässigen: AC/DC grooven so verdammt packend wegen Malcolm Young (RIP) an der Gitarre, Phil Rudd am Schlagzeug – und wegen Cliff Williams, der seit 1977 ein unkaputtbares Bassfundament darunterlegt. Am 14. Dezember feiert er Geburtstag und kann auf ein erfolgreiches Leben mit vielen, vielen Achteln zurückblicken.

Hier könnt ihr Cliff Williams’ Einstand bei AC/DC hören:

Clifford Williams heißt der Junge, der am 14. Dezember 1949 in Romford, Essex außerhalb von London auf die Welt kommt. Er wächst in Liverpool auf, lässt sich dort wie so ziemlich alle seiner Generation von der aufkommenden Beatmusik infizieren und beschließt, Rockmusiker zu werden. Zu seinen Lieblingen gehören Klassiker wie die Stones, The Who, Bo Diddley und die Kinks, mit deren Platten und ein paar Unterrichtsstunden er sich das Bassspielen beibringt. Mit 13 gründet er, wie es sich gehört, seine erste Band, mit 16 verlässt er die Schule, arbeitet tagsüber als Techniker und spielt nachts Musik.

Es fehlt die richtige Band

Das läuft anscheinend ganz gut, denn kurz darauf, im Jahr 1966, zieht er nach London. Zwar muss er hier in Supermärkten und auf Abbruchhalden schuften, kann aber mit diversen Bands an der Rock’n’Roll-Weltherrschaft arbeiten. Eine dieser Bands heißt Sugar, hier spielt Cliff mit dem Gitarristen Laurie Wisefield (der später bei Wishbone Ash und in Live-Entourage von Tina Turner wieder auftaucht). Viel geht erstmal nicht. Also ziehen Williams und Wisefield 1970 weiter zur Kapelle Home, die als Prog Rock beschrieben wird, aber auch tatsächlich nach „English Country“ klingt, wie der Bassist es später beschreibt. Home können einen Vertrag bei einem Majorlabel ergattern, veröffentlichen drei Alben und spielen sogar im Vorprogramm von Led Zeppelin, doch trotz eines (moderaten) Erfolgs in der britischen Hitparade lösen sie sich 1974 wieder auf.

Cliff auf dem Cover der zweiten Platte von Home. Erkannt?

Also muss die nächste Band her, und die heißt Bandit. Hier spielen zukünftige Mitstreiter von Roger Waters und andere gute Leute. Mit Bandit veröffentlicht Cliff 1977 ein Album, außerdem tourt die Truppe als Backing-Band von Alexis Korner, aber auch hier ist bald wieder Schluss. Bis jetzt hat unser Mann konsequent durchgezogen und als Musiker gearbeitet, selbst wenn der große Durchbruch nicht passiert. Noch nicht. Nach dem Ende von Bandit allerdings will er hinschmeißen und sich aus dem „Business“ zurückziehen. Bis ihn ein Kollege überzeugt, bei der einer gewissen australischen Band vorzuspielen…

Dann eben zu den Australiern

AC/DC haben gerade das großartige Album Let There Be Rock (1977) eingehämmert, aber kurz darauf ihren Bassisten Mark Evans vor die Tür gesetzt und aus London, wo die Band damals ihr Hauptquartier unterhält, auf den Heimweg nach „down under“ geschickt.  Cliff spielt bei der der Truppe vor, „nur zum Spaß“, wie er später einräumt. Aber offensichtlich haben alle Beteiligten davon eine Menge, denn am 27. Mai 1977 wird Cliff Williams der neue Bassist von AC/DC. Angeblich passiert das zum Teil auch wegen seines guten Aussehens, soll Angus einmal behauptet haben, damit endlich mal mehr Frauen zu den Shows kommen. Muss man natürlich auch bedenken.

AC/DC 1979: Unser Mann hält sich meist im Hintergrund…

Die ersten Shows spielt das neue Line-up in Australien bei kleinen Gigs unter falschem Namen, anschließend geht es in die USA auf Tour. Seinen Albumeinstand gibt Cliff 1978 auf Powerage. Fortan tut er, was bei dieser Band getan werden muss, nämlich Achtel pumpen so groß wie Ayers Rock, und immer in diesem magischen Groove, der AC/DC besser macht als die anderen Kinder. Kein Note zu wenig und ganz sicher keine zu viel.

