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Popkultur

Zeitsprung: Am 6.1.1953 kommt AC/DC-Chef Malcolm Young auf die Welt.

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><noscript><img src=Anekdoten, Jubiläen und wilde Geschichten: Was an diesem Tag in der Welt der Musik passiert ist, lest ihr täglich in unserem Zeitsprung. Heute: 6.1.1953.

von Christof Leim

Einer der ganz Großen hätte heute Geburtstag gefeiert: Malcolm Young, Rhythmusgitarrist und Kapitän von AC/DC. Leider ist er am 18. November 2017 nach langer Krankheit verstorben. Damit hat die Welt ein Original verloren, einen Giganten der Rockmusik. Und womöglich den besten Rhythmusgitarristen des Planeten, zumindest wenn man Koryphäen wie Scott Ian von Anthrax, Eddie Van Halen oder Dave Mustaine von Megadeth fragt.

Hört euch zur Lektüre hier die Musik von AC/DC an:

Seit der Gründung 1973 hatte Malcolm AC/DC angeführt und sie zu einer der größten, tollsten, authentischsten Rock’n’Roll-Bands der Welt gemacht. Sein zwei Jahre jüngerer Bruder Angus mag im Mittelpunkt stehen, wenn er in seiner Schuluniform über die Bühne fegt. Doch die Richtung gab immer Malcolm an, der kleine Mann neben dem Schlagzeug.

Leider konnte er schon seit einigen Jahren nicht mehr auftreten: Ende September 2014 wurde bekannt, dass er nach einer Herz-OP und Lungenkrebserkrankung an Demenz leidet und in einem Pflegeheim in Sydney betreut werden muss. Das nächste AC/DC-Album Rock Or Bust (2014) enthält noch seine Ideen, mitzuspielen war ihm da schon nicht mehr möglich. Im Studio und auf der Bühne wird er durch seinen Neffen Stevie Young ersetzt, der seinem Onkel dabei alle Ehre machte.

Er blieb seiner Vision treu

Malcolm Young hat sein Ding zeitlebens durchgezogen, ohne von seiner Vision abzuweichen, ohne Drama, Glamour, Trendanbiederung oder sonstige Nebenschauplätze. Wäre er nicht krank geworden, würde er wohl immer noch mit atomuhrgenauem Anschlag die Riffs aus seiner Gretsch Firebird abfeuern. Und 65 ist auch kein Alter, an dem ein Rocker die Klampfe an den Nagel hängen muss.

Jeans, Shirt, Fluppe zwischen den Fingern: Malcolm und AC/DC waren immer so bodenständig wie ihre Musik.

Doch leider muss Angus seinen Bruder am 28. November in Sydney zu Grabe tragen. Dabei erweisen ehemalige und aktuelle AC/DC-Musiker Malcolm die letzte Ehre.

Es ging weiter

Ob es weitere AC/DC-Platten ohne Malcolms Beteiligung geben wird, steht damals zunächst in den Sternen. Gut sieht es 2016 nicht aus, was die Mannschaftsaufstellung angeht: Sänger Brian Johnson schied schon im März des Jahres wegen Hörproblemen aus und wurde für noch ausstehende Shows durch Axl Rose (ja, genau der) ersetzt. Schon vorher hatte Chris Slade die Drums von Phil Rudd übernommen, der nach den Rock Or Bust-Aufnahmen mit dem Gesetz in Konflikt geraten war und zeitweise nicht reisen durfte. Bassist Cliff Williams, immerhin seit 1977 dabei, hatte nach Abschluss der Rock Or Bust-Welttour verkündet, in den Ruhestand treten zu wollen. Wie es weitergeht, liegt damals alleine in der Hand von Angus, dem einzig verbleibenden Originalmitglied. Wie wir heute wissen, erscheint 2020 das vielgelobte Album Power Up – mit Cliff und Phil.

Das Vermächtnis von Malcolm Young wird Bestand haben, solange es Rock’n’Roll und einen fetten Viervierteltakt gibt. Lasst uns deshalb an Malcolms Geburtstag sein Lebenswerk feiern, wie es nun mal am Besten geht: Laut. Rest in peace, Malcolm.

Eine ausführlichen Nachruf könnt ihr hier lesen.

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MALCOLM YOUNG – NACHRUF AUF EINEN ROCKGIGANTEN

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