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Popkultur

Die musikalische DNA von Pearl Jam

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Weil es nicht oft genug gesagt werden kann: Nein, verdammt, Pearl Jam sind nicht irgendeine Grunge-Band. Sie sind überhaupt nicht irgendeine Band, sondern wenn schon die vielleicht größte Rock-Band der neunziger Jahre, bitteschön! Und das, obwohl sie immer radikal ihren eigenen Weg gegangen sind. Während die Musikpresse ihren jahrelangen Boykott des Unternehmens Ticketmaster als kommerziellen Selbstmord abtat, dankten es ihnen ihre Fans umso mehr mit einer Treue, die in der Rock-Welt nach wie vor beispiellos ist. Während sich so viele andere Bands der Selbstzerstörung hingaben, stand die Truppe um Eddie Vedder stets zu ihren Prinzipien. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Grunge kam und ging, Pearl Jam blieben – weit über die Neunziger hinaus.


Hört euch hier die musikalische DNA von Pearl Jam als Playlist an und lest weiter:


Die Geradlinigkeit der Band auf und hinter der Bühne hatte jedoch seinen Preis. Die Grunge-Szene, der sie unweigerlich zugerechnet wurden, verwarf die von den starken Lead-Gitarren Mike McCreadys geprägte Musik der Band und Kurt Cobain bezeichnete Pearl Jam sogar als „Sellouts“. Dabei verweigerten sie sich doch noch eindeutiger der Musikindustrie als die Kollegen von Nirvana. Pearl Jam drehten kaum Musikvideos, ignorierten die Presse und bestimmten Maximalgrenzen für die Ticketpreise ihrer Konzerte. Im Jahr 2000 brachen sie mit ihrer Binaural-Tour sogar einen Rekord: Indem sie alle Gigs der Tour professionell aufnahmen und im Nachhinein zum Verkauf anboten, konnten sie zwischen 2000 und 2001 ganze 72 (!) Veröffentlichungen für sich verbuchen. Warum der ganze Aufwand? Weil die Band sichergehen wollte, dass Fans jeden Mitschnitt in guter Qualität preiswert erwerben konnten, anstatt ihr Geld an minderwertige Bootlegs zu verschwenden. Von wegen Sellouts!

Ihre Attitüde war jedoch stets nur ein Teil dessen, was Pearl Jam zu der vielleicht größten Band ihrer Generation macht. Auf der anderen Seite war da ein Rock-Sound, der sich ähnlich unbeirrt allen Trends entgegensetzte. Klassischer Rock traf auf den rohen Spirit von Punk und traditionelles Songwriting. Was genau die Band zu dieser Mischung inspirierte, erfahren wir mit Blick auf ihre musikalische DNA.


1. Red Hot Chili Peppers – Subterrean Homesick Blues

Die Gründungsgeschichte Pearl Jams ist verworren. Vielen ist vielleicht nicht einmal klar, dass die Band nicht allein in der Grunge-Hauptstadt Seattle, sondern ebenso im „Sunshine State“ Kalifornien ihre Wurzeln hat. Dort zumindest wurde Eddie Vedder rekrutiert. Wie es dazu kam? Stone Gossard und Jeff Ament hatten zuerst in der Seattle-Band Green River gespielt, bevor sie gemeinsam mit Andrew Wood Mother Love Bone gründeten. Wood starb noch vor der Veröffentlichung der Debüt-LP Apple an einer Heroinüberdosis. Ein Schicksal, mit dem Drummer Jack Irons nur allzu vertraut war: Als Gründungsmitglied der Red Hot Chili Peppers musste er mitansehen, wie sein Bandkollege und Freund aus Kindheitstagen, Hillel Slovak, an eben jener Droge verendete.

Irons verließ die Band, mit der er unter anderem das Album The Uplift Mofo Party Plan eingespielt hatte, und wandte sich seiner Arbeit mit dem Trio Eleven zu. Als Ament und Gossard ihm das Demo-Tape ihrer neuen Band Mookie Blaylock zuspielte, lehnte er ihr Angebot ab, der Band beizutreten, leitete das Tape aber einen befreundeten Sänger weiter: Eddie Vedder. Der hörte sich die Songs vor einem Surftrip an und fand auf den Wellen die Inspiration für gleich drei Pearl Jam-Hits: Once, Footsteps und, natürlich, Alive. Kaum eine Woche später fand er sich in Seattle als Frontmann der neuen Band wieder.