Nur was nötig ist

Der Tieftöner gibt bereitwillig zu, in jedem Stück im Wesentlichen das Gleiche zu spielen, denn „der Song ist wichtiger als der Anteil der einzelnen Musiker“. Und das können wir uns alle mal merken. Recht hat er auch mit der Feststellung, dass „komplexe Basslinien in einer gitarrenorientierten Band wie unserer überhaupt nichts bringen“ und führt aus: „Deshalb schaffe ich die Grundlage, die das antreibt, was die Jungs darüberlegen. Damit habe ich überhaupt kein Problem, ich spiele gerne einfach. Das stört mich nicht, und ich fühle mich auch nicht eingeengt dadurch.“

Und damit es richtig schiebt, schlägt er die meisten Töne nur von oben an (so wie Johnny Ramone grundsätzlich „Downstrokes“ spielte), und er schlägt richtig zu. Oft trägt er deshalb Bandagen an den Fingern und eine Lederstütze am Handgelenk, wie man im legendären Konzertfilm AC/DC: Let There Be Rock sehen kann, den die Combo 1979 in Paris während der Highway-To-Hell-Tour aufzeichnet.

Vierviertel. Reicht, wenn man’s richtig macht.

Hier sagt Williams auch: „Für mich selbst schreibe ich ein bisschen an Liedern herum. Aber man würde mich nicht als guten Songwriter bezeichnen.“ In all seinen Jahren bei AC/DC bekommt er keinen einzigen Songwriting-Credit, die Lieder stammen von Young/Young/Scott oder Young/Young/Johnson, seit The Razors Edge (1990) sogar im Alleingang von den Gitarrenbrüdern.

Das macht aber alles nix, denn Williams erklimmt mit AC/DC die höchsten Höhen des Rock’n’Roll (Back In Black! Highway To Hell!) und geht durch ein paar kleine Täler (angefangen mit Flick Of The Switch). Und immer stellt sich Cliff Williams in den Dienst der Band und dieses unerbittlich großartigen Viervierteltaktes. Live steht er (von uns aus gesehen) rechts neben dem Schlagzeug und marschiert nur für die Backingvocals im Stechschritt parallel zu Malcolm (bzw. seinem Nachfolger Stevie) ans Mikro.

Endlich normale Leute

Privat hört man von dem Musiker wenig, es gibt kaum Medienauftritte und kein Skandale. Wie alle seine AC/DC-Kollegen hält er sich aus vom Blitzlichtpromizirkus fern und bleibt schlicht: normal. 1980 heiratet Cliff seine Georganne, eine Dame aus Colorado, und zieht mit ihr nach Hawaii. Wenn man schon die meiste Zeit unterwegs ist, aber ein paar Taler verdient hat, kann man es sich auch in der Sonne gemütlich machen, oder? (Kirk Hammett von Metallica sieht das zum Beispiel genauso.) 

AC/DC 2014 – Pic: James Minchin/Promo

Zwei Kinder kommen auf die Welt, doch zusehends fühlt sich Familie Williams auf der Insel isoliert. Einmal berichtet der Bassist, dass er für einen eintägigen Videodreh vier Tage reisen muss. Auch doof. Weil die Schulen zudem nicht so recht taugen, aber aus den Kids ja was werden soll, folgen Cliff und Georgeanne einem Vorschlag von AC/DC-Kollege Brian Johnson. Der wohnt nach einem halben Leben im regnerischen England mittlerweile in Florida und findet das ganz hervorragend. Unser Geburtstagsrocker lässt sich fortan in Fort Myers nieder und geht Hobbies wie Angeln, Fliegen und gutem Wein nach. Nebenprojekte oder gar andere Bands gibt es wie bei allen AC/DC-Mitgliedern nicht bis kaum. Die Mafia ist da offener.

Gefrorene Kamele?

Ganz kann Williams die Bassfinger aber nicht stillhalten, wenn die AC/DC-Maschine mal Pause macht: 1984 beteiligt er sich am Song I Want My Heavy Metal von Adam Bomb, während der Zweitausender tut er sich mit dem bosnischen Musiker Emir Bukovica und seiner Band Emir & Frozen Camels zusammen. 2002 kommt das Album San heraus, eine kleine Clubtour in Europa folgt. Mit seinem Kumpel Brian spielt Cliff dann ab 2005 noch in diversen Wohltätigkeitsprojekten, auch damit er fit und im Groove bleibt, denn die Auszeiten der Hauptkapelle werden länger.

Fast vierzig Jahre zockt Cliff Williams bei AC/DC, bis er am 7. Juli 2016 bekannt gibt, sich nach der Tour zu Rock Or Bust zur Ruhe setzen zu wollen. Mittlerweile hat sich einiges bei der australischen Boogie-Brigade geändert: Malcolm kann wegen seiner Demenzerkrankung nicht mehr mitspielen, Brian Johnson muss wegen massiver Hörprobleme aufhören, und Phil Rudd steht mit einem Bein im Knast. Für Williams ist es an der Zeit, den Rock’n’Roll Train zu verlassen – „to come off the road“, wie er sagt. 

Ruhestand. Echt?

Seine letzte Show mit AC/DC spielt er am 20. September 2016 in Philadelphia, mittlerweile singt aushilfsweise Axl Rose. Nach der letzten Nummer For Those About To Rock zieht Angus Cliff nach vorne für eine kurze Verabschiedung. Kurz winken, ein knappes „Ladies & gentlemen, Mr. Cliff Williams!“, zack, das war’s, zu sehen hier. Viel Theater haben die Jungs noch nie gemacht. Und den Ruhestand, den hat sich Cliff Williams verdient.

Aber war es das wirklich? Anscheinend nicht. Zu Williams’ 70. Geburtstag Ende 2019 verdichten sich schon länger die Hinweise, dass AC/DC ein neues Album aufnehmen – mit Brian, Phil und wohl auch Cliff

Zeitsprung: Am 5.5.1978 veröffentlichen AC/DC „Powerage“.

Popkultur

Im Auftrag des Herrn: Als Bob Dylan vor Papst Johannes Paul II. auftrat

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Bob Dylan
Foto: POOL/AFP/Getty Images

Gläubig war Bob Dylan irgendwie schon immer — mal in der einen, mal in der anderen Religion. Doch darum geht es nicht, als er am 27. September 1997 vor Papst Johannes Paul II. auftritt

von Timon Menge

Hier könnt ihr euch Echoes, Silence, Patience & Grace von den Foo Fighters anhören:

Mit seinem Gig vor Papst Johannes Paul II. löst Bob Dylan im September 1997 einen ganz schönen Trubel aus. „Darf der das?“, lautet die allgegenwärtige Frage. „Nein“, finden zahlreiche Mitglieder der katholischen Kirche. Kardinal Joseph Ratzinger (später: Papst Benedikt XVI.) möchte den Auftritt sogar verhindern. Doch Dylan bahnt sich seinen Weg zum Häuptling und gibt in Anwesenheit von mehr als 300.000 jungen Katholiken Songs wie Knockin’ On Heaven’s Door, A Hard Rain’s A-Gonna Fall und Forever Young zum Besten. Der Papst hält anschließend ein flammendes Plädoyer für die katholische Kirche — und zitiert darin auch Dylans Songtexte.

„Du sagst, dass ‚blowin‘ in the wind’ die Antwort ist, mein Freund“, proklamiert das Kirchenoberhaupt in Dylans Richtung. „So ist es. Es ist aber nicht der Wind, der Dinge davonträgt, sondern der Atem und das Leben des Heiligen Geistes. Die Stimme die ruft und sagt: ‚Komm!‘. Du fragst, wie viele Wege ein Mann gehen muss, bevor er zum Mann wird. Ich antworte: Es gibt für einen Mann nur einen Weg und das ist der Weg von Jesus Christus, der gesagt hat: ‚Ich bin der Weg und das Leben.‘“ Ob der Papst Dylans Fragen damit beantworten konnte, wissen wir auch nicht. Was wir allerdings wissen, ist, dass Dylans Auftritt beinahe nicht stattgefunden hätte.

Johannes’ Nachfolger Benedikt XVI. hat Einwände

„Es gab Gründe, skeptisch zu sein und das war ich“, schreibt Papst Benedikt XVI. in seinem Buch Johannes Paul II: Mein geliebter Vorgänger. 1997 heißt Benedikt noch Joseph Ratzinger und ist Kardinal. „In gewisser Weise bin ich auch heute [2007] noch skeptisch.“ So äußert der Rockmusikhasser in dem Buch seine Zweifel darüber, ob es richtig gewesen sei, den „sogenannten Propheten“ Dylan auf die Bühne zu lassen. 1997 möchte Kardinal Ratzinger das Konzert sogar aktiv verhindern und spricht sich gegen Dylans Auftritt aus. Zum Glück hat er damals noch nicht allzu viel zu sagen — und zum Glück sieht der amtierende Papst das Ganze ein wenig anders.