2. Neil Young – The Needle and the Damage Done

Es ist ein besonders tragisches Detail, dass es ohne die zwei Herointode von Wood und Slovak Pearl Jam in dieser Form wohl nie gegeben hätte. Wie keine andere Droge trug Heroin einiges am schnellen Absturz der Grunge-Bewegung bei. Der Song dazu wurde aber schon lange vorher geschrieben und das von niemand Geringerem als Neil Young, der wiederum als einer der Pioniere der Grunge-Mentalität gilt. The Needle and the Damage Done ist mit seinen knappen zwei Minuten einer der eindringlichsten Songs der Rockgeschichte. „I hit the city and I lost my band“, heißt es darin nicht ohne Grund: Schon Young konnte buchstäblich ein Lied davon singen, wie sich die Droge aufs Musikerleben auswirkte.

Seine aufrührerische Attitüde und sein erdiger Sound wurden zum Maßstab für viele Grunge-Bands, die in Young einen der letzten authentischen Rockstars sahen. Für Pearl Jam wurde er noch in einer anderen Hinsicht maßgeblich: Ohne ihn hätte es die Band nicht gegeben. Oder zumindest nicht unter diesem Namen. Nachdem sie sich ihren Moniker von Mookie Blaylock vom gleichnamigen Basketballspieler liehen, entschieden sie sich vor Release ihres ersten Albums Ten, dessen Titel sich übrigens von Blaylocks Trikotnummer ableitete, für Pearl Jam. Pearl angeblich nach der Urgroßmutter Vedders, Jam wegen Neil Youngs epischen Improvisationsleistungen auf der Bühne. Viel später sollte die Band dann Rockin’ in the Free World covern und gemeinsam mit Young bei einem Benefizkonzert die Bühne teilen.


3. Alice In Chains – It Ain’t Like That

Bevor es allerdings dazu kam, musste sich die junge Band zuerst im Underground beweisen. Schon zwei Monate nach ihrem allerersten Auftritt überhaupt fanden sich Vedder, Drummer Dave Krusen, Gitarrist Mike McCready sowie Gossard und Ament aber schon im Vorprogramm von Alice In Chains wieder – damals noch unter dem Namen Mookie Blaylock. Alice In Chains hatten gerade mit ihrem Debütalbum Facelift Wirbel gemacht und konnten sogar die Metal-Szene von ihrem Hard Rock-inspirierten Sound überzeugen.

Pearl Jam selbst sollten die Band schon bald darauf mit dem Übererfolg von Ten übertrumpften, erwiesen ihr aber noch vorher den gebührenden Respekt. Auf einem Demo-Tape, das im engeren Freundeskreis kursierte, coverten sie im Oktober 1990 den Alice In Chains-Song It Ain’t Like That. Ob sie damals schon vermuteten hätten, wenige Monate später mit den Lokalhelden den Tourbus zu teilen? So oder so: Die gemeinsame Geschichte von Alice In Chains und Pearl Jam war damit noch nicht zu Ende geschrieben. Noch heute treffen beide Bands oder zumindest ihre Mitglieder wieder und wieder aufeinander.


4. Led Zeppelin – Going To California

Neben den Bands aus dem Seattler Schmelztiegel und einem Grunge-Vordenker wie Neil Young waren es natürlich aber auch klassische Rock-Bands, die Pearl Jam inspirierten. Die Faustregel lautet: Je lauter und je wilder, desto prägender. Led Zeppelin dürfen deswegen keinesfalls fehlen, wenn von der musikalischen DNA Pearl Jams die Rede ist. Was die Briten ab Ende der sechziger Jahre anfingen, das konnten die Seattler Kollegen in den Neunzigern in einer zeitgemäßen Interpretation aufspielen: nahezu übermenschliche Rocksongs mit großen Melodien und viel Sinn für Feinheiten.

Die britischen Idole bemerkten das natürlich ebenso. 2005 trat sogar Robert Plant höchstpersönlich auf die Bühne, um gemeinsam mit der Band den Led Zep-Song Fool In The Rain zu spielen. Zehn Jahre später aber konnte sich der Gitarrist einen bissigen Kommentar nicht verkneifen, als er den Einfluss seiner Band allzu genau aus einem Pearl Jam-Stück herauszuhören meinte. Im Gespräch mit McCready ließ es sich der Brite nicht nehmen, den jüngeren Musiker zu triezen. In einem Gespräch über die Wichtigkeit von Kreativität spottet er: „Ich meine, wie oft habt ihr Going To California gespielt? Oh, sorry… Wie auch immer euer Song gleich noch heißt…“ McCready nahm es gelassen, lachte und berichtete, dass Vedder den Pearl Jam-Song Given To Fly häufiger bei Konzerten mit dem Namen „Given To California“ ankündigte. Die Ähnlichkeiten sind eben nicht von der Hand zu weisen.


5. The Who – Baba O’Reily

Nicht nur musikalisch, sondern auch hinsichtlich ihrer Nahbarkeit wurden Pearl Jam oft mit Led Zeppelin verglichen. Beiden Bands war es immer schon wichtiger, auf ihre Fans zuzugehen anstatt von der Presse umschwärmt zu werden. Led Zep sind nicht die einzige große Band der Stadion-Rock-Ära, mit der Pearl Jam sich Vergleiche gefallen lassen mussten. Obwohl, was heißt müssen… Wer würde nicht gerne mit The Who auf ein Podest gestellt werden? Dabei ging es vor allem um den unvergleichlichen Arbeitseifer beider Bands, die – mit mal mehr, mal weniger Erfolg – ihre Alben lieber Schlag auf Schlag einspielen wollten, anstatt nur im Zweijahrestakt von sich reden zu machen.

Pearl Jam haben dabei niemals einen Hehl daraus gemacht, dass die Truppe um Pete Townshend ihr wohl größter Einfluss überhaupt ist. 2007 spielten sie beispielsweise eine Coverversion von Love, Reign O’er Me für einen Filmsoundtrack ein und zollen den Helden immer wieder mit Live-Interpretationen ihrer Stücke Tribut. Da darf natürlich auch Baba O’Reily von Who’s Next nicht fehlen. Das Stück gehört fest zum Live-Repertoire der Band. 2013 wurde die Pearl Jam-Interpretation sogar auf Platz acht des „Greatest Live Cover Songs“-Polls des Rolling Stone Magazins gewählt. Was vor allem auch daran liegt, dass McCready das komplexe Synthie-Intros des Originals meisterhaft auf die Gitarre übertragen kann.


6. Jimi Hendrix – Star Spangled Banner

À propos McCready! Während sich Gossard – und gelegentlich auch Vedder – um die rhythmische Gitarrenarbeit kümmern, ist der Vollblutmusiker als Leadgitarrist mehr als unersetzlich. Das Besondere an seinem Spiel ist dessen intimer Charakter: McCready ist kein Angeber, sondern trifft buchstäblich immer den richtigen Ton zur rechten Zeit. Seine Licks erst geben der Musik der Band ihren oftmals hymnischen Unterton und bilden mit Vedder ausdrucksstarker Vocalperformance das melodische Grundgerüst ihrer Songs.

Als er im September 2017 dazu eingeladen wurde, im Stadion der Seattle Seahawks die US-amerikanische Nationalhymne zu spielen, wurde daraus unversehens eine Verbeugung vor dem Idol Jimi Hendrix. Dessen ikonischer Impro-Interpretation des Star Spangled Banners wurde zur Blaupause des anderthalbminütigen. Neben Carlos Santana zählt Hendrix zu McCreadys frühesten Vorbildern und inspirierte den Pearl Jam-Gitarristen sogar dazu, rechtshändig auf einer für Linkshänder konstruierten Gitarre zu spielen, um die Höhen in seinem Spiel zu betonen. Ganz so, wie es der Linkshänder Hendrix andersherum auf rechtshändigen Gitarren getan hatte.


7. Tom Petty & The Heartbreakers – I Won’t Back Down

Led Zeppelin, The Who und Jimi Hendrix stehen für eine Ära des Rock, die oftmals vom Größenwahn und der Zerstörungslust ihrer Protagonisten geprägt war. Pearl Jam aber blieben stets auf dem Boden und ließen Hotelzimmer in der Regel unverwüstet zurück. Neben dem hemdsärmeligen Neil Young war es insbesondere der 2017 tragischer Weise verstorbene Tom Petty, welcher der Band in Sachen Haltung am nächsten stand. Als einer der Vertreter des sogenannten Heartland Rocks legte Petty nur selten Rockstarallüren an den Tag und versuchte vielmehr, seinem Publikum auf Augenhöhe zu begegnen. Ganz wie Pearl Jam.

So bescheiden war die Band, dass sie selbst während ihrer eigenen Welttournee im Jahr 2006 einen Platz im Vorprogramm akzeptierte – Hauptsache, sie konnten mit Petty und seinen Heartbreakers die Bühne teilen. Das taten sie dann auch, und zwar gemeinsam. Vedder sang gemeinsam mit Petty einige Stücke aus seinem Backkatalog, unter anderem auch I Won’t Back Down, das sich seit geraumer Zeit im Repertoire der Band befand. Den Song gemeinsam mit Petty selbst singen zu dürfen, gehört für ihn zweifelsohne zu einem der Highlights seiner langjährigen Karriere.