Dylan selbst erklärt in einem Newsweek-Interview, wie es um seine Religiosität bestellt ist: „Die Sache mit mir und der Religion ist die … Das ist die reine Wahrheit: Ich finde die Religiosität und Philosophie in der Musik. Ich finde sie nirgendwo anders.“ Immer wieder war es zu Verwirrung um Dylans Glauben gekommen, der zwar jüdisch aufwuchs, Ende der Siebziger aber unter großem Tamtam zum Christentum konvertierte. Später wendete er sich wieder davon ab. „Ich halte mich nicht an Rabbiner, Prediger, Evangelisten und all sowas“, versichert er. „Ich habe mehr durch die Lieder gelernt, als durch irgendeine Einrichtung. Die Lieder sind mein Lexikon und ich glaube ihnen.“

Dylan beim Papst: „Das war eine der besten Shows, die ich je gespielt habe.“

Warum Dylan 1997 dennoch seine Chance ergreift und vor dem Papst auftritt, können wir nur erahnen. Die mediale Aufmerksamkeit wird sicher dazu beigetragen haben, denn nur wenige Tage später erscheint sein 30. Album Time Out Of My Mind. Doch auch der Spaß kommt nicht zu kurz: „Das war eine der besten Shows, die ich je gespielt habe“, verrät er später in einem Interview mit dem Irish Sunday Mirror. Außerdem erklärt er: „Es gab Zeiten in meinem Leben, da konnte ich nur auf der Bühne glücklich sein.“ Touren falle ihm nicht schwer. „Viele Leute halten das Touren nicht aus, aber für mich ist das wie Atmen.“ Hoffentlich kommt er dabei nicht dem Atem des Heiligen Geistes in die Quere.

Aufnahmefehler und schlechte Verkaufszahlen: Die holprige Geschichte von Bob Dylans Debütalbum

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Popkultur

Pinke Stromgitarren für den Weltfrieden: Barbie And The Rockers

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Barbie And The Rockers

„"Blonde Haare, ein pinkes Traumhaus und ein noch pinkeres Cabrio: Seit mehr als sechs Jahrzehnten gehört Barbie zu den beliebtesten Spielzeugfiguren der Welt. Der erste Film mit der populären Puppe erschien am 27. September 1987 auf Videokassette. Der Name des Streifens: Barbie And The Rockers: Out Of This World. Ja, wirklich.

von Timon Menge

Hier könnt ihr euch einen Ausschnitt aus Barbie And The Rockers anschauen:

Ihr habt richtig gelesen: Mitte der Achtziger gründet Barbie ihre eigene Band. Der Hintergrund: Spielzeughersteller Mattel möchte dem Konkurrenzprodukt Jem And The Holograms aus dem Hause Hasbro etwas entgegensetzen und schickt Barbie in die Welt der Krachmusik. „Barbie And The Rockers“ heißt die neue Reihe; in Europa erscheint sie unter dem Namen „Barbie And The Rock Stars“. E-Gitarren, ein Drumkit, sogar eine Bühne: Kinder, die mit der blonden Puppe Rock’n’Roll spielen möchten, haben ab 1985 die freie Wahl. Und nicht nur das: Die lautstarke Spielzeugreihe läutet auch Barbies Filmdebüt ein. Am 27. September 1987 erscheint die allererste Fernsehsendung der Puppe auf Videokassette.

Zugegeben, die Handlung von Barbie And The Rockers: Out Of This World klingt ein wenig albern. In dem Film wird Barbie aufgrund ihrer weltweiten Berühmtheit zur Botschafterin für den Weltfrieden ernannt. Als die Gruppe ihre Welttournee beendet hat, sagt Barbie, sie habe etwas ganz Besonderes geplant, das „nicht von dieser Welt“ sei. Selbst ihre Band weiß noch nicht, worum es geht. Eines Tages bekommt Barbie eine Einladung von der Weltfriedensorganisation. Zu ihren Ehren soll ein Ball veranstaltet werden. Sie bittet Ken darum, sie zu begleiten, und geht mit ihren Freundinnen shoppen. Auf dem Ball verkündet Barbie dann die große Neuigkeit: Sie möchte mit ihrer Band ein Konzert im Weltall geben.

Barbie And The Rockers: Soundtrack von den Beatles und Lovin’ Spoonful

Anfangs sind ihre Bandmitglieder wenig begeistert von der Idee, stimmen aber schließlich zu. Später fliegt die Rockgruppe mit einem pinken Space Shuttle zum „Interstar Amphitheater“, wo sie von einem Herrn namens Dr. Leonard begrüßt wird. Ein kleines Publikum wartet auch schon auf die Rockerinnen. Der anschließende Auftritt von Barbie und Co. wird weltweit im Fernsehen übertragen und die Band stellt sogar einen neuen Song vor, den sie extra für die Show geschrieben hat. Zum Schluss der Show erklärt Barbie, dass dies der erste Tag des Weltfriedens sei, und dass es nicht der letzte sein wird, wenn alle das genug wollen. Leichte Kost, also. Für den Soundtrack des Streifens covert Barbie unter anderem die Beatles und Lovin’ Spoonful.

Heute gibt es unzählige Barbie-Filme; ein weiterer soll nächstes Jahr anlaufen. Falls wir euch mit unserem Artikel angefixt haben, müssen wir euch allerdings enttäuschen: Barbie And The Rockers: Out Of This World ist ausschließlich auf gebrauchten Videokassetten und einigen wenigen DVDs erhältlich. Einer Neuauflage scheinen vor allem die Coversongs im Weg zu stehen, die für eine erneute Veröffentlichung noch einmal lizensiert werden müssten. Vielleicht klappt das ja eines Tages. Es wäre sogar ein Box-Set möglich. Mit Barbie And The Sensations: Rockin’ Back To Earth gibt es nämlich noch eine Fortsetzung von Barbies Rockstar-Abenteuern. Im Sequel kehrt die Puppe mit ihrer Band auf die Erde zurück — und steckt auf einmal im Jahr 1959 fest. Doch das ist eine andere Geschichte.

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Popkultur

Die 10 größten Meat-Loaf-Hymnen

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Meat Loaf
Foto: Sony Music Archive via Getty Images/Terry Lott

Er war ein gewaltiger Rockstar im Wortsinn: Die Musikwelt trauert um den großen Meat Loaf. Wir erinnern uns an den legendären Koloss des Hard Rock und blicken auf seine unvergesslichsten Songs zurück.

 von Björn Springorum

Auch wenn er natürlich viel mehr gemacht hat: Am ehesten bringt man Meat Loaf mit seiner Bat-Out-Of-Hell-Trilogie in Verbindung. Mehr als 65 Millionen Mal haben sich diese drei Alben verkauft, das erste und erfolgreichste geht bis heute rund 200.000 Mal jährlich über den Ladentisch. Kein Wunder: Das Meisterwerk von 1977 ist ein stellarer Moment des theatralischen Hard Rock, eine Art Broadway-Musical mit harten Gitarren.

Seine Stimme und das kompositorische Genie seines langjährigen Partners Jim Steinman nehmen eine Ausnahmestellung im Kanon des Rock‘n‘Roll ein. Hier kommen zehn seiner mächtigsten, emotionalsten, größten Songs.

1. I’d Lie For You (And That’s the Truth) (1995)

Meat Loaf hat sich nicht immer auf die Kompositionen von Jim Steinman verlassen. Schon zwei Jahre nach dem Erfolg von Bat Out of Hell II: Back Into Hell kommt Meat Loaf mit Welcome To The Neighborhood um die Ecke, einem Album, das auch ohne Steinman so klingt, als hätte er es geschrieben. Der erfolgreichste Song daraus wurde von Diane Warren komponiert, die zur damaligen Zeit eine unaufhaltsame Hitmaschine war. Die Power-Ballade wird dann auch zu seinem letzten großen Hit.

2. Rock And Roll Dreams Come Through (1993)

So ziemlich jeder Song auf der Fortsetzung von Bat Out Of Hell zeigt, dass weder Meat Loaf noch Jim Steinman die Pause von 16 Jahren geschadet hat. Ursprünglich für Steinmans 1981er Soloalbum aufgenommen, wird es durch Meat Loaf zu einem weiteren großen Epos aus Herzschmerz und einem Refrain, der so heute einfach nicht mehr gemacht wird. Ganz großes Kitschkino.