8. J. Frank Wilson & The Cavaliers – Last Kiss

Generell gesprochen hat kaum eine Band ihre Bewunderung für andere Künstler dermaßen offen dargelegt wie Pearl Jam. Manchmal lesen sich Setlists von Pearl Jam-Konzerten wie ein Who-Is-Who des Rockolymps, so viele Cover-Versionen ihrer Stifterfiguren sind darauf zu sehen. 1998 aber überraschte die Band mit einer mehr als ungewöhnlichen Nummer. Ursprünglich während eines Soundchecks aufgenommen, sollte ihre Interpretation der Wayne Cochran-Komposition Last Kiss eigentlich nie offiziell veröffentlicht werden und war lediglich für Fanclub-Mitglieder als Weihnachtssingle gedacht.

Doch Last Kiss fand seinen Weg ins Radio und wurde zum Überraschungshit. Das veranlasste die Band, deren Interpretation sich an der bekanntesten Version von J. Frank Wilson & The Cavaliers orientierte, dazu, sie 1999 als reguläre Single auf den Markt zu bringen. Die Einnahmen aus dem Verkauf wollte die Band jedoch nicht behalten und spendete das Geld lieber an Hilfsorganisationen für die Flüchtlinge des Kosovokriegs. Es ist bei weitem nicht das einzige Beispiel dafür, dass die Band ihre Popularität dazu nutzte, um auf Missstände hinzuweisen. Alle der Mitglieder sind auf die eine oder andere Art durch sozialpolitisches Engagement aufgefallen.


9. Ramones – I Believe In Miracles

Auch das ist ein weiterer Grund, weshalb Pearl Jam nie so richtig in die Grunge-Schublade gepasst haben. Wo es vielen ihrer Zeitgenossen um die Verarbeitung des eigenen Weltschmerzes und weniger um die Verbesserung eben jener Welt ging, wollten sie stets selbst aktiv werden. Das ist sicherlich auch mit ihrer engen Bindung an die Punk- und Hardcore-Szene der USA zu erklären, wo Anfang der achtziger Jahre ein neues politisches Bewusstsein seinen Ausdruck fand.

In Sachen Punk ist die wohl für Pearl Jam prägendste Band jedoch kaum mit politischen Slogans und vielmehr einer rotzcoolen Ästhetik aufgefallen. Die Ramones standen anders als britische Kollegen wie The Clash für – zumindest weitgehend – unpolitischen Spaß und die besten Hooklines diesseits der CGBG‘s-Toilette. Als die Band 2001 in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen wurde, trat Eddie Vedder ans Mikrofon und lieferte eine Laudatio ab, die sich gewaschen hatte. Ganze 17 Minuten sprach der Pearl Jam-Frontmann über seine Idole, mit denen er 1995 auf ihrer Abschiedstour die Bühne teilen durfte, um gemeinsam mit ihnen den Dead Boys-Klassiker Sonic Reducer zu covern. Die Ramones-Abschiedstour war bekanntermaßen nicht die letzte und auch Vedders Liebe zur Band ist kein Stück eingerostet: Ihr Song I Believe In Miracles ist nach wie vor fester Bestandteil seines Live-Repertoires.


10. Creed – With Arms Wide Open

Nach so vielen schwelgerischen Erinnerungen und schönen Stücken müssen wir aber mal auf den Boden der Tatsachen zurückkehren: Es war nicht immer alles gut. So dankbar wir Pearl Jam für all ihre Musik auch sein dürfen – nein, müssen! –, so ist auch ein wenig Kritik angebracht. Obwohl, können wir eine Band wirklich für ihre Epigonen verantwortlich machen? Nun ja. Ohne Zweifel lässt sich zumindest sagen: Creed wären uns erspart geblieben, hätte es Pearl Jam nie gegeben.

Von allen sogenannten Post-Grunge-Bands – darunter auch, grusel, Nickelback – orientierte sich das Quartett aus Florida am deutlichsten an Pearl Jam. So sehr, dass sie ständig auf die Parallelen zwischen ihrer Musik und den ungleich größeren Pearl Jam angesprochen wurden. Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere stieg der Erfolg dem Creed-Bassisten Brian Marshall wohl zu Kopf. „Eddie Vedder wünscht sich, er könnte so schreiben wie Scott Stapp“, protzte er über den eigenen Sänger. „Ich liebe Pearl Jam, aber ich verstehe nicht, welche Richtung sie da eingeschlagen haben. Wenn du dir ihre Albumverkäufe und die Fans anschaust, wird deutlich, dass es mit ihnen bergab geht“. Komisch nur, dass Pearl Jam sich bis heute gehalten haben – und was machen eigentlich Creed gerade so? Eben. Es geht doch nichts über das Original.


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Popkultur

„White Christmas“, „All I Want For Christmas Is You“ und mehr: Verrückte Fakten zu den größten Weihnachtssongs

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Mariah Carey
Foto: Gilbert Carrasquillo /Getty Images

Sie dudeln im Radio auf und ab, beschallen Weihnachtsmärkte und Cafés: Hättet ihr diese Dinge über Evergreens wie Last Christmas, All I Want For Christmas Is You oder White Christmas gewusst?

von Björn Springorum

Auf wenige Dinge ist so sehr Verlass wie das pünktliche Aufschlagen von Last Christmas und All I Want For Christmas Is You deutlich vor dem ersten Advent. Weihnachtssongs sind Fluch und Segen zugleich, Boten einer schönen Zeit für die einen und Geißel des schlechten Geschmacks für die anderen – Stichwort #whamageddon. Zu welchem Lager man auch zählt: Vorbei kommt dieser Tage niemand an ihnen. Da lohnt mal ein Blick auf die erstaunlichen Geschichten hinter fünf der erfolgreichsten Weihnachtssongs aller Zeiten.

1. All I Want For Christmas Is You (1994)

Eine der erfolgreichsten Singles aller Zeiten ist in gerade mal 15 Minuten entstanden. So kurz sollen Mariah Carey und Walter Afanasieff für das Songwriting dieser Nummer gebraucht haben. Bewusst angelehnt an den Ronettes-Sound der Sechziger, braucht All I Want For Christmas Is You kommerziell gesehen deutlich mehr Zeit als für seine Entstehung. Der Grund: Der Song wurde anfangs nicht offiziell als reguläre Single ausgekoppelt und konnte deswegen auch nicht in den Charts notieren. Das ändert sich, als 1998 die Regularien angepasst werden. Damals beginnt die erstaunliche Erfolgsgeschichte des Songs: Am 21. Dezember 2019 – 25 Jahre nach Veröffentlichung – steht der Song erstmals ganz oben in den US-Charts. 16 Millionen Exemplare sind mittlerweile verkauft, unzählige Streaming-Rekorde gebrochen. Geschätzte 60 Millionen gibt es an Royalties allein für diesen Song, Mariah Carey allein verdient grob geschätzt 2,5 Millionen US-Dollar pro Jahr mit All I Want For Christmas Is You. Nicht übel – dafür, dass sie den Songs anfangs gar nicht aufnehmen wollte.

2. Santa Claus Is Comin’ To Town (1934)

Auch dieser Song gehört zu Weihnachten wie schlechter Glühwein: Erstmals 1934 von einem Banjo-Spieler namens Harry Reser aufgeführt, hat sich Santa Claus Is Comin’ To Town zum weihnachtlichen Pflichtprogramm entwickelt. Liegt natürlich auch an seiner erstaunlichen Haltbarkeit und Attraktivität für andere Künstler: In den letzten knapp 80 Jahren haben sich über 200 Künstler*innen an diesem Klassiker von J. Fred Coots und Haven Gillespie versucht – und nicht unbedingt unbekannte, um es mal so zu sagen: Unter anderem gibt es Versionen von Bing Crosby, Mariah Carey, Neil Diamond, Bruce Springsteen, Frank Sinatra, Bill Evans, Chris Isaak, The Temptations, The Carpenters, Michael Bublé und den Jackson 5. Am ehesten denkt man bei Santa Claus Is Comin’ To Town aber wahrscheinlich an den Boss und seine unvergleichliche Version. Die entstand gemeinsam mit der E Street Band am 12. Dezember 1975, wurde aber erst 1982 auf dem Sesamstraße-Album In Harmony 2 veröffentlicht und steigt seit 2002 regelmäßig hoch in die Charts ein. Springsteen-Konzerte im November und Dezember kommen ebenfalls nie ohne diese Nummer aus.

3. Last Christmas (1984)

Irgendwann im Sommer 1984 wird George Michael plötzlich vom Geist der Weihnacht heimgesucht. Er und sein Wham!-Kollege Ridgeley sind gerade bei Michaels Eltern zu Besuch, als ihn die winterliche Muse küsst: Er rauscht in sein altes Kinderzimmer und schreibt dort mal so eben einen der größten, wenn auch polarisierendsten Weihnachtshits aller Zeiten. Die Nummer wird zum Erfolg und schnell auch zum unverzichtbaren Weihnachtslied. Nur die Nummer Eins in den britischen Charts bleibt Last Christmas vergönnt – bis 2021, mehr als 36 Jahre nach der Veröffentlichung. Den Gesamterlös des Songs spendet Wham! vorbildlich dem Kampf gegen die verheerende Hungerkrise in Äthiopien. Bei über sechs Millionen verkauften Singles kommt da einiges zusammen.