3. You Took The Words Right Out Of My Mouth (On A Hot Summer Night) (1977)

Als erster Beitrag seines legendären Gamechangers Bat Out Of Hell steht hier You Took The Words Right Out Of My Mouth, ein wahrgewordener Hard-Rock-Traum mit gotischem Video, grandioser Hook und allem, was den Rock‘n‘Roll der Siebziger so größenwahnsinnig machte. Besser wird‘s auch auf der größten Bühne nicht.

4. Two Out Of Three Ain’t Bad (1977)

Eigentlich könnte hier ja einfach das gesamte Bat Out Of Hell stehen, fertig. Es gibt einfach keinen Filler auf diesem Album. Auch Two Out Of Three Ain’t Bad ist ein echter Killer: Eine große, große Ballade, die Meat Loaf auf einem absoluten Höhepunkt zeigt und zugleich eins der besten Beispiele für Steinmans kompositorisches Genie ist. So was nennt man dann wohl perfekte Chemie.

5. Bat Out Of Hell (1977)

Allen Ernstes, wer sein Debüt mit einem Paukenschlag wie diesem eröffnen kann, der hat schon alles geschafft, ehe er überhaupt so richtig angefangen hat. Fast zehn Minuten nimmt sich der ausladende Opener Zeit und zieht auf dieser Langstrecke gleich mal alle Register: die Ouvertüre zu diesem unfassbaren Musiktheater, ein Start mit Feuerwerk, Kanonen und massiver Produktion. Übrigens: Als musikalische Gäste mischen hier Todd Rundgren sowie Roy Bittan und Max Weinberg von der E Street Band mit. Es heißt schon was, wenn man sagt, dass es die echt nicht gebraucht hätte.

6. Hot Patootie – Bless My Soul (1975)

Natürlich darf die Rocky Horror Picture Show hier nicht fehlen. Meat Loaf gibt in diesem schrägen Stück Rock‘n‘Roll den dusseligen Biker Eddie, der den Laden gehörig aufmischt. Sicherlich nicht seine Sternstunde. Aber allein aus popkultureller Sicht erwähnenswert.

7. Read ’Em And Weep (1981)

Kurioserweise wird nicht alles, was Meat Loaf und Jim Steinman gemeinsam angingen, zu Gold. Dead Ringer, der schwierige Nachfolger zu Bat Out Of Hell, leidet unter dem enormen Erfolg des Vorgängers, hat aber einige Perlen zu bieten. Read ’Em And Weep zum Beispiel, eine stimmungsvolle Ballade, die aber erst zwei Jahre später durch Barry Manilow zu einem gewaltigen Erfolg wird. Muss man manchmal nicht verstehen.

8. Objects In The Rear View Mirror May Appear Closer Than They Are (1993)

Am besten waren Meat Loaf und Jim Steinman immer zusammen. Das zeigt auch Bat Out Of Hell II: Back Into Hell, das Album, das 1993 eine zwölfjährige Funkstille beendet. Da ist sie wieder, diese theatralische, dramatische Magie und diese unfassbare Energie. Wir wiederholen uns, aber: Niemand schreibt solche Refrains!

9. I’d Do Anything For Love (But I Won’t Do That) (1993)

Sein wahrscheinlich größter Hit stammt ebenfalls vom zweiten Teil seiner definierenden Trilogie: I’d Do Anything For Love (But I Won’t Do That) ist eine der größten Rock-Balladen aller Zeiten – obwohl bis heute eigentlich niemand so recht weiß, worum es in der Nummer eigentlich geht. Egal, die Musik ist so unfassbar spektakulär, dass Meat Loaf auch nur summen könnte und die Nummer wäre immer noch unsterblich.

10. Paradise By The Dashboard Light (1977)

Wenn wir uns festlegen müssten, würden wir diesen Song als absolutes Karrierehoch von Meat Loaf wählen. Unterteilt in drei Kapitel und über acht Minuten lang, dennoch als Single veröffentlicht: Für Meat Loaf und Jim Steinman gelten damals andere Regeln. Der Song ist ein Überbleibsel aus Steinmans Neverland-Musical und bringt Meat Loaf mit der Hauptrolle Ellen Foley zusammen. Ziemlich irre ist er auch: Inhaltlich dem Thema Sex im Auto verschrieben, gibt es im Video eine wilde Rummachszene, geschnitten in ein Baseballspiel.

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