4. Do They Know It’s Christmas (1984)

Das ist die Nummer, die Last Christmas 1984 davon abhält, die Spitze der britischen Charts zu erklimmen: Do They Know It’s Christmas von Bob Geldorf und Midge Ure ist eine der bekanntesten Benefiz-Singles aller Zeiten. Und ein echter Allstar-Coup: Aufgenommen an nur einem einzigen Tag am 24. November 1984 im Londoner Stadtteil Notting Hill, kommt die als Band Aid bezeichnete Supergroup an diesem Tag erstmals hinterm Mikro zusammen: Unter anderem singen Bono, Siobhan Fahey, Phil Collins, Boy George, Paul Weller. Sting und wieder George Michael (der damit auf Platz eins und zwei der britischen Single-Charts thront) gegen den Hunger in Äthiopien. Und sammeln ordentlich Geld ein: Die Single verkauft sich knapp zwölf Millionen Mal. Aus den von Geldorf erhofften 70.000 Pfund werden innerhalb eines Jahres acht Millionen. Kritik gibt es dennoch: Der Text spiele mit westlichen Vorurteilen und Afrikaklischees und würde die Vielfalt Afrikas unter den Teppich kehren.

5. White Christmas (1942)

1940 setzt sich Irving Berlin hin und schreibt einen Song über eine nostalgische, romantisierte Vorstellung von Weihnachten. Ja, das hat man auch schon 1942 gemacht. Sie kommt in den Soundtrack zum Film Holiday Inn und bekommt prompt den Oscar für den besten Filmsong. „Es ist nicht nur der beste Song, den ich je geschrieben habe, sondern auch der beste Song, den irgendjemand anders je geschrieben hat“, soll er seiner Sekretärin gesagt haben. Nicht gerade beschieden, aber irgendwie auch nicht ganz falsch. Zumindest hinsichtlich seines Erfolgs: Am 29. Mai 1942 nimmt Bing Crosby den Song in schlanken 18 Minuten auf, hält aber nicht viel davon. 80 Jahre später wissen wir: Er unterschätzt die Nostalgie der Menschen. White Christmas ist die erfolgreichste Single aller Zeiten! Zwar sprechen wir heute meist von der 1947-er Neuaufnahme (das Original wurde zu oft gespielt und beschädigt), aber das ist nebensächlich: Mit über 50 Millionen verkauften Exemplaren steht White Christmas ganz oben an der Spitze. Über 500 verschiedene Versionen in zahlreichen Sprachen sind mittlerweile entstanden. Und weil er damals schon nostalgisch war, wirkt er auch mit seinen 80 Jahren alterslos.

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Popkultur

Die 15 besten Weihnachtsgeschenke für Rockfans

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Weihnachtsgeschenk
Foto: Getty Images

Weihnachten nähert sich in großen Schritten. Du weißt immer noch nicht so recht, was du deinen rock-affinen Liebsten schenken sollst? Kein Problem — wir haben da ein paar Ideen!

1. Bono — Surrender: 40 Songs, One Story

U2-Frontmann Bono veröffentlichte im November 2022 seine Memoiren — und darin erzählt einer der größten Frontmänner der Rockgeschichte, wie Paul aus Dublin zu Rockstar und Weltbürger/Weltretter Bono wurde. Ein spannendes Buch, das nicht nur die Anfänge U2s beleuchtet, sondern Bono auch als selbstironischen, reflektierten Zeitgenossen zeigt.

(Hier für 20,99 Euro)

 2. Guns N’ Roses — Use Your Illusion Super Deluxe 12-LP Box

Use Your Illusion

Was für einen Nachfolger macht man nach einem Mega-Debüt wie Appetite For Destruction? Am bestengleich zwei neue Longplayer! Use Your Illusion I + II, das sind zwei Alben, die nur so überquellen. Opulent, rockig, dreckig, hochglanzproduziert, bluesy, überladen, rotzig — alles zugleich, alles auf Maximum. Im November 2022 öffneten Axl, Slash & Co. das Bandarchiv und veröffentlichten ein Boxset, das Fans der Gunners das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt. 97 Tracks auf 12 LPs, davon 63 unveröffentlicht — mit Blu-ray, Buch, Lithografien und jeder Menge Goodies… und das alles natürlich im stylischen Boxset. Das mega ausführliche Boxset gibt es bei uns im uDiscover Store — übrigens auch als günstigere 7-CD-Box.

(Hier für 498,99€)

3. BAP — Bap Vinyl Box Vol. 3 (2001-2011)

Wolfgang Niedecken lud in letzter Zeit vermehrt zur Vinyl-Retrospektive und widmete jedem Jahrzehnt von BAP eine Vinyl-Box. Zuletzt erschien mit Volume 3 eine Rückschau auf die 2000er-Jahre. Fünf Alben auf je zwei 180-Gramm-LPs, dazu schöne Artworks, Prints, Texte und Faksimiles. Für Fans von BAP ein Muss!

(Hier für 173,99 Euro)

4. 101 Rock Stories: Anekdoten, Exzesse und wilde Geschichten von Christof Leim

Warum wollte Axl Rose einst David Bowie verhauen? Was verbindet AC/DC mit einem Serienkiller? Und was haben Faith No More mit dem Fall der Berliner Mauer zu tun? — Diesen (und etlichen weiteren Fragen) geht uDiscover-Autor Christof Leim in seinem Buch 101 Rock Stories: Anekdoten, Exzesse und wilde Geschichten nach. Der Musiker und Musikjournalist gräbt tief in der Schatzkiste der Rock’n’Roll-Geschichten — und sorgt für ein kurzweiliges Lesevergnügen. 

(Hier für 14 Euro)

 5. Peter Frampton — Do You Feel Like I Do? A Memoir

Vor wenigen Wochen sagte die US-amerikanische Rock-Ikone Peter Frampton seinen deutschen Fans mit den letzten Deutschlandkonzerten seiner Abschiedstournee Lebewohl. Wie bewegt seine Karriere war, lässt sich in seinen Memoiren nachlesen, die Ende 2021 erschienen sind.

(Hier für 15,59 Euro)

6. Heavy Metal Ukulele

UkuleleHeavy Metal funktioniert auch auf der Ukulele — das beweist dieses Prachtstück in Flying-V-Form. Wieso nicht mal Thunderstruck, Raining Blood und Enter Sandman auf der Uke zum Besten geben — unter dem Weihnachtsbaum, wo sonst?

(Hier für 37,20 €)

7. Slayer-Wein

Slayer-Fan, aber zugleich auch Reben-Feinspitz? Bekennende Weinliebhaber*innen kommen mit dem Slayer Reign In Blood Red auf ihre Kosten. Der Cabernet Sauvignon stammt, wie Araya & Co., aus Kalifornien — und passt hervorragend zum musikalischen Oeuvre der Herren.

(Hier für 9,59 Euro)

8. Rolling-Stones-Baumwollbeutel

Wie soll man eigentlich die ganzen Weihnachtsgeschenke nach Hause tragen? Am besten stilecht im Rolling-Stones-Baumwollbeutel mit dem ikonischen Zungen-Logo. Hier findet von exklusiven CDs und LPs bis zu T-Shirts und anderen Goodies so einiges Platz!

(Hier für 9,99 Euro)

9. Marshall Bluetooth Lautsprecher

Marshall LautsprecherKeine richtige Stereoanlage da? Kein Problem, mit der richtigen Bluetooth-Lautsprecherbox lässt sich auch ganz unkompliziert via Bluetooth gut Musik hören. Wer dabei nicht auf den klassischen Retro-Rocklook verzichten möchte, findet einige tolle Modelle von Marshall, zum Beispiel wie den Acton II. Der überzeugt mit druckvollem Sound und edlem Look!

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10. AKG Kopfhörer

Gute Kopfhörer sind für jeden Musikfan ein absolutes Muss — denn so lässt sich auch ohne sündteure Boxen Musik im hochwertigen Klang genießen. Die Auswahl an guten Kopfhörern ist groß, wir entscheiden uns an dieser Stelle für die AKG K-612, einfach weil sie gute Allrounder sind und auch fürs Studio taugen!

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11. Inhaler — It Won’t Always Be Like This (LP)

Im Februar 2022 veröffentlichen Inhaler ihr neues Studioalbum Cuts & Bruises. Die Wartezeit kann man aber auch mit ihrem Debüt It Won’t Always Be Like This überbrücken, das es im uDiscover Store als LP-Version gibt.

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Natürlich muss die eigene Plattensammlung auch gepflegt werden. Um dem edlen Vinyl die Liebe zukommen zu lassen, die es verdient, empfehlen wir ein Vinyl-Reinigungsset.

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Squier JazzmasterWer gerne E-Gitarre lernen möchte, muss keineswegs gleich zu teuren Marken greifen. Fender etwa hat mit seiner kostengünstigen Tochterfirma Squier einige fabelhafte Modelle im Sortiment, die sich wahrlich nicht vor deutlich teureren Gitarren nicht verstecken müssen. Etwa die 40th Anniversary Jazzmaster, die nicht nur toll aussieht, sondern auch exzellent klingt.

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Mal unter dem Weihnachtsbaum mit ein paar Metal-Motiven bei Oma und Opa anecken? Wir hätten da ein paar Ideen — beispielsweise dieses Shirt der deutschen Metallegenden Kreator.

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Popkultur

Zeitsprung: Am 6.12.1994 erscheint „Vitalogy“ von Pearl Jam auf CD und Kassette.

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Anekdoten, Jubiläen und wilde Geschichten: Was an diesem Tag in der Welt der Musik passiert ist, lest ihr täglich in unserem Zeitsprung. Heute: 6.12.1994.

von Victoria Schaffrath und Christof Leim

1994 markiert den Wendepunkt für den Grunge: Nach Kurt Cobains Tod wenden sich die Medien gegen die Rock-Bewegung, während sich Pearl Jam im kalten Krieg mit Ticketmaster befinden. Die Jungs aus Seattle wagen mit Vitalogy den Befreiungsschlag und ebnen den Weg für Meisterwerke wie Yield. Am 6. Dezember 1994 erscheint das Album regulär auf CD…

Hört hier in Vitalogy rein: 

„Lives opened and trashed / Look, Ma, watch me crash“ intoniert Eddie Vedder im Opener Last Exit und fasst damit schon ziemlich gut zusammen, was da so in der Welt von Pearl Jam vor sich geht. Als Teil der Grunge-Szene von Seattle kommen sie mit ihrem Debüt Ten trotz kommerziellem Durchbruch nicht wirklich gut an, die Folgeplatte Vs. (1993) zementiert dafür ihren Platz zwischen Nirvana, Soundgarden und Alice In Chains. So sehr, dass der daraus resultierende Erfolg die Gruppe in eine schwere Sinnkrise stürzt. Dazu noch der Medienrummel um Kurt Cobains Suizid sowie eine Extraportion Streitigkeiten um Konzertpreise((LINK)) mit Ticketmaster. Kurzum: Der Boden unter den Bandgrundmauern wackelt.

Vorsicht, rissig

Die Aufnahmen für das dritte Album entstehen während der Tour zu Vs., die Sänger (und nun auch Gitarrist) Vedder, Bassist Jeff Ament, den Gitarristen Stone Gossard und Mike McCready und Schlagzeuger Dave Abbruzzese einiges abverlangt. Abbruzzese darf gegen Ende der Aufnahmen den Abflug machen, denn seine Kritik am Ticketmaster-Konflikt stößt auf. McCready wiederum merkt, dass sein Kokain- und Alkoholproblem die Gruppe gefährdet: „Nach dem die Band durchgestartet war, befand ich mich in meiner eigenen kleinen Welt.“ Er checkt zwischen Aufnahmen und Veröffentlichung in die Entzugsklinik ein.

An den Drums übernimmt Vedder-Vertrauter und ehemaliger Red Hot Chili Pepper Jack Irons, der positive Energie in den Laden bringt. Die braucht es dringend, denn der Sänger, der hier verstärkt die kreativen Zügel in die Hand nimmt, gerät nun mit Gossard aneinander. Für ersteren stellt der Führungswechsel eine natürliche Konsequenz dar: „Das war keine feindliche Übernahme. Ich fand, dass alle unsere Veröffentlichungen stellvertretend für mich standen. Da ich sowas wie das Gesicht der Band wurde, musste ich auch musikalisch mehr repräsentiert werden“, erzählt er später in der Dokumentation Pearl Jam Twenty

Lebenszeichen

Diese Kehrtwende äußert sich auch in, sagen wir mal, etwas wundersameren Werken wie Hey Foxymophandlemama, That’s Me, einer Soundcollage mit Äußerungen von Insassen einer Nervenklinik. Dagegen stehen aber Stücke wie das unangepasste Spin The Black Circle, Immortality und das wunderbare Better Man, die das umstrittene Album zu einem wichtigen Punkt der Bandgeschichte machen.

Ganz bewusst veröffentlichen Pearl Jam das Ding zunächst am 22. November 1994 auf Vinyl und für die damals gängigen Formate CD und Kassette gibt’s ein zweiwöchiges Embargo. Das zahlt sich aus, denn Vitalogy hält bis zur Veröffentlichung von Jack Whites Lazaretto 2014 den Rekord für die meisten Vinylverkäufe innerhalb einer Woche. Ab dem Nikolaustag 1994 stehen dann auch CDs und Kassetten zum Verkauf. Wie Kollege Chris Cornell in der Doku treffend bemerkt: „Amerikanische Rockbands lösen sich auf. Pearl Jam schafften es zusammenzubleiben.“ Vitalogy entpuppte sich dabei als der Kitt der beginnenden Risse.

Zeitsprung: Am 30.6.2000 passiert Schlimmes bei einer Pearl Jam-Show in Roskilde.

